Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Verbrechen. Folgen.

Am historischen Ort des ehemaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel mit einer 1937 eingerichteten Hinrichtungsstätte thematisiert die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel die Geschichte von Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus. Im November 2019 wurde die Gedenkstätte um ein Dokumentationszentrum mit einer multimedialen Dauerausstellung mit dem Titel „Recht. Das Strafgefängnis Wolfenbüttel

im Nationalsozialismus“ erweitert. Die Ausstellung dokumentiert das historische Geschehen im Strafgefängnis sowie Kontinuitäten und Brüche in der frühen Bundesrepublik, die Entwicklung der Gedenkstätte und die Auswirkungen von Verfolgung, Haft und Hinrichtung für Angehörige bis heute.

Das Grundgesetz - von der vorläufigen Verfassung zum bewährten Garanten unseres RechtsstaatesAm 23. Mai 1949 wurde das G...
23/05/2026

Das Grundgesetz - von der vorläufigen Verfassung zum bewährten Garanten unseres Rechtsstaates

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz feierlich unterzeichnet und verkündet. Es ist die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Vor inzwischen mehr als 77 Jahren begann der Parlamentarische Rat in Bonn mit seinen Beratungen zur neuen, zunächst vorläufigen Verfassung des durch die Westalliierten kontrollierten Teils Deutschlands.

Geprägt durch das Scheitern der Weimarer Republik und vor dem Hintergrund der Terrorherrschaft des Nationalsozialismus stellten die Mütter und Väter des Grundgesetzes die Würde eines jeden einzelnen Menschen als zentralen Dreh- und Angelpunkt in den Mittelpunkt ihrer Erwägungen.
Mit dem ersten Satz des Grundgesetzes, "Die Würde des Menschen ist unantastbar.", schufen sie unmittelbar geltendes Recht für alle staatliche Gewalt. Als Verfassungsrecht steht das Grundgesetz über allen anderen Rechtsnormen in Deutschland.

Mit dem Beitritt der Länder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verlor das Grundgesetz schließlich seinen provisorischen Charakter und wurde zur Verfassung für das gesamte deutsche Volk. Mehr als sieben Jahrzehnte regelt das Grundgesetz als Grundlage der freiheitlich demokratischen Grundordnung jetzt schon unser Zusammenleben. Angesichts aktuell erstarkender verfassungsfeindlicher Strömungen ist es wichtiger denn je, dass wir das Grundgesetz auch mit Leben füllen und es verteidigen!

Thematischer Rundgang📅Termin: Sonntag, 17. Mai 2026, 14:00 Uhr📍Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Am Herzogtore ...
11/05/2026

Thematischer Rundgang
📅Termin: Sonntag, 17. Mai 2026, 14:00 Uhr
📍Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Am Herzogtore 13, 38300 Wolfenbüttel

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bieten wir am Sonntag, den 17. Mai 2026 um 14:00 Uhr einen thematischen Rundgang durch unsere Dauerausstellung zum §175 RStGB und zur Verfolgung homosexueller Männer an.

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie wird seit 2005 jährlich am 17. Mai begangen, da am 17. Mai 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transgeschlechtlichkeit wurde erst 2019 aus eben jenem Diagnoseschlüssel gestrichen.

Mehr zu dem Thema des 1871 verabschiedeten §175 und der Verfolgung homosexueller Männer während und nach der Zeit des Nationalsozialismus erfahren Sie in der Führung am Sonntag! Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Disclaimer: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der 2. Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmach...
08/05/2026

Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der 2. Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in Berlin. In Wolfenbüttel endete die Herrschaft der Nationalsozialisten bereits 4 Wochen früher, als am 11. April 1945 amerikanische Truppen die Stadt und das Strafgefängnis befreiten.

Aber wie ging es nach der Befreiung eigentlich weiter? Die Bedingungen im Strafgefängnis Wolfenbüttel waren bei Eintreffen der Alliierten katastrophal. Krankheiten wie die Ruhr oder Tuberkulose, die im Gefängnis grassierten, schwächten einige Gefangene so sehr, dass sie nicht verlegt oder entlassen werden konnten. Die Widerstandskämpfer André Charon (aus Belgien) und Jean-Luc Bellanger (aus Frankreich) blieben mit einigen anderen Gefangenen auch nach ihrer Befreiung im Gefängnis Wolfenbüttel, um für die schwerkranken Inhaftierten zu sorgen und die Versorgung mit Lebensmitteln aufrecht zu erhalten. Außerdem wurden 40 deutsche Hilfsaufseher für das Strafgefängnis Wolfenbüttel eingestellt, nach dem ein Großteil des vorherigen Personals Anfang April geflohen war.

Britische Offiziere überprüften in den auf den 11. April folgenden Tagen die in Wolfenbüttel und Braunschweig Inhaftierten und entließen innerhalb von drei Tagen 500 Gefangene in die Freiheit. Jedoch bedeutete die Befreiung nicht die Freiheit aller Inhaftierten: Zum Beispiel wurden die Männer, die gemäß des Paragraphen 175 verurteilt worden waren, nicht in die Freiheit entlassen. Denn auch nach britischem Recht stand Homosexualität bei Männern unter Strafe. Am 21. April wurden die Guillotine und Terminpläne für weitere Hinrichtungen gefunden. Das Personal hatte die Guillotine vor der Befreiung auseinander gebaut und versteckt.

Am 4. Juni 1945 übernahm schließlich die britische Militärregierung die Verwaltung der Stadt Wolfenbüttel. Die Leitung des Strafgefängnisses wurde bereits im Juli 1945 wieder in deutsche Hände gelegt.

📅Termin: Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 bis 19:30 Uhr📍Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, DokumentationszentrumHomos...
28/04/2026

📅Termin: Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 bis 19:30 Uhr
📍Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Dokumentationszentrum

Homosexuelle Männer waren im Nationalsozialismus einer Vielzahl von Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt, von der namentlichen Erfassung und Überwachung, brutalen Polizeiverhören, Gefängnis- und Zuchthausstrafen bis hin zur Einweisung in KZ.

Während diese Geschichte in ihren Grundzügen durch eine vor allem aktengestützte historische Forschung mittlerweile nachgezeichnet worden ist, ist über die individuellen Biographien der verfolgten homosexuellen Männer öffentlich bisher nur wenig bekannt. Die Fortsetzung der massiven strafrechtlichen Verfolgung Homosexueller in der Bundesrepublik führte dazu, dass es nur wenige Selbstzeugnisse gibt. Vor allem durch lokal- und regionalhistorische Untersuchungen ist es jedoch gelungen, diese Lücke ein wenig zu schließen.

In seinem Vortrag am Donnerstag, den 7. Mai 2026 um 18:00 Uhr stellt Thomas Rahe einige dieser Biographien vor, u.a. von vier im KZ Bergen-Belsen inhaftierten Homosexuellen, von zwei Häftlingen, die u.a. in der Strafanstalt Wolfenbüttel inhaftiert waren und von Leopold Obermayer, der als Jude und Homosexueller doppelt stigmatisiert und verfolgt wurde.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Information:
Tel.: 05331 - 9355 01-0
E-Mail: [email protected]

Disclaimer: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Foto: Stolperstein von Dr. Leopold Obermayer in Würzburg. Quelle: Wikipedia, Autor: Stolpersteineuploader (Zugriff: 28.04.2026, 10:34)

Gemeinsam mit über 40 Angehörigen von in der NS-Zeit Inhaftierten oder Hingerichteten aus Polen, Tschechien, Norwegen, B...
24/04/2026

Gemeinsam mit über 40 Angehörigen von in der NS-Zeit Inhaftierten oder Hingerichteten aus Polen, Tschechien, Norwegen, Belgien und Deutschland haben wir am 11. und 12. April 2026 an die Befreiung Wolfenbüttels durch die 9. US-Armee vor 81 Jahren erinnert.

Das Gedenkwochenende startete am Samstag mit einer Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg in Braunschweig. Dort befanden sich während der NS-Zeit u.a. die Untersuchungshaft sowie die zum Tode verurteilten Frauen, die im Strafgefängnis Wolfenbüttel hingerichtet wurden und die zum Tode verurteilten Militärangehörigen, die im damaligen Wehrmachtsschießstand Buchhorst (Braunschweig-Riddagshausen) exekutiert wurden.

Mit einer Kranzniederlegung und Reden von Bürgermeister Ivica Lukanic, dem stellvertretenden Landrat Uwe Schäfer, der Leiterin der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, Dr. Elke Gryglewski und der Leiterin der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Martina Staats, wurde am Samstagnachmittag den auf dem Gräberfeld 13a beerdigten Hingerichteten sowie denjenigen gedacht, deren Leichname nach der Hinrichtung an das Anatomische Institut Göttingen gegeben wurden. Anschließend wurde auf dem katholischen Friedhof Wolfenbüttel an die dort beerdigten Hingerichteten mit einer Kranzniederlegung erinnert.

Am Sonntagmittag konnten die Familienangehörigen im ehemaligen Hinrichtungsgebäude in der JVA Wolfenbüttel nach einer stillen Kranzniederlegung durch Martina Staats, Dr. Elke Gryglewski und der Anstaltsleiterin der JVA, Dr. Tanja Köhler, Blumen und Kerzen für ihre Angehörigen niederlegen.



Fotos:
1, 2 Friederike Apelt, GWF
3-6 Lisanne Schmitz, GWF

Gestern nahmen wir an der Gedenkfeier anlässlich von Jom ha Shoa auf dem jüdischen Friedhof an der Helmstedter Straße in...
15/04/2026

Gestern nahmen wir an der Gedenkfeier anlässlich von Jom ha Shoa auf dem jüdischen Friedhof an der Helmstedter Straße in Braunschweig teil.

Gemeinsam mit Personen aus der Kommunalpolitik, von Verbänden und Gedenkstätten gedachten wir der Opfer der Shoah. In stillem Respekt wurden Kränze am Gedenkstein niedergelegt – ein Zeichen des Erinnerns, der Verbundenheit und der gemeinsamen Verantwortung.
Gerade in der heutigen Zeit ist dieses Gedenken von besonderer Bedeutung.

Erinnerung ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit – sie ist Auftrag für die Gegenwart und Zukunft. Sie mahnt uns, wachsam zu bleiben gegenüber Antisemitismus, Rassismus und jeder Form von Menschenfeindlichkeit.

Als Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel verstehen wir es als unsere Aufgabe, die Erinnerung lebendig zu halten und die Geschichten der Opfer sichtbar zu machen. Denn nur wer erinnert, kann verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.



Foto: Finn Dieckmann, Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Heute jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des Strafgefängnisses Wolfenbüttel durch die 9. US-Armee. Vor Ort herrschten ...
11/04/2026

Heute jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des Strafgefängnisses Wolfenbüttel durch die 9. US-Armee. Vor Ort herrschten katastrophale Bedingungen, daher wird teilweise in den Unterlagen der Amerikaner vom „Lager“ Wolfenbüttel gesprochen, nicht von einem Gefängnis. Die Bediensteten des Strafgefängnisses waren kurz vor dem Eintreffen der US-amerikanischen Truppen geflohen und hatten die Gefangenen sich selbst überlassen. Mangelnde medizinische Versorgung, eine Ruhrepidemie und starke Überbelegung des Gefängnisses sorgten für einen starken Anstieg der Todeszahlen in den letzten Wochen vor der Befreiung.

Für die Überlebenden bedeutete dieser Tag die Hoffnung auf ein Weiterleben in Freiheit. Nachdem die Besatzungsbehörden die Inhaftierten überprüft hatten, durfte ein großer Teil von ihnen nach Hause.
Die Angehörigen im In- und Ausland warteten hoffnungsvoll und bangten um die Rückkehr ihrer Familienmitglieder. Einige von ihnen hatten seit Jahren keine Nachricht über den Verbleib ihrer Angehörigen erhalten.

Während der Zeit des Nationalsozialismus waren über 15.000 Menschen im Strafgefängnis Wolfenbüttel inhaftiert. 526 Personen, davon 32 Frauen, wurden mit der Guillotine hingerichtet. Die Todesurteile wurden von einer Justiz gefällt, die nicht nach rechtsstaatlichen Prinzipien arbeitete.

Heute gedenken wir gemeinsam mit Angehörigen der während der NS-Zeit in Wolfenbüttel Inhaftierten oder Hingerichteten aus In- und Ausland der Befreiung des Strafgefängnisses Wolfenbüttel.

Foto: Außenansicht Hafthaus, Howard Goodkind (nach der Befreiung im April/Mai 1945), Privatbesitz Tom Goodkind

📅 Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Stadt und Strafgefängnis Wolfenbüttel durch die 9. US-Armee lädt die G...
08/04/2026

📅 Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Stadt und Strafgefängnis Wolfenbüttel durch die 9. US-Armee lädt die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel auch in diesem Jahr zum gemeinsamen öffentlichen Gedenken am Samstag, den 11. April 2026 ein.

Folgende Gedenkveranstaltungen mit Kranzniederlegung und Reden finden in Anwesenheit von Angehörigen ehemaliger Häftlinge, die während der NS-Zeit in Wolfenbüttel inhaftiert oder hingerichtet wurden, statt:

🔹15:00 Uhr Gedenken am Gräberfeld 13a auf dem Hauptfriedhof Wolfenbüttel (Eingang über die Leipziger Straße) mit Reden von Bürgermeister Ivica Lukanic, dem stellvertretenden Landrat Uwe Schäfer, der Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Dr. Elke Gryglewski und der Leiterin der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel Martina Staats

🔹16:00 Uhr Gedenken auf dem katholischen Friedhof Wolfenbüttel (Schinkelstraße 40, 38302 Wolfenbüttel) mit Reden von Pfarrleiterin St. Petrus Christiane Kreiß und Gedenkstättenleiterin Martina Staats

Wir freuen uns, Sie bei diesen öffentlichen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

Wir laden Sie herzlich zum Gedenkgottesdienst „Gegen das Vergessen“ ein, der am Dienstag, den 31. März 2026, um 19:00 Uh...
23/03/2026

Wir laden Sie herzlich zum Gedenkgottesdienst „Gegen das Vergessen“ ein, der am Dienstag, den 31. März 2026, um 19:00 Uhr in der St. Petrus-Kirche Wolfenbüttel (Harztorwall 2, 38300 Wolfenbüttel) stattfindet.

Der ökumenische Gedenkgottesdienst wird jährlich von der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus, dem Ortsverein von Amnesty International und der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel veranstaltet.

Dieses Jahr stehen unter dem Motto „Ihre Schande – Unsere Ehre!“* die Biographien von drei jungen Frauen im Mittelpunkt, die aufgrund ihrer Haltung hingerichtet wurden. Neben zwei historischen Biographien liegt das Augenmerk auf dem Leben einer jungen Iranerin.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Foto: Marguerite Bervoets, Wikipedia, gemeinfrei
Hintergrundfoto: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Lisanne Schmitz

*(Zitat aus Neuer Vorwärts, Sozialdemokratisches Wochenblatt, 16. Juli 1933, zur Würdigung sozialdemokratischer Widerstandskämpfer*innen, die 1933 von Sondergerichtet verurteilt wurden)

„Der Verteidiger hat das Wort“: NS-Justiz im Spielfilm📅Termin: Donnerstag, 26. März 2026, 18 bis 20:00 Uhr📍Ort: Gedenkst...
19/03/2026

„Der Verteidiger hat das Wort“: NS-Justiz im Spielfilm

📅Termin: Donnerstag, 26. März 2026, 18 bis 20:00 Uhr
📍Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Dokumentationszentrum

Neben den Reden Adolf Hitlers war es während der NS-Zeit auch der Spielfilm, der zum Zwecke der Propaganda mit an erster Stelle eingesetzt wurde. Die Nationalsozialisten verknüpften dabei ihre politischen Vorstellungen und Wünsche mit Unterhaltung. Damals bekannte und beliebte Schauspielerinnen und Schauspieler standen hierbei vor der Kamera. Thematisch wurden alle Lebensbereiche vom Spielfilm ‚angesprochen‘, sodass dem Publikum ein leichter Zugang ermöglicht wurde. So verwundert es auch nicht, dass der mit Härte vorgehenden deutschen Justiz im Unterhaltungsfilm ein sehr menschliches Gesicht gegeben wurde.

Besonders anschaulich wird dies in dem Spielfilm „Der Verteidiger hat das Wort“, D 1943/44; Regie Paul Klingler, verdeutlicht, welchen die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel am Donnerstag, den 26. März 2026 um 18:00 Uhr zeigt. Der Filmwissenschaftler Dr. Eyke Isensee bespricht den Film und ordnet ihn in seinen historischen Kontext ein.

Information:
Tel.: 05331 - 9355 01-0
E-Mail: [email protected]

Disclaimer: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Abbildung: Plakat zum Spielfilm „Der Verteidiger hat das Wort“, Illustrierte Film-Bühne Nr. 655

Adresse

Am Herzogtore 13
Wolfenbüttel
38300

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Webseite

https://linktr.ee/gedenkstaettewf

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel senden:

Teilen

Kategorie