02/09/2026
Fr | 04.09. | 16 Uhr
Exkursion: Führung am Standort des ehemaligen Lagers „Seiferts Höhe“
Fremd- und Zwangsarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus‘ in der Zittauer Region am Beispiel der wechselvollen Geschichte des ehemaligen Lagers „Seiferts Höhe“
Torsten Töpler
Treffpunkt: Hirschfelde Gartenanlage „Einheit“ (Zufahrt über die B99, von Zittau kommend Einfahrt rechts)
Eine unbefestigte schmale Zufahrtsstraße, Parzellen mit hübschen kleineren und größeren Lauben, bunt leuchtenden Wiesen und Beeten, sich mittendurch schlängelnde Pfaden… So kennt man die Hirschfelder Gartenanlage „Einheit“ an der B99. Für Vorbeifahrende, Ortsansässige, selbst Besitzern kleinerer Parzellen auf ihr schien es nur eine Gartenanlage wie auch anderswo zu sein. Nur wenige wussten von kleinen und oft unsortierten Bruchteilen der Geschehnisse auf ihrem Gelände, die viele Jahrzehnte zurücklagen. Zaghaftes Erzählen, denn die Wahrheiten deutscher Geschichte waren unangenehm bis schmerzhaft, teilweise auch zum Schweigen verdammt: „Seiferts Höhe“ war ein Ort mit sehr wechselvoller Geschichte. Anfang der 1940er Jahre als Barackenlager für Zivilarbeiter begründet, zählten nur wenige Jahre später hunderte Zwangs- und Fremdarbeiter zu seinen Insassen. Die Nutzung als Entnazifizierungslager schloss sich nach dem Kriegsende an. Zusätzlich fanden ab Juni 1945 Vertriebene in leerstehenden Baracken eine Notunterkunft. Die Nutzung der Baracken endete zu Beginn der 1950er Jahre.
Die Teilnahme an den Exkursionen erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte tragen Sie feste Schuhe und beachten Sie, dass bei Exkursionen kein WC vorhanden ist.
Die Gebühr beträgt 10€ / ermäßigt 5 € und wird vor Ort eingesammelt.
Bitte melden Sie sich bis 2 Tage vorher unter [email protected] oder 03583-554790 mit Angabe der Telefonnummer für einen Rückruf an.
Die Exkursion findet im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Staatsgeheimnis! Die Zittwerke. Ein Rüstungskonzern im Nationalsozialismus“ statt. SächsischeGedenkstätten Netzwerkstatt