Kunsthandel Giese und Schweiger

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Kunsthandel Giese und Schweiger GIESE & SCHWEIGER, a Vienna based art dealer founded in 1980, 1st address for 19th & 20th century art

15/10/2026

In der dies wöchigen Folge von „Expertise mit Giese“ besprechen und Oswald Oberhubers Wasserbild III 🎨🖌️ aus den frühen 1950er Jahren 🌧️🌊💧

Oswald Oberhuber
1931 - 2020
“Wasserbild III”, 1952/53
links unten signiert: “Oberhuber”
auf rückseitiger (alter) Bildabdeckung betitelt, datiert und bezeichnet: “Wasserbild III. 1952-53” sowie “Katalog Seite 117”
Öl und Lack auf Hartfaserplatte
65 x 85 cm

Das ganze Video findest du auf unserem YouTube-Kanal – den Link dazu gibt’s in der Bio.🎥▶

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15/10/2026

In der dies wöchigen Folge von „Expertise mit Giese“ besprechen Alexander und Herbert Giese Oswald Oberhubers Wasserbild III aus den frühen 1950er Jahren.

Oswald Oberhuber
1931 - 2020
"Wasserbild III", 1952/53
links unten signiert: "Oberhuber"
auf rückseitiger (alter) Bildabdeckung betitelt, datiert und bezeichnet: "Wasserbild III. 1952-53" sowie "Katalog Seite 117"
Öl und Lack auf Hartfaserplatte
65 x 85 cm

Kamera: Markus Lettner
Kamera: Charlotte Evans
Schnitt: Charlotte Evans

Zwei Minuten Obacht… Armselig, das kleine Bündel zu Füßen des Mädchens, die gesamte Habe darin eingepackt, und doch: Ums...
14/10/2026

Zwei Minuten Obacht…



Armselig, das kleine Bündel zu Füßen des Mädchens, die gesamte Habe darin eingepackt, und doch: Umso inniger ist das Gebet. Wir sind in einer Zeit, da Hilfe für die Ärmsten gern dem lieben Gott überlassen wurde und von der öffentlichen Hand bestenfalls milde Gaben kamen. Gerade die Roma und Sinti waren es, die man verjagte und ghettoisierte. Schmutzig seien sie, stehlen würden sie. Einzig in Ungarn, um Szolnok in der Großen Tiefebene, dort, wo Theiß und Zagyva zusammenfließen, wo Arbeitskräfte gebraucht wurden für die Holzflößerei, waren sie geduldet, und auch überall dort, wo es schon ein längeres Nebeneinander gab, das Vorurteile abbauen half. August von Pettenkofens Anteil an der Integration bestand darin, dass er die Roma malte. Auf Märkten, auf Feldern, einzeln, mit ihren Pferden, auf ihren Wagen, bei der Arbeit wie bei der Rast.
Man könnte unser Bild durchaus deuten und sich fragen, warum sich der Herrgott den beiden Kindern nur bis zum Knie zeigt. Steht ihnen nicht mehr zu? Trotz all der Inbrunst und Innigkeit? Wir wollen aber darauf hoffen, dass künstlerische Gründe ausschlaggebend waren. Hätte Pettenkofen das gesamte Kruzifix malen müssen – so die Theorie –, wären ihm die Kinder zu klein geraten, und der von Empathie getragene Zauber hätte gar keine Chance gehabt. So war er imstande, seiner Ehrfurcht vor allem Lebenden ungehindert Ausdruck zu geben, in einer malerischen Qualität, dass ihm keiner seiner Mitbewerber das Wasser reichen konnte. Hier gilt absolut: ein kleines Bild – ein großes Meisterwerk.

AUGUST VON PETTENKOFEN 1822 - 1889
Betende Roma-Kinder, Mitte der 1850er-Jahre
Öl auf Holz, 20 x 13 cm
Links unten monogrammiert: “A.P.”

Kunsthandel Giese & Schweiger

Zwei Minuten Obacht… Es ist wohl das „Stadterleben“, das dieses Bild vermitteln will, das „Großstadterleben“, das den ge...
06/10/2026

Zwei Minuten Obacht…



Es ist wohl das „Stadterleben“, das dieses Bild vermitteln will, das „Großstadterleben“, das den geborenen Grazer Hubert Schmalix besonders beschäftigt haben dürfte. Hier in Wien, in der Stadt, in der er studiert und seine
ersten Erfolge gefeiert hat. Die hohen Häuser und unzähligen Fenster, die Vielfalt und Unübersichtlichkeit, das Schräge, Bewegte und der Lärm, der hier – in Noten festgehalten – auch als Musik interpretiert werden kann. Auch dass er hier ein Zuhause gefunden hat, lässt er uns wissen. Die Lampe, der Stuhl, das angedeutete Zimmer links unten, sein Profilkopf rechts oben – sie zeigen seine Verbundenheit mit dem scheinbaren Chaos dieser Stadt, in das ein undefinierbares gelbes Ding hineinfährt wie ein Blitz. Das Blau und das Gelb und das Rot, und das Schwarz der Zeichnung – sie stellen die Verbindung her zu einer Bildsprache, die zu vergleichbaren Lösungen geführt hat, bei Kandinsky, aber auch bei Max Beckmann, einer Bildsprache, die er weiterentwickelt, die vielleicht erzählerischer ist und bei allem Durcheinander ein Ganzes voll Harmonie erschafft.

HUBERT SCHMALIX 1952 - 2025
O.T., 1981
rechts unten signiert und datiert:”Schmalix 1981”
Dispersion auf starkem Papier, 156 x 150 cm

Kunsthandel Giese & Schweiger

01/10/2026

„Expertise mit Giese“ ist mit brandneuen Folgen zurück! In der Folge dieser Woche sprechen Alexander und Herbert Giese über dieses Meisterwerk von Romako, „Melusine“, das Ende des 19. Jahrhunderts entstand.🌊🛡️ 🌾🎨

Kamera: Markus Lettner
Kamera: Charlotte Evans
Schnitt: Charlotte Evans

Anton Romako
1832 - 1889
Melusine, 1886/1889
links unten signiert: "A. Romako"
rückseitig Etiketten der Galerie Miethke, Wien, sowie der Kunsthandlung L. T. Neumann, Wien.
Öl auf Leinwand
86 x 48 cm

Zwei Minuten Obacht… Dass er ein brillanter Beobachter ist, einer, der ganz genau wahrnimmt, was in seinem Gegenüber vor...
22/09/2026

Zwei Minuten Obacht…



Dass er ein brillanter Beobachter ist, einer, der ganz genau wahrnimmt, was in seinem Gegenüber vorgeht, zeigt das Porträt der kleinen Urseli aus dem Jahr 1890. Da merkt man die Skepsis des so adrett gekleideten jungen Mädchens, das da mit leicht gerunzelten Brauen, neugierig und verhalten, ein wenig zur Seite gewandt aus dem Bild herausblickt. Als würde sie sagen: Da hab‘ ich mich jetzt so schön gemacht, mit der kleinen schwarzen Masche im Haar, dem dunklen bestickten Wams und den strahlend weißen Puffärmeln – und was wird dabei herauskommen, wenn du mich malst? Wird mir das recht sein, wird es ein schönes Bild? – Ein wenig muss sie auch lächeln, ganz leise, fast unterdrückt, damit die andere Seite illustrierend, die Freude, so wichtig zu sein, gemalt zu werden. – Völlig unspektakulär, aber brillant gemalt gelingt Engelhart mit diesem Porträt eines kleinen Mädchens ein „Stück Wirklichkeit“, das weit über das oberflächlich Sichtbare hinaus geht.

JOSEF ENGELHART 1864 - 1941
“S’ Urseli”, 1890
links oben bezeichnet, signiert und datiert:
“S’ Urseli J. Engelhart 90”
Öl auf Holz, 34 x 25,5 cm
Provenienz: Privatbesitz, Wien

Kunsthandel Giese & Schweiger

18/09/2026

In der Folge von „Expertise mit Giese“ dieser Woche sprechen Alexander und Herbert Giese über das 1849 entstandene Porträt „Maria Bartak“ von Friedrich von Amerling.

Friedrich von Amerling
1803 - 1887
Marie Bartak, 1849
Öl auf Leinwand
63 x 49 cm

Kamera: Markus Lettner
Kamera: Charlotte Evans
Schnitt: Charlotte Evans


Heute blicken wir zurück auf eine frühere Folge von Zwei Minuten Obacht... Vielleicht will uns Oswald Oberhuber in die I...
15/09/2026

Heute blicken wir zurück auf eine frühere Folge von Zwei Minuten Obacht...



Vielleicht will uns Oswald Oberhuber in die Irre führen mit dem Titel Wasserbild. Im Glauben lassen, dass er sich hier tatsächlich mit dem Wasser beschäftigt; halt nicht mit seinem äußeren Erscheinungsbild, sondern mit dem, was dahintersteckt; der Struktur vielleicht, dem Aufbau, den inneren Kräften. Vielleicht will er uns damit etwas vermutlich Sinnvolles vor die Nase halten, etwas, das wir der vermeintlichen Hauptaufgabe der Malerei, der Abbildnerei, zuordnen können. Das könnte sein. Es könnte aber auch sein, dass er uns einfach ablenken will, auf eine falsche Fährte locken, um seine eigentlichen Absichten zu verschleiern – den Zufall mit ins Kunstwerk hereinzunehmen, den Zufall als gestalterische Kraft. Und damit darauf hinzuweisen, dass der Zufall beim Schaffen von Kunst (und vielleicht überhaupt?) eine viel größere Rolle spielt als allgemein angenommen. Ein Statement, das den Künstler neu definiert.

Freilich lässt er sich das Heft (den Pinsel?) nicht ganz aus der Hand nehmen. Die von ihm gewählte Technik des drip painting (getropfte Malerei) hat eher den gesteuerten Zufall zum Ergebnis. Der Künstler entscheidet einiges, aber nicht alles. Die Farbauswahl etwa und die ungefähre Positionierung, auch Überlagerungen und ganz allgemein den Rhythmus. Den Rest erledigt die Schwerkraft und so manche körpermotorischen Reflexe. Das Ergebnis ist ein dichtes ungegenständliches Gewebe, das Struktur vermittelt; diese ist jedoch logisch nicht nachvollziehbar. Es hat etwas Kosmisches, ohne messbar zu sein, etwas Ausuferndes, von Kräften getragen, die sich der Wiedererkennbarkeit verschließen. Es stellt sich die Frage: Geht es da vielleicht um prinzipielle Seinsstrukturen, die wir zwar sehr weit erkunden, letztlich aber nicht erklären können?

OSWALD OBERHUBER 1931 - 2020
“Wasserbild III”, 1952/53
links unten signiert: “Oberhuber”
auf rückseitiger (alter) Bildabdeckung betitelt, datiert und bezeichnet:
“Wasserbild III. 1952-53” sowie “Katalog Seite 117”
Öl und Lack auf Hartfaserplatte
65 x 85 cm

Wir laden Sie herzlich ein, unseren Beitrag auf der diesjährigen Astoria Artfair zu entdecken. Besuchen Sie uns in der A...
11/09/2026

Wir laden Sie herzlich ein, unseren Beitrag auf der diesjährigen Astoria Artfair zu entdecken. Besuchen Sie uns in der ASTORIA GARAGE und erleben Sie die außergewöhnlichen Arbeiten von Elmar Trenkwalder in einer einmaligen Atmosphäre.

📍 Ort: ASTORIA GARAGE, Trautsongasse 4, 1080 Wien

🗓 Datum: 10. – 13. September 2026

⏰ Öffnungszeiten: Täglich 12:00 – 19:00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Zwei Minuten Obacht… Was ist es, das uns diesen Bauerngarten in Frankreich so reizvoll erscheinen lässt? Das Motiv? Die ...
09/09/2026

Zwei Minuten Obacht…



Was ist es, das uns diesen Bauerngarten in Frankreich so reizvoll erscheinen lässt? Das Motiv? Die Stimmung? Die Schaulust vielleicht, die uns behaglich durch das Bild führt, beim Geranientopf im Vordergrund beginnend, die Zwiebeln entdeckend, die da links an der Wand neben dem Vogelbauer hängen, dem Weg in den Garten folgend, von Rittersporn gesäumt und Rosenstöcken? Ist es die Wärme, die Stille des Ortes, die Sehnsucht auch, die in uns wachgerufen wird, wenn wir uns einfangen lassen von dieser ländlichen Idylle, die von Ruhe spricht und von viel Zeit, vom Sommer und den langen Tagen? – Wahrscheinlich trägt alles dazu bei. Und doch bedarf es auch der besonderen Malkultur, dieses realistischen Zugangs mit impressionistischen Mitteln und des Jettel-typischen Generaltons, um das Motiv in seiner unprätentiösen Erscheinung zusammenzufassen.

Auch dass er menschenleer ist, dieser Bauerngarten, nur von drei Tauben „bevölkert“, trägt zum Zauber des Bildes bei und lässt dem eigentlichen Thema, der Geschichte vom Wachsen und Gedeihen, vom Werden und Vergehen, dem Prinzip des Lebens also, den ihm gebührenden Platz.

Eugen Jettel (1845–1901)
Bauerngarten in Frankreich, 1890
Öl auf Holz
35,8 × 27,3 cm
Links unten signiert, bezeichnet und datiert: „Eugène Jettel Paris [18]90“

Kunsthandel Giese & Schweiger

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Akademiestraße 1
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1010

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Montag 10:00 - 18:00
Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
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