01/09/2026
Walldorf im Buch "Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis"
Kleindenkmale – darunter Wegkreuze, Bildstöcke, Grenzsteine, Brunnen oder historische Wegweiser – prägen seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden. Sie erzählen von Alltag, Arbeit, Glauben und Recht vergangener Generationen. Sie geben Einblicke in regionale und lokale Besonderheiten ebenso wie in größere historische Zusammenhänge. Dennoch werden sie häufig übersehen.
Das landesweite Projekt zur Erfassung von Kleindenkmalen wurde seit 2001 unter der Leitung des Landesamts für Denkmalpflege in Kooperation mit den Landkreisen durchgeführt.
Als letzter teilnehmender Landkreis hat der Rhein-Neckar-Kreis das Projekt im Zeitraum von 2022 bis 2026 umgesetzt. Die Erfassung der Kleindenkmale wurde von rund 150 Ehrenamtlichen durchgeführt, u.a. von der Vereinigung Walldorfer Heimatfreunde. Dank deren Ortskenntnis wurden über 2.000 Kleindenkmale dokumentiert.
In Walldorf waren es 14 Kleindenkmale, die fotografiert, vermessen und beschrieben wurden. Neun davon wurden in das neue Buch "Kleindenkmale im Rhein-Neckar-Kreis" aufgenommen. Leider sind im allgemeinen Text zu Walldorfs Geschichte einige Fehler zu finden (siehe Anmerkungen unten).
Erhältlich ist das Buch zum Preis von 30 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-932102-51-6) oder direkt beim Eigenverlag des Rhein-Neckar-Kreises, Tel. 06221 522-7740, E-Mail: [email protected].
Quelle: Pressemitteilung des Rhein-Neckar-Kreises
Anmerkungen zu Fehlern auf Seite 271 des Buches:
William Waldorf Astor war kein Großneffe Johann Jakob Astors, sondern sein Urenkel. Er ließ das Hotel Waldorf im Jahr 1893 an der Fifth Avenue in New York erbauen. Vier Jahre später (1897) baute sein Cousin John Jacob Astor IV das angrenzende Astoria Hotel. Auch er war ein Urenkel Johann Jakobs. Später wurden die beiden Gebäude durch einen Korridor verbunden und firmierten fortan gemeinsam als Waldorf=Astoria.
Der Name "Rheintalbahn" wird leider falsch verwendet. 1843 wurde die Badische Hauptbahn gebaut und auch unter diesem Namen geführt. Erst 1870 taucht der Begriff Rheintalbahn erstmals in Dokumenten auf.
In der Bildbeschreibung des Astor-Denkmals wird fälschlicherweise behauptet, dass die vom Bildhauer Helmut Werner 1948 geschaffene Betonbüste heute vor dem Astorhaus stehen würde. Die heutige Bronzebüste ist allerdings aus den 1980er Jahren. Lediglich der Sockel des Denkmals ist noch der ursprüngliche von 1898.