Zentrum für verfolgte Künste

Zentrum für verfolgte Künste Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen (NRW) ist das weltweit einzige Museum, das sich ausschließlich dem Werk verfolgter Künstler:innen widmet.

Wie gewohnt öffnen

Wir bedanken uns für das beeindruckende Konzert vergangenen Samstag des Echospore Ensembles der Hochschule für Musik und...
08/11/2021

Wir bedanken uns für das beeindruckende Konzert vergangenen Samstag des Echospore Ensembles der Hochschule für Musik und Tanz Köln / Wuppertal unter der Leitung von Prof. Dr. Florence Millet. Gespielt wurden selten aufgeführte Kompositionen unter anderem von Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, Maria Herz und Ilse Weber. Einige der Stücke entstanden in Konzentrationslagern und Ghettos wie dem in Theresienstadt, überlebten und zeigen doch einmal mehr: Musik feiert doch immer das Leben.

Das Konzert wurde initiiert von der Stiftung Lichterfeld.
//
We say thank you for the impressive concert last Saturday by the Echospore Ensemble of the Hochschule für Musik und Tanz Köln / Wuppertal under the direction of Prof. Dr. Florence Millet. Rarely performed compositions by Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, Maria Herz and Ilse Weber, among others, were played, showing once again: music always celebrates life after all.

The concert was initiated by the Lichterfeld Foundation.

Fotos: © Birte Fritsch, Zentrum für verfolgte Künste.

#verfolgteKuenste #persecutedArts #verfolgteMusik #Musik #Theresienstadt #GhettoTeresienstadt #Tanz #barrierefreiPosten #Alternativtext #Bildbeschreibung

#KunstKenntKeineGrenzenAb dem 18.11. zeigen wir unter dem Motto „Kunst kennt keine Grenzen“ drei Ausstellungen, die wir ...
08/11/2021

#KunstKenntKeineGrenzen
Ab dem 18.11. zeigen wir unter dem Motto „Kunst kennt keine Grenzen“ drei Ausstellungen, die wir euch in den kommenden Tagen näher vorstellen werden.

Manaf Halbouni ist den meisten von euch sicher spätestens seit seiner eindrucksvollen Kunstinstallation „Monument“ bekannt: 2017 ließ er drei Busse vertikal vor die Dresdner Frauenkirche aufstellen und setzte ein Monument gegen das Leid des syrischen Bürgerkriegs. Bei uns wird er die das gesamte Museumsgebäude umfassende Installation ZONE errichten, eine unüberwindbare Grenze aus Ölfässern.

Anna VanMatre widmet „To Those For Fight…“ 14 Held:innen, die im Krakauer Ghetto gegen die N***s kämpften. Die Ausstellung wurde für das Galizische Jüdische Museum in Krakau geschaffen und wird in der Grafikabteilung unseres Entdeckungsmuseums erstmals außerhalb Polens gezeigt.

Parallel zu den beiden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler:innen widmen wir anlässlich des 150. Geburtstages von Heinrich Mann– gruppiert um dessen wohl wichtigstes Werk, den Untertan – in der Literaturabteilung des Hauses eine Schau von Erstausgaben, Fotografien.
//
#ArtKnowsNoBorders

From 18.11. we show three exhibitions under the motto "Art knows no borders", which we will introduce to you individually in the coming days.

Manaf Halbouni is probably known to most of you since his impressive art installation "Monument": in 2017 he had three buses placed vertically in front of the Frauenkirche in Dresden and set a monument against the suffering of the Syrian civil war. In our Museum, he will erect the installation ZONE, which encompasses the entire museum building, an insurmountable border made of oil drums.

Anna VanMatre dedicates "To Those For Fight..." to 14 hero:ines who fought against the N***s in the Krakow Ghetto. The exhibition was created for the Galician Jewish Museum in Krakow and is being shown for the first time outside of Poland in the graphics department of our Discovery Museum.

Parallel to the two exhibitions of contemporary artists, on the occasion of the 150th anniversary of Heinrich Mann's birth, we are dedicating a show of first editions, photographs and other works in the literary department of the museum, grouped around his probably most important work, Der Untertan.

#verfolgteKuenste #persecutedArts #ManafHalbouni #AnnaVanMatre #HeinrichMann #Solingen #DieBergischenDrei #BergischesLand #NRW #Kulturtipp #Museum #Kunst #ZeitgenoessischeKunst #ContemporaryArt #barrierefreiPosten #Alternativtext #Bildbeschreibung

#KunstKenntKeineGrenzen
Ab dem 18.11. zeigen wir unter dem Motto „Kunst kennt keine Grenzen“ drei Ausstellungen, die wir euch in den kommenden Tagen näher vorstellen werden.

Manaf Halbouni ist den meisten von euch sicher spätestens seit seiner eindrucksvollen Kunstinstallation „Monument“ bekannt: 2017 ließ er drei Busse vertikal vor die Dresdner Frauenkirche aufstellen und setzte ein Monument gegen das Leid des syrischen Bürgerkriegs. Bei uns wird er die das gesamte Museumsgebäude umfassende Installation ZONE errichten, eine unüberwindbare Grenze aus Ölfässern.

Anna VanMatre widmet „To Those For Fight…“ 14 Held:innen, die im Krakauer Ghetto gegen die N***s kämpften. Die Ausstellung wurde für das Galizische Jüdische Museum in Krakau geschaffen und wird in der Grafikabteilung unseres Entdeckungsmuseums erstmals außerhalb Polens gezeigt.

Parallel zu den beiden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler:innen widmen wir anlässlich des 150. Geburtstages von Heinrich Mann– gruppiert um dessen wohl wichtigstes Werk, den Untertan – in der Literaturabteilung des Hauses eine Schau von Erstausgaben, Fotografien.
//
#ArtKnowsNoBorders

From 18.11. we show three exhibitions under the motto "Art knows no borders", which we will introduce to you individually in the coming days.

Manaf Halbouni is probably known to most of you since his impressive art installation "Monument": in 2017 he had three buses placed vertically in front of the Frauenkirche in Dresden and set a monument against the suffering of the Syrian civil war. In our Museum, he will erect the installation ZONE, which encompasses the entire museum building, an insurmountable border made of oil drums.

Anna VanMatre dedicates "To Those For Fight..." to 14 hero:ines who fought against the N***s in the Krakow Ghetto. The exhibition was created for the Galician Jewish Museum in Krakow and is being shown for the first time outside of Poland in the graphics department of our Discovery Museum.

Parallel to the two exhibitions of contemporary artists, on the occasion of the 150th anniversary of Heinrich Mann's birth, we are dedicating a show of first editions, photographs and other works in the literary department of the museum, grouped around his probably most important work, Der Untertan.

#verfolgteKuenste #persecutedArts #ManafHalbouni #AnnaVanMatre #HeinrichMann #Solingen #DieBergischenDrei #BergischesLand #NRW #Kulturtipp #Museum #Kunst #ZeitgenoessischeKunst #ContemporaryArt #barrierefreiPosten #Alternativtext #Bildbeschreibung

🎼 Anlässlich der Erweiterung unserer Online-Ausstellung „Seven Places. Sieben Orte in Deutschland“ um den Ort Hongkong f...
03/11/2021

🎼 Anlässlich der Erweiterung unserer Online-Ausstellung „Seven Places. Sieben Orte in Deutschland“ um den Ort Hongkong findet am Samstag den 06.11. ab 18.30 Uhr das Konzert „Verfolgte Musik“ statt. Das Ensemble und die aufgeführten Stücke zeigen einmal mehr: Auch wenn das Schicksal der Komponist:innen dramatisch war, feiert die Musik doch immer das Leben.

Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Florence Millet, spielt das international besetzte Ensemble Kompositionen von Vitėslava Kaprálová, Viktor Ullmann, Pavel Haas, Antonín Dvořák, Erwin Schulhoff, Mieczysław Weinberg, Maria Herz, Gideon Klein, Ilse Weber und Alexander Zemlinsky – alle von den Nationalsozialisten als Menschen geächtet und zur Aufführung verboten.

Das Konzert wird ermöglicht durch die Stiftung Lichterfeld. Karten sind für 10,- bzw. ermäßigt 5,- Euro bei www.solingen-live.de und an der Abendkasse erhältlich. Bei Veranstaltungen in Innenräumen gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet). Während des Besuchs ist das Tragen einer medizinischen Maske (OP- oder FFP2-Maske) und das Einhalten der Abstandsregeln verpflichtend.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und darauf, mit Euch die Erweiterung von „SevenPlaces“ feiern zu können!
//
On the occasion of the extension of our online exhibition "Seven Places in Germany" to include Hong Kong, the concert "Persecuted Music" will take place on Saturday, November 6, starting at 6:30 pm. The ensemble and the pieces performed show once again: even if the fate of the composer:inside was dramatic, music always celebrates life.

Under the artistic direction of Prof. Dr. Florence Millet, the international ensemble will perform compositions by Vitėslava Kaprálová, Viktor Ullmann, Pavel Haas, Antonín Dvořák, Erwin Schulhoff, Mieczysław Weinberg, Maria Herz, Gideon Klein, Ilse Weber and Alexander Zemlinsky - all of whom were ostracized as human beings by the N***s and forbidden to perform.

Tickets are available for 10,- or reduced 5,- Euro at www.solingen-live.de and at the box office. We look forward to your coming and to celebrating the expansion of "SevenPlaces" with you!

#sevenPlaces #remembranceIsVivid #verfolgteKuenste #persecutedArts #verfolgteMusik #persecutedMusic #remembrance #Hongkong #Musik #Konzert #barrierefreiPosten #Alternativtext

🎼 Anlässlich der Erweiterung unserer Online-Ausstellung „Seven Places. Sieben Orte in Deutschland“ um den Ort Hongkong findet am Samstag den 06.11. ab 18.30 Uhr das Konzert „Verfolgte Musik“ statt. Das Ensemble und die aufgeführten Stücke zeigen einmal mehr: Auch wenn das Schicksal der Komponist:innen dramatisch war, feiert die Musik doch immer das Leben.

Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Florence Millet, spielt das international besetzte Ensemble Kompositionen von Vitėslava Kaprálová, Viktor Ullmann, Pavel Haas, Antonín Dvořák, Erwin Schulhoff, Mieczysław Weinberg, Maria Herz, Gideon Klein, Ilse Weber und Alexander Zemlinsky – alle von den Nationalsozialisten als Menschen geächtet und zur Aufführung verboten.

Das Konzert wird ermöglicht durch die Stiftung Lichterfeld. Karten sind für 10,- bzw. ermäßigt 5,- Euro bei www.solingen-live.de und an der Abendkasse erhältlich. Bei Veranstaltungen in Innenräumen gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet). Während des Besuchs ist das Tragen einer medizinischen Maske (OP- oder FFP2-Maske) und das Einhalten der Abstandsregeln verpflichtend.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und darauf, mit Euch die Erweiterung von „SevenPlaces“ feiern zu können!
//
On the occasion of the extension of our online exhibition "Seven Places in Germany" to include Hong Kong, the concert "Persecuted Music" will take place on Saturday, November 6, starting at 6:30 pm. The ensemble and the pieces performed show once again: even if the fate of the composer:inside was dramatic, music always celebrates life.

Under the artistic direction of Prof. Dr. Florence Millet, the international ensemble will perform compositions by Vitėslava Kaprálová, Viktor Ullmann, Pavel Haas, Antonín Dvořák, Erwin Schulhoff, Mieczysław Weinberg, Maria Herz, Gideon Klein, Ilse Weber and Alexander Zemlinsky - all of whom were ostracized as human beings by the N***s and forbidden to perform.

Tickets are available for 10,- or reduced 5,- Euro at www.solingen-live.de and at the box office. We look forward to your coming and to celebrating the expansion of "SevenPlaces" with you!

#sevenPlaces #remembranceIsVivid #verfolgteKuenste #persecutedArts #verfolgteMusik #persecutedMusic #remembrance #Hongkong #Musik #Konzert #barrierefreiPosten #Alternativtext

🎉Heute vor 125 wurde Erna Schmidt-Caroll (1896-1964) geboren. Anlässlich des 125. Geburtstages von Erna Schmidt-Caroll m...
30/10/2021

🎉Heute vor 125 wurde Erna Schmidt-Caroll (1896-1964) geboren.

Anlässlich des 125. Geburtstages von Erna Schmidt-Caroll möchten wir eines ihrer Werke näher beleuchten. Das Aquarell mit dem Titel „Auf der Flucht“ zeigt in skizzenhafter Art eine Gruppe von Menschen, die sich aus der Ferne in den Vordergrund bewegt. Über ihnen hängt bedrohlich eine dichte Wolkendecke. Der Himmel glüht am Horizont in leuchtenden Orange- und Rottönen. Die Künstlerin Erna Schmidt-Caroll erstellt mit freiem Strich in expressiver Farbigkeit ausdrucksstarke Bildwelten. Von ihr sind ausschließlich Arbeiten auf Papier bekannt. Die Künstlerin arbeitet mit wasserbasierten Farben wie Aquarell und Gouache. Das Aquarell „auf der Flucht“ ist nicht signiert, trägt jedoch einen Nachlassstempel und wird auf 1945/46 datiert.

Im Jahr 1945 wird Schmid-Caroll wegen Bombenzerstörungen aus Berlin evakuiert und flieht zunächst nach Schlesien. Auf ihrer weiteren Flucht verliert sie einen Teil ihrer Werke. Nach dem Krieg arbeitet sie wieder als freie Künstlerin, Illustratorin und Gestalterin in Landshut und München. 1963, ein Jahr vor ihrem Tod, werden ihre Werke im Keller des ehemaligen Berliner Ateliers entdeckt und ihr zugestellt. Es vergehen mehrere Jahrzehnte bis die Kunstwerke in Privatsammlungen im Kontext des „Expressiven Realismus“ ausgestellt werden.

Die uns heute bekannten Arbeiten von Erna Schmidt-Caroll zeigen Großstadtszenen, Landschaften sowie Portraits der Berliner Bohème. Sie zählt zu den zeitkritischen Künstler:innen der 1920er Jahre und zur sog. verschollenen Generation, deren künstlerische Entwicklung den Restriktionen der nationalsozialistischen Kunstpolitik zum Opfer fiel.

Fotos: Erna Schmidt-Caroll, Auf der Flucht, um 1945/46, Aquarell, 53 x 43 cm, Inv.-Nr. 0444 © Zentrum für verfolgte Künste; Erna Schmidt-Caroll, Zwei junge Mädchen, 1937, Kunstsammlung Dr. Gerhard Schneider.

#HeuteVor #OnThisDay #Jubiläum #verfolgteKuenste #persecutedArts #ErnaSchmidtCaroll #Heritage #femaleHeritage #Flucht #1945 #WWII #Nationalsozialismus #NationalSocialism

Heute vor 55 Jahren starb Otto Pankok (1893-1966)Im Zentrum für verfolgte Künste könnt Ihr ein besonderes Mädchenportrai...
26/10/2021

Heute vor 55 Jahren starb Otto Pankok (1893-1966)

Im Zentrum für verfolgte Künste könnt Ihr ein besonderes Mädchenportrait entdecken. Es zeigt Hoto, die zu einer Gruppe von Sinti und Roma gehört und am Rande von Düsseldorf im Heinefeld lebte. Seit 1931 hat der Maler Otto Pankok aus dem Kreis um Mutter Ey Kontakt zu ihnen und fertigt einen Zyklus von Portraits an.
Schon 1933 wird sein Zyklus „Passion“ von den N***s aus einer Ausstellung entfernt und der Künstler ist Diffamierungen ausgesetzt. 1935 ermittelt die Gestapo aufgrund einer Denunziation gegen ihn. Das Portrait der Hoto wird 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ angeprangert. Insgesamt werden 56 Werke des Künstlers in der Aktion „entartete Kunst“ beschlagnahmt.
1939 versteckt Pankok einen Großteil seiner Bilder bei Freunden und versucht, in die Schweiz zu emigrieren. Als dies misslingt, zieht er sich in die Eifel zurück. Nach 1945 wird Pankok Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie.
///
Otto Pankok (1893-1966) died 55 years ago today

In the Centre for Persecuted Arts you can discover a special portrait of a girl. It shows Hoto, who belongs to a group of Sinti and Roma who lived in Heinefeld near Düsseldorf. Since 1931, the painter Otto Pankok from the circle around Mother Ey had contact with them and produced portraits.
As early as 1933, his cycle "Passion" was removed from an exhibition by the N***s and the artist was subjected to defamation. In 1935 the Gestapo investigated the artist on the basis of a denunciation. The portrait of Hoto is denounced in the 1937 exhibition "Degenerate Art". A total of 56 works by the artist are confiscated in the "degenerate art" campaign.
In 1939 Pankok hides most of his paintings with friends and tries to emigrate to Switzerland. When this fails, Eifel retreats. After 1945 Pankok becomes a professor at the Düsseldorf Art Academy.

#BürgerstiftungFürVerfolgteKünste #BfvK #MoPas # #AnDiesemTag #OnThisDay #EntarteteKunst #OttoPankok #MutterEy #barrierefreiPosten #Bildbeschreibung #Alternativtext

Fotos: Hoto II, 1932, Lithographie und Christuskopf, 1936/60, Lithographie © Zentrum für verfolgte Künste.

Heute vor 90 Jahren starb Arthur Schnitzler (1862-1931).//english version below//Die Familiengeschichte des in Wien gebo...
21/10/2021

Heute vor 90 Jahren starb Arthur Schnitzler (1862-1931).
//english version below//

Die Familiengeschichte des in Wien geborenen Autors Arthur Schnitzler war ein Musterbeispiel jüdischer Assimilation in der österreich-ungarischen Monarchie.

In seinen Tagebüchern und in seinem Werk „Jugend in Wien“ beschreibt er jedoch, dass er einer latenten Judenfeindlichkeit ausgesetzt war. Er thematisiert den zunehmend verschärfteren Antisemitismus in „Der Weg ins Freie“ (1908) und „Professor Bernhardi“ (1912). Die Rezensenten verunglimpfen ihn zunehmend als „jüdischen Autor“.

Schnitzler starb 1931. 1933 übernahmen die N***s die Macht in Deutschland, am 10. April 1938 stimmten 90% der österreichischen Bevölkerung dem „Anschluss“ an das „Deutsche Reich“ zu. Jüdischen Österreichern war es nicht erlaubt abzustimmen. Schnitzlers Dramen wurden ab 1933 bis in die 1950er Jahre nicht mehr aufgeführt.

Im Besitz der Bürgerstiftung befindet sich die Novelle „Casanovas Heimfahrt“ mit handschriftlicher Signatur des Autors.
///
Arthur Schnitzler (1862-1931) died 90 years ago today.

The family history of the Vienna-born author Arthur Schnitzler was a prime example of Jewish assimilation in the Austro-Hungarian monarchy. In his diaries and in his work "Youth in Vienna", however, he describes being exposed to latent hostility towards Jews. He addresses the increasingly aggravated anti-Semitism in "Der Weg ins Freie" (1908) and "Professor Bernhardi" (1912). Reviewers increasingly denigrated him as a "Jewish author".

Schnitzler died in 1931. In 1933 the N***s took power in Germany, and on 10 April 1938 90% of the Austrian population agreed to the "Anschluss" to the "German Reich". Jewish Austrians were not allowed to vote. Schnitzler's dramas were no longer performed from 1933 until the 1950s.

The Bürgerstiftung owns the novel "Casanovas Heimfahrt" with the author's signature.

Foto: Porträtfoto, 1906.

#OnThisDay #AnDiesemTag #biographien #VerbrannteDichter #VerfolgteKünste #ArthurSchnitzler #Österreich #Antisemitismus

Heute vor 90 Jahren starb Arthur Schnitzler (1862-1931).
//english version below//

Die Familiengeschichte des in Wien geborenen Autors Arthur Schnitzler war ein Musterbeispiel jüdischer Assimilation in der österreich-ungarischen Monarchie.

In seinen Tagebüchern und in seinem Werk „Jugend in Wien“ beschreibt er jedoch, dass er einer latenten Judenfeindlichkeit ausgesetzt war. Er thematisiert den zunehmend verschärfteren Antisemitismus in „Der Weg ins Freie“ (1908) und „Professor Bernhardi“ (1912). Die Rezensenten verunglimpfen ihn zunehmend als „jüdischen Autor“.

Schnitzler starb 1931. 1933 übernahmen die N***s die Macht in Deutschland, am 10. April 1938 stimmten 90% der österreichischen Bevölkerung dem „Anschluss“ an das „Deutsche Reich“ zu. Jüdischen Österreichern war es nicht erlaubt abzustimmen. Schnitzlers Dramen wurden ab 1933 bis in die 1950er Jahre nicht mehr aufgeführt.

Im Besitz der Bürgerstiftung befindet sich die Novelle „Casanovas Heimfahrt“ mit handschriftlicher Signatur des Autors.
///
Arthur Schnitzler (1862-1931) died 90 years ago today.

The family history of the Vienna-born author Arthur Schnitzler was a prime example of Jewish assimilation in the Austro-Hungarian monarchy. In his diaries and in his work "Youth in Vienna", however, he describes being exposed to latent hostility towards Jews. He addresses the increasingly aggravated anti-Semitism in "Der Weg ins Freie" (1908) and "Professor Bernhardi" (1912). Reviewers increasingly denigrated him as a "Jewish author".

Schnitzler died in 1931. In 1933 the N***s took power in Germany, and on 10 April 1938 90% of the Austrian population agreed to the "Anschluss" to the "German Reich". Jewish Austrians were not allowed to vote. Schnitzler's dramas were no longer performed from 1933 until the 1950s.

The Bürgerstiftung owns the novel "Casanovas Heimfahrt" with the author's signature.

Foto: Porträtfoto, 1906.

#OnThisDay #AnDiesemTag #biographien #VerbrannteDichter #VerfolgteKünste #ArthurSchnitzler #Österreich #Antisemitismus

Adresse

Wuppertaler Str. 160
Solingen
42653

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+492122581418

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Zentrum für verfolgte Künste erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Zentrum für verfolgte Künste senden:

Videos

Geschichte des Zentrums

Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen ist ein deutsches Kunstmuseum. Es ist die weltweit einzige Institution, die sich dauerhaft mit verfolgten Künstlern und ihren verbotenen Werken auseinandersetzt. In permanenten sowie wechselnden Ausstellungen wird ihren Schicksalen nachgegangen und die Frage nach den Ursachen für die Verfolgung von Künstlern gestellt.

Das Zentrum wurde 2015 als gemeinnützige GmbH vom Landschaftsverband Rheinland und der Klingenstadt Solingen gegründet. Am 8. Dezember 2015 erfolgte die offizielle Eröffnung des Zentrums durch Bundestagspräsident Norbert Lammert. Die Idee eines Zentrums für verfolgte Künste stammt von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal. Die Gesellschaft und deren Vorsitzender Hajo Jahn haben sich über 25 Jahre für die Errichtung einer solchen Institution eingesetzt.

Direktor des Zentrums für verfolgte Künste ist Jürgen Kaumkötter.

Museen in der Nähe