16/06/2026
Werke und Gedanken I 02
Hermann Hesse im Tessin
„Die Tessiner Landschaft, die ich im Jahr 1907 erstmals gründlicher kennenlernte, hat mich stets wie eine vorbestimmte Heimat oder doch wie ein ersehntes Asyl angezogen und empfangen“, schrieb Hermann Hessen 1945.
Hesse entdeckte das Tessin 1907 während eines vierwöchigen Aufenthaltes auf dem Monte Verità. Die mediterrane Landschaft, das milde Klima und die besondere Atmopshäre faszinierte ihn nachhaltig und machten die Region zu einem wichtigen Ort der Inspiration.
1919, nach persönlichen Kreisen und der Trennung von seiner Frau Mia, zog Hesse ins Tessin. Er ließ sich in der Casa Camuzzi in Montagnola nieder, die für Jahrzehnte sein Zuhause wurde. Aus der vorübergehenden Zuflucht wurde sein Lebensmittelpunkt.
Hesse erkundete auf zahlreichen Wanderungen die Umgebung und hielt Landschaften und Stimmungen in Aquarellen fest.
Bildnachweise:
Hermann Hesse, Mit Buzi nach Carona, 1923, Aquarell, 27,5 x 24 cm.
Hermann Hesse, Dorf im Tessin, 25.06.1924, Aquarell/ Tuschefeder, 31,2 x 24 cm.
Hermann Hesse, Tessiner Dächer, 30.08.1927, Aquarell.
Hermann Hesse, Landschaft im Tessin, 1924, Aquarell.
Hermann Hesse, Bosco, 05.07.1927, Aquarell, 23 x 28 cm.