Johanna-Stahl-Zentrum

Johanna-Stahl-Zentrum Das Johanna-Stahl-Zentrum ist der regionale Ansprechpartner für jüdische Geschichte in Unterfranken. Seine Arbeit spiegelt sich in den Medien wider.

Das Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken wurde in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde 1987 eröffnet. Es wird vom Bezirk Unterfranken und der Stadt Würzburg getragen und befindet sich im jüdischen Gemeindezentrum Shalom Europa. Im Jahr 2011 haben der Bezirk Unterfranken, die Stadt Würzburg und die Israelitische Kultusgemeinde einen neuen Kooperationsvertrag gesch

lossen. Seitdem trägt das Zentrum den Namen der Frauenrechtlerin und Journalistin Dr. Johanna Stahl. Das Zentrum dokumentiert die Geschichte der jüdischen Bevölkerung. Das kleine Team des Zentrums führt die Fachbibliothek und betreut die Sammlungen, es berät zum Thema, beantwortet Anfragen und vermittelt die jüdische Geschichte in Veranstaltungen und durch online-Angebote.

Am Sonntag, den 3. Mai fand eine Exkursion zur 81. Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Dachau statt, zu d...
05/05/2026

Am Sonntag, den 3. Mai fand eine Exkursion zur 81. Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Dachau statt, zu der die Israelitische Gemeinde Würzburg, die Gesellschaft für christl.-jüd. Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken und das Johanna-Stahl-Zentrum eingeladen haben. Bewegende Reden von Überlebenden und ihren Nachkommen verdeutlichten die Gräueltaten dieses Lagers.
Nach der Gedenkfeier hieß es für die Gruppe noch auf jüdischen Spuren in der Stadt Nördlingen zu wandeln.
Die Fahrt nach Dachau wird jährlich angeboten, die Anmeldung läuft über das Johanna-Stahl-Zentrum.

Wer ist Hans Georg aus Kalifornien?Diese Frage stellte sich Dana Miller vor drei Jahren, als er begann, die Unterlagen z...
30/04/2026

Wer ist Hans Georg aus Kalifornien?

Diese Frage stellte sich Dana Miller vor drei Jahren, als er begann, die Unterlagen zu sichten, die seine Großeltern einst übernommen hatten: Dokumente, Bilder und persönliche Gegenstände eines Mannes, mit dem sie eng befreundet waren.

In den USA war er bekannt als Hans Georg – ein gefeierter Skilehrer in Mammoth Lakes, Autor mehrerer Bücher und gefragter Experte für Ski-Szenen in Hollywood-Filmen.

Doch seine Geschichte beginnt ganz woanders.

Geboren als Hans Georg Kahn in Würzburg, wuchs er als Sohn von Julius und Klara Kahn auf. Die Familie betrieb eine Tuch- und Manufakturenwarengroßhandlung in der Kaiserstraße 29. Nach seiner Ausbildung arbeitete er im traditionsreichen Familienunternehmen „M. Kahn & Co.“, das seit 1827 bestand.

Sein Leben nahm eine dramatische Wendung im Jahr 1935: Unter dem Vorwurf der sogenannten „Rassenschande“ und angeblicher Anstiftung zur Abtreibung wurde er von der Gestapo in Würzburg verhaftet – gemeinsam mit seinem Onkel Karl Rosenthal. Obwohl das Verfahren eingestellt wurde, blieb er in „Schutzhaft“ im Gefängnis des Landgerichts Würzburg.

Eine geplante Einweisung in das KZ Dachau wurde schließlich aufgehoben. Anfang Januar 1936 kam er frei – unter der Auflage, Deutschland sofort zu verlassen.

Im Februar 1936 emigrierte er zunächst nach Zürich. Im November 1937 setzte er seine Flucht fort: Von Cherbourg aus reiste er mit der „Queen Mary“ nach New York – in ein neues Leben.

Aus Hans Georg Kahn wurde Hans Georg aus Kalifornien.

Seine Geschichte ist mehr als die eines erfolgreichen Skilehrers. Sie ist ein Zeugnis von Verfolgung, Flucht und Neuanfang – und ein Stück Würzburger Geschichte, das nicht vergessen werden darf.

24/04/2026

Exkursion nach Dachau

Anlässlich des 81. Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau findet am Sonntag, 3.Mai 2026 eine gemeinsame Exkursion der Jüdischen Gemeinde, der Gesellschaft für christl.-jüd. Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken und des Johanna-Stahl-Zentrums nach Dachau statt. Das Programm kann kann unter www.kz-gedenkstätte-dachau.de eingesehen werden.
Bitte beachten Sie: die zentrale Gedenkfeier ist nicht Teil der Exkursion, es ist lediglich eine Teilnahme an der jüdischen Gedenkstunde und dem Gedenken am ehemaligen Krematorium in Dachau angedacht. Auf der Rückfahrt nach Würzburg ist außerdem ein Besuch der bayerisch-schwäbischen Stadt Nördlingen geplant, um die jüdische und allgemeine Geschichte der Stadt kennenzulernen.

Um Anmeldung unter [email protected] oder unter Tel. : 093118275 wird gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro und wird im Bus eingesammelt. Der Beginn der Exkursion ist um 6 Uhr, die geplante Rückfahrt gegen 20 Uhr. Johanna-Stahl-Zentrum Shalom Europa

Wir haben neue Lehrmaterialien für Schulen in unserem Bestand aufgenommen. Gerne vorbeikommen und ausleihen.
30/03/2026

Wir haben neue Lehrmaterialien für Schulen in unserem Bestand aufgenommen. Gerne vorbeikommen und ausleihen.

Wir wünschen Ihnen ein fröhliches Purimfest! Möge es ein wenig Leichtigkeit und Freude in diese Tage bringen!
03/03/2026

Wir wünschen Ihnen ein fröhliches Purimfest! Möge es ein wenig Leichtigkeit und Freude in diese Tage bringen!

Am Montag, den 23. Februar 2026, war das Johanna-Stahl-Zentrum Teil der Podiumsdiskussion „Was tun gegen Antisemitismus?...
26/02/2026

Am Montag, den 23. Februar 2026, war das Johanna-Stahl-Zentrum Teil der Podiumsdiskussion „Was tun gegen Antisemitismus?“ im Shalom Europa.
Auf dem Podium diskutierten:
• Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland
• Dr. Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus
• Dr. Anna Novikov, Leiterin des Johanna-Stahl-Zentrums
• Oana-Viktoria Heckl, DIG Würzburg & Unterfranken
Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Bezirk Unterfranken und Heimat Bayern organisiert.
Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie Antisemitismus heute begegnet werden kann: politisch, gesellschaftlich und im Bildungsbereich. Der Austausch war engagiert und hat erneut gezeigt, wie wichtig kontinuierliche Aufklärung, klare Haltung und Zusammenarbeit auf allen Ebenen sind.

Wir danken allen Beteiligten und Gästen für die Diskussion und das Interesse.

Foto: skylight1a

Heute, am Holocaust-Gedenktag erinnern wir an die Opfer der Shoah aus Würzburg und Unterfranken sowie an die Millionen e...
27/01/2026

Heute, am Holocaust-Gedenktag erinnern wir an die Opfer der Shoah aus Würzburg und Unterfranken sowie an die Millionen ermordeter Jüdinnen und Juden.
(StA Würzburg Gestapo 1880a Foto 53, 24)

15/01/2026

Die jüdische Küche ist vielfältig und so schmeckt sie auch, wer etwas Neues ausprobieren möchte, kann gerne unsere Bücher ausleihen. ̈rzburgfood ̈cheninspiration

Wir sind wieder da!Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und freuen uns darauf, Sie bald über unsere neuen Aktivitäten z...
07/01/2026

Wir sind wieder da!
Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und freuen uns darauf, Sie bald über unsere neuen Aktivitäten zu informieren.

Neue Bücher. Schmerz und tiefe Geschichten. Bitterkeit und Geschmack. Erinnerung und Gegenwart.Unsere Bibliothek wächst ...
19/12/2025

Neue Bücher. Schmerz und tiefe Geschichten. Bitterkeit und Geschmack. Erinnerung und Gegenwart.
Unsere Bibliothek wächst und eröffnet neue Perspektiven auf jüdisches Leben.

Adresse

Valentin-Becker-Straße 11
Würzburg
97072

Öffnungszeiten

Montag 13:00 - 17:00
Dienstag 13:00 - 17:00
Mittwoch 13:00 - 17:00
Donnerstag 13:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

+4993118275

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