Albrecht-Dürer-Haus

Albrecht-Dürer-Haus Das Albrecht-Dürer-Haus ist eines der ältesten Künstlerhäuser auf der ganzen Welt und das erste Künstlermuseum in Deutschland.

🪽 Kunsttransfer im frühen 16. JahrhundertAls Dürer 1505 nach Venedig aufbrach, hatte er Drucke von 17 Holzschnitten zum ...
04/09/2026

🪽 Kunsttransfer im frühen 16. Jahrhundert

Als Dürer 1505 nach Venedig aufbrach, hatte er Drucke von 17 Holzschnitten zum Marienleben im Gepäck, die er als Einzelblätter verkaufte. Der italienische Kupferstecher Marcantonio Raimondi übertrug diese Bilder 1506–1508 in den Tiefdruck.

Zum Vergleich sind hier Dürers Holzschnitt und Raimondis Kupferstich von Mariens Verehrung ausgestellt. Dass Marcantonio Raimondi nicht als Fälscher agierte, belegen die in der Platte angebrachten Monogramme: mit „MAF“ für „Marc‘ Antonio fecit“ signierte er selbst, mit „ND“ und „SF“ für Niccolò und Domenico Sandri Fratelli benannte er die venezianischen Verleger, in deren Auftrag er offenbar tätig war. Das kopierte Dürer-Monogramm gibt schließlich den Inventor des Vorbilds bekannt.

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Art Transfer in the Early 16th Century
When Dürer set off to Venice in 1505, his luggage included prints of 17 woodcuts depicting The Life of the Virgin, which he sold as single sheets. The Italian engraver Marcantonio Raimondi transferred these images by Dürer into intaglio prints between 1506 and 1508.

For comparison, Dürer’s woodcut and Raimondi’s engraving of The Adoration of the Virgin are exhibited here. The monograms inscribed on the plate prove that Marcantonio Raimondi did not act as a forger: he signed it himself with ‘MAF’ for ‘Marc’ Antonio fecit’, and with ‘ND’ and ‘SF’ for Niccolò and Domenico Sandri Fratelli he named the Venetian publishers on whose behalf he was apparently working. The copied Dürer monogram ultimately reveals the creator of the original.

[1] Albrecht Dürer, Mariens Verehrung, um 1502, Holzschnitt, Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg

[2] Marcantonio Raimondi nach Albrecht Dürer, Mariens Verehrung, um 1506–1508, Kupferstich, Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung

🇬🇧Who is who at Albrecht Dürers HouseHow long have you been working at the Dürer-Haus, and in what capacity?My name is M...
01/09/2026

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Who is who at Albrecht Dürers House

How long have you been working at the Dürer-Haus, and in what capacity?
My name is Marie Seefarth and I am an intern at the Albrecht Dürer-Haus and the Nuremberg Print Collection. There, I assist the team with upcoming tasks and gain fascinating insights into museum work for my art history degree.

Which object in the museum appeals to you most?
I was particularly fascinated by the cobbler’s ball: a tool used in Albrecht Dürer’s workshop. Back then, the glass flask filled with water concentrated the candlelight and directed it precisely onto the work area. This meant that intricate work could be carried out with precision even without daylight.

Which event at the museum has stayed with you the most?
What has stayed with me is the refurbishment of the corridor on the second floor. During this, I witnessed the permanent exhibition being redesigned so that our visitors can gain a modern perspective on Albrecht Dürer through interactive screens.

Where is your favourite spot in the museum?
The corridor on the second floor, with its new fittings and Dürer’s famous monogram, which now welcomes our visitors to that floor.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und Postkarten trudeln bei Verwandten und Freunden ein. Dabei möchten Reisende ...
28/08/2026

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und Postkarten trudeln bei Verwandten und Freunden ein. Dabei möchten Reisende ihre Erlebnisse oft teilen, wie zum Beispiel das Albrecht-Dürer-Haus in Nürnberg.
Der am 07. Oktober 1884 geborene Nürnberger Künstler Franz Schmidt hielt auf seinen Aquarellen vor allem Landschaften, Architektur und Stadtansichten fest. Nach seinen Vorlagen wurden später Ansichtskarten lithografiert, hier zu sehen: das Albrecht-Dürer-Haus. Franz Schmidt, ab 1907 als Lehrer und seit 1920 als Studienprofessor tätig, war die Ansicht mit Dürers Wohnhaus, eines der ältesten erhaltenen Künstlerhäuser weltweit und eine berühmte Sehenswürdigkeit der Stadt Nürnberg, wohl bekannt. Teile der Stadtmauer am Tiergärtnertor sind erkennbar, im Hintergrund erhebt sich der Neutorturm.
Wann habt ihr eigentlich Eure letzte Postkarte verschickt? In der Ausstellung könnt Ihr das mal wieder machen–mit einem eigens für die Präsentation gestalteten Motiv.

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The summer holidays are coming to an end and postcards sent on vacation start arriving in the mailboxes of family and friends. Naturally, travellers want to share what they’ve seen- for example the Albrecht-Dürer-House in Nuremberg.
Born on the 7th of October 1884, the artist Franz Schmidt often portrayed landscapes, architecture and cityscapes on his aquarelle paintings. Postcards were later lithographed based on his works, one of them seen here: the Dürer-House.
Franz Schmidt, a teacher since 1907 and a professor since 1920, was surely familiar with the view of the Dürer-House, one of the oldest surviving artist homes worldwide and one of the most famous attractions in Nuremberg. Part of the medieval city wall is visible on the right side; in the background one can make out the Neutorturm.
When was the last time you sent a postcard? at the exhibition, you can do it again–with a design created especially for this presentation.

[1] Postkarte nach Franz Schmidt, Albrecht-Dürer-Haus, undatiert, Grafische Sammlung der Stadt Nürnberg

26/08/2026

Ausstellung im Albrecht-Dürer-Haus: Dürers Venedigbriefe treffen auf Bogi Nagys Fußwanderung von 2025 nach Venedig.

🔪 Der heilige BartholomäusZum Namenstag des heiligen Bartholomäus zeigen wir heute einen Kupferstich Albrecht Dürers von...
24/08/2026

🔪 Der heilige Bartholomäus

Zum Namenstag des heiligen Bartholomäus zeigen wir heute einen Kupferstich Albrecht Dürers von 1523. Das Blatt gehört zu seiner unvollendet gebliebenen Apostelserie.

Bartholomäus steht monumental und ganz dem Betrachter zugewandt vor uns. In der linken Hand hält er das Messer – die Waffe seines Martyriums. Unter den rechten Arm klemmt er ein geschlossenes Buch, Zeichen seiner apostolischen Verkündigung. Die aufrechte Gestalt wird durch den Baum im Hintergrund noch zusätzlich betont.

Und wer bei diesem Blick kurz an Die Simpsons denken muss, ist damit übrigens nicht allein … 😉

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Saint Bartholomew

To mark the feast day of Saint Bartholomew, we are today displaying a copperplate engraving by Albrecht Dürer from 1523. The print forms part of his unfinished series on the Apostles.

Bartholomew stands before us in a monumental pose, facing the viewer directly. In his left hand he holds the knife – the weapon of his martyrdom. Tucked under his right arm is a closed book, a symbol of his apostolic preaching. The upright figure is further emphasised by the tree in the background.

And by the way, if this image makes you think briefly of The Simpsons, you’re certainly not alone … 😉

[1] Der Apostel Bartholomäus, 1523, Kupferstich, Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung

✨ Zum Tag des hl. Sebald: Dieser Holzschnitt von 1518 zeigt Nürnbergs Stadtpatron frontal in einer Rundbogennische. In P...
19/08/2026

✨ Zum Tag des hl. Sebald: Dieser Holzschnitt von 1518 zeigt Nürnbergs Stadtpatron frontal in einer Rundbogennische. In Pilgertracht hält Sebald Rosenkranz und Pilgerstab; in der rechten Hand präsentiert er ein Modell der Sebalduskirche. Die vier Wappen in der Girlande darüber verweisen auf Stationen seiner legendenhaften Biografie: in Dänemark geboren, mit einer französischen Königstochter verheiratet, schließlich in Nürnberg ansässig.

Sebalds Grab befindet sich in St. Sebald – jener Kirche, in der Albrecht Dürer getauft und getraut wurde. Seine Verehrung erlebte spätestens nach der Heiligsprechung 1425 eine Blüte; auch Dürers Umfeld griff die Sebaldus-Ikonografie vielfach auf.

Obwohl der Holzschnitt datiert ist, bleibt der geistige Urheber der Bildidee unbekannt. Später wurde er unter anderem mit Künstlern aus Dürers Umkreis, etwa Hans Springinklee, in Verbindung gebracht.

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On the feast day of St Sebald: This woodcut from 1518 depicts Nuremberg’s patron saint frontally beneath a round arch. Dressed as a pilgrim, Sebald holds a rosary and pilgrim’s staff, while presenting a model of St Sebald Church in his right hand. The four coats of arms in the garland above refer to episodes in his legendary biography: born in Denmark, married to a French princess, and eventually settled in Nuremberg.

Sebald’s tomb is in St Sebald Church—the church where Albrecht Dürer was baptised and married. His veneration flourished especially after his canonisation in 1425, and artists in Dürer’s circle repeatedly drew on Sebald’s established iconography.

Although the woodcut is dated, the originator of its pictorial concept remains unknown. It was later associated with artists from Dürer’s circle, including Hans Springinklee.

[1] Der heilige Sebald in der Nische, 1518, Holzschnitt, Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung

Original Dürer! Briefe aus VenedigSamstag, 22. August 2026, 16 UhrKuratorinnenführung mit Pia May (M.A.), wissenschaftli...
17/08/2026

Original Dürer! Briefe aus Venedig

Samstag, 22. August 2026, 16 Uhr

Kuratorinnenführung mit Pia May (M.A.), wissenschaftliche Volontärin bei den Museen der Stadt Nürnberg und kuratorische Assistentin der Ausstellung

👉 Als „Special Guest“ wird die Künstlerin Bogi Nagy an dieser Führung teilnehmen.

Im Fokus der Führung stehen die ausgestellten Briefe, die Albrecht Dürer 1506 aus Venedig nach Nürnberg an seinen Freund, den Humanisten Willibald Pirckheimer schrieb. Die wissenschaftliche Volontärin erläutert Ihnen die Inhalte und ihren Kontext und schlägt Brücken in die Gegenwart. Reisen Sie mit Dürer nach Venedig und erfahren Sie mehr über seine Erlebnisse, Begegnungen und so manche Neckerei zwischen Freunden.

Treffpunkt:
Grafisches Kabinett im 3. OG des Albrecht-Dürer-Hauses

Wichtiger Hinweis
Die Gruppengröße ist jeweils auf 20 Personen beschränkt.
Anmeldung über
[email protected]
oder über den Ticketverkauf an der Kasse im Albrecht-Dürer-Haus

Dauer: ca. 45 Minuten
Kosten: 5 EUR Führungsgebühr pro Person (zzgl. Museumseintritt)

[1] Brief von Albrecht Dürer an Willibald Pirckheimer, 2. April 1506, verso (Kopie), Stadtbibliothek Nürnberg, Signatur PP 394,4

[2] Brief von Albrecht Dürer an Willibald Pirckheimer, um den 13. Oktober 1506, recto, Stadtbibliothek Nürnberg, Signatur PP 394,8

☀️🌑 Wenn sich heute der Mond vor die Sonne schiebt, lohnt sich ein Blick in die Geschichte. Schon im 15. Jahrhundert fas...
12/08/2026

☀️🌑 Wenn sich heute der Mond vor die Sonne schiebt, lohnt sich ein Blick in die Geschichte.

Schon im 15. Jahrhundert faszinierte die Sonnenfinsternis die Menschen – wie diese Darstellung aus der Schedelschen Weltchronik zeigt. Nürnberg war damals ein Zentrum astronomischer Forschung.

Bevor Albrecht Dürer 1509 in das heutige Albrecht-Dürer-Haus einzog, gehörte es dem Astronomen Bernhard Walther (1430–1504). Als Schüler des berühmten Regiomontanus richtete Walther im Haus eine private Sternwarte ein - das Gebäude zählt damit zu den frühesten erhaltenen Orten astronomischer Forschung in Europa.

Auch Dürer selbst interessierte sich leidenschaftlich für Astronomie und Mathematik. Seine Werke zeigen, wie eng Kunst und Wissenschaft in der Renaissance miteinander verbunden waren.

Eine schöne Verbindung bis heute: Nach Regiomontanus und Bernhard Walther sind Mondkrater benannt – und ein historischer Kupferstich erinnert an jene Zeit, in der Nürnberg nicht nur eine Stadt der Künstler, sondern auch der Sternenforscher war.

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As early as the 15th century, solar eclipses fascinated people—as this illustration from Schedel’s *World Chronicle* shows. Nuremberg was a center of astronomical research at that time.

Before Albrecht Dürer moved into what is now the Albrecht Dürer House in 1509, it belonged to the astronomer Bernhard Walther (1430–1504). As a student of the famous Regiomontanus, Walther set up a private observatory in the house—making the building one of the earliest surviving sites of astronomical research in Europe.

Dürer himself was also passionately interested in astronomy and mathematics. His works demonstrate how closely art and science were intertwined during the Renaissance.

A beautiful connection that endures to this day: lunar craters are named after Regiomontanus and Bernhard Walther—and a historic copperplate engraving serves as a reminder of that era when Nuremberg was not only a city of artists but also of astronomers.

[1] Selbstbildnis von 1500, Malerei auf weiß grundiertem Lindenholz, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

[2] Schedel-Chronik, W. Pleydenwurff und M. Wohlgemuth, „ein Finsternns der ganzen sunnen“ (Detail), 1493, Holzschnitt

🏳️‍🌈 CSD Nürnberg Pride 2026Stolz und wehrhaft stellt Dürer seinen Fahnenschwinger in typischer Landsknechtkleidung auf ...
08/08/2026

🏳️‍🌈 CSD Nürnberg Pride 2026

Stolz und wehrhaft stellt Dürer seinen Fahnenschwinger in typischer Landsknechtkleidung auf eine Anhöhe mit Blick über eine weite Meereslandschaft. Die dreieckige Feldstandarte trägt im Original die Insignien des elitären Ritterordens vom Goldenen Vlies.

Der heroisch auftretende Fähnrich wurde einst als Sinnbild eines deutschen Reichspatriotismus gelesen, der sich unter Maximilian I. um 1500 herausbildete. Heute zeigt er Flagge – als stolzer Verfechter für Sichtbarkeit, Vielfalt und gleiche Rechte für alle.

🏳️‍🌈 CSD Nuremberg Pride 2026

Proud and defiant, Dürer places his flag bearer in typical mercenary attire on a hill overlooking a vast seascape. The triangular field standard bears the insignia of the elite Order of the Golden Fleece.

The heroic ensign was once seen as a symbol of German imperial patriotism, which emerged under Maximilian I around 1500. Today, he flies the flag as a proud fighter for visibility, diversity and equal rights for all.

[1] Der Fahnenschwinger, um 1501, Kupferstich, Grafische Sammlung der Stadt Nürnberg

Adresse

Albrecht-Dürer-Straße 39
Nuremberg
90403

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00
Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+499112312568

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