11/06/2026
EN
The work of Henrike Naumann reflects on socio-political issues at the level of design and interior design, exploring the friction between opposing political opinions in relation to taste and personal everyday aesthetics. Naumann’s work probes the mechanisms of radicalization and their entanglement with personal experience.
“The space can be read like a text whose beginning we think we know and whose end we fear to read. Between the beginning and the end, we, in the present, are uncertain about our ability to influence the course of events. Yet we are the front line. Just as we can be sent to the front at any moment, the front is also dependent on us. What we want to fight for, or against. Whether we fight. Or radically love, let go, be vulnerable. Give up all hardness. Or fight out of love, twice as hard, hardcore.” (Henrike Naumann)
DE
Die Werke von Henrike Naumann reflektieren gesellschaftspolitische Problematiken auf der Ebene von Design und Interieur und das Reibungsverhältnis entgegengesetzter politischer Meinungen im Umgang mit Geschmack und persönlicher Alltagsästhetik. Naumanns Arbeiten untersuchen die Mechanismen der Radikalisierung und deren Zusammenhang mit persönlicher Erfahrung.
„Der Raum lässt sich lesen wie ein Text, dessen Anfang wir zu kennen meinen und dessen Ende wir uns fürchten zu lesen. Zwischen Anfang und Ende sind wir, in der Gegenwart, unsicher, welche Möglichkeiten wir haben, auf den Lauf der Dinge Einfluss zu nehmen. Doch die Front sind wir. So wie wir jederzeit an eine Front geschickt werden können, so ist sie auch abhängig von uns. Wofür wir kämpfen wollen, oder wogegen. Ob wir kämpfen. Oder radikal lieben, loslassen, schutzlos sein. Alles Harte aufgeben. Oder aus Liebe kämpfen, doppelt so hart, hardcore.“ (Henrike Naumann)
Curator/Kuratorin: Kathleen Reinhardt
Artists/Künstlerinnen: Henrike Naumann, Sung Tieu
Commissioner/Kommissar: Institut für Auslandsbeziehungen - Visual Arts
Images/Bilder: Jens Ziehe