Deutsches Marinemuseum

Deutsches Marinemuseum Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven
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Das Deutsche Marinemuseum zeigt in seiner Dauerausstellung die wechselvolle Geschichte der verschiedenen deutschen Marinen im Spiegel von Politik, Kultur und Gesellschaft von 1848 bis in die Gegenwart. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch die spannende Geschichte der deutschen Seestreitkräfte und erleben Sie den Alltag von Marinesoldaten hautnah auf und in unseren begehbaren Großexponaten auf

dem Freigelände. Das Minenjagdboot "Weilheim", das Unterseeboot U10, das Flugkörperschnellboot "Gepard" und der Lenkwaffenzerstörer "Mölders" laden ein, die besonderen Anforderungen des Bordlebens nachzuempfinden. Eintrittspreise:

Einzelkarte für Erwachsene: 16,00 EUR
Familienkarte (2 Erwachsene, max. 3 Kinder): 41,00 EUR
Kleinfamilienkarte (1 Erwachsener, 2 Kinder): 31,00 EUR
Gruppe ab 15 Personen pro Person: 15,00 EUR
Jugendliche, Schüler:innen, Studierende: 10,00 EUR
Schulklassen und Jugendgruppen ab 15 Personen pro Person: 6,00 EUR
Schwerbehinderte: 11,00 EUR
Kinder bis einschl. 5 Jahre: frei

  1917 starben Albin Köbis (24) und Max Reichpietsch (22). Ein Kriegsgericht der Marine hatte sie wegen „kriegsverräteri...
05/09/2026

1917 starben Albin Köbis (24) und Max Reichpietsch (22). Ein Kriegsgericht der Marine hatte sie wegen „kriegsverräterischen Aufstands“ in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt. Der Chef der Hochseeflotte, Admiral Reinhard Scheer, hatte die Urteile bestätigt. Frühmorgens 1917 wurden Reichpietsch und Köbis auf dem Schießplatz Wahn bei Köln erschossen.

Beide Männer stammten aus Berlin und waren in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Sie waren noch zu Friedenszeiten freiwillig in die kaiserliche Marine eingetreten. Im Ersten Weltkrieg diente Köbis als Heizer auf der „Prinzregent Luitpold“, Reichpietsch war Matrose auf der „Friedrich der Große“. Die Großkampfschiffe gehörten zur deutschen Hochseeflotte, die kaum am Krieg teilnahm. Die Schiffe lagen die meiste Zeit in Wilhelmshaven.

Seit Ende 1916 gab es Unruhen in der Hochseeflotte. Die Mannschaften – viele waren Arbeiter – fühlten sich von den bürgerlichen und adligen Offizieren schikaniert. Das Essen wurde mit dem Kohlrübenwinter 1916/17 auch in der Marine schlecht. Während viele Matrosen und Heizer das Kriegsende herbeisehnten, hofften die Offiziere immer noch auf einen Siegfrieden.

Im Sommer 1917 mehrten sich die Protestaktionen auf den Schiffen der Flotte. Mannschaften verweigerten Befehle, verließen ihre Schiffe ohne Erlaubnis und versammelten sich in den Gaststätten des Wilhelmshavener Umlands. Sie forderten besseres Essen, eine würdige Behandlung und ein Ende des Krieges. Zu den Organisatoren der Proteste gehörten Köbis und Reichpietsch.

Nach der Hinrichtung von Reichpietsch und Köbis gingen die Unruhen in der Marine weiter. Im November 1918 lieferte der Matrosenaufstand in Kiel den Startschuss für die Novemberrevolution. Das Kaiserhaus wurde gestürzt. Der Erste Weltkrieg endete.

Im Abschiedsbrief an seine Eltern schrieb Reichpietsch: „Nun entschuldigt, daß ich nicht mehr schreibe, aber mir ist das Herz so schwer… Denn es ist traurig, als junger Mensch in der Blüte der Jahre, mit einem Herzen voll Hoffen und Sehnen, schon sterben zu müssen…“

Bild: Max Reichpietschs Grabstein auf dem Friedhof Köln-Wahn (DMM 2018-259-014)

Heute wurde bei uns im Museum der neue Veranstaltungsflyer der NWDUG für Herbst und Winter vorgestellt. 4.000 Exemplare ...
04/09/2026

Heute wurde bei uns im Museum der neue Veranstaltungsflyer der NWDUG für Herbst und Winter vorgestellt. 4.000 Exemplare des Flyers sind frisch aus der Druckerpresse gekommen und ab sofort bei uns im Foyer zu haben!

Sieben Wilhelmshavener Wissenschaftsinstitutionen haben sich zusammengetan und ein spannendes Programm auf die Beine gestellt: 47 Veranstaltungen in unterschiedlichsten Formaten – vom Abendvortrag bis zum Pubquiz – laden dazu ein, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf unterhaltsame und kurzweilige Art zu entdecken.

Das Deutsche Marinemuseum hat von September bis Dezember vier Abendvorträge im Programm, die sich anschaulich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der deutschen Marinen auseinandersetzen. Im Fokus stehen diesmal die deutsche Kolonialgeschichte und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen – Stichworte: Drohnen und Spitzbergen:

29.09.2026: Anne Runhaar: Zwischen Booten und Eisbären – Die Bedeutung von Spitzbergen in der maritimen Sicherheit

27.10.2026: Undine Ott: Achtung Exponat! Was eine arabische Holztafel über den Panthersprung nach Agadir erzählt

24.11.2026: Sebastian Schwartz: The Sea is dark and full of terror – Autonome Systeme und moderner Seekrieg

15.12.2026: Leon Biela: Das Weltreich zu Hause. Wilhelmshaven und der deutsche Imperialismus (Buchvorstellung mit Diskussion)

Die "Gorch Fock", das Segelschulschiff der Deutschen Marine, ist gerade in nördlichen Gefilden unterwegs - in Island! Un...
04/09/2026

Die "Gorch Fock", das Segelschulschiff der Deutschen Marine, ist gerade in nördlichen Gefilden unterwegs - in Island! Unser Seebär ist an Bord. Wir hoffen, er friert nicht. Im Frühjahr hatte er es noch schön warm, als die "Gorch Fock" südlichere Atlantikgewässer durchkreuzte und die Kanaren ansteuerte. 🌴

03/09/2026
Am heutigen   zeigen wir einen Neuzugang in unserer Sammlung, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, jedoch eine sp...
01/09/2026

Am heutigen zeigen wir einen Neuzugang in unserer Sammlung, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, jedoch eine spannende Geschichte hat: Wilhelmshaven als Marinestadt wurde im Zweiten Weltkrieg immer wieder bombardiert. Einer der schwersten Luftangriffe fand am Abend des 15. Oktober 1944 statt. Mehr als 4.000 Gebäude wurden zerstört und auch die Straßenbahnschienen der Stadtbahn. Die Linie 2 fuhr Richtung Südstrand, bis zur 1. Hafeneinfahrt über die Gökerstraße. Eine Erinnerung an diese Zeit wurde an einem ungewöhnlichen Ort gefunden, auf dem Dachboden des Elternhauses des Schenkers. Während der Bombardierung wurde ein Fragment der Bahnschiene von der Gökerstraße bis in die Saarbrücker Straße geschleudert.

DMM 2026-092-001

Wegen Fliegerbombe evakuiert? Kommt zu uns ins Museum! Wir haben auch eine Museums-Rallye im Angebot!
01/09/2026

Wegen Fliegerbombe evakuiert? Kommt zu uns ins Museum! Wir haben auch eine Museums-Rallye im Angebot!

Weiter geht es in unserer Reihe der Abendvorträge: Am Dienstag, 29. September um 19 Uhr wird Anne Runhaar zu Gast sein. ...
31/08/2026

Weiter geht es in unserer Reihe der Abendvorträge: Am Dienstag, 29. September um 19 Uhr wird Anne Runhaar zu Gast sein. In ihrem Vortrag entführt uns die Politikwissenschaftlerin in den Hohen Norden: nach Spitzbergen.

Anne Runhaar studierte Internationale Politik und Internationales Recht an der Universität Kiel mit einem Schwerpunkt auf dem maritimen Raum. Nach langjähriger Mitarbeit am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) forscht sie nun im Rahmen ihrer Dissertation zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die arktische Sicherheitspolitik.

Der Eintritt ist, wie immer, frei. Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen!

Tausend Dank an unsere PönEx-Crew von der Marinekameradschaft Weilheim in Oberbayern! 860 Kilometer sind die Kameraden m...
28/08/2026

Tausend Dank an unsere PönEx-Crew von der Marinekameradschaft Weilheim in Oberbayern! 860 Kilometer sind die Kameraden mit dem Gemeindebus einmal quer durch Deutschland gefahren, um eine Woche lang unser Museumsboot "Weilheim" auf Vordermann zu bringen. Die Stadt Weilheim ist die Taufpatin des gleichnamigen Bootes.

Instand gesetzt wurden diesmal vor allem die Drohnen unseres Minenjagdbootes, die bis zur Außerdiensstellung der "Weilheim" 1995 eine zentrale Rolle beim Aufspüren und Entschärfen von Seeminen gespielt haben. Heute sind die Drohnen demilitarisiert.

Noch bis zum 31. Oktober könnt ihr die "Weilheim" in unserem Museumshafen erkunden. Danach muss das Boot leider ausgesondert werden, weil es nach 67 Jahren im Wasser leider nicht mehr auf wirtschaftliche Weise restauriert werden kann.

Bereits am 26. August 1914 fand in der Ostsee in der Nähe der estnischen Insel Odensholm ein Ereignis statt, welches den...
26/08/2026

Bereits am 26. August 1914 fand in der Ostsee in der Nähe der estnischen Insel Odensholm ein Ereignis statt, welches den gesamten Seekrieg im Ersten Weltkrieg nachhaltig beeinflussen sollte. 1914 lief der deutsche Kleine Kreuzer S.M.S. „Magdeburg“ in dichtem Nebel auf Grund. Alle Versuche die „Magdeburg“ freizubekommen scheiterten. Als sich wenig später die beiden russländischen Kreuzer „Bogatyr“ und „Pallada“ näherten und das Feuer auf das havarierte Schiff eröffneten, gab der Kommandant der „Magdeburg“, Korvettenkapitän Richard Habenicht den Befehl zur Sprengung des Schiffes. Bei diesem Vorfall kamen 15 deutsche Marinesoldaten ums Leben, 57 weitere, darunter auch der Kommandant gerieten in russländische Kriegsgefangenschaft. Der Rest der Besatzung konnte noch rechtzeitig von dem Torpedoboot V26 und den Kleinen Kreuzer S.M.S. „Amazone“ geborgen werden. Der Verlust des Kleinen Kreuzers wog schwer, wobei die ganze Tragweite des Verlustes zum Zeitpunkt des Untergangs noch nicht abgeschätzt werden konnte. Denn noch während das Schiff zur Sprengung vorbereitet wurde, ordnete der Kommandant die Versenkung des geheimen Signalbuches an. Es gelang jedoch russländischen Tauchern dieses Signalbuch zu finden und anschließend zu bergen. Zwei weitere Exemplare fanden sich wenig später im Wrack des Schiffes. Eines der Signalbücher fand seinen Weg nach Großbritannien wo es ausgewertet wurde und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Entzifferung des deutschen Marinefunkcodes durch das britische Marinenachrichtenbüro „Room 40“ genutzt wurden. Die Entzifferung des Funkcodes erlaubte es der Royal Navy, alle deutschen Funksprüche mitzulesen. So wusste die Royal Navy schon wenige Stunden nach Befehlserteilung vom Flottenvorstoß der Hochseeflotte am 31. Mai 1916, welcher in der Skagerrakschlacht mündete. Auch die berühmte Zimmermann-Depeche, die auch zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg führte, konnte mit Hilfe des Signalbuches der „Magdeburg“ durch „Room 40“ entziffert werden.



Postkarte: Wrack Kl. Kreuzer SMS "Magdeburg" nach Sprengung am 26.08.1914 nahe Odensholm. © Stadtarchiv Wilhelmshaven (DMM 2024-008-642)

Das Schnellboot in unserem Museumshafen, der "Gepard" (Baujahr 1981), ist ein Holzboot!Heute waren die Experten der Werf...
26/08/2026

Das Schnellboot in unserem Museumshafen, der "Gepard" (Baujahr 1981), ist ein Holzboot!

Heute waren die Experten der Werft Bootsbau Wilhelm (Wilhelmshaven) an Bord und haben Teile des Decks fachmännisch instand gesetzt.

Adresse

Südstrand 125
Wilhelmshaven
26382

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+494421400840

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