06/09/2026
Klassentreffen 60 Jahre nach der Schulentlassung
Am 05.09.2026 trafen sich ehemalige Schüler der Realschule Gernsheim, auf Einladung des ehrenamtlichen Museumsleiters Norbert Hefermehl im Heimatmuseum Biebesheim. Bei einem kleinen Umtrunk erinnerte dieser, der auch in dieser Klasse war, nochmal an die schönen Fahrten die man in der Schulzeit von 1960 bis 1966 mit dem Klassenlehrer Franz Fiedler unternommen hatte. Zur damaligen Zeit schon etwas ganz besonderes, denn die wenigsten Eltern der Schüler konnten sich zu dieser Zeit eine Urlaubsreise leisten. In einer Chronik, die der ehemalige Klassenlehrer angelegt hatte und die dem Museumsleiter überlassen wurde, konnte dieser noch einmal alle Fahrten und Ferienaufenthalte nachlesen. So war man in den ersten beiden Schuljahren in Ober Seemen. 1963 ging es dann nach Grafenau im Bayerischen Wald, wo man auch Passau kennen lernte. 1964 ging´s dann nach Kappl in Tirol von da aus wurden Ausflüge nach Innsbruck und Meran unternommen. Ein Jahr später fuhr man dann nach Villingen im Schwarzwald und machte auch da wieder Ausflugsfahrten an den Rheinfall von Schaffhausen, an den Vierwaldstätter und den Zürichsee sowie an den Bodensee. Dabei wurden natürlich auch viele weitere kulturelle Ziele besucht, insbesondere Kirchen und Museen. Von daher auch die Überlegung das Biebesheimer Heimatmuseum zu besuchen, nachdem man zum 50jährigen Entlassungsjubiläum das Gernsheimer Museum besucht hatte.
Norbert Hefermehl sprach auch davon, dass nahezu alle unterschiedliche berufliche Wege gegangen sind. Auch, dass viele nach der Realschule noch das Abitur machten und studierten. So dass mehrere Klassenmitglieder promoviert haben und eine ganze Reihe heute nicht mehr in der Region leben. Am weitesten in Neuseeland. Oder innerhalb Deutschlands von Berlin über die Lüneburger Heide, dem Saarland, Krefeld bis Fulda. Er selbst musste aus familiären Gründen in Biebesheim bleiben, da er bereits als Kind in der Landwirtschaft seiner Eltern mitarbeiten musste, da sein Vater schwer krank war und bereits jung verstarb, so dass er dann mit seiner Frau auch die Mutter finanziell unterstützen musste. So musste man den Plan über das deutsch/französische Jugendwerk einen Auslandsaufenthalt zu machen, wodurch beide eventuell in Frankreich beruflich Fuß fassen hätten können aufgeben. Er befasste sich dann intensiv mit der örtlichen bzw. regionalen Geschichte und leitet, seit 1995, als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins das Heimatmuseum.
Zum Abschluss gedachte man gemeinsam der bereits sieben verstorbenen ehemaligen Mitschüler/innen.
Man besichtigte dann das Museum mit seiner ortsgeschichtlichen Ausstellung, der Ausstellung zum Rhein und die Gesamtausstellung, die nach dem Leben einer Menschen aufgebaut ist. Besonders passend war die derzeitige Sonderausstellung „Hurra, wir sind Schulkinder“, in der u.a. die Biebesheimer Schulgeschichte gezeigt wird.
Anschließend feierte man im Bootshaus im Restaurant Rosmarin das 60 jährige Jubiläum.