Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Sachsenhausen Memorial

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Sachsenhausen Memorial Die Gedenkstätte erinnert an die Geschichte des KZ Sachsenhausen und des sowjetischen Speziallagers. April von sowjetischen und polnischen Soldaten befreit.
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Ab 1936 errichtete die SS am Stadtrand von Oranienburg das Konzentrationslager Sachsenhausen. Als Modell- und Schulungslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt nahm Sachsenhausen eine Sonderstellung im System der Konzentrationslager ein. Ab 1938 befand sich in Oranienburg die Verwaltungszentrale der SS für sämtliche Konzentrationslager. Bis 1945 waren im KZ Sachsenhausen 200.000 Menschen a

us ganz Europa inhaftiert, Zehntausende von ihnen kamen durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen der SS. Auf den Todesmärschen Ende April 1945 starben noch einmal mehr als tausend Häftlinge. Etwa 3.000 im Lager zurück gebliebene Häftlinge wurden am 22./23. Von 1945-1950 befand sich im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers das sowjetische Speziallager Nr. 7 / Nr. 1. In den Baracken wurden durch den sowjetischen Geheimdienst erneut 60.000 Menschen inhaftiert, 12.000 von ihnen starben an Hunger und Krankheiten.

1961 wurde die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen" als dritte KZ-Gedenkstätte der DDR eröffnet. Seit 1993 ist die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Bestandteil der neu gegründeten Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Nach einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung informieren zwölf Dauerausstellungen an den authentischen Orten über unterschiedliche Aspekte der Geschichte von Sachsenhausen. Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen bleibt ein Ort der Trauer und des Gedenkens und stellt sich zugleich den Aufgaben eines modernen zeithistorischen Museums.

Workshop „Partisanen als ‚Werwölfe‘. Wirklichkeit, Wirkung, Folgen“5. bis 6. Mai 2026 Gedenkstätte und Museum Sachsenhau...
23/04/2026

Workshop „Partisanen als ‚Werwölfe‘. Wirklichkeit, Wirkung, Folgen“

5. bis 6. Mai 2026 Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätten Lieberose in Jamlitz

Der nationalsozialistische „Werwolf“ war mehr als Propaganda.

Zum einen fand in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges eine massive nationalsozialistische Mobilisierung der Jugend – etwa in sogenannten Wehrertüchtigungs- und Volkssturmlagern der „Hitlerjugend” statt. Dort erfolgten mitunter Werbungsversuche für den Untergrundkampf. Es kam auch zu Anschlägen und Attentaten.

Zum anderen führte insbesondere die sowjetische Verhaftungspraxis 1945/46 zu pauschalen Verdächtigungen und massenhaften Internierungen ohne rechtsförmige Verfahren.

Die Versuche, eine nazistische Untergrundarmee aufzubauen, prägten aber Wahrnehmungen, Entscheidungen und Verhaftungen in allen Besatzungszonen seit dem Frühjahr 1945.

Was war Realität – was Mythos?

Das soll während des Workshops im Lichte jüngerer Forschungen diskutiert werden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung bis zum 30. April 2026.

Das Programm sowie weitere Informationen:
https://tinyurl.com/bdcsph6d

Bild: Jugendliche im HJ-Volkssturmlager Lieberose, April 1945.
© Stadtgeschichtliche Sammlung Lieberose

Gesprächscafé zum 65. Jahrestag der Eröffnung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen.1961 wurde die Gedenks...
10/04/2026

Gesprächscafé zum 65. Jahrestag der Eröffnung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen.

1961 wurde die Gedenkstätte eröffnet. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie in der DDR an das Konzentrationslager Sachsenhausen erinnert wurde. Wessen Geschichten wurden erzählt – und welche blieben unterdrückt? Was machte das staatlich gelenkte Gedenken aus?

Mit:
Karin Gram, ehem. Reiseleiterin, die internationale Gruppen in die Gedenkstätte begleitete.
Werner Jonas, Sohn des Überlebenden Horst Jonas (jüdischer Häftling, später Bürgermeister von Neubrandenburg).
Detlef Mücke, ehem. Lehrer und Schwulenaktivist aus West-Berlin, der 1985 bei einer von der Community organisierten Gedenkveranstaltung für Rosa-Winkel-Häftlinge teilnahm.
N.N., ehem. Punker, 1983 wollten Punks aus Ost-Berlin in der Gedenkstätte einen Kranz niederlegen, wurden daran von der Stasi gehindert.

Alle, die damals dabei waren, sind eingeladen, ihre persönlichen Erinnerungen an Veranstaltungen, Gedenkfeiern und Besuche in der Gedenkstätte zu teilen.

Am 18. April 2026 um 14:30 Uhr im Neuen Museum.

Wir laden ein zum Zeitzeugengespräch mit Bogdan Bartnikowski, polnischer Überlebender des KZ Sachsenhausen. Am Samstag, ...
09/04/2026

Wir laden ein zum Zeitzeugengespräch mit Bogdan Bartnikowski, polnischer Überlebender des KZ Sachsenhausen. Am Samstag, den 18. April 2026, um 11 Uhr im Neuen Museum.

Bogdan Bartnikowski wird 1932 in Warschau geboren. Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands 1944 verschleppt die SS ihn zusammen mit seiner Mutter nach Auschwitz-Birkenau. Im Zuge der sogenannten Evakuierung des Lagers wird Bartnikowski im Alter von 13 Jahren in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt. Dort muss er in einem Außenkommando Zwangsarbeit leisten und unter anderem in Berlin Trümmer räumen. Am 22. April wird Bodgan Bartnikowski befreit.

Das Gespräch wird auf polnisch geführt und ins Deutsche übersetzt. Bitte meldet Euch für die Veranstaltung an unter: [email protected]

Foto: Arvid Peschel, 2025

Workshop „Partisanen als ‚Werwölfe‘. Wirklichkeit, Wirkung, Folgen“ 05. Mai bis 06. Mai 2026 Gedenkstätte und Museum Sac...
31/03/2026

Workshop „Partisanen als ‚Werwölfe‘. Wirklichkeit, Wirkung, Folgen“

05. Mai bis 06. Mai 2026 Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen - Sachsenhausen Memorial

Der Workshop untersucht den „Werwolf“-Komplex im Übergang von Krieg zu Nachkrieg aus historiographischer, rechtshistorischer und erinnerungsgeschichtlicher Perspektive. Der Begriff „Werwolf“ steht dabei sowohl für tatsächliche Versuche, einen Partisanenkrieg gegen die alliierten Truppen im Frühjahr/Sommer 1945 zu führen, als auch für eine viel wirkmächtigere Angstprojektion der Siegermächte und nachwirkende Deutungsmuster im Kalten Krieg.

In den Fokus rücken die alliierten und insbesondere sowjetischen Reaktionen auf tatsächliche und befürchtete bewaffnete Untergrundaktivitäten, die Nachwirkungen des Themas in Haft-, Justiz- und Geheimdienstquellen der Nachkriegszeit, die Entstehung und Persistenz des „Werwolf“-Mythos in Geschichtsbildern und Memorialkulturen.

Der Workshop will erstmals die Forschung zum Thema Partisanen, Werwolf-Verdacht und Nachkriegsverfolgung schwerpunktmäßig für Ostdeutschland zusammenführen. Dabei sollen u.a. neue Forschungen zu sowjetischen Speziallagern und anderen Haftanstalten sowie zur MfS-Überlieferung diskutiert werden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. April 2026.

Das Programm sowie weitere Informationen:
https://tinyurl.com/bdcsph6d

Bild: Jugendliche im HJ-Volkssturmlager Lieberose, April 1945.
© Stadtgeschichtliche Sammlung Lieberose

30/03/2026

Heute 18 Uhr: Montagsdebatte

Demokratiegefährdung in Ost- und Westdeutschland
�Eine nach wie vor geteilte Geschichte?

Humboldt-Universität zu Berlin | Senatssaal�
Unter den Linden 6

Impuls: Marko Martin
Diskussion mit Julia Reuschenbach
Moderation: Irmgard Zündorf

Eine Veranstaltung des Netzwerks Zeitgeschichte.
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Im Rahmen des Projekts Doc.Lab arbeiten Jugendliche mit Archivdokumenten, biografischen Geschichten und Berichten von Ze...
25/03/2026

Im Rahmen des Projekts Doc.Lab arbeiten Jugendliche mit Archivdokumenten, biografischen Geschichten und Berichten von Zeitzeug*innen.

💬 Die Gruppenarbeit ist mehrsprachig – auf Deutsch, Ukrainisch und Russisch.

💫 Die kreativen Formate des Projekts umfassen verschiedene Formen dokumentarischer Kunst: Graphic Novel, Fotografie, Animation, Podcasts und Theater.

🎫 Die erste Gruppe hat bereits die Gedenkstätte Sachsenhausen besucht. Jetzt folgen zwei Monate Online-Arbeit mit der Künstlerin Lina Hesse.

📌 Die Anmeldung für das Herbstprogramm 2026 ist eröffnet! Wenn Du Interesse an einer Teilnahme oder Kooperation hast, schreib einfach eine Mail an [email protected]

Für das Geschichtsprojekt Doc.Lab der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten suchen wir interessierte Jugendliche, die ...
06/03/2026

Für das Geschichtsprojekt Doc.Lab der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten suchen wir interessierte Jugendliche, die sich forschend und künstlerisch mit der Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg in Ostdeutschland auseinandersetzen wollen.

Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus befand sich dort die sowjetische Besatzungszone. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Menschen, die von der Besatzungsmacht verhaftet wurden, darunter ehemalige NS-Funktionsträger, aber auch Unbelastete und von den Nationalsozialisten nach Deutschland verschleppte Menschen aus der Sowjetunion.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit offenen Archiven sowie auf der Frage, warum der Zugang zu historischen Quellen für eine demokratische Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist.
Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 14–18 Jahren, die in Deutschland leben und idealer-, aber nicht notwendigerweise auch über ukrainische oder russische Sprachkenntnisse verfügen.

Doc.Lab verbindet mehrere Arbeitsformate. Die Teilnehmenden treffen in Workshops Künstler:innen, Historiker:innen und Museumsfachleute, besuchen die beteiligten Gedenkstätten an ehemaligen sowjetischen Haftorten in Brandenburg und nehmen an einem zweimonatigen Online-Programm teil. Das Ergebnis jeder Programmrunde ist ein eigenes künstlerisches Projekt der Teilnehmenden, das anschließend in einer Gedenkstätte öffentlich präsentiert wird.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos, Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten werden übernommen.

Wenn Du Interesse an einer Teilnahme oder Kooperation hast, schreibe uns eine E-Mail an 📩[email protected]

Das Projekt wird mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ (SED-Unrecht) realisiert.

+++UPDATE+++ Die Gedenkstätte Sachsenhausen bleibt auch am Montag, 9. Februar 2026 wegen der Wetterbedingungen und Glatt...
06/02/2026

+++UPDATE+++ Die Gedenkstätte Sachsenhausen bleibt auch am Montag, 9. Februar 2026 wegen der Wetterbedingungen und Glatteis geschlossen. Das betrifft das gesamte Gelände der Gedenkstätte und die Ausstellungen. Wir bitten um Verständnis.

Sachsenhausen Memorial will remain closed until Monday, 9 February 2026 due to weather conditions and black ice. This applies to the memorial grounds and exhibitions. We apologise for any inconvenience.

SAVE THE DATE: Montagsdebatte am 9. FebruarWirtschaftskrisen als Herausforderung der Demokratie?Welche Zusammenhänge bes...
13/01/2026

SAVE THE DATE: Montagsdebatte am 9. Februar

Wirtschaftskrisen als Herausforderung der Demokratie?
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen ökonomischen Krisen und der Gefährdung demokratischer Gesellschaften?

Die Montagsdebatte des Netzwerks Zeitgeschichte diskutiert am 9. Februar um 18 Uhr an der Humboldt-Universität zu Berlin historische und aktuelle Perspektiven auf wirtschaftliche Krisen, politische Radikalisierung und demokratische Stabilität. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen Bedingungen ökonomische Unsicherheit autoritäre, rassistische oder antisemitische Deutungsmuster begünstigt – und wie antidemokratische Akteure diese Dynamiken verstärken.

Nach einem Impuls des Wirtschaftshistorikers Werner Plumpe (Universität Frankfurt a.M.) diskutieren Moritz Schularick (Kiel Institut für Weltwirtschaft, angefragt) und Nicola Fuchs-Schündeln (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung).
Moderation: Alexander Nützenadel (Humboldt-Universität zu Berlin).

Humboldt-Universität zu Berlin | Senatssaal
Unter den Linden 6 | 10117 Berlin
uni



Die Veranstaltung ist Teil der dritten Auflage der Montagsdebatte
„Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“.
Weitere Informationen unter http://www.netzwerk-zeitgeschichte.de

Radikalität, Terrorismus und Erlösungshoffnungen –Wie stark prägen religiöse und weltliche Heilsversprechen heutige Form...
19/12/2025

Radikalität, Terrorismus und Erlösungshoffnungen –
Wie stark prägen religiöse und weltliche Heilsversprechen heutige Formen politischer Radikalisierung?

Die Montagsdebatte des Netzwerks Zeitgeschichte widmet sich am 12. Januar dieser Frage mit einem Impulsvortrag der niederländischen Zeithistorikerin Beatrice de Graaf (Universität Utrecht). Im anschließenden Gespräch mit Frank Bösch (Leibniz-Institut für Zeithistorische Forschung Potsdam) geht es um die Rückkehr radikaler Erlösungsnarrative in islamistischen und rechtsextremen Bewegungen ebenso wie in aktuellen politischen Selbstinszenierungen. Im Mittelpunkt stehen historische Einordnungen, gegenwärtige Entwicklungen und die Frage, wie Gesellschaften auf religiös aufgeladene Radikalisierung und politische Gewalt reagieren können.

12. Januar, 18:00, Eintritt frei
Humboldt-Universität zu Berlin | Hauptgebäude | Hörsaal 2094
Unter den Linden 6 | 10117 Berlin
uni




Die Veranstaltung ist Teil der dritten Auflage der Montagsdebatte
„Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“.
Weitere Termine und Informationen finden sich auf www.netzwerk-zeitgeschichte.de

19/11/2025

Wie stabil ist unsere Demokratie – und welchen Gefahren ist sie ausgesetzt? Das Netzwerk Zeitgeschichte lädt ab dem 8. Dezember zur dritten Runde der Montagsdebatte ein.

Den Auftakt macht am 8. Dezember um 18 Uhr an der Humboldt-Universität zu Berlin die Diskussion „Das Ende der liberalen Demokratie? Historische Perspektiven auf die Zukunft“ mit Jens Bisky und Stefanie Middendorf. Im Mittelpunkt stehen historische Vergleiche, aktuelle Entwicklungen und die Frage, wie demokratische Strukturen gestärkt werden können.

Moderation: Axel Drecoll, Projektleiter des Netzwerks Zeitgeschichte und Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und später auf dem Portal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung abrufbar sein.

Alle Informationen und Termine: www.netzwerk-zeitgeschichte.de

Adresse

Straße Der Nationen 22 D Oranienburg
Oranienburg
16515

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 18:00
Dienstag 08:30 - 18:00
Mittwoch 08:30 - 18:00
Donnerstag 08:30 - 16:30
Freitag 08:30 - 18:00
Samstag 08:30 - 16:30
Sonntag 08:30 - 18:00

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