19/08/2026
Ein Quecksilberbarometer sollte für genaue Messungen möglichst senkrecht (lotrecht) angebracht sein. Den Spezialfall des in unserer Ausstellung gezeigten „Barometers mit dem Sektor“ nach J. H. de Magellan (1722 – 1790, Portugal) als weltweit einzigem Prototyp eines frühen Präzisions-Barometers, 1991 von Rainer Holland (Hamburg / Madeira) mit konstruktiven Verbesserungen „nacherfunden“, mal außer Acht gelassen. Nach dem Neigen der Quecksilbersäule in Anpassung an den Luftdruck wird die Ablesung an einer gespreizten Skala vorge¬nommen, was eine Präzisionsablesung ermöglicht.
Zurück zum aktuell bei einer Auktion neu erworbenen Schiffsbarometer in den Händen unseres Vorstandsmitgliedes Ralf Kraak (Foto mitte und rechts), oft auch als Maritimes Barometer oder „Maritimes Stabbarometer“ angeboten, ist mit der Herstellerkennzeichnung „K.D.J.S.C. 16 a 22 Dyoka London“ versehen.
Das ist insofern spannend, als auch „K.D.J.S.C. 16 a 22 Dyoka Lisbon“ gelegentlich angeboten wird. Wo ist der ursprüngliche Hersteller zu verorten? Auch die KI von Google kennt nur: „K.D.J.S.C. 16 a 22 Dyoka Lisbon bezieht sich auf eine antike maritime Schiffsbarometer-Markierung aus Portugal (circa 1910). Diese Messinstrumente aus Messing oder Kupfer wurden oft für den Schiffseinsatz gebaut und besitzen häufig eine kardanische Aufhängung“, wir tappen da noch etwas im Dunkeln. Was meint K.D.J.S.C.? Wer kann helfen?
Im Übrigen: Schiffsbarometer hatte auch die Firma FUESS (Berlin-Steglitz) im Angebot, wie einem Prospekt auf Seite 8 entnommen werden kann (Scan links im Bild). Und ja, das Wichtigste: Die kardanische Aufhängung auf einem Schiff sorgt für das Lotrechte bei bewegter See. Alternativ gibt es die Aneroid-Marinebarometer z. B. der Fa. Schatz aus den 1960er Jahren, die sicherlich viele Sportbootfreunde kennen. Wie hat sich da der Wechsel vollzogen? Gab es gute Gründe für Quecksilber auch noch im 20. Jahrhundert? Wir sind für Hinweise dankbar.
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