21/05/2026
Interessantes aus der Geschichte von Nörten-Hardenberg...
Der Felsen " Hardenberg " hieß früher Beverstein ( der Bach Bever - unter ihm im Tal westlich von Bishausen ( Bischofshausen ) Der Name Stein wurde früher in der Landessprache für Felsen gebraucht ) Im Mittelalter nannte man dann latanisiert " Felsen" - also Hartis". Die Familien dort en waren die Famlie des Adels ( Adel kommt von "Odal" - vererbtes Land ) . Der " Hardenberg " ist eine Doppelburg mit - Hinter - und Vorderhaus - . Dort wohnten 2 Familien - durch eine Zwillings-geburt kam ein weiterer nördlicher ( eigener Burgteil mit Eingang und Schutzmauer ) dazu. Der südliche Teil - gleich über dem Felsen - Dieser Teil hat romanische Fenster, das Kapitel stammt aus dem 12. Jhdt. Die Burg wurde wegen naturbedingtem Verfall der Mauer zunächst 1700 n. Chr.von der Famlie des Vorderhauses - verlassen. Es wurde ein neu gebautes ( heutiges ) Schloß unter der Burganlage dann das 2 Jahre später bezogen. Das " Mainzer Haus , das "feste Haus " mit der ersten Residenz des Erzbischofs von Mainz war wurde dann ganz 1723 aufgegeben und verlassen......Das Hinterhaus ( mit dem festen Haus " diente des Erzbischof von Mainz als Flucht- und Schutzburg. Diese Anlage wurde 1098 erstmals in einer Urkunde von Erzbischof Ruthard von Mainz erwähnt.Sie wurde zeitweise von ihm selbst mehrere Jahre bewohnt. Sonst lebten hier im Auftrag eine adlige Famlie mit Personal und Schutzkräften. Es wurden auch Verwalter eingesetzt. Im Jahre 1357 heißt der Verwalter von Hardenberg - in einer Urkunde von Kaiser Friedrich Barbarossa erwähnt.........Im Jahre 1303 verpfändete der Erzbischof von Mainz - Gerhard II - den Ort / das im Leinetal mit Stifts-platz - dem Dorf Dorf Nörten und die Siedlung Bishausen - an die Familie von Hardenberg-. Von da aus / ab wurde es von ihr verwaltet. Die Hardenberger waren nicht mehr " Burgmannen" / Burg-herren sondern bekamen selbst direkt von den Bauern und Acker-Bürgern die fälligen Steuern. Jeder Nörtener Hausbesitzer ( Ackerbürger ) mußte im Frühjahr und Herbst eine besondere Abgabe zu ihm bringen oder ihm diese Summe zahlen. Die Ackerbürger ( >Bauern im Alten Dorf ) zahlten von ihrem Ernteertrag ihren / den " Zehnten" an den Burgherrn. Bürger - ohne Pferde - erbrachten Hand- und Spanndienste auf dem und für den Hardenberg und am Warteturm ( nördlich der Burganlage im Hardenberger Wald ). .... - Jeder Hof mußte mit seinen Bewohnern einen Tag pro Woche - bei Bedarf - den jeweiligen gräflichen Acker pflügen, dort eggen, Mist- und Heu und Korn fahren, aus dem Steinbruch Steine laden und bewegen..... Zu diesen Arbeits- und Einsatzorten zählten das Gelände Levershausen ( unterhalb von Sudershausen - bei St. Margarethe - mit damaliger kleiner Kapelle , einer eigenen Scheune , nötigen Stallungen und einem " Leutehaus" , Hinzu kamen die Hardenberger Siedlung Carlshof ( südlich von Sudheim , sowie die Anlage der Hardenberger Mühle unterhalb der Burg am Beverbach. ....Der Graf gab diesen Helferinnen und Helfern jeweils angemessen Brot, Käse, Wurst, selbst gebrautes Bier etc. Ab dem Jahr 1833 brauchten - wegen der " Steinschen Reformen " diese Frauen dem Grafen keinen Dienst mehr leisten.................Das Kloster Steina ( Marienstein ) - wurde 1365 mit dem Dorf Nörten vereint und von dort aus verwaltet . Nörten erhielt in diesem Jahr Stadt- und Marktrechte - Es mußten Zoll und Gebühren an den Ort gezahlt werden