27/08/2026
Vielfalt wurde von den N***s radikal bekämpft, ideologisch, strukturell, systematisch, auf vielfache Weise. Der Holocaust an der europäischen Judenheit und den Sinti und Roma, die Verfolgung von politischen Gegner*innen, christlicher Opposition, von Intellektuellen und Künstler*innen, die Zwangssterilisation im Rahmen der „Rassenhygiene“, die systematische Ermordung von behinderten Menschen, die Ausgrenzung und Verbringung von Homosexuellen in Gefängnisse und Konzentrationslager, die rassistische und menschenverachtende Behandlung der Zwangsarbeiter*innen - dies sind nur einige wenige Beispiele für die Vielfalt der zig Millionen Menschen, die unter den N***s litten und die NS-Zeit oft nicht überlebten.
Wir verlegen für viele dieser Opfer, sofern wir sie überhaupt kennen, Stolpersteine, und drücken damit unsere Trauer über ihr Schicksal und unsere Empathie mit ihnen aus.
Wir sagen aber auch, man könnte aus der Geschichte lernen. Wer allerdings heute wieder Vielfalt mit nationalistischer Rassenideologie bekämpft, hat nichts gelernt, will nichts lernen und produziert neue Opfer. In Deutschland sind seit 1990 schon mehr als 200 Menschen durch Täter mit völkisch-nationaler Gesinnung zu Tode gekommen. Unsere Empathie gehört auch diesen Opfern rechtsextremistischen Terrors.
Es lebe die gelebte Vielfalt.