26/05/2026
Ein einschneidendes Ereignis in unserer deutsch-tschechischen Geschichte: Zum ersten Mal fand der Sudetendeutsche Tag auf Einladung der lokalen Organisation Meeting Brno statt. Ein Wochenende, das Tschechen und Deutsche gemeinsam nutzten, um den kulturellen Austausch zu intensivieren. Ja auch die Werksiedlung hat sich eingebracht. Unser Vorsitzender Martin Lochmüller sprach in einem Workshop über das aktuelle Projekt GeschichtsPfad Werksiedlung vor einem interessierten Publikum. Das Treffen wurde aber auch zum Netzwerken u.a. mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung, Dr. Otfried Kotzian, intensiv genutzt. Wir freuen uns auch, dass die Preisträgerin des Großen Kulturpreises, Petra Laurin, aus Gablonz, uns bei unserer Projekt unterstützen wird. Am Rande: Es wurde ja in den Medien viel von Protesten geschrieben. Wer vor Ort war, sah ein paar ältere aus der Zeit gefallene bedauernswerte Männer, die Ihren alten Erzählungen nachhängen und wie aus der Zeitgefallen wirkten. Frustrierend mussten sie erkennen, dass beim langen Tisch am Freitag viele Tschechen und Deutsche im regen Austausch waren und sie nur Staffage am Rand waren. Lediglich ein paar Journalisten hechelten den Protestierenden hinterher, um Stoff für eine Reportage zu bekommen. Was wirklich zählte waren die minutenlangen Standing Ovations am Sonntag in der Festhalle für die Organisation Meeting Brno, die den Applaus für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in den Schatten stellten. Der ist übrigens nach der Veranstaltung nach Pag zu einem Treffen mit Präsident Petr Pavel nach Prag weitergereist.