Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Historisch-Technisches Museum Peenemünde Offizielle Seite des Historisch-Technischen Museums Peenemünde

Die Versuchsanstalten Peenemünde waren von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas. Auf einer Fläche von 25 km² arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen, wie etwa dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten funktionierenden Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung konzipiert, größtenteils von Zwangsarbei

tern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde arbeitet die Geschichte der Entstehung und Nutzung dieser Waffen auf. Die Ausstellungen dokumentieren, wer in Peenemünde arbeitete, wie die Menschen lebten und warum die enorm aufwändigen Waffenprojekte durchgeführt wurden.

Vortrag „Peenemünde - Geheime Waffenschmiede im Küstenwald“Montag, 7. September 2026 um 17:00 Uhr im Haus des Gastes Kar...
05/09/2026

Vortrag „Peenemünde - Geheime Waffenschmiede im Küstenwald“

Montag, 7. September 2026 um 17:00 Uhr im Haus des Gastes Karlshagen

Daniela Teschendorff, Historisch-Technischen Museums Peenemünde

Die Versuchsstellen der Wehrmacht in Peenemünde waren von 1936 bis 1945 ein Zentrum militärischer Großforschung und industrieller Produktion. Auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen wie dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen Zivilbevölkerungen konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg.

Mit Usedomcard kostenfrei

Anmeldung notwendig: Bis 11 Uhr in der Touristinformation Karlshagen unter 038371 55490 oder per Email an [email protected]

Gemeinsames Bildungsangebot des Museums Peenemünde mit der JBS Golm und dem Museum im Steintor AnklamMit unseren Partner...
04/09/2026

Gemeinsames Bildungsangebot des Museums Peenemünde mit der JBS Golm und dem Museum im Steintor Anklam

Mit unseren Partnereinrichtungen bereitet das Museum übergreifende Workshops vor, in denen die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und seine Bedeutung für unser Leben an drei Orten unserer Region deutlich wird: In Peenemünde wurde für den Krieg gerüstet, im Wehrmachtgefängnis Anklam wurden Soldaten inhaftiert, die sich nicht in den Kriegsapparat einfügten, und auf dem Kriegsfriedhof am Golm sind die Toten des Luftangriffs aus Swinemünde bestattet.

Museumspädagogin Tabea Sethmann und Kurator Dr. Philipp Aumann trafen sich mit den Kolleginnen, um mehrtägige Bildungsangebote zu entwickeln. Wenn wir das Programm und den Ablauf veröffentlicht haben, hoffen wir auf zahlreiche Buchungen.

03/09/2026

Das Fernheizungssystem

Die „Denkmal-Landschaft Peenemünde“ ist ein Rundweg durch eines der größten Flächendenkmale Deutschlands. Ausgehend vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde führt er zu 23 interessanten Orten zur Geschichte der Peenemünder Versuchsstellen.

Die achte Station ist das Peenemünder Fernheizungssystem. Das Kohlekraftwerk in Peenemünde diente neben der Stromerzeugung auch zur Wärmeversorgung großer Bereiche der Peenemünder Versuchsstellen über ein Fernheizungssystem. Diese Kraft-Wärme-Kopplung sorgte für eine hohe Effizienz des Kraftwerks. Heißwasser, das durch den Abdampf der Kraftwerksturbinen auf bis zu 180 °C erhitzt worden war, wurde mit ober- und unterirdischen Fernleitungsrohren in die einzelnen Versorgungsabschnitte gepumpt. Ab Sommer 1943 waren alle wichtigen Gebäude in Peenemünde, das gesamte Versuchsserienwerk mit seinen großen Produktionshallen, die Gebäude der Werkbahn, das Versuchskommando Nord und Teile der Wohnsiedlung Karlshagen an das System angeschlossen.

Während der alliierten Luftangriffe 1943 und 1944 gab es Treffer der Fernheizleitungen, die zu teils starken Zerstörungen führten, meist aber wieder instandgesetzt werden konnten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fernheizungsnetz demontiert. Noch heute sind die Reste der Anlagen in der Denkmallandschaft in unterschiedlicher Form sichtbar, zum einen als große Fundamentblöcke, zum anderen als betonierte Kanäle. Auf dem Gelände des Historisch-Technischen Museums können ein Dehnungsbogen, auch Lyrabogen genannt, und ein unterirdischer Betonkanal besichtigt werden.

Nutzen Sie auch unsere kostenlose WebApp „Peenemünde Denkmal-Landschaft“: https://app.museum-peenemuende.de

02/09/2026

Museum Peenemünde bei der 20. International Summerschool im Carolinum

Die Museumspädagogin unseres Museums Peenemünde, Tabea Sethmann, leitete ein Seminar auf der 20. International Summerschool des Gymnasiums Carolinum in Neustrelitz. Unter dem Titel „Peenemünde – eine Kriegslandschaft zwischen gestern und heute“ beschäftigten sich 15 Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte und den Hinterlassenschaften des ehemaligen Rüstungsstandortes.

Am Beispiel der Denkmal-Landschaft Peenemünde, einem der größten Flächendenkmale Deutschlands, wurden den Teilnehmenden die Möglichkeiten und Herausforderungen im Umgang mit authentischen historischen Orten und deren Hinterlassenschaften vermittelt. Dabei stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie ein solcher Ort heute bewahrt, vermittelt und reflektiert werden kann.

Einen besonderen Zugang zur Geschichte bot die Arbeit mit Bodenfunden und Originalobjekten aus Peenemünde. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die Hülle einer Brandbombe, eine Taschenuhr aus der DDR-Zeit und Raketenteile wie Düsen oder ein Graphitruder. Auf diese Weise setzten sie sich unmittelbar mit den materiellen Spuren der Geschichte auseinander.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Historisch-Technischen Museum Peenemünde und dem Gymnasium Carolinum hat bereits eine lange Tradition. Seit fast 16 Jahren ist das Museum Teil der International Summerschool. Darüber hinaus besuchen die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Carolinums jedes Jahr das Museum Peenemünde. Die kontinuierliche Zusammenarbeit bietet damit immer wieder Gelegenheit, historische Themen gemeinsam zu erschließen und insbesondere jungen Menschen einen differenzierten Zugang zur Geschichte des Ortes zu ermöglichen.

27/08/2026

Die Hauptwache

Die „Denkmal-Landschaft Peenemünde“ ist ein Rundweg durch eines der größten Flächendenkmale Deutschlands. Ausgehend vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde führt er zu 23 interessanten Orten zur Geschichte der Peenemünder Versuchsstellen.

Die siebte Station ist die Hauptwache am Eingang zum Gelände der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, und zur Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde. Hier wurde sämtlicher Straßenverkehr in und aus den Werken kontrolliert. Die Hauptwache bestand aus dem Wachgebäude mit den Räumen für das Wachpersonal und einer Poststelle. In der ersten Etage des Gebäudes befand sich eine Wohnung, in der der Leiter der Nachrichtenzentrale mit seiner Familie wohnte. Weiterhin gehörte zu diesem Komplex die Fahrbereitschaft Werk-Ost mit einem sich nördlich anschließenden Garagenbereich.

Auf Grund der hohen Sicherheitsbestimmungen konnten die einzelnen Sperrbereiche nur mit entsprechenden Berechtigungen betreten werden. Dazu besaßen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Versuchsstellen Sonderausweise und Plaketten in verschiedenen Formen und Farben. Diese Plaketten waren sichtbar an der Bekleidung zu tragen. Im Zuge der Erweiterung der Versuchsstellen nahm die Bedeutung der Hauptwache ab, da in den einzelnen Bereichen jeweils eigene Wachen eingerichtet wurden und die Eingangskontrolle nach Karlshagen verlegt wurde. Nach Kriegsende beseitigten Demontagetrupps die Hauptwache bis auf die heute noch vorhandenen Reste.
Im Rahmen Internationaler Sommercamps wurden die Fundamente der ehemaligen Hauptwache und ein Teil der Straßenführung wieder freigelegt. In den ehemaligen Kellerräumen befindet sich heute ein Fledermausquartier.

Nutzen Sie auch unsere kostenlose WebApp „Peenemünde Denkmal-Landschaft“: https://app.museum-peenemuende.de

Federschale, Signatur: HTM2019/0003Die rechteckige flache Schale wurde aus einem Stück Messing getrieben und diente zur ...
26/08/2026

Federschale,
Signatur: HTM2019/0003

Die rechteckige flache Schale wurde aus einem Stück Messing getrieben und diente zur Aufbewahrung von Schreibstiften. Auf der Oberseite befindet sich ein Papieraufkleber mit der Aufschrift „Federschale, hergestellt in den Lagerwerkstätten der sowjetischen Kriegsgefangenen. Ein Geschenk an Oberleutnant Bornträger, Mai 1943“.

Kurt Bornträger (1912–2008) wurde im Mai 1942 nach einem Kriegseinsatz bei der Infanterie Ordonnanzoffizier in Peenemünde. Als Adjutant beim militärischen Leiter des Entwicklungswerks in Peenemünde war er unter anderem für den Aufbau und die Verwaltung von Lagern sowjetischer Kriegsgefangener zuständig. Er suchte im Oflag 62 Hammelburg (Kriegsgefangenenlager für Offiziere) geeignete Fachkräfte aus und lockte sie mit dem Versprechen auf gute Verpflegung nach Peenemünde. Zunächst entstand im Wolgaster Tannenkamp ein Lager mit einer Zeichen- und einer Graphitwerkstatt, dann in Karlshagen ein Lager, in dem sich ein Bereich für Handwerksaufgaben befand. Es ist anzunehmen, dass ein Gefangener in Karlshagen die Schale fertigte. Dieses Objekt ist vergleichbar mit anderen kunsthandwerklichen Geschenken, die Zwangsarbeiter zur Verbesserung ihrer Lebensumstände herstellten.

Nach dem britischen Angriff auf die Versuchsstellen Peenemünde 1943 wurden beide Lager geschlossen, die Gefangenen wurden in das Stammlager Greifswald gebracht. Das Schicksal der einzelnen Männer ist nicht bekannt. Von etwa 5 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen kamen über drei Millionen in deutschen Kriegsgefangenenlagern ums Leben.

Abbildungen: HTM Peenemünde, Archiv, Ansichten der Federschale, Porträt von Kurt Bornträger 1942, sowjetische Kriegsgefangene im Lager Trassenheide 1943-1942

25/08/2026

Neues Großexponat im Freigelände des Historisch-Technischen Museums Peenemünde

Seit heute können Besucherinnen und Besucher im Freigelände des Historisch-Technischen Museums Peenemünde eine neues Großexponat besichtigen. Es handelt sich um den Lastraum einer Gleitbombe Henschel Hs 293 auf dem Fragment eines Bombenwagen.

Die Entwicklung der Henschel Hs 293 war ein Projekt zum Angriff von Flugzeugen auf Seeziele. Die Henschel Flugzeug-Werke erprobten Prototypen und Bodengerät in Peenemünde-West gemeinsam mit den Ingenieuren der Luftwaffe bis zur Serienreife. Im Kriegseinsatz ab August 1943 versenkten oder beschädigten die Waffen über 30 Zerstörer und Handelsschiffe.
Der Wagen diente zum Transport der Gleitbombe am Boden und als Gestell zu deren Erprobung. Er basiert auf dem hydraulisch angetriebenen Hubgerät LWC 2500, das standardmäßig für Bomben, Minen und Torpedos genutzt wurde.

Die beiden Objekte wurden Anfang der 1990er Jahre im Bereich der früheren Versuchsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West geborgen. Zur Vorbereitung der Aufstellung im Freigelände wurden sie in der Werkstatt des Museums konserviert.

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Bootsbau Weiß aus Peenemünde für die Unterstützung bei den Kranarbeiten.

24/08/2026

Friedensklänge in Peenemünde. 🕊️

Über diese Landzunge kam der Krieg zweimal. 1630 ging Gustav II. Adolf hier mit 13.000 Soldaten an Land – Pommern wurde schwedisch. 1942 lieferte das Kraftwerk den Strom für die Rüstungsproduktion der Heeresversuchsanstalt.

Heute verbreiten die Peenemünder Konzerte des Usedomer Musikfestivals Klänge des Friedens, wie kaum eine zweite Konzertreihe. Das „Nie wieder Krieg!" – als klingende Aufrufe zu einem friedlichen Miteinander – bringen in diesem Jahr zwei große Konzerte zum Ausdruck, nachdem 2002 Mstislaw Rostropowitsch in dieser Turbinenhalle Brittens „War Requiem" aufführte und damit die Konzertreihe eröffnete: ein Requiem für die Toten des Krieges, gespielt an dem Ort, der ihn mitproduziert hat. Mehr als 250 Musikerinnen und Musiker aus Deutschland, Großbritannien und Russland waren damals dabei.

Am 19. September eröffnen wir hier das 33. Festival – mit dem Baltic Sea Philharmonic, dem Orchester aller Ostsee-Anrainer, und Wilhelm Stenhammar. Und am 3. Oktober zum Tag der Deutschen Einheit das NDR Elbphilharmonie Orchester mit dem schwedischen Klarinetten-Superstar Martin Fröst. Schwedische Musik, wo 1630 Schweden anlandete.

🎟️ Sa, 19.9. · 20:00 Uhr · Kraftwerk Peenemünde
🎟️ Sa, 3.10. · 20:00 Uhr · Kraftwerk Peenemünde
👉 usedomer-musikfestival.de

Baltic Sea Philharmonic Historisch-Technisches Museum Peenemünde NDR Elbphilharmonie Orchester Martin Fröst

20/08/2026

Der Bahnsteig am Haltepunkt Werk Ost

Die „Denkmal-Landschaft Peenemünde“ ist ein historischer Rundweg durch eines der größten Flächendenkmale Deutschlands. Ausgehend vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde führt er zu 23 historisch interessanten Orten zur Geschichte der Peenemünder Versuchsstellen.

Die sechste Station ist der Bahnsteig am Haltepunkt Werk Ost. Zu den ersten Bauprojekten der Peenemünder Versuchsanstalten gehörte die Errichtung einer Werkbahn für den Güter- und Personenverkehr bis zum Reichsbahnanschluss in Zinnowitz. Sie wurde im Juli 1937 in Betrieb genommen und verkehrte zunächst zwischen Zinnowitz, dem Werk Ost und dem Werk West. In den folgenden Jahren wurde das Gleisnetz immer weiter ausgebaut, sodass weitere Bereiche der Werksanlagen, wie das Versuchsserienwerk, mit der Bahn erreicht werden konnten. Für den Personentransport wurden anfangs Dampf- und Diesellokomotiven mit Personenwagen und später Akkutriebwagen eingesetzt. Ab 1943 machte der elektrische Zugbetrieb die Streckennutzung effizienter und schneller. Zum Einsatz kamen Elektrozüge der Baureihe ET 167, eine modifizierte Ausführung der Berliner S-Bahnzüge mit Oberleitungsbügel. Ein Originalzug der Werkbahn ist im Historisch-Technischen Museum ausgestellt.

Mit der Einführung des Personenverkehrs mussten Bahnsteige angelegt werden. Am Haltepunkt Werk Ost wurde 1941/42 mit genormten Betonfertigteilen eine hohe Bahnsteigkante errichtet, die einen Ein- und Ausstieg auf Höhe der Wagen ermöglichte. Damit wurden schnelles Ein- und Aussteigen sowie eine hohe Zugfolge von in Stoßzeiten bis zu fünf Minuten möglich.

Der Haltepunkt Werk Ost hat eine Länge von 180 Metern und wurde von den Mitarbeitern des Entwicklungswerkes und den Bewohnern des Gemeinschaftslagers auf der gegenüberliegenden Straßenseite genutzt. Auch die Häftlingstransporte in das benachbarte KZ-Arbeitslager Karlshagen I endeten hier.

Nutzen Sie auch unsere kostenlose WebApp „Peenemünde Denkmal-Landschaft“: https://app.museum-peenemuende.de

Phosphorbombe INC 30 lb, Signatur: HTM2016/0044In diesem Stahlzylinder befand sich eine Füllung aus einem Leichtbenzin-K...
19/08/2026

Phosphorbombe INC 30 lb, Signatur: HTM2016/0044

In diesem Stahlzylinder befand sich eine Füllung aus einem Leichtbenzin-Kunstharz-Gemisch und weißem Phosphor als Zündmittel. Am Kopfende sitzt der Aufschlagzünder mit einer verschraubten Messingkappe, das rund 30 cm lange Leitwerk aus Stahlblech fehlt beim vorliegenden Stück. Gefunden wurde das Objekt im Entwicklungswerk der Heeresversuchsanstalt in der Nähe der Teilewerkstatt.

Am 18. August 1943 bombardierte die britische Royal Air Force erstmals in der „Operation Hydra“ das Rüstungszentrum Peenemünde. 10.282 Brandbomben dieses Typs wurden auf das Ziel abgeworfen. Die Werksiedlung wurde weitestgehend zerstört, andere Werksbereiche trugen unterschiedlich starke Schäden davon.

Über 700 Menschen starben bei dem Angriff, davon 213 ausländische Arbeiter und Zwangsarbeiter. Die meisten Opfer gab es in den Siedlungsbereichen, weil sich nur in den Werksbereichen ausreichende Luftschutzanlagen befanden, die Werksiedlung und Barackenlager aber nur mangelhaft mit Schutzeinrichtungen ausgestattet waren. Der Luftangriff brachte den Krieg, für den in Peenemünde Waffen entwickelt wurden, nun direkt an den Ort zurück. Mit ihm änderte sich das Leben und Arbeiten entscheidend.

Blindgänger derartiger Brandbomben sind bis heute eine Gefahr. Bei Fehlwürfen von Phosphorbomben ins Wasser wurde vielfach der Phosphor zwar freigesetzt, entzündet sich allerdings unter Wasser nicht, sondern erst wenn er am Strand an die Oberfläche gelangt. Verwechselt ihn jemand mit Bernstein und erwärmt ihn in der Hand, kann das zur Entzündung führen und schwere Verbrennungen hervorrufen.

Abbildungen: HTM Peenemünde, Archiv, Ansichten der Bombe, Zerstörungen im Lager Trassenheide, der Siedlung und Entwicklungswerk, Friedhof für die Bombengetöteten

Adresse

Im Kraftwerk
Peenemünde
17449

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