31/08/2026
»Abenteuer mit einer Weinbergschnecke«
Ein Abend mit Matthias Schenk und Weinbergschnecken.
Mittwoch, 2.9. 2026
Beginn 20 Uhr
Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung »Urbs animalis«
Unser 132. »Salon am ersten Mittwoch«.
Am Anfang des Abends steht ein Eigenexperiment: Anfassen und Angefasstwerden (freiwillig).
Die Schnecke begleitet unsere Erdentwicklung seit 500 Millionen Jahren. Sie hat Eiszeiten und Dürreperioden überlebt. Die Weinbergschnecke „verkörpert“ das Allerweichste und das Härteste, eine ätherische und eine physische Erscheinung.
Matthias Schenk betrachtet für uns die Weinbergschnecke unter ästhetischen, philosophischen, menschenkundlichen, biologischen, soziologischen, pädagogischen, künstlerischen (Baukunst), ökologischen, ökonomischen, nachhaltigen und gärtnerischen Gesichtspunkten.
Er fragt: »Was bedeutet Resilienz? Was heißt nachhaltig? Was ist der Ursprung der Dummheit?« Und seine Antwort auf diese Fragen lautet: »Studiere die Weinbergschnecke – das ist ein Anfang.«
Matthias Schenk, 1955 im Bodenseeraum geboren, spielte zunächst Straßentheater und hatte seine Wanderjahre beim Zirkus Olympia, Circus Roncalli und Circus Nock, bevor er seinen eigenen Zirkus RosaRot gründete. Es folgte von 1980–1984 eine Ausbildung zum Zirkusdirektor an der Schule für Totales Theater im Schweizer Emmental und die Gründung des Wanderzirkus »Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne« zusammen mit Beatrice Dastis Schenk in Konstanz, dessen Welttournee schließlich in Wiesbaden endete, indem er im Schloss Freudenberg dauerhaft sesshaft wurde.
Die Weinbergschnecke begleitete Matthias Schenk bereits bei der Zwischenprüfung am Totalen Theater im Emmental, wo er ein Haiku von Kobayashi Issa inszenierte:
»Vor meinen Füßen / Wann bis du dorthin gelangt? / Du kleine Schnecke.«
Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Schloss Freudenberg