01/07/2026
Aber sag: Gelaber ist sie makaber.“
Der Satz hängt im Raum wie ein schiefer Nagel, an dem niemand etwas aufhängen will. Worte tropfen von den Wänden, zu viel gesagt, zu wenig gemeint. Zwischen den Silben wächst ein leiser Schimmel aus Bedeutungen, die keiner mehr prüft.
Sie reden, reden, reden — doch jedes Wort verliert unterwegs ein Stück Wahrheit, bis nur noch Klang übrig bleibt. Gelaber, das sich selbst verschlingt. Makaber, weil es so tut, als wäre es lebendig.
Und irgendwo dazwischen steht der Satz wieder auf, wankt, und fragt:
Wann wurde Sprache zur Kulisse?
Und wer hat entschieden, dass Lärm genügt?
But say this: the chatter is macabre.”
The sentence lingers in the air like a crooked nail no one dares to use. Words drip from the walls—too much spoken, too little meant. Between the syllables, a quiet mold of meaning begins to spread, unchecked and almost alive.
They talk and talk and talk, yet every word sheds a fragment of truth along the way, until nothing remains but sound. Chatter consuming itself. Macabre in the way it pretends to breathe.
And somewhere in between, the sentence rises again, unsteady, asking:
When did language become a backdrop?
And who decided that noise would be enough?