Bayerisches Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum Das Schatzhaus an der Eisbachwelle
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Am 3. September 1781 wurde in Paris Eugène de Beauharnais. Seine Mutter, Joséphine de Beauharnais, heiratete 1796 den au...
03/09/2026

Am 3. September 1781 wurde in Paris Eugène de Beauharnais. Seine Mutter, Joséphine de Beauharnais, heiratete 1796 den aufstrebenden General Napoleon, der sie 1804 sogar zur Kaiserin krönte. Obwohl die Ehe 1810 geschieden wurde, bekleidete Eugène weiterhin wichtige politische und militärische Ämter.
1806 heiratete Eugène Auguste Amalia von Bayern, die Tochter des bayerischen Kurfürsten Max Joseph, der gleichzeitig als Maximilian I. Joseph zum ersten König von Bayern wurde – bis heute oft mit dem Zusatz von „Napoleons Gnaden“. Entgegen den Erwartungen entwickelte sich die Ehe zwischen Auguste Amalia und Eugène zu einer außergewöhnlich glücklichen Verbindung.
1807 wurde Eugène von Napoleon adoptiert. Nach Napoleons Sturz 1814 fand die junge Familie in Bayern eine neue Heimat. 1817 ernannte König Maximilian I. seinen Schwiegersohn zum Herzog von Leuchtenberg.
In München ließ Eugène am Odeonsplatz mit dem Leuchtenbergpalais eine großartige Stadtresidenz errichten. Heute befindet sich dort das Finanzministerium.

Eugène de Beauharnais, Herzog von Leuchtberg, von Joseph Stieler, um 1815
Ausgestellt in Saal 52

Königreich Bayern Haus Bayern France-Bayern Patrimoine Kulturerbe Bayern-France FranceBayern Montgelas BayernFrance

Am nächsten Donnerstag,10. September, erscheint er wieder – unser Newsletter mit Hinweisen zu aktuellen Ausstellungen, F...
02/09/2026

Am nächsten Donnerstag,10. September, erscheint er wieder – unser Newsletter mit Hinweisen zu aktuellen Ausstellungen, Führungsangeboten, Workshops, Neues aus der Prinzregentenstraße und den Zweigmuseen.

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Heute ist Ludwigstag.König Ludwig I. wurde am 25. August 1786 geboren. 59 Jahre später, am 25. August 1845, erblickte se...
24/08/2026

Heute ist Ludwigstag.

König Ludwig I. wurde am 25. August 1786 geboren. 59 Jahre später, am 25. August 1845, erblickte sein Enkel, der spätere König Ludwig II., das Licht der Welt.
Das gleiche Geburtsdatum, der gleiche Name… Das eine war Zufall, das andere weniger. Denn der spätere König Ludwig II. wurde eigentlich auf den Namen Otto Ludwig Friedrich Wilhelm getauft, von Anfang aber wohl auch zu Ehren seines Großvaters „Ludwig“ gerufen. Der gleiche Name führte allerdings nicht automatisch zu einer engen Verbindung der beiden. Ihr Verhältnis blieb eher distanziert – zu unterschiedlich waren ihre Interessen und Vorlieben, ihre Charaktere und nicht zuletzt ihr Kunstgeschmack. Während Ludwig I. die klassische Antike verehrte, begeisterte sich sein Enkel für mittelalterliche Sagen, romantische Kunst und vor allem für die Musik Richard Wagners.

Zum Geburtstag zweier bayerischer Könige, die unterschiedlicher nicht hätten sein können!

Abb:
Schwarzer Zylinder von Kronprinz Ludwig, um 1825. Man glaubt es kaum, aber der "geizige" Könige legte sehr viel Wert auf gutes Aussehen, vornehme Kleidung und vor allem viele, viele verschiedene Hüte. Einen kleinen Eindruck davon bekommt Ihr in der neuen Kostümvitrine in Saal 52.
Kinderhäubchen von König Ludwig II. von Bayern, nach 1845 (derzeit aus konservatorischen Gründen nicht ausgestellt)

Haus Bayern Königreich Bayern Bayerische Schlösserverwaltung

Eine haarige Angelegenheit ... Aber nicht nur die Kunsthalle München mit seiner aktuellen Ausstellung greift das Thema "...
19/08/2026

Eine haarige Angelegenheit ... Aber nicht nur die Kunsthalle München mit seiner aktuellen Ausstellung greift das Thema "Haare" auf, sondern auch wir mit einer spannenden Feierabendführung am Donnerstag (20.08., 18 Uhr, Prinzregentenstraße 3).

Aber das Thema "Haare" geht dann auch noch etwas spezieller: Im Barock waren nämlich vor allem die Männer ganz verrückt nach Perücken. Das Tragen von Perücken begann bei den Männern am Hof Königs Ludwigs XIII. von Frankreich um 1630. Und als die eigenen Haare dafür nicht mehr ausreichten, half man eben nach. Unter Ludwig XIV. wurde die Perücke zum Statussymbol: Auf den Köpfen türmten sich wahre Lockenberge.
Zunächst trugen nur adlige Männer Perücken. Dann griff die Perückenmode auch auf das Bürgertum über. Und so gehörten Männerperücken bis zur Französischen Revolution zur allgemeinen Mode. Gefertigt wurden sie aus Menschen- und Tierhaar, vor allem Ross- und Ziegenhaar. Gerade für die großen, üppigen Locken kam Tierhaar zum Einsatz.
Und die Frauen? Tja für Frauen waren Perücken im 18. Jahrhundert kein Thema. Stattdessen entstanden die turmhohen Frisuren mit den eigenen Haaren oder/und mithilfe von Haarteilen, Polstern, Federn oder künstlichen Blumen.
Mehr Geschichten rund um die barocke Perücke am Donnerstag.

Abb. Beutelperücke für Männer

Barock

15. August – Mariä Himmelfahrt – ist das bei Euch ein Feiertag? Mariä Himmelfahrt ist ein wichtiges Fest der katholische...
15/08/2026

15. August – Mariä Himmelfahrt – ist das bei Euch ein Feiertag?
Mariä Himmelfahrt ist ein wichtiges Fest der katholischen Kirche, aber auch ein Feiertag in einigen Bundesländern, so in weiten Teilen Bayerns und im Saarland. Segnungen von Kräuterbuschen und Wallfahrten bzw. Prozessionen zu Marienheiligtümern prägen den Tag.
Die Gottesmutter Maria zählt darüber hinasu zu den häufigsten Motiven der europäischen christlichen Kunst – von mittelalterlichen Altären bis zu barocken Darstellungen der Himmelfahrt. Ein besonders beredtes Beispiel aus unserer Sammlung ist die Himmelfahrt Mariens in Saal 42: 1621 vollendete der Weilheimer Bildschnitzer Bartholomäus Steinle diese vom Hochaltar der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Hohenpeißenberg (Lkr. Weilheim Schongau). Doch der Altar blieb nicht an seinem ursprünglichen Ort: 1717 wurde er an die Pfarrkirche St. Michael in Altenstadt im Pfaffenwinkel verkauft. Als die Kirche Ende des 19. Jahrhunderts „romanisiert“ wurde, musste der Barockaltar weichen. Gut dreißig Jahre später tauchten die zentrale Marienfigur und zwei Engelsfiguren aus Steinles ehemaligem Figurenprogramm im Kunsthandel auf. Der damalige Direktor des Bayerischen Nationalmuseums konnte die drei Skulpturen für das Museum erwerben – trotz verschiedener Restaurierungen teilweise noch in ihrer originalen Fassung erhalten.
Übrigens: Das Bayerische Nationalmuseum hat morgen keinen Feiertag: Unsere kühleren Räumlichkeiten sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet – und der Eisbach ist nicht weit 😁



Foto: Himmelfahrt Mariä, Bartholomäus Steinle, 1621
Inv.Nr. 30/646

Heute ist der Internationale Tag der Jugend (International Youth Day). Die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene...
12/08/2026

Heute ist der Internationale Tag der Jugend (International Youth Day). Die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Initiative rückt Visionen und Perspektiven der jungen Generation in den Mittelpunkt.
Ein Blick in die Frühe Neuzeit zeigt: Auch junge Adelige nutzten ihre Jugendjahre, bevor sie politische und gesellschaftliche Verantwortung übernahmen, zur Bildung und persönlichen Entwicklung, die sog. Kavalierstour oder Grand Tour durch Europa. Besonders beliebt waren Reisen nach Frankreich, Italien, in die Niederlande oder nach England.

Auch der Wittelsbacher Kurprinz Karl Albrecht, der spätere Kaiser Karl VII., begab sich auf eine solche Bildungsreise. Ab dem 3. Dezember 1715 bereiste er Italien, nicht nur, um Kunst und Kultur des Landes kennenzulernen, sondern auch, um in Rom bei Papst Clemens XI. einen Besuch abzustatten. Seine „Grand Tour“ führte über Verona, Venedig und Loreto nach Rom und Neapel. Die Rückreise erfolgte über Florenz und Genua. Am 24. August 1716 traf Karl Albrecht wieder in Bayern ein. Zur Vereinfachung des protokollarischen Aufwands reiste er inkognito als „Graf von Trausnitz“.
Zwei seiner Begleiter hielten die Reise vermutlich in Reisetagebüchern fest – eines auf Deutsch, eines auf Französisch. Die französische Fassung ist heute in einer Handschrift des Bayerischen Nationalmuseums überliefert. Besonders eindrucksvoll: Am 9. März 1716 fand auf dem Canale Grande eine große Regatta zu Ehren des bayerischen Kurprinzen statt. Am Palazzo Foscari errichtete man eigens eine monumentale Triumphbogen-Architektur, bekrönt vom kurbayerischen Wappen. Darunter thronte auf einem von Delphinen getragenen Sockel Neptun.

Zeichnung aus dem Tagebuch der Italienreise des Kurprinzen Karl Albrecht, um 1715/16
Inv.-Nr. Bibl. 2368, ausgestellt in Saal 38

Kaiser Karl VII. – endlich waren die Wittelsbacher am Ziel!Als Karl Albrecht am 6. August 1697 als Sohn des Kurfürsten M...
06/08/2026

Kaiser Karl VII. – endlich waren die Wittelsbacher am Ziel!

Als Karl Albrecht am 6. August 1697 als Sohn des Kurfürsten Max Emanuel und seiner zweiten Frau Therese Kunigunde, Tochter des polnischen Königs Johann III. Sobieski, in Brüssel das Licht der Welt erblickte, schien für das bayerische Kurfürstenhaus die Welt noch in Ordnung. Max Emanuels Sohn Joseph Ferdinand aus erster Ehe mit der Kaisertochter Maria Antonia besaß ernst zu nehmende Ansprüche auf den spanischen Thron, sein Vater residierte feudal in einer der wichtigsten Kunststädte Europas: Das Haus Wittelsbach durfte auf große dynastische Erfolge hoffen ...
Doch das Schicksal nahm eine andere Wendung; der Machtverlust seines Vaters sollte am Ende auch Karl Albrecht ereilen. Zwar heiratete er mit Maria Amalia eine Kaisertochter und konnte daraus Ansprüche auf die Kaiserkrone ableiten, doch der Preis dafür war am Ende zu hoch. Karl Albrecht wurde am 24. Januar 1742 zum Kaiser gewählt, in seine bayerischen Stammlande konnte er jedoch nicht zurückkehren: Karl VII. blieb ein Kaiser ohne Land und damit ohne Macht und Repräsentationsmöglichkeiten. Erst kurz vor seinem Tod im Januar 1745 sah er seine Residenzstadt München wieder.
Mit Karl VII. stellten die Wittelsbacher den einzigen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der nach 1437 nicht aus dem Haus Habsburg stammte.

Das Relief Karls VII. stammt aus der Fayencemanufaktur Göggingen des Augsburger Fürstbischofs Joseph von Hessen-Darmstadt. Um 1750 entstanden dort für wenige Jahre Fayencen von hoher Qualität.

Haus Bayern Geschichte

Zum Ferienstart noch auf der Suche nach einem schönen Ausflugsziel? Wie wäre es mit einem Besuch auf der Burg Trausnitz ...
01/08/2026

Zum Ferienstart noch auf der Suche nach einem schönen Ausflugsziel? Wie wäre es mit einem Besuch auf der Burg Trausnitz in Landshut? Gerade an heißen Sommertagen sind die dicken Burgmauern eine echte Wohltat – hier bleibt es angenehm kühl.
An diesem Wochenende endet die Ausstellung „Fürstliche Hochzeiten – Netzwerke für die Zukunft“ mit einem abwechslungsreichen Aktionstag. Los geht's bereits um 9.30 Uhr – also auch perfekt für Frühaufsteher. 😁mit einem abwechslungsreichen Aktionstag. Das ganzeProgramm findet ihr unter https://www.burg-trausnitz.de/deutsch/aktuell/aktionstag.htm (externer Link der Bayerische Schlösserverwaltung).

Ein besonderes Highlight erwartet euch um 16.15 Uhr: Annette Schommers führt durch die Kunst- und Wunderkammer. Im Mittelpunkt steht die prachtvolle Hochzeit des bayerischen Erbprinzen Wilhelm (des späteren Herzogs Wilhelm V.) mit Renata von Lothringen im Jahr 1568.
Mit welchem Prunk dieses Großereignis über Wochen hinweg gefeiert wurde, lässt sich anhand einer eindrucksvoll bebilderten Festbeschreibung nachvollziehen, die aktuell auf der Burg Trausnitz zu sehen ist.
Also, vormerken: Sonntag, 2. August, ab 9.30 Uhr in Landshut auf der Burg Trausnitz!

Sehenswürdigkeit Burg Trausnitz Landshut erleben Burg Trausnitz zu Landshut in Niederbayern - Forscher Freunde und Fanshop

Heute ist der Internationale Tag der Freundschaft!Der Anlass für eine unserer verspielten Liebesgruppen, die in der Abte...
30/07/2026

Heute ist der Internationale Tag der Freundschaft!

Der Anlass für eine unserer verspielten Liebesgruppen, die in der Abteilung für Porzellan im Obergeschoss genauso wie im Gartensaal in der Abteilung Barock und Rokoko zu finden sind.
Ausgewählt haben wir für Euch eine Gruppe aus der Pfälzer Porzellanmanufaktur Frankenthal. Sie hatte ihre Blütezeit unter Karl Theodor von der Pfalz. Als er 1777 nach München ging – jetzt als Kurfürst von Pfalz-Bayern – rückte die Manufaktur in Nymphenburg in den Mittelpunkt der Porzellanherstellung und damit leider sehr zum Nachteil der Pfälzer Manufaktur ...
Aber zurück zu unserer Liebesgruppe: Das höfisch-elegante Paar in einer verspielten Laube entspricht ganz dem galanten Zeitalter des Rokoko. Sie gehört zu den schönsten Modellen des in Meißen geschulten Johann Friedrich Lück, der von 1758-1763 in Frankenthal tätig war. Als Anregung dienten ihm zeitgenössische Stiche, die er virtuos umsetzte. Die Liebesgruppen dienten wohl weniger als Zierde auf der Desserttafel, sondern vielmehr als Raumschmuck auf Konsolen oder Kommoden.
Wir wünschen Euch einen schönen, unterhaltsamen und nicht allzu heißen Abend mit guten Freunden!

Am 28. Juli 1914 erklärte das Kaiserreich Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Das Datum gilt als offizieller Beginn des...
28/07/2026

Am 28. Juli 1914 erklärte das Kaiserreich Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Das Datum gilt als offizieller Beginn des Ersten Weltkriegs. Einen Monat zuvor war der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand mit seiner Gattin in Sarajevo einem Attentat um Opfer gefallen. Die kommenden vier Jahre werden rückblickend mit dem Begriff des „totalen Krieges“ gleichgesetzt, in dem am Ende rund 17 Millionen Opfer zu beklagen waren.

Das Bayerische Nationalmuseum besitzt in seinem Volkskunde-Bestand zahlreiche Feldpostkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Sie bedeuteten vielfach, ein „Lebenszeichen“ an die Daheimgebliebenen, ein Zeichen, dass es einem soweit gut geht, dass man noch am Leben ist. Schätzungsweise wurden in den vier Jahren rund zehn Milliarden, meist portofreien Feldpostkarten verschickt. Die Bildmotive der Karten waren aber auch ein Werkzeug zur Vermittlung kriegsideologischer und -propagandistischer Inhalte, vor allem mit zunehmender Dauer des verheerenden Waffenganges. Extrem populär waren patriotisch-romantische Motive, oft ergänzt durch gereimte Sinnsprüche.

Adresse

Prinzregentenstraße 3
Munich
80538

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+49892112401

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