Erinnerungsort Badehaus

Erinnerungsort Badehaus Zwischen 1940 und heute verdichtet sich in Waldram (früher Föhrenwald) die jüngste Zeitgeschichte.

Regional, national und international einzigartige Geschichte hautnah erleben!

„Lebt in der Gegenwart und denkt an die Zukunft – aber vergesst die Vergangenheit niemals.“ 💬Diese Worte gab der 90-jähr...
30/07/2026

„Lebt in der Gegenwart und denkt an die Zukunft – aber vergesst die Vergangenheit niemals.“ 💬

Diese Worte gab der 90-jährige Holocaust-Überlebende Michael Bergmann den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Geretsried mit auf den Weg.

Am 16. Juli 2026 erzählte er vor mehr als 300 Jugendlichen von seiner Kindheit in Karlsbad, der Verfolgung durch die Nationalsozialisten, seiner Deportation nach Theresienstadt und seinem Weg in das jüdische Displaced Persons-Lager Föhrenwald.

Im anschließenden Gespräch stellten die Schülerinnen und Schüler persönliche Fragen 💬 zu Erinnerungen, zur Verantwortung der Erinnerungskultur und zum Umgang mit Antisemitismus heute.

Als offizieller Pate im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstützt der Erinnerungsort BADEHAUS das Gymnasium Geretsried dabei, Erinnerung lebendig zu halten und Zivilcourage zu fördern.

Wir danken Michael Bergmann für seine Offenheit und dem Gymnasium Geretsried für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. 💚

30.000 Besucherinnen und Besucher im Erinnerungsort BADEHAUS – ein Meilenstein, der zeigt, wie lebendig Erinnerungskultu...
22/04/2026

30.000 Besucherinnen und Besucher im Erinnerungsort BADEHAUS – ein Meilenstein, der zeigt, wie lebendig Erinnerungskultur sein kann. 💬

Am 16. April haben wir mit dem Besuch der CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Petra Loibl, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, und Josef Zellmeier, Vorsitzender des Haushaltsausschusses, diese Marke überschritten.

Ihr Besuch macht deutlich, welche Bedeutung das BADEHAUS als Ort der Bildung 🖋️ und des Erinnerns 💭 hat.

Ihre Worte dazu (die vollständigen Zitate findet ihr auf unserer Website):

➡️ Dr. Petra Loibl, MdL: „Willkür und Leid, Hoffnung und Aufbruch – und das alles an einem Ort. Dr. Sybille Krafft hat im BADEHAUS Waldram in Wolfratshausen eine Ausstellung konzipiert und ständig weiterentwickelt, die selbst im Museumsland Bayern ihresgleichen sucht. [...]. Für wen Geschichte bislang nur staubige Vergangenheit war, wird spätestens hier zum Nachdenken angeregt und findet Interesse an dem, was war – und wie es uns geprägt hat. […].“

➡️ Josef Zellmeier, MdL: „Das BADEHAUS Waldram ist eine in Bayern einzigartige Einrichtung. Hier wird Geschichte vor Ort erlebbar, und zwar nicht nur „eine“ Geschichte, sondern ganz unterschiedliche Wegmarken, die die Mitte des vergangenen Jahrhunderts um den Epochenbruch des Weltkriegsendes herum geprägt haben. Man ist vor Ort, dort, wo es geschah – und staunt. [...].“

Seit der Eröffnung 2018 wächst das Interesse stetig – allein 2025 besuchten uns rund 7.000 Menschen ❕

Dabei stecken mehr als 76.000 Stunden Ehrenamt hinter diesem Ort. Danke an alle, die ihn möglich machen, ihn besuchen und weitertragen! 💚

niewieder

Wie wurde ein Stück Stoff zum Todesurteil? 💭Am 19. September 1941 tritt im Deutschen Reich die „Polizeiverordnung über d...
16/04/2026

Wie wurde ein Stück Stoff zum Todesurteil? 💭

Am 19. September 1941 tritt im Deutschen Reich die „Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden“ in Kraft.

➡️ Sie verpflichtet alle noch im Reichsgebiet lebenden Jüdinnen und Juden ab sechs Jahren, in der Öffentlichkeit einen sechszackigen gelben Stern mit der Aufschrift „Jude“ auf der linken Brustseite zu tragen. Wer dieser Vorschrift nicht nachkommt oder versucht, den Stern zu verdecken, wird verhaftet.

Der sogenannte „Judenstern“ wird damit zu einem zentralen Instrument der nationalsozialistischen Verfolgung. Er verschärft Isolation, Stigmatisierung und Gewalt und macht jüdische Menschen sichtbar für Diskriminierung, Verfolgung und Deportation. Die öffentliche Kennzeichnung steht dabei in unmittelbarem Zusammenhang mit der systematischen Verfolgung jüdischer Menschen im Deutschen Reich.

Im Rahmen der Veranstaltung „Zwei Leben“ übergab Dr. Maximilian Pick dem Erinnerungsort BADEHAUS zwei „Judensterne“ aus dem Besitz seiner Familie – persönliche Zeugnisse einer historischen Realität, die Millionen Menschen betroffen hat. Es ist uns eine Ehre, diese Objekte nun in unserer Sammlung bewahren zu dürfen.

Die Sammlungs-AG baute eine Vitrine auf, in der sie für einen Monat in der Ausstellung für Besuchende zu sehen waren. Die Präsentation der „Judensterne“ im Erinnerungsort BADEHAUS dient der historischen Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Verfolgung jüdischer Menschen – und schafft Raum für Erinnerung und Auseinandersetzung. 🕯️

Adresse

Kolpingplatz 1
Wolfratshausen
82515

Öffnungszeiten

Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 13:00 - 17:00
Sonntag 13:00 - 17:00

Telefon

+4981712572502

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