Villa Rustica Peiting

Villa Rustica Peiting Salvete! Herzlich Willkommen auf der
Seite der Villa Rustica Peiting! Führungen jeden Samstag 14–16 Uhr

Hier findet ihr Infos, Highlights und
Aktuelles zu diesem großen römischen
Gutshof sowie Blicke hinter die Kulissen
Euer Förderverein Villa Rustica Peiting e.V.

Dieser römische Doppel-Denar wurde in der Nähe des Badegebäudes knapp unterhalb des Rasens gefunden. Er zeigt den römisc...
08/08/2026

Dieser römische Doppel-Denar wurde in der Nähe des Badegebäudes knapp unterhalb des Rasens gefunden. Er zeigt den römischen Kaiser Tacitus und wurde 275/276 n. Chr. geprägt. Auf der Rückseite sitzt Salus, die Göttin der Wohlfahrt, und füttert eine Schlange.
Die Münze ist abgegriffen und war deswegen wohl in Umlauf.

Tacitus wurde um 200 n. Chr. in Interamna Lirenas, einer römischen Stadt im Süden Latiums, geboren. Nach dem Tod Kaiser Aurelians wurde er vom Senat als sein Nachfolger nominiert. Tacitus nahm die Wahl widerwillig an. Er führte gegen die Goten Krieg, die vom Schwarzen Meer in die römischen Gebiete in Kleinasien eingedrungenen waren. Er starb dort entweder im Kampf oder wurde ermordet.

Römische Herrscher ließen gleich nach ihrem Machtantritt Münzen mit ihrem Kopf prägen. Dadurch wurden sie im ganzen Reich bekannt. Münzen können so bei der Datierung von Funden und Befunden auf archäologischen Grabungen helfen.

Die Münze befindet sich im Depot des Heimatmuseums „Klösterle“ in Peiting.

Bilder: Doppel-Denar des Tacitus, 275/276 n. Chr.

© Fotos: M. Arnold.

In unserem römischen Lehrgarten findet ihr viele verschiedene Pflanzen, die es auch schon in der Römerzeit gab. Neben Le...
25/07/2026

In unserem römischen Lehrgarten findet ihr viele verschiedene Pflanzen, die es auch schon in der Römerzeit gab. Neben Lebensmitteln wie Knoblauch, Spargel und Getreidesorten, wachsen dort auch Kräuter wie Dill und Petersilie. Ihr findet dort aber auch Gewächse, die z. B. bei der Textilherstellung verwendet wurden: Flachs, aus dem Leinenstoffe gefertigt werden, und Färbepflanzen. Zur Regenerierung des Bodens wachsen im Garten Blumen wie Kamille und Margeriten.

Die roten Metallschilder in den Beeten zeigen euch, welche Pflanzen ihr seht. Größere Schilder am Rand entlang der Hecke informieren über römische Rezepte, medizinische Anwendungen und andere Zwecke, bei denen diese Pflanzen genutzt wurden. Eine Auswahl der Gewächse seht ihr im Schaukasten auf dem Weg zwischen dem Parkplatz und dem Schutzhaus.

Die Samen für die Pflanzen schenkten die Blumenschule Schongau, das Agrarbildungszentrum in Landsberg und Hobbygärtner:innen aus der Umgebung dem Förderverein als der Garten vor etwa 20 Jahren angelegt wurde.

Kommt gerne vorbei und entspannt euch auf den Bänken im Schatten der Bäume und lernt etwas über römische Pflanzen!

Bilder: Römischer Lehrgarten am Schutzhaus der Villa Rustica Peiting.

© Fotos: M. Arnold.

Wir sind dieses Jahr auch wieder beim Peitinger Ferienprogramm dabei!Am Montag, 11.08.2026, können die teilnehmenden Kin...
11/07/2026

Wir sind dieses Jahr auch wieder beim Peitinger Ferienprogramm dabei!

Am Montag, 11.08.2026, können die teilnehmenden Kinder in einem Kettenhemd exerzieren, römisches Essen probieren und Spiele spielen. 🗡️🍽️🎲

Wir freuen uns schon!🤩

Bei den Grabungen 1984 fanden die Arbeiter zwei Pferdebestattungen in der Nähe des Bads. Bereits 1957 wurden drei Skelet...
27/06/2026

Bei den Grabungen 1984 fanden die Arbeiter zwei Pferdebestattungen in der Nähe des Bads. Bereits 1957 wurden drei Skelettgräber ohne Beigaben aufgedeckt, die nach Osten ausgerichtet waren. Die Beisetzungen der Pferde und Menschen stammen aus späterer Zeit, möglicherweise aus der Zeit der Merowinger (ca. 440–751 n. Chr.).

Anhand der archäologischen Zeichnung eines der Pferde kann sein ungefähres Aussehen rekonstruiert werden:
Es hatte einen langen Schädel, einen langen Rumpf, ein breites Becken und insgesamt einen massigen Körperbau. Das lässt an ein zugkräftiges Tier z. B. für die Landwirtschaft denken. Das Pferd könnte eine Widerristhöhe bis zu 160 cm gehabt haben.

Die Maße sind fast zu groß für die Merowingerzeit, es könnte sich hier aber um besondere Züchtungen handeln, die es bereits bei den Römern in der Region gab. Gut genährte Hengste konnten auch recht groß werden.

Im Frühmittelalter legten die Menschen Gräber häufig in der Nähe von Ruinen an, die Villa Rustica war zu dieser Zeit vermutlich bereits großteils verfallen.

Bild 1: Archäologische Zeichnung eines der bestatteten Pferde, Grabung 1984.
Bild 2: Foto des Pferdeskeletts im Boden.
Bild 3: Nahaufnahme des Pferdeschädels.
Bild 4: Nahaufnahme der Beine des Pferdes.

© Fotodokumentation: W. Schmitt.

Diese Woche haben wir uns um den Garten gekümmert und neue Pflanzen in die Erde gesetzt.🌾🌼🌳Perfekt zum schönen Wetter is...
30/05/2026

Diese Woche haben wir uns um den Garten gekümmert und neue Pflanzen in die Erde gesetzt.🌾🌼🌳

Perfekt zum schönen Wetter ist unser römischer Lehrgarten an der Villa Rustica wieder bereit für Besucher:innen.

Kommt gerne vorbei und genießt die Zeit im Schatten!🌳☀️

Ihr habt Lust, in eurer Freizeit bei uns mitzuhelfen und euch z. B. mit um den Garten zu kümmern? Dann meldet euch gerne!

Wir sind immer auf der Suche nach helfenden Händen und freuen uns über neue Gesichter.🤝

Warum wurde die Villa Rustica gerade hier errichtet?Eigentlich ist die Lage des Gutshofs nicht optimal und eher untypisc...
16/05/2026

Warum wurde die Villa Rustica gerade hier errichtet?

Eigentlich ist die Lage des Gutshofs nicht optimal und eher untypisch:

Er liegt auf einer Terrasse an einem nach Norden abfallenden Hang und war deswegen starker Witterung ausgesetzt. 🌧️
Der heutige Weiler Weinland an einem Süd-West-Hang gegenüber der Villa hätte sich besser geeignet. Trotzdem haben die Bewohner den Südlichen Hang vielleicht genutzt und – wie es der Name verrät – Wein angebaut. 🍷

Wahrscheinlich gab es an der heutigen Stelle eine gute Wasserversorgung durch einen kleinen Wasserlauf. Die Römer konnten diesen zu einem Teich stauen, um so ihre Tiere zu tränken.

Die Aussicht Richtung Osten zum Hohen Peißenberg könnte die römischen Bewohner auch dazu bewegt haben, diese Stelle auszuwählen. ⛰️

Auch wenn wir heute nicht wissen, welche wirtschaftlichen Arbeiten an der Villa Rustica in Peiting ausgeführt wurden, könnten die Tuffsteinlager an den L**hhängen in der Nähe ein weiterer Grund für die Lage sein. Die Bewohner konnten die Steine abbauen, bearbeiten und über den L**h oder die Via Claudia Augusta z. B. nach Augsburg transportieren. Zur römischen Siedlung in Peiting und zu militärischen Posten auf dem Schlossberg und in der Dornau hatten sie es auch nicht weit.

Bild 1: Schutzhaus über dem Badegebäude der Villa Rustica Peiting.
Bild 2: Blick von der Villa Rustica zum „Weinland“.
Bild 3: Blick von der Villa Rustica zum Hohen Peißenberg.

© Fotos: M. Arnold.

Im Juli 2025 haben wir das Schild des Gartenwinkels Pfaffenwinkel ausgetauscht. 🌻Es war schon stark verblasst und die Bl...
02/05/2026

Im Juli 2025 haben wir das Schild des Gartenwinkels Pfaffenwinkel ausgetauscht. 🌻
Es war schon stark verblasst und die Blumenschule Schongau, die darauf zu sehen ist, ist geschlossen worden. Neu dazugekommen ist der Paradieshof in Forst. 🌼

Besucht gerne unseren römischen Lehrgarten und die anderen wunderschönen Gärten und Anlagen und entspannt euch in der Natur! ☀️🌳

Diese Münze von Kaiser Constantin I. dem Großen wurde 1956 im Schutt des westlichen Teils der Villa Rustica Peiting gefu...
18/04/2026

Diese Münze von Kaiser Constantin I. dem Großen wurde 1956 im Schutt des westlichen Teils der Villa Rustica Peiting gefunden. Sie wurde zwischen 330 und 335 n. Chr. geprägt und stammt ursprünglich aus Siscia, dem heutigen Sisak in Kroatien.

Auf der Vorderseite ist der Kopf von Kaiser Constantin I. dem Großen zu sehen. Die Rückseite zeigt zwei sich gegenüberstehende Soldaten mit Speer und Schild. Zwischen ihnen stehen zwei Standarten.

Der Fund der Münze deutet darauf hin, dass der Gutshof bis Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. bewohnt war.

Constantin I. der Große war zwischen 306 und 337 römischer Kaiser. Er gründete Konstantinopel, das heutige Istanbul. Durch die Einführung der Religionsfreiheit bereitete er den Weg für die Verbreitung des Christentums.

Bilder: Römischer Follis des Constantin I., 330–335 n. Chr. Foto: St. Friedrich, Archäologische Staatssammlung.

Passend zum Karsamstag und Ostern: Gibt es archäologische oder historische Hinweise auf Jesus’ Leben, die Kreuzigung und...
04/04/2026

Passend zum Karsamstag und Ostern: Gibt es archäologische oder historische Hinweise auf Jesus’ Leben, die Kreuzigung und die Auferstehung?

Ereignisse, die zu Jesus’ Lebzeiten eintraten, lassen sein Leben teilweise zeitlich nachweisen. Sein Geburtsdatum wird zwischen 6 und 4 n. Chr., datiert.
Über Jesus’ Kindheit wissen wir wenig oder nur dass, was in der Bibel steht. Die vier Evangelien, aus denen die Bibel v. a. zusammengesetzt wurde, entstanden erst einige Jahre nach den Ereignissen im Leben Jesu, etwa zwischen 70 und 100 n. Chr.

Er war Handwerker und übernahm wahrscheinlich verschiedene Aufgaben. Mit etwa 30 Jahren, ab etwa 28/29 n. Chr., reiste er als Wanderprediger umher. Jesus muss zwischen 26 und 36 n. Chr. gestorben sein. Er wurde vermutlich von der jüdischen Elite festgenommen und an die Römer übergeben.

Einige römische Autoren wie Tacitus (ca. 116 n. Chr.) und Sueton (um 120 n. Chr.) berichteten über die frühen Christen: Sie seien nach „Christus“ benannt, der unter Pontius Pilatus, dem Statthalter der römischen Provinz Judäa, hingerichtet wurde als Tiberius römischer Kaiser war (14–37 n. Chr.). Plinius der Jüngere (ca. 112 n. Chr.) schreibt in einem Brief, dass die Christen Jesus „wie einem Gott“ Lieder singen.

Die römischen Schriftsteller äußern sich aber oft negativ zu dieser, damals noch jungen Glaubensbewegung. Das Testimonium Flavium, eine jüdische Quelle zur Kreuzigung Jesus’, wurde im Lauf der Zeit von Gläubigen stark verändert. Dadurch kann nur noch der Kern als wahr interpretiert werden, also dass Jesus unter Pilatus zur Kreuzigung verurteilt wurde.

Die Auferstehung Jesus’ wird in historischen Quellen, außer der Bibel, nicht erwähnt. Deswegen können wir sie wissenschaftlich weder bestätigen noch abstreiten.

Bild 1: Jesus’ Kreuzigung. © KimDcon (Pixabay).
Bild 2: Jesus’ Auferstehung. © Arnie Bragg (Pixabay).

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Kreuter Weg
Peiting
86971

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