Gedenkhalle Oberhausen

Gedenkhalle Oberhausen Die Gedenkhalle wurde1962 von der Stadt Oberhausen gegründet.

Als erste westdeutsche Gedenkstätte zum Nationalsozialismus soll sie ein Ort des Gedenkens und Erinnerns, der Information und Begegnung sein.

Vielfalt wurde von den N***s radikal bekämpft, ideologisch, strukturell, systematisch, auf vielfache Weise. Der Holocaus...
27/08/2026

Vielfalt wurde von den N***s radikal bekämpft, ideologisch, strukturell, systematisch, auf vielfache Weise. Der Holocaust an der europäischen Judenheit und den Sinti und Roma, die Verfolgung von politischen Gegner*innen, christlicher Opposition, von Intellektuellen und Künstler*innen, die Zwangssterilisation im Rahmen der „Rassenhygiene“, die systematische Ermordung von behinderten Menschen, die Ausgrenzung und Verbringung von Homosexuellen in Gefängnisse und Konzentrationslager, die rassistische und menschenverachtende Behandlung der Zwangsarbeiter*innen - dies sind nur einige wenige Beispiele für die Vielfalt der zig Millionen Menschen, die unter den N***s litten und die NS-Zeit oft nicht überlebten.

Wir verlegen für viele dieser Opfer, sofern wir sie überhaupt kennen, Stolpersteine, und drücken damit unsere Trauer über ihr Schicksal und unsere Empathie mit ihnen aus.

Wir sagen aber auch, man könnte aus der Geschichte lernen. Wer allerdings heute wieder Vielfalt mit nationalistischer Rassenideologie bekämpft, hat nichts gelernt, will nichts lernen und produziert neue Opfer. In Deutschland sind seit 1990 schon mehr als 200 Menschen durch Täter mit völkisch-nationaler Gesinnung zu Tode gekommen. Unsere Empathie gehört auch diesen Opfern rechtsextremistischen Terrors.

Es lebe die gelebte Vielfalt.

NS-Gedenkstätten und-Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte stehen schon seit längerem unter politi...
24/08/2026

NS-Gedenkstätten und-Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte stehen schon seit längerem unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Denn Rechtsextreme jeder Couleur wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, da es am Nationalsozialismus nichts zu verklären gibt und auch nicht zu bagatellisieren. Vor allem aber arbeiten Gedenkstätten nicht ideologisch, sondern faktenbasiert. Sie stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich aufgrund der Erfahrungen mit der NS-Vergangenheit für demokratische Werte, Rechtsstaatlichkeit und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

Die Gedenkhalle schließt sich diesem Statement ausdrücklich an. Schon als die Gedenkhalle am 2. September 1962 zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus gegründet wurde, war ihr Auftrag von der damaligen Oberbürgermeisterin Luise Albertz klar definiert: die Geschichte des Nationalsozialismus für die nachfolgenden Generationen zu dokumentieren und sie historisch einzuordnen, um eine wie auch immer geartete Wiederholung zu verunmöglichen.

„Dieser Auftrag ist für unsere Institution bindend über alle Zeitläufte hinweg, zumal die Gefahr des Vergessens und Verdrängens beständig und gerade leider sehr aktuell ist“, so Clemens Heinrichs, Leiter der Gedenkhalle, „Um es mit einem Zeitzeugen und Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager der N***s, Primo Levi, zu formulieren: ‚Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.‘ Dem ist, vorerst, nichts hinzuzufügen.

  – Gedenkstätten starten Social-Media-Kampagne gegen rechte GeschichtsnarrativeDie Stiftung Brandenburgische Gedenkstät...
24/08/2026

– Gedenkstätten starten Social-Media-Kampagne gegen rechte Geschichtsnarrative

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Netzwerk Digital History and Memory starten heute unter dem Hashtag eine gemeinsame Social-Media-Kampagne. Damit soll einerseits auf die Gefahr rechtsextremer Geschichtsnarrative und andererseits auf die Bedeutung einer kritisch-reflektierten Erinnerungskultur für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufmerksam gemacht werden. Die Posts spitzen sprachlich zu: „Gefährlich“ ist die kritische Aufarbeitung der NS-Verbrechen für alle, die Geschichte umdeuten, relativieren oder verdrängen wollen, um ihre politischen Ziele zu erreichen.

Mit der Kampagne reagieren die Gedenkstätten auf die Beobachtung, dass die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen zunehmend infrage gestellt wird. Nationalistische Geschichtsmythen und völkische Ideologien verbreiten sich schnell, nicht zuletzt unter Jugendlichen. Sie richten sich gegen die kritische Diskussion der Vergangenheit und drohen Fundamente unseres Zusammenlebens zu untergraben: ein respektvolles und solidarisches Miteinander, das auf der Würde jedes einzelnen Menschen basiert.
Dem stellen die Posts entgegen, was Gedenkstätten leisten: Sie setzen sich nachdrücklich für die kritische Aufarbeitung der Gewaltgeschichte ein. Durch Bildungsarbeit und Forschung schaffen sie Räume für eine offene und faktenbasierte Debattenkultur, für die Begegnung von Menschen und die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie begreifen die kritisch-reflektierende Erinnerungskultur als wichtigen Beitrag zu einer offenen und diversen Gesellschaft.

Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: „Durch rechtsextreme Geschichtsnarrative ist die kritisch-reflektierende Erinnerungskultur gefährdet. Gruppenbasierte Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung nehmen immer bedrohlichere Züge an. Wir müssen alles daransetzen, diese Entwicklung zu stoppen – im analogen und im digitalen Raum.“

Die Gedenkhalle Oberhausen schließt sich dieser Kampagne an, da ihr Auftrag seit ihrer Gründung 1962 in diesem aufklärerischen Sinne durch die Stadt Oberhausen formuliert ist.

24/08/2026
Das wird man ja wohl noch empfehlen dürfen: Der Podcast „AfD vor Gericht“ ist zu empfehlen, da er die sachlichen Grundla...
17/08/2026

Das wird man ja wohl noch empfehlen dürfen:

Der Podcast „AfD vor Gericht“ ist zu empfehlen, da er die sachlichen Grundlagen eines Verbotsverfahrens bespricht. Dass die AfD im Podcast thematisiert wird, hat ausschließlich damit zu tun, dass sie in Deutschland die einzige Partei von Relevanz ist, gegen die der Vorwurf erhoben wird, nicht auf dem Boden der Verfassung zu stehen. Stünde dieser Verdacht gegen andere Parteien im Raum, wäre der Podcast anders adressiert.

Was sagt der Podcast selbst dazu: Der Host des Podcast, Ulrich Schellenberg, macht gleich zu Anfang „unmissverständlich klar, dass der Podcast kein politisches Kampagnen-Tool für ein Verbot ist, sondern ein unparteiisches Forum, das die verfassungsrechtlichen Spielregeln und Mechanismen unseres Grundgesetzes für jedermann verständlich entschlüsseln will.“

Und was sagt der Podcast einleitend noch:
„Artikel 21 Grundgesetz
Das Instrument der wehrhaften Demokratie
‚Nie wieder‘ ist mehr als eine Erinnerung – es ist ein Auftrag. Die Lehren aus der Weimarer Republik und der NS-Zeit haben unsere Verfassung geprägt.
Artikel 21 des Grundgesetzes gibt dem Bundesverfassungsgericht die Möglichkeit, verbindlich zu prüfen, ob eine Partei mit den Grundprinzipien unserer Demokratie vereinbar ist.
Wir fordern kein Verbot – wir fordern diese Prüfung. Eine gerichtliche Klärung schafft Rechtssicherheit, wo politische Debatten oft mehr Hitze als Licht erzeugen.“

Diesem Begehren auf Prüfung schließt sich die Gedenkhalle an. Auch das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

LANDESZENTRALE FÖRDERT FORSCHUNGSPROJEKT DER GEDENKHALLE Sommer hin oder her, die Arbeit geht weiter: seit dem 1. Juli f...
13/08/2026

LANDESZENTRALE FÖRDERT FORSCHUNGSPROJEKT DER GEDENKHALLE

Sommer hin oder her, die Arbeit geht weiter: seit dem 1. Juli fördert die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen ein Forschungsprojekt der Gedenkhalle. Erstmals kann mit dieser Unterstützung eine große Leerstelle in unserer Stadtgeschichte erschlossen werden: es wird detailliert untersucht werden, wie Entnazifizierung, Reeducation und Demokratisierung in Oberhausen unter den alliierten Besatzungsmächten, insbesondere den Briten, zwischen dem konkreten Kriegsende am 11. April 1945 in der Stadt und dem Jahresende 1948 gehandhabt wurden.

Die Landeszentrale fördert dieses Projekt, das die Gedenkhalle beantragt hat, bis zum Dezember 2027 mit einem Betrag von insgesamt 69.000 Euro. Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt Oberhausen können über 86.000 € für Recherchen, auch im Ausland, eingesetzt werden. Außerdem schließt die Förderung der Landeszentrale eine digitale Präsentation der Forschungsergebnisse in Form einer eigenen Website ein.

Für die konstruktive Begleitung bei der Beantragung dieses kosten- und arbeitsintensiven Vorhabens sowie die bewilligte Förderung danken die Stadt Oberhausen und die Gedenkhalle nachdrücklich den Akteur*innen auf Seiten der Landeszentrale. Da auch Bereiche der Stadtverwaltung den Förderantrag der Gedenkhalle fachlich begleitet haben, sei auch den Kolleg*innen im eigenen Hause herzlich gedankt.

Auf dem Foto zu sehen die Begutachtung einer amerikanischen Studie von 1946 zur „Erziehung in Deutschland“ durch den Leiter der Gedenkhalle, Clemens Heinrichs (li.) sowie den mit den Forschungen und Recherchen zum Thema beauftragten Historiker Thomas Hammacher, Agentur scopium, Essen.

Bildrechte: Gedenkhalle Oberhausen

Wir sind dabei 😊
12/08/2026

Wir sind dabei 😊

Demokratie zeichnet unsere Gesellschaft aus, denn sie ist mehr als nur ein Kreuz auf einem Wahlzettel. Sie findet permanent statt, indem wir uns austauschen, andere Meinungen aushalten, das Leben in unserer Stadt mitgestalten. Die Vielfalt der Demokratie könnt ihr ab dem 13. September 2026 in über 50 Veranstaltungen während der Woche der Demokratie erleben. Hier findet ihr eine Programmübersicht: 🌐 https://brnw.ch/21x4Ryi

Save the Date!
16/07/2026

Save the Date!

Adresse

Konrad-Adenauer-Allee 46
Oberhausen
46049

Öffnungszeiten

Dienstag 11:00 - 18:00
Mittwoch 11:00 - 18:00
Donnerstag 11:00 - 18:00
Freitag 11:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+4920860705310

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Gedenkhalle Oberhausen erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Gedenkhalle Oberhausen senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie