28/09/2026
Römische Funde aus Dienheim. Die Gegenstände befinden sich nach wie vor bei den Besitzern. - Die Krüge waren Grabbeigaben.
Beschreibung von 3 Gräbern von Emil Köth (vor 2 Jahren verstorben):
Am 2.9.1983 wurde im Anwesen Rheinstr. von H. und Franz Lohmann aus Dienheim bei Aushubarbeiten für den Keller eines Anbaus unter unbehauenen Kalksteinplatten in einer Tiefe von 2,30 m das 1. römische Urnengrab entdeckt. Es war von der Hausgrenze an der B 9 in östlicher Richtung ca. 13 m entfernt.
Bodenverhältnisse: schwerer nasser Lettenboden, Anschwemmboden über dem Grab an Berg in westlicher Richtung, unter Grabsohle feiner Sand je nach Grundwasserstand überflutet durch den Wasserbrunnen aus dem Jahre ca. 1870, der später als Sickergraben für WC und Stall benutzt wurde war das 2. + 1 am schlimmsten unter Dreck und Fäkalienwasser (schwarz und schlammig).
Grab Nr. 3: Skelett + 2 Knochen in einer Tiefe 2,10, außerhalb der Baugrube, schwer zugänglich zum Ausgraben. Nach der Anordnung war es ein gestörtes Grab.
Skelettlage Süd - westlich, Kopflage Nord - westlich, der Kopf lag auf einem kleinen römischen Krug mit der linken
Gesichtshälfte. Der Arm links seitlich vom Körper. Über dem Kopf 1 Blumenvase mit Offnung nach unten. Brust, Hals und Kopf waren mit allerlei Scherbenbruch umgeben. Dieses Grab war nicht mehr mit Kalksteinplatten abgedeckt (sicher gestört) Nah der Hand ein Eisenteil. Auf der Brust und Schulter 2 Knochen ... und Scherbenbruch.