27/08/2026
Viele Menschen denken beim Begriff „Konzentrationslager“ vor allem an Orte wie Auschwitz, Buchenwald oder Mittelbau-Dora – das letzte eigenständig gewordene nationalsozialistische Konzentrationslager entstand ab 1943 vor den Toren Nordhausens. Doch bereits unmittelbar nach ihrer Machtübernahme richteten die Nationalsozialisten erste improvisierte Lager ein – in Kellern, Werkhallen oder ehemaligen Gaststätten – und damit inmitten der deutschen Gesellschaft. Mit brutaler Gewalt versuchten die Nationalsozialisten hier jeglichen Widerstand gegen die Etablierung ihrer Herrschaft zu brechen.
Heute sind diese frühen Konzentrationslager weitgehend vergessen.
Bei seinem Vortrag rückt Historiker und Stiftungsdirektor Jens-Christian Wagner zwei frühe Konzentrationslager in Thüringen in den Mittelpunkt – in Nohra bei Weimar und in Bad Sulza. Damit richtet er den Blick auf die Anfänge des NS-Regimes und zeigt, wie schnell die Nationalsozialisten den Rechtsstaat aushebeln und ihre Macht mit skrupellosem Terror festigen konnten.
📅 Dienstag, 15. September 2026
🕜 18 Uhr
📍 Ratssaal der Stadtbibliothek Nordhausen
🎫 Eintritt frei