09/08/2026
Heimatverein unterwegs in Mansfeld-Südharz
In diesem Jahr waren wir zum inzwischen traditionellen Ausflug in unserer Heimat unterwegs. Wir besuchten das Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda und die Karstschauhöhle Heimkehle.
In Tilleda befand sich eine der im Früh- und Hochmittelalter (8.-13. Jh.) zeitweise als Residenz der ständig umherreisenden deutschen Könige und Kaiser genutzten Anlagen, die als Pfalz bezeichnet werden. Als bisher einziger, vollständig ausgegrabener Platz dieser Art gilt Tilleda über Deutschlands Grenzen hinaus als das Musterbeispiel einer derartigen Herrscherresidenz. Die Anlage wurde vollständig ausgegraben und steht exemplarisch für eine Pfalz des 10. bis 12. Jahrhundert. Zu Beginn unseres Aufenthaltes konnten wir einen Film über die Pfalz Tilleda und die Entwicklung des Freilichtmuseums anschauen. Im Anschluss erfuhren wir noch interessante Informationen Hinweise zum Rundgang durch die Anlage. Auf unseren Rundgang trafen wir viele Personen in historischen Uniformen, denn es fand an diesem Wochenende das 20. Treffen der historischen Artillerie & Brauchtumspflege vom Verband Deutscher Schwarzpulver Kanoniere (VDSK) auf der Königspfalz Tilleda statt.
Nach dem Besuch der Königspfalz Tilleda fuhren wir weiter zu einer der größten für die Öffentlichkeit zugänglichen erschlossenen Karsthöhlen Deutschlands, die Heimkehle in Uftrungen. Die Zeit bis zur Führung durch die Karsthöhle nutzen wir und informierten uns im neu gestalteten Besucherzentrum. In der Natura-2000-Ausstellung gab viele Informationen zu den Besonderheiten der Region.
Nach der Helmausgabe begann die Besichtigung der Höhle. Der Weg führte uns vom Kleinen Dom über den Riegelgang zum Großen Dom. Von dort durch den Riesentunnel in die Thyrahalle mit dem Thyrasee und wieder zurück. Dabei wird die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen überquert. Diese verläuft nämlich mitten durch die Schauhöhle.
Im Großen Dom erlebten wir eine Licht- und Klangreise »Fledermausgeflüster«. Mit artenschutzgerechten Farben und einer geradezu filmmusikalischen Komposition erzählt sie die Geschichte der Heimkehle. Im Kleinen Dom gegenüber der Mahn- und Gedenkstätte endet die Führung. Über den bereits zum Führungsbeginn genutzten Stollen ging es zum Ausgang. Im Stollen selbst, blieb noch Zeit, um die neue Ausstellung rund um Geologie, Höhlenforschung und Geschichte zu betrachten.
Bevor es auf die Heimreise ging, stärkten wir uns im Restaurant »Zur Höhle Heimkehle«.
Wir erlebten einen interessanten und abwechslungsreichen Ausflug. Danke an die Organisatoren und an Heimatfreund Christoph Ecke von „Christoph-Reisen“ für die angenehme Fahrt durch unsere schöne Heimat.
Fotos: Heimatverein Wolferode e.V.