19/06/2026
Thema Windkraft samt differenzierter Kritik am maßlosen Ausbau - bei uns immer sachlich und seriös: Eine neue Studie aus China, die teils übertragbar sein dürfte, belegt einen Rückgang von Vogelarten in Windindustriegebieten. Originalquelle https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0195925525004093 - Daraus der screenshot als Bild.
Wir zitieren die treffende Zusammenfassung und Kommentierung der Studienergebnisse von der VLAB - Verein für Landschaftspflege, Artenschutz & Biodiversität e.V.:
(Zitat Anfang)
"Eine wissenschaftliche Studie vom März 2026 aus China liefert neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Vogelwelt. Anders als viele frühere Studien, die sich auf einzelne Windparks oder Kollisionsopfer konzentrierten, analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Verbreitung von 1.024 Vogelarten auf nationaler Ebene.
Das Ergebnis ist bemerkenswert: In Landkreisen mit Windkraftanlagen war die Vogelartenvielfalt signifikant geringer als in vergleichbaren Regionen ohne Windkraftanlagen. Betroffen waren sowohl Standvögel als auch Zugvögel. Besonders deutlich nahm die Artenvielfalt ab, wenn eine bestimmte Dichte bzw. Eingriffsintensität von Windkraftanlagen überschritten wurde.
Die Studie macht deutlich, dass es beim Artenschutz nicht nur um einzelne Schlagopfer geht. Auch Lebensraumverlust, Meideverhalten, Lärm und die Zerschneidung von Landschaften können ganze Vogelgemeinschaften nachhaltig verändern.
Die Autoren betonen ausdrücklich, dass ihre Ergebnisse künftig bei der Standortplanung von Windparks berücksichtigt werden sollten, um den Ausbau erneuerbarer Energien und den Erhalt der biologischen Vielfalt besser miteinander zu vereinbaren.
Natürlich ersetzt diese Studie keine Untersuchungen vor Ort. Sie liefert jedoch einen wichtigen wissenschaftlichen Baustein für die Diskussion und unterstreicht, wie entscheidend eine sorgfältige Abwägung zwischen dem weiteren Ausbau der Windkraft und dem Arten- und Naturschutz ist.
Wir finden: Wer Artenvielfalt erhalten möchte, sollte solche Forschungsergebnisse ernst nehmen und in politische Entscheidungen einbeziehen."
(Zitat Ende)