21/06/2026
Wisst ihr eigentlich, was alles passieren muss, bevor ein archäologisches Objekt im Museum landet? 🤔
Dieser frühneuzeitliche Helm hat bereits eine spannende Reise hinter sich. Archäolog*innen entdeckten den Eisenhelm stark korrodiert und deformiert bei Ausschachtarbeiten an Schloss Burg. Neben geplanten Grabungen finden solche baubegleitenden Maßnahmen immer wieder statt, um materielle Hinterlassenschaften zu erforschen.
In diesem Zustand konnte der Helm jedoch noch nicht ausgestellt werden. Zur weiteren Untersuchung kam er also zur Restaurierung in das nach Bonn. Hier behandelten die Restaurator*innen zahlreiche Brüche, Risse und Fehlstellen. Neben der Bestimmung des Materials und der Datierung wurde auch der Aufbau des Helmes erforscht. Vergleichsobjekte dienten zur Bestimmung des Typs und der Herkunft des Helmes.
Das Landesmuseum ordnete den Helm dem sogenannten Typ Schaller zu und datierte ihn ins Ende des 15. Jahrhunderts. Schaller wurden als Kampfhelme in Italien entwickelt und in ganz Europa verbreitet. Ob auch dieses Exemplar im Kampf eingesetzt wurde, können wir nicht mehr nachvollziehen.
Restauriert und untersucht, ist der Helm endlich bereit, um im Museum präsentiert zu werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Damit es nicht zur weiteren Korrosion kommt, muss der Helm unter kontrollierbaren Klimabedingungen ausgestellt werden.
Den frühneuzeitlichen Helm aus Schloss Burg könnt ihr noch bis zum 30. August bei uns in der Sonderausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ der entdecken.
Was ist euer Highlight aus der Ausstellung? 👀
📸: Fotos: Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
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