Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstrasse Potsdam

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Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstrasse Potsdam Die Gedenkstätte am historischen Ort des ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Militärspionageabwehr in der SBZ/DDR.

In der Potsdamer Leistikowstraße 1 befand sich von August 1945 bis zur Auflösung des KGB 1991 das zentrale Untersuchungsgefängnis der sowjetischen militärischen Spionageabwehr. Es gibt kaum eine zweite Haftanstalt, die in so beklemmender Authentizität erhalten blieb wie das zum Gefängnis umgebaute ehemalige Pfarrhaus des Evangelisch-Kirchlichen Hilfsvereins. Noch heute zeugen erhaltene Haftzellen mit originalen Holzpritschen, Karzer, zugemauerte Durchgänge und Fenster, massive Vergitterungen und Sichtblenden sowie die Reste der Sperranlagen und Fundamente der Freigangzellen von der einstigen Nutzung. An den Zellenwänden sind zahlreiche Inschriften erhalten, die eindrücklich Entrechtung und Isolation der Häftlinge spiegeln. Die Geschichte des Gebäudes und der damit verbundenen Häftlingsschicksale stehen im Mittelpunkt der ständigen Ausstellung. Wie viele Menschen der Geheimdienst am Ort gefangen hielt, ist nicht bekannt. Ein elektronisches Haftbuch dokumentiert Hunderte Namen. Das Gefängnisareal befand sich im Kernbereich eines der wichtigsten sowjetischen Geheimdienststandorte in Deutschland, dem „Militärstädtchen Nr. 7“. Ein 2,5 km langer Geschichtspfad informiert an 14 Punkten über die Geschichte und Funktion historischer Gebäude, baulicher Relikte und Spuren in diesem Gebiet. Ein maßstabsgetreues Bronzemodell im Innenhof der Gedenkstätte gibt einen Überblick über die Topographie des Geländes.

Ins „Epizentrum der Spionage“ schauen wir am 15. Oktober bei der Vorstellung des Buches „Spione im frühen Kalten Krieg“....
07/10/2026

Ins „Epizentrum der Spionage“ schauen wir am 15. Oktober bei der Vorstellung des Buches „Spione im frühen Kalten Krieg“. Wer ließ sich von den Geheimdiensten anwerben? Was war ihre Motivation? Welch drastische Konsequenzen drohten beim Auffliegen? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Buchbeiträge und der Abendveranstaltung. Auf dem Podium diskutieren:

Dr. Ines Reich, Leiterin Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam, Autorin
Prof. Dr. Bodo Hechelhammer, BND, Autor
Prof. Dr. Siegfried B**r, Historiker, Autor
Dieter Bacher, Historiker, Autor

Es moderiert:
Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs, Politologe, Autor

Wer dabei sein möchte, meldet sich noch schnell auf der Website des Spionagemuseums an.

„Im Epizentrum der Spionage“: Buchvorstellung und Diskussion | 15.10.2026 | 19 Uhr | Deutsches Spionagemuseum | Leipziger Platz 9, 10117 Berlin | Anmeldung erforderlich

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam mit dem Deutschen Spionagemuseum.

Und wieder liegt ein sehr erfolgreicher Tag des offenen Denkmals hinter uns. Mit großem Interesse strömten die Besucher:...
16/09/2026

Und wieder liegt ein sehr erfolgreicher Tag des offenen Denkmals hinter uns. Mit großem Interesse strömten die Besucher:innen zu uns, nahmen unsere Führungsangebote wahr, schauten gebannt den Film zur „verbotenen Stadt“ und hörten den Vortrag von Forscherin Iris Johanna Bauer zum Umbruch nach dem russischen Abzug 1994. Auch die Objektschau regte wieder zum persönlichen Austausch an. Und nicht zuletzt war auch der selbstgebackene Kuchen im Gedenkstättencafé des Fördervereins ziemlich schnell leergeputzt.

Feiert mit uns! Am kommenden Sonntag, den 13.9., begehen wir wieder den Tag des offenen Denkmals. Entdeckt das sowjetisc...
10/09/2026

Feiert mit uns! Am kommenden Sonntag, den 13.9., begehen wir wieder den Tag des offenen Denkmals. Entdeckt das sowjetische Geheimdienstgefängnis und die "verbotene Stadt" in kostenfreien Führungen. Erfahrt von Haftschicksalen bei einer exklusiven Objektpräsentation oder taucht bei historischen Filmaufnahmen und einem Vortrag in die Umbruchszeit 1994 ein, als die letzten russischen Streitkräfte abzogen. Auch die neue Wanderausstellung "frauenHAFT" wartet auf euch.
Kaffee & Kuchen, ein antiquarischer Büchermarkt und persönliche Gespräche mit dem Gedenkstättenteam gibt es natürlich ebenso.

Wann? 13.9.26 von 11 bis 18 Uhr
Wo? Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam
Was? Alle Programmpunkte und Startzeiten auf unserer Website

In diesem Jahr jährt sich die Einrichtung des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses Leistikowstraße zum 81. Mal. Aus di...
29/07/2026

In diesem Jahr jährt sich die Einrichtung des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses Leistikowstraße zum 81. Mal. Aus diesem Anlass erinnern wir am 15. August in einer Gedenkveranstaltung an die Schicksale und das Leid der ehemaligen Inhaftierten. Dabei verbinden wir das Gedenken mit der Eröffnung der Wanderausstellung „frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945–1956)".

Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 13 Uhr. Im Anschluss an die Reden findet eine Kranzniederlegung statt. Bereits um 11.30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer Kuratorinnenführung durch die neue Ausstellung teilzunehmen.

Weitere Informationen findet Ihr auf unserer Website.

Lesetipp der Woche! Vor kurzer Zeit erschien das Buch „Spione im frühen Kalten Krieg. Einblick in ihre Motive, Methoden ...
03/07/2026

Lesetipp der Woche! Vor kurzer Zeit erschien das Buch „Spione im frühen Kalten Krieg. Einblick in ihre Motive, Methoden und Netzwerke“, herausgegeben von Dieter Bacher, Andreas Hilger (†), Ines Reich und Sven Schultze. Der Sammelband entstand aus einer Kooperation des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung
und der Gedenkstätte Leistikowstraße in Potsdam und befasst sich mit der Lebensrealität jener Menschen, die im frühen Kalten Krieg von Geheimdiensten angeworben wurden. Der Sammelband geht der Frage nach, wer die Personen waren, die als Spione agierten, und wie ihre Lebensrealität durch ihre Spionagetätigkeit geprägt wurde. Die Beiträge offenbaren die vielschichtigen Motivationen der Akteure, ihren Einfluss auf den Verlauf des Konflikts sowie die daraus resultierenden Folgen für ihr Lebensumfeld. Auf diese Weise entsteht ein differenziertes Bild der Spione im Kalten Krieg.

Wir wünschen eine spannende Lektüre!

Dieter Bacher/Andreas Hilger/Ines Reich/Sven Schultze (Hrsg.): „Spione im frühen Kalten Krieg. Einblick in ihre Motive, Methoden und Netzwerke“, Graz 2026.

Lesetipp der Woche! Vor wenigen Tagen erschien das Buch „Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz. Zur Praxis sowjetischer Mil...
24/06/2026

Lesetipp der Woche! Vor wenigen Tagen erschien das Buch „Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz. Zur Praxis sowjetischer Militärtribunale in Deutschland 1945-1956“, herausgegeben von Bert Pampel. Der Sammelband vereint die Beiträge eines Workshops, der Ende 2024 in der Gedenkstätte Leistikowstraße stattfand. Enthalten sind auch drei Aufsätze unserer Mitarbeitenden, die ihre neuesten Forschungsergebnisse und Projekte darin vorstellen:

Warnemünde, Norman: „… leistete den Deutschen Hilfe beim Kampf gegen die Sowjetunion“. Sowjetische Kollaborateure in den Fängen der Spionageabwehr SMERSch

Danilenko, Olga: Sowjetische Militärangehörige als Häftlinge im Speziallager Nr.7 / Nr.1 in Sachsenhausen (1945 – 1950)

Gräb, Katharina: „frauenHAFT. Sowjetische Repression und DDR-Strafvollzug (1945 – 1956)“. Bericht über ein Wanderausstellungsprojekt

Wir wünschen eine spannende Lektüre!


Die Berliner Zeitung hat dem Schicksal der vor 80 Jahren zum Tode verurteilten Jugendlichen am Wochenende eine Doppelsei...
10/06/2026

Die Berliner Zeitung hat dem Schicksal der vor 80 Jahren zum Tode verurteilten Jugendlichen am Wochenende eine Doppelseite gewidmet. Hierzu wurde auch Andreas Schlüter, der Enkel des einzigen Überlebenden Hermann Schlüter interviewt. Aber lest selbst:
https://www.berliner-zeitung.de/article/nur-einer-kehrte-zurueck-warum-vier-potsdamer-gymnasiasten-zum-tode-verurteilt-wurden-10037677

Vor 80 Jahren erschoss die sowjetische Militäradministration drei Schüler. Nur Hermann Schlüter wurde begnadigt, musste Jahre später den Familien seiner Freunde die Todesnachricht überbringen.

Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert nach seiner Verhaftung konnten wir das Schicksal von Kurt Steinecke rekonstruieren....
21/05/2026

Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert nach seiner Verhaftung konnten wir das Schicksal von Kurt Steinecke rekonstruieren. Seine Nichte Camilla Klich erhielt nach Jahren des Wartens nun Kopien aus der geheimdienstlichen Ermittlungsakte, die in Moskau verwahrt wird. Mit dabei war auch ein Abzug des erkennungsdienstlichen Fotos aus dem Gefängnis Leistikowstraße. Beim heutigen Besuch des Leidensortes ihres Onkels übergaben Camilla Klich, ihre Schwester Bettina Zarneckow und deren Tochter Alexandra diese wertvollen Dokumente. Außerdem vertrauten sie der Gedenkstätte private Familienfotografien sowie sieben originale Postkarten an, die Kurt Steinecke von Angehörigen und Freunden in das sowjetische Strafarbeitslager geschickt bekommen hatte.

Die sowjetische Spionageabwehr nahm Kurt Steinecke im September 1950 fest. Wie aus den nun vorliegenden Unterlagen hervorgeht, wurde ihm die Kontaktaufnahme eines früheren Freundes zum Verhängnis, der ihn als Informant für den britischen Geheimdienst anwerben wollte. Da sein Name in dessen Notizbuch auftauchte, wurde auch Kurt Steinecke verhaftet und Ende April 1951 wegen Spionage zu 25 Jahren Haft im Strafarbeitslager verurteilt. Nach rund viereinhalb Jahren in den Lagern Workuta und Jawas gelangte er im Oktober 1955 wieder in die Freiheit.

Und wieder liegt ein rundum gelungener Museumstag hinter uns! Die Rundgänge durch das Gefängnisgebäude und die „verboten...
19/05/2026

Und wieder liegt ein rundum gelungener Museumstag hinter uns! Die Rundgänge durch das Gefängnisgebäude und die „verbotene Stadt“ waren gut besucht, bei der Objektpräsentation und im Gedenkstättencafé führten wir viele persönliche Gespräche mit unseren Gästen und die Kinder hatten Freude auf der Spielstraße vor dem Besucherzentrum. Auch haben wir uns gefreut, dass wir erstmals erfolgreich eine Führung mit simultaner Übersetzung für Gehörlose anbieten konnten.

Und nicht vergessen: Nach dem Museumstag ist vor dem Tag des offenen Denkmals! Auch am 13. September 2026 wird es wieder ein buntes Programm in der Gedenkstätte geben, also merkt euch den Termin gern schon vor.

Am 17. Mai 2026 begehen wir gemeinsam mit unseren Anrainerinstitutionen im Verbund „Kultur am Pfingstberg“ den Internati...
30/04/2026

Am 17. Mai 2026 begehen wir gemeinsam mit unseren Anrainerinstitutionen im Verbund „Kultur am Pfingstberg“ den Internationalen Museumstag. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm mit kostenfreien Führungen und spannenden Einblicken. Die Gedenkstätte Leistikowstraße bietet in diesem Jahr eine kostenfreie Objektschau sowie Führungen durch das ehemalige Gefängnisgebäude und die „verbotene Stadt“ an. Davon findet eine Führung mit Verdolmetschung in Gebärdensprache statt.

Für Verpflegung sorgt ganztägig das Gedenkstättencafé mit Kaffee und Kuchen, während die Kinder sich in der Spielstraße austoben können.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf unserer Website.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Beteiligte Institutionen: Belvedere Pfingstberg, Gedenkstätte Leistikowstraße, Lepsiushaus Potsdam, Pfingst-Kirchengemeinde Potsdam, Theodor-Fontane-Archiv, Villa Schlieffen

Adresse

LeistikowStr. 1
Potsdam
14469

Öffnungszeiten

Dienstag 13:00 - 18:00
Mittwoch 13:00 - 18:00
Donnerstag 13:00 - 18:00
Freitag 13:00 - 18:00
Samstag 14:00 - 18:00
Sonntag 14:00 - 18:00

Telefon

+493312011540

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