Literaturmuseen Marbach

Literaturmuseen Marbach Deutsches Literaturarchiv Marbach mit Literaturmuseum der Moderne und Schiller-Nationalmuseum

Im Mittelpunkt der Ausstellungen des Deutschen Literaturarchivs stehen ästhetische Produktions- und Erfahrungsprozesse und ihre sprachlichen wie historischen Bedingungen. Literatur ist kein Phänomen, das auf das Buch und eine Perspektive beschränkt ist, sondern eines, das lebendig ist, weil es viele Perspektiven zulässt und in unterschiedlichen Medien erscheinen kann. Daher können sich Besucherinn

en und Besucher in unseren Ausstellungen mit Dingen – Texte, Manuskripte, Briefe, Fotos, Filme, Tonaufnahmen, Alltagsgegenstände und Kunstwerke aus dem Archiv, aber auch eigens für das Ausstellen erfundene Objekte – selbst schreibend und lesend auseinandersetzen. Dieser individuelle kreative Zugang ermöglicht nicht nur einen neuen Blick auf literarische Texte und ihre archivierbaren Spuren, sondern hilft auch der Wissenschaft, ästhetische Prozesse genauer zu erforschen und besser zu verstehen. Hinweise und Richtlinien zur Nutzung der Social-Media-Kanäle finden Sie auf unserer Website unter https://www.dla-marbach.de/impressum/

Architekturzeichnen im Literaturmuseum der Moderne: Studierende der Architektur der Hochschule für Technik Stuttgart  wa...
29/05/2026

Architekturzeichnen im Literaturmuseum der Moderne: Studierende der Architektur der Hochschule für Technik Stuttgart waren heute erneut zu Gast in Marbach, um im LiMo Architektur, Räume und Perspektiven zeichnerisch zu erkunden.



Fotos: DLA Marbach.

»Es braucht nichts als eine solche Revolution meines Schiksals, daß ich ein ganz andrer Mensch – daß ich anfange, Dichte...
28/05/2026

»Es braucht nichts als eine solche Revolution meines Schiksals, daß ich ein ganz andrer Mensch – daß ich anfange, Dichter zu werden«, schreibt Schiller am 22. Februar 1785 an Körner. Nach dem Auslaufen seines Theatervertrags erscheint ihm Körners Einladung nach Leipzig wie eine glückliche Fügung. Nahezu zeitlebens ist Schiller angewiesen auf solche Glücksfälle, auf Zuwendungen seiner Freunde, auf aristokratische Mäzene, auf findig ausgehandelte Vorschüsse und Honorare wohlwollender Verleger. Henriette von Wolzogen, Christian Gottfried Körner, Herzog Carl August, Friedrich Christian von Augustenburg und Graf Schimmelmann erleichtern ihm in prekären Lebenssituationen das Überleben als freier Schriftsteller.

Die Dauerausstellung ›Schiller!‹ im Schiller-Nationalmuseum ist von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr zu sehen, unser Museumscafé ›Musenhof‹ freut sich von Dienstag bis Freitag zwischen 12 und 18 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen zwischen 12.30 und 18 Uhr über Gäste!



Foto: DLA Marbach (Anja Bleeser).

»Ich heiße Violetta Siewert und durfte im Rahmen eines Schulpraktikums Eindrücke in der Bibliothek des DLA Marbach samme...
26/05/2026

»Ich heiße Violetta Siewert und durfte im Rahmen eines Schulpraktikums Eindrücke in der Bibliothek des DLA Marbach sammeln. Besonders beeindruckt hat mich dabei, der Respekt, der den Büchern entgegengebracht wird. Ein Buch ist hier nicht einfach nur ein Buch, sondern hat seine eigene Geschichte, die es erzählen kann. Was neu für mich war, ist die Tatsache, dass es spezielle Hilfsmittel gibt, um möglichst schonend in den Büchern blättern zu können.«

Vielen Dank, liebe Violetta, für Deine Unterstützung und Dein großes Interesse!



Foto: DLA Marbach.

In der Ausstellung ›Schiller!‹ verweisen Wechselvitrinen, die regelmäßig mit neuen Exponaten bestückt werden, aus dem 18...
24/05/2026

In der Ausstellung ›Schiller!‹ verweisen Wechselvitrinen, die regelmäßig mit neuen Exponaten bestückt werden, aus dem 18./19. Jahrhundert ins 20./21. Jahrhundert, vom Schiller-Nationalmuseum ins Literaturmuseum der Moderne.

Die Wechselvitrine ›(Spielend) von Schiller lernen‹ zeigt, dass im Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft im 20. Jahrhundert kein Weg an Schiller vorbeiführt. In Vorlesungen des Theaterwissenschaftlers Albert Köster lernt Erich Kästner (1899–1974) im Sommersemester 1920 Bühnenmodelle vom 16. bis ins 19. Jahrhundert kennen. Im Wintersemester 1920/21 besucht Kästner, der zu Beginn seines Studiums mit dem Gedanken spielt, Theaterregisseur zu werden, und in den Semesterferien am Sächsischen Landestheater Dresden als Statist unter anderem in ›Wilhelm Tell‹ und der ›Braut von Messina‹ mitspielt, eine Schiller-Vorlesung.

Das Schiller-Nationalmuseum ist von 10 bis 17 Uhr, auch am Pfingstmontag, geöffnet!



Foto: DLA Marbach (Anja Bleeser).

In den frühen Dinggedichten verarbeitet Rilke Beobachtungen und Erlebnisse, die er in den ersten Pariser Jahren u. a. im...
22/05/2026

In den frühen Dinggedichten verarbeitet Rilke Beobachtungen und Erlebnisse, die er in den ersten Pariser Jahren u. a. im Jardin des Plantes macht. Auf diesen verweist der Untertitel seines berühmtesten Gedichts dieser Zeit, ›Der Panther‹. In Rilkes Notizbuch von 1902 findet sich eine kleine Zeichnung, die das zentrale Bildmotiv des Gedichts vorwegnimmt. Sie ist wahrscheinlich angeregt durch die Skulptur eines schreitenden Tigers, die Rilke in Rodins Atelier gesehen hatte. Das Gedicht erscheint 1903 zum ersten Mal in der Zeitschrift ›Deutsche Arbeit. Monatsschrift für das geistige Leben der Deutschen in Böhmen‹.

Die Ausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹ ist im Literaturmuseum der Moderne täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen, auch am Pfingstmontag!



Foto: DLA Marbach (Anja Bleeser).

»Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren«. (Friedrich Schiller)Es blüht und grünt, summt und ...
21/05/2026

»Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren«. (Friedrich Schiller)
Es blüht und grünt, summt und brummt: Der Außenbereich unseres Cafés zeigt sich derzeit von seiner schönsten Seite. Die Bepflanzung geht auf eine Beratung vom NABU.Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts ›UnternehmensNatur‹ zurück, dessen Ziel es ist, Flächen naturnah zu gestalten und zu lebendigen Lebensräumen werden zu lassen.
Unser Café Musenhof lädt zum Verweilen ein und steht allen Gästen offen – auch ohne Museumsbesuch, von Dienstag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 12.30 bis 18 Uhr!

»Raus aus der Uni, rein in die Praxis! – Genau das durfte ich in den letzten sieben Wochen in meinem Praktikum in den Mu...
15/05/2026

»Raus aus der Uni, rein in die Praxis! – Genau das durfte ich in den letzten sieben Wochen in meinem Praktikum in den Museen des DLA erleben. Ein ausgesprochen vielfältiges und abwechslungsreiches Aufgabenfeld wartete auf mich. Besonders in Erinnerung bleibt mir der Ferienworkshop für Kinder, bei dem wir auf Schillers Spuren mit Papier und Stift spannende Reisen unternommen haben. Das Transkribieren von Handschriften Rainer Maria Rilkes für die aktuelle Wechselausstellung hat mich dem Autor und seinem Schaffensprozess auf einzigartige Weise nähergebracht. Praktischer Natur war die Unterstützung für die Plakatausstellung ›Mein Weg zu Schiller‹, für die auch mal handwerkliches Geschick gefordert war. Außerdem konnte ich bereits bei der Vorbereitung eines der nächsten Projekte, ›Schriftstellerinnen im Archiv‹, mitwirken. Insgesamt war es eine spannende und lehrreiche Zeit, in der es in Sachen Ausstellungskonzeption und Literaturvermittlung einiges zu entdecken gab.«

Vielen Dank, lieber Lorenz Schmitt, für die tolle Unterstützung während der letzten Wochen!



Foto: DLA Marbach (Anja Bleeser).

NOBEL SYMPOSIA. Literary consecration and the transformation of publishing in the era of globalization (21. bis 24. Mai ...
13/05/2026

NOBEL SYMPOSIA. Literary consecration and the transformation of publishing in the era of globalization (21. bis 24. Mai 2026, Stockholm)

Seit der Zwischenkriegszeit hat das Verlagswesen das Potenzial von Literaturpreisen erkannt, symbolisches Kapital in wirtschaftliches Kapital umzuwandeln. Literaturpreise sind Teil des Weiheprozesses, der laut Pierre Bourdieu die langfristige Akkumulation von symbolischem Kapital sicherstellt, ein Prozess, der für den Bereich der Kleinproduktion im Verlagswesen charakteristisch ist, im Gegensatz zur Logik des kurzfristigen Gewinns, die den Bereich der Großproduktion beherrscht. Diese ›Prestigeökonomie‹ wird jedoch durch das zunehmende Gewicht kommerzieller Zwänge in Verlagen bedroht, insbesondere infolge des Konsolidierungsprozesses, der sich im Zeitalter der Globalisierung beschleunigt hat. Die damit einhergehende Entnationalisierung der Literatur und die Förderung von Minderheiten können als positive Entwicklung hin zu mehr Vielfalt und Inklusion angesehen werden. Internationale Literaturpreise neigen jedoch dazu, Autorinnen und Autoren zu belohnen, die in den Zentren veröffentlicht werden, und reproduzieren damit Ungleichheiten auf dem Weltmarkt für Übersetzungen.

Mit Blick auf diese Entwicklungen wird das Symposium die Auswirkungen internationaler Literaturpreise auf verschiedene nationale und sprachliche Buchmärkte aus vergleichender Perspektive hinterfragen. Umgekehrt wird die Frage gestellt, wie sich der Wandel der Verlagsbranche auf internationale Literaturpreise auswirkt. Mit Clayton Childress (University of British Columbia), James English (University of Pennsylvania), Dan Sinykin (Emory University), Stefan Helgesson (Stockholm University), Sandra Richter (DLA), Gisèle Sapiro (CNRS and EHESS), Claire Squires (University of Stirling) u.a.

Die Tagungssprache ist Englisch.

In Kooperation mit dem CNRS, derLudwig-Maximilians-Universität München, Svenska Akademien und der Stockholm University.



Foto: DLA Marbach.

Am 17. Mai 2026, dem internationalen Museumstag, wird im oberschwäbischen Biberach eine neue Dauerausstellung zu Christo...
12/05/2026

Am 17. Mai 2026, dem internationalen Museumstag, wird im oberschwäbischen Biberach eine neue Dauerausstellung zu Christoph Martin Wieland eröffnet. In Biberach, wo Wieland vor seiner Weimarer Zeit lebte, verfasste er mit der Geschichte des ›Agathon‹ den ersten deutschen Bildungsroman, brachte Shakespeares ›Der Sturm‹ auf die Bühne – die erste bedeutende deutsche Shakespeare-Aufführung – und übersetzte hier auch das Gesamtwerk des großen Engländers.

Das Projekt wurde durch die Marbacher ›Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg‹ beraten und aus Landesmitteln gefördert.

Die offizielle Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr, im geladenen Kreis statt. Medienvertreter/-innen sind herzlich willkommen. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung ab 14 Uhr zugänglich.

Medienvertreter/-innen sind zudem am Freitag, 15. Mai 2026, 11 Uhr, zu einer Vorbesichtigung der Ausstellung ins Wieland-Gartenhaus eingeladen. An der Vorbesichtigung werden die Kuratorin Dr. Kerstin Bönsch und der Biberacher Oberbürgermeister Bürgermeisteramt Norbert Zeidler teilnehmen. Um Anmeldung wird gebeten.

Die neue Ausstellung geht über diese Biberacher Jahre noch hinaus und eröffnet Perspektiven auf Leben und Werk des Dichters, die ihn als wachen und überaus kritischen Beobachter der beginnenden Moderne zeigen und stets nach seiner Bedeutung für unsere Gegenwart fragen. Dazu nutzt die Ausstellung Wielands einstiges Gartenhaus als Resonanzraum, in dem sich Kultur- und Ideengeschichte, innovative Gestaltung und Aktualität gegenseitig verstärken.

Stadtverwaltung Biberach an der Riß Christoph Martin Wieland-Stiftung

Foto: DLA Marbach.

Ein Abend zum 100. von Franz Mon: »mortuarium für zwei alphabete«: Am Mittwoch hätte der Lyriker, Künstler, Hörspielauto...
08/05/2026

Ein Abend zum 100. von Franz Mon: »mortuarium für zwei alphabete«: Am Mittwoch hätte der Lyriker, Künstler, Hörspielautor und Essayist Franz Mon (1926–2022), einer der führenden Vertreter der ›Konkreten Poesie‹, seinen 100. Geburtstag feiern können. Aus diesem Anlass las der Lyriker Ulf Stolterfoht Gedichte von Franz Mon und erinnerte mit Jan Bürger (DLA) an das einzigartige Lebenswerk Mons, dessen Nachlass sich seit 2024 im Deutschen Literaturarchiv befindet. Das Modell seines legendären »mortuariums für zwei alphabete« wurde im Literaturmuseum der Moderne gezeigt.



Fotos: DLA Marbach (Anja Bleeser).

Adresse

Schillerhöhe 8-10
Marbach Am Neckar
71672

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+497144848616

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