Künstlerfinca Can Brut

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Im Südosten Mallorcas befindet sich eine einzigartige Finca, auf welcher Rudi Neuland und seine Frau Anna Will Skulpturen, Gemälde und Fotographien in der eigenen Galerie sowie im wunderschönen Skulpturengarten ausstellen.

26/06/2026

Rezension: Célia Margalef bei Can Brut – Eine Besprechung von Martin H. Müller.
Die Konzertreihe „Musik im Skulpturengarten“ ist stets für eine neue Entdeckung gut. Die jüngsten drei Konzerte waren der charmanten jungen spanischen Pianistin Célia Margalef Boquera gewidmet. Neben ihrer Ausbildung in Barcelona und London haben Pianisten wie Stephen Hough, Paul Badura-Skoda und Pascal Rogé ihren Stil maßgeblich geprägt. Dank der Initiative von Anna und Rudi Neuland konnte sich die aufstrebende Pianistin erstmals dem mallorquinischen Publikum auf der Künstler-Finca Can Brut präsentieren und ihr erstaunliches Können unter Beweis stellen.
Sie eröffnete ihr Programm mit Bachs berühmter Toccata in d-Moll – ursprünglich für Orgel komponiert und durch zahlreiche Bearbeitungen, darunter Leopold Stokowskis Orchesterversion, längst zu einem festen Bestandteil der „beliebten Klassik“ avanciert. Ich fragte sie, wie es gelingt, ein für ein melodisches Instrument wie die Orgel geschriebenes Werk auf das Klavier zu übertragen, das viele (irrtümlicherweise!) als rein perkussives Instrument betrachten. Ihr Rezept – geschickter Pedaleinsatz und konsequentes Legato-Spiel – demonstrierte sie eindrucksvoll am Flügel im Skulpturengarten von Can Brut. Mit den nachfolgenden Werken (aus dem „Wohltemperierten Klavier“ und den „Goldberg-Variationen“) erwies sie dem Barockgenie auf unprätentiöse Weise ihre Reverenz, ohne „Vater Bach“ jedoch auf den Sockel eines allmächtigen Gottes zu heben. Sie nahm sich die Freiheit, seine Musik fernab jeglicher vermeintlich „historisch informierter“ Starrheit zu interpretieren, was ihr Spiel sehr sympathisch machte. Es war ihr ganz persönlicher Bach, und die Umgebung – der durch die Zweige rauschende Wind, Vögel, die mit dem Klavier wetteiferten – erinnerte an das berühmte „Waldkonzert“ der georgischen Pianistin Khatia Buniatishvili.
Nach der Pause folgte Mozart, beginnend mit dem Rondo in D-Dur, KV 485, das viele große Pianisten – darunter Horowitz, der es in seinen letzten Konzerten spielte – immer wieder in ihre Programme aufgenommen haben. Margalef befreite das Stück von jeglicher Belanglosigkeit des Rokoko und spielte es mit klarer Kontur, ohne es in einem süßlichen Pedal-Nebel zu sentimentalisieren. Sie erzählte, sie habe ihren Zugang zu Mozart bei ihrem ersten Konzert mit Orchester gefunden (damals spielte sie das strahlende A-Dur-Konzert KV 488) – und noch stärker durch das c-Moll-Konzert KV 491.
Sie entfernte auch die spielerische Patina, die sich über zwei Jahrhunderte in den Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“ angesammelt hatte, vollständig: Das Thema erschien nun non-legato, fast staccato, als Tatsache, als Feststellung: Hier bin ich, und nun mal sehen, was daraus wird! Und man schaute zu, man lauschte, man staunte, wie sich nach und nach – mal virtuos, mal kontemplativ – kleine Miniaturen aus dem kindlichen Thema entfalteten.
Mit der Ballade Nr. 1, op. 23, huldigte die Pianistin dem genius loci, Frédéric Chopin, der seit dem berühmten Winter 1838/39 im Kartäuserkloster Valldemossa untrennbar mit der Insel verbunden ist.
Eine kleine Auswahl aus Griegs „Lyrischen Stücken“ verlieh dem Programm einen Hauch nordischen Flairs, bevor die Biografie der Pianistin mit Albéniz’ und Manuel de Fallas „Danza ritual del fuego“ triumphierend ihren Höhepunkt erreichte. Man hätte stundenlang zuhören können. Unter dem anhaltenden Applaus bedankte sich die Künstlerin beim Publikum mit Bachs Choralvorspiel „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Man kann nur hoffen, dass sie bald wiederkommt.

10/06/2026
10/06/2026

Martin H. Müller09.06.26 21:17 Mallorca Magazin
Der Sommer beginnt, und damit auch die Konzertsaison auf der Künstlerfinca Can Brut. Finca-Chef Rudi Neuland bietet wieder jungen Pianistinnen und Pianisten, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, ein Forum, sich und ihre Kunst dem mallorquinischen Publikum vorzustellen.
Zwischen den sanft geschwungenen Hügeln bei Cas Concos, dort, wo die mallorquinische Landschaft in den frühen Sommerabenden eine fast meditative Ruhe ausstrahlt, öffnet die Künstlerfinca Can Brut ihre Türen für eine junge Pianistin, die längst begonnen hat, sich einen Namen zu erspielen: Cèlia Margalef Boquera. Die 1998 geborene Spanierin, ausgebildet in Barcelona und London, hat Wettbewerbe gewonnen, in bedeutenden Sälen konzertiert und bei großen Lehrern gelernt. Doch was sie auszeichnet, ist weniger die Liste ihrer Erfolge als die stille, konzentrierte Intensität ihres Spiels – eine Musikalität, die nicht glänzen will, sondern leuchten.
Für ihre drei Konzerte am Freitag, 19. Juni, Samstag, 20. Juni (jeweils am Abend) und Sonntag, 21. Juni um 12 Uhr hat sie ein Programm zusammengestellt, das wie eine Reise durch die inneren Landschaften der Klaviermusik wirkt. Den Auftakt bildet Bachs Toccata und Fuge in d Moll, ein Werk, das auf dem Klavier seine dramatische Wucht behält, aber zugleich eine neue Transparenz gewinnt. Das anschließende Präludium in C Dur aus dem Wohltemperierten Klavier entfaltet jene klare, fließende Harmonik, die wie ein reinigender Strom wirkt, bevor die Arie und ausgewählte Variationen aus den Goldberg Variationen den barocken Kosmos in Miniaturform öffnen, mal tänzerisch, mal kontemplativ, immer von innerer Ordnung getragen.
Nach einer Pause, die in der Atmosphäre von Can Brut eher einem Atemholen gleicht als einer Unterbrechung, schlägt Margalef den Bogen zur Klassik: Mozarts Rondo in D Dur, ein funkelndes Gespräch voller Eleganz, und die Variationen über „Ah, vous dirai je, Maman«, in denen aus einer schlichten Kinderliedmelodie ein kleines Wunderwerk aus Witz, Virtuosität und harmonischer Fantasie entsteht. Mit Chopins Ballade g Moll folgt ein Werk, das die romantische Seele in all ihren Schattierungen zeigt, erzählerisch, eruptiv, lyrisch, ein inneres Drama, das sich in großen Bögen entfaltet. Griegs Lyrische Stücke bringen danach jene nordische Poesie ins Spiel, die in wenigen Takten ganze Stimmungen einfängt, bevor Albéniz’ „El Albaicín« die Hitze und den geheimnisvollen Puls Granadas heraufbeschwört. Den Abschluss bildet de Fallas „Danza ritual del fuego«, ein Ritualtanz voller rhythmischer Schärfe und glühender Energie, der den Abend mit einer Art musikalischem Flammenkreis beschließt.
Dass all dies nicht in einem anonymen Konzertsaal, sondern in der Intimität einer mallorquinischen Finca stattfindet, macht den Reiz dieser Abende aus. Musik, die in großen Räumen oft zu repräsentativ wirkt, erhält hier eine Nähe, die sie verwandelt. Wer dabei sein möchte, kann sich unter [email protected], [email protected], telefonisch unter 0034 690 218 709 oder 0049 151 12 75 78 03 anmelden. Der Kostenbeitrag von 50 Euro umfasst auch Pausensnacks und Getränke, eine kleine Geste, die gut zu diesem Format passt, das weniger Konzert als Begegnung ist.

Konzerte im Skulpturengarten der Künstlerfinca CAN BRUT19./20. Juni -18 Uhr /21. Juni 2026 – 12 UhrCélia Margalef Boquer...
23/05/2026

Konzerte im Skulpturengarten der Künstlerfinca CAN BRUT
19./20. Juni -18 Uhr /21. Juni 2026 – 12 Uhr

Célia Margalef Boquera

BIOGRAFIE
Cèlia Margalef Boquera (geb. 1998) ist eine spanische Pianistin mit Sitz in London. Sie studierte am Conservatori Superior de Música del Liceu in Barcelona bei Tensy Krismant und wurde durch ein Ferrer-Salat-Exzellenzstipendium gefördert. Nach ihrem Bachelor-Abschluss als Jahrgangsbeste absolvierte sie einen Master of Music am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London bei Prof. Mikhail Kazakevich. Vor Kurzem schloss Cèlia ihr Artist Diploma am Trinity Laban mit Auszeichnung ab, wo sie großzügig durch das Alfred and Therese Kitchin-Stipendium gefördert wurde.
Cèlia ist Erste Preisträgerin des John Longmire Beethoven-Wettbewerbs (2024) und des Trinity Laban English Song Competition (2025). Sie wurde beim 8. Internationalen Klavierwettbewerb von Vigo (2024), dessen Jury aus den renommierten Pianisten Martha Argerich und Cyprien Katsaris bestand, mit dem Preis „Rosa Sabater“ als beste spanische Pianistin ausgezeichnet. Cèlia war außerdem Finalistin beim Lillian Ash French Song Competition, beim Elizabeth Schumann Lieder Competition und beim 31. Senior Intercollegiate Piano Competition der BPSE am Royal Birmingham Conservatoire sowie Halbfinalistin beim Trinity Laban Soloists‘ Competition – wo sie Schumanns Klavierkonzert aufführte – und beim Internationalen Klavierwettbewerb J. S. Bach (2025) in Saarbrücken, Deutschland.
Cèlia hat in letzter Zeit an mehreren bemerkenswerten Aufführungen teilgenommen, darunter „Mozart at Rush Hour“ unter der Leitung von Martino Tirimo, wo sie Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 in c-Moll aufführte, sowie an Solokonzerten und Gastauftritten im Polish Hearth Club und bei der 1a Primavera Musical Josep Martí i Cristià. Zu ihren früheren Erfolgen zählen der erste Preis beim 48. Wettbewerb „Joves Intèrprets de Piano de Catalunya“ in Vilafranca del Penedès (Spanien) und eine bedeutende Debütaufführung von J.S. Bachs Goldberg-Variationen beim Toca’m Piano Festival in Tortosa im Jahr 2022.
Cèlia hat an Meisterkursen mit weltbekannten Musikern wie Paul Badura-Skoda, Edith Fischer, Dmitri Alexeev, Sir Stephen Hough, Akiko Ebi, Leo Brouwer, Pascal Rogé, John Butt, Murray McLachlan, Dame Sarah Connolly und Wolfram Rieger teilgenommen.
Als Solistin trat Cèlia in renommierten spanischen Veranstaltungsorten auf, darunter im Palau de la Música Catalana, im Auditori Pau Casals (El Vendrell), im Auditori Josep Carreras (Vila-seca), im Jardí dels Tarongers und im Cercle del Liceu (Barcelona). In Großbritannien trat sie unter anderem in der Wigmore Hall, im Queen’s House, in der St. James’ Church Piccadilly, in der Southwark Cathedral, in St. Bartholomew the Great, in der Chichester Cathedral, im Polish Hearth Club, in der Chapel of St Peter and St Paul, in den Blackheath Halls und im Sheldonian Theatre in Oxford auf.
Neben ihrer Konzertkarriere verbindet Cèlia ihre musikalischen Aktivitäten mit der Lehrtätigkeit und arbeitet als Organistin an der St. John on Bethnal Green Church in London. Sie wird häufig für ihre intellektuelle Tiefe, ihre raffinierte Musikalität und ihre poetischen Interpretationen gelobt. Beim Lillian Ash French Song Competition 2023 beschrieb der renommierte Coach Robin Bowman ihr Spiel als „durchgehend souverän und immer im Einklang mit der Sängerin (…) mit einem ungezwungenen Gespür für eine große Bandbreite textbasierter Details (…) mit einer Vorliebe für die unaufdringliche Präsentation innerer Linien in einer Akkordstruktur, ohne den Eindruck zu erwecken, dass Sie uns etwas über das Lied beibringen möchten (…) makellose Vorbereitung, obwohl das Spiel immer spontan und ‚im Moment‘ wirkte (…) Ihre Bandbreite an Klangfarben ist erstaunlich.“

Mehr:
Website: www.celiamargalef.com
Instagram: www.instagram.com/celiamargalefpianist
YouTube: https://www.youtube.com/

Programm

J.S. Bach – Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 565
J.S. Bach – Präludium in C-Dur, BWV 846
-J.S. Bach – Goldberg-Variationen, BWV 988: Arie und ausgewählte Variationen
- 1, 5, 7, 13, 15, 16, 19, 20, 29, 30 und Aria da capo
Pause
W.A. Mozart – Rondo in D-Dur, KV 485
W.A. Mozart – Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“, KV 265
F. Chopin – Ballade Nr. 1 in g-Moll, op. 23
E. Grieg – Ausgewählte Lyrische Stücke
– Arietta, Op. 12 No. 1
– Puck, Op. 71 No. 3
– Homeward, Op. 62 No. 6

I. Albéniz – El Albaicín (aus Iberia, Buch III)
M. de Falla – Danza ritual del fuego

Reservierung 0034 690 218 709 [email protected]
www.piano-and-art.de [email protected]
50€ einschl. Pausensnacks und Getränke 0049 151 1275 7803

19/09/2025

Nächste Woche wird die großartige Milda Daunoraite wieder auf der Künstlerfinca CAN BRUT spielen und jedes Jahr ist sie immer wieder noch besser - wir freuen uns sehr!

03/06/2025

Was ich gerade mache fragt fb.....Werbung für die wunderbare Pianistin Kewen Wang...mit drei Konzerten im Juni wird sie Klassik-Fans auf Mallorca wieder verzaubern, am 20. und 21.6. um 18 Uhr und 22.6. um 12 Uhr. ..Anmeldung & Infos unter Mail: [email protected] oder Fon/whats app. +34 690218709

23/05/2025

Konzertkritik: Faszination pur und geballte Emotionen: Vladimir Skomorokhov in Can Brut

Martin H. Müller19.05.25 14:17 Mallorca Magazin
Es war Igor Levit, der (in seinem erhellenden Podcast „32 mal Beethoven) sich dazu bekannte, dass jedes Werk, wenn er es im Konzert spiele, aufhöre, dem Komponisten zu gehören und stattdessen ausschließlich sein und des Publikums Eigentum sei. Damit erteilte er den Puristen und den sogenannten „historisch Informierten« und ihrem Gefangensein im engen Korsett des althergebracht Traditionellen eine klare Absage. Das war auch das Motto, nach dem der mittlerweile 26-jährige russische Pianist Vladimir Skomorokhov gestern auf der Künstlerfinca Can Brut ein umfangreiches Programm zelebrierte und damit ein begeistertes Publikum glücklich machte.
Mit jedem Takt, den er spielte, ließ er keinen Zweifel daran, dass dies sein Bach, Grieg, Beethoven, Haydn, sein Satie und sein Schubert war, den er mit den Ausdrucksmitteln von heute einem Publikum der Gegenwart des Jahres 2025 mit faszinierender Präsenz engagiert um die Ohren fliegen ließ. Beim ersten Stück, Bachs Präludium und Fuge in D-dur, urprünglich für Orgel geschrieben, griff er auf die Klavierbearbeitung von Busoni zurück. Aber was er da zu Gehör brachte, war auch nicht mehr Busonis Bach, unter seinen begnadeten Händen wurde das fast 300 Jahre alte Werk ganz zu seinem, Skomorokhovs Bach, zum Bach des 18. Mai 2025. Auch in der „Morgenstimmung« von Edvard Grieg ging er mit seinem atemberaubenden Improvisationstalent weit über die bekannte Klaviertranskription hinaus. Dass ihm Rachmaninoff besonders am Herzen liegt, zeigte er mit der Interpretation der berühmten „Vocalise«. – Es ist ein netter Zufall, dass Beethovens „Appasionata«, aus der er den zweiten und dritten Satz spielte, auch Teil des neuesten Albums „Influences«von Mariam Batsashvili ist. Aber während die Georgierin in ihrer Interpretation vor allem die Entwicklung der Sonate von Haydn bis Liszt nachzeichnet und dabei nicht wirklich im Hier und Heute ankommt, legt Skomorokhov den Fokus ganz auf den Stellenwert, den Beethoven im 21. Jahrhundert hat. Das Andante con moto wird, eher adagio gespielt zu einer ausladenden Seelenlandschaft, das Finale zu einem virtuosen Drama. – Ungewöhnlich die erste Zugabe schon nach dem ersten Teil des Programms: Mozarts „Alla turca«. Das hatten sich bereits Arcadi Volodos und Fazil Say durch persönliche Bearbeitungen zu eigen gemacht. Während es bei Say zu anderthalb Minuten „Alla turca Jazz« mit atemberaubenden Drive wurde und Volodos einen nuancenreichen Virtuosenreißer daraus macht, mutiert der „Türkische Marsch« unter Skomorokhovs Händen zu einem Charakterstück, der Drive durch kluge Rubati gebremst. Und aus der Ferne grüßt dezent Fazil Say.
Den ersten Satz aus Haydns 50. Sonate kündigte Skomorokhov als kleine Theaterszene an, und genau so spielte er ihn auch. Die einzelnen Themen und Motive wurden zu Bühnencharakteren, deren Entwicklung und Verflechtung untereinander facettenreich verklanglicht wurden. Ähnlich ging der Pianist die Aria, das Thema der Goldbergvariationen, an: in getragenem Tempo entwickelte sich das kurze Stück ebenfalls zu einer emotionsgeladenen Theaterszene.
Weitere Höhepunkte waren Saties unsterbliche Gymnopédie Nr.1, sehr atmosphärisch vorgetragen, und Schuberts Impromptu op.90/1. Den Schluss des offiziellen Programms bildete Skomorokhovs eigene Transkription der „Ode an die Freude«. Sie erinnerte ein wenig an Thalbergs glänzende Opernparaphrasen und war zugleich mehr als diese. Wo Thalberg sich mit einem virtuos arrangierten Potpourri der wichtigsten Motive begnügt, gelingt Skomorokhov großes Kino für die Ohren: wieder werden Beethovens Themen zu dramatischen Akteuren, das finale Presto „Freude, Tochter aus Elysium« zu einer donnernden Hymne für eine bessere Welt. – Für den jubelnden Applaus bedankte sich der Pianist großzügig mit Zugaben, unter anderem dem Hummelflug und Schuberts „Ständchen« in der Liszt-Bearbeitung, einst ein Paradestück des großen Horowitz. Und nicht nur deshalb wünscht man sich ein baldiges Wiedersehen mit dem sympathischen Jungstar.

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4 Volta, Can Brut 156
Ca's Concos
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