27/08/2026
Ein Stück Alltag hinter der Uniform
Passend zur Sommer- und Urlaubszeit werfen wir deshalb heute einmal einen Blick darauf, wie Erholung und Urlaub für Angehörige der DDR-Grenztruppen organisiert wurden.
Nicht nur Dienst, Ausbildung und Grenzsicherung bestimmten das Leben der Angehörigen der DDR-Grenztruppen. Für Berufskader, Zivilbeschäftigte und ihre Familien standen auch eigene Naherholungseinrichtungen zur Verfügung.
Ein interessantes Zeitdokument hierzu befindet sich in unserer Sammlung: der Katalog „Naherholungseinrichtungen der Grenztruppen der Deutschen Demokratischen Republik“, herausgegeben durch die Zentrale Kommission Militärerholungswesen.
Dabei handelt es sich keineswegs um einen gewöhnlichen Ferienprospekt. Der Katalog ist als dienstliche Unterlage zu verstehen und trägt in seiner nüchternen Gestaltung, Gliederung und Systematik durchaus den Charakter einer Dienstvorschrift.
Vorgestellt werden die einzelnen Erholungseinrichtungen mit Karten, Fotografien sowie Angaben zu Unterbringung, Ausstattung und Freizeitmöglichkeiten. Auch das Verfahren zur Beantragung der Aufenthalte wird erläutert.
Das Dokument eröffnet damit einen interessanten Blick auf eine weniger bekannte Seite der Grenztruppen: den organisierten Alltag und die Erholung hinter der Uniform.
Ein auf den ersten Blick unscheinbares Dokument – und gerade deshalb ein interessantes Stück Zeitgeschichte.
Und auch der Harz findet sich in diesem Katalog wieder – jene Region, in der Erholung und Urlaub damals auf eine Landschaft trafen, die zugleich von der innerdeutschen Grenze durchschnitten wurde.
Grenzmuseum Sorge e.V. – Geschichte bewahren. Geschichte vermitteln.
Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. Landtag von Sachsen-Anhalt Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Tourismusregion Oberharz am Brocken
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