Literaturmuseen Marbach

Literaturmuseen Marbach Deutsches Literaturarchiv Marbach mit Literaturmuseum der Moderne und Schiller-Nationalmuseum

Im Mittelpunkt der Ausstellungen des Deutschen Literaturarchivs stehen ästhetische Produktions- und Erfahrungsprozesse und ihre sprachlichen wie historischen Bedingungen. Literatur ist kein Phänomen, das auf das Buch und eine Perspektive beschränkt ist, sondern eines, das lebendig ist, weil es viele Perspektiven zulässt und in unterschiedlichen Medien erscheinen kann. Daher können sich Besucherinn

en und Besucher in unseren Ausstellungen mit Dingen – Texte, Manuskripte, Briefe, Fotos, Filme, Tonaufnahmen, Alltagsgegenstände und Kunstwerke aus dem Archiv, aber auch eigens für das Ausstellen erfundene Objekte – selbst schreibend und lesend auseinandersetzen. Dieser individuelle kreative Zugang ermöglicht nicht nur einen neuen Blick auf literarische Texte und ihre archivierbaren Spuren, sondern hilft auch der Wissenschaft, ästhetische Prozesse genauer zu erforschen und besser zu verstehen. Hinweise und Richtlinien zur Nutzung der Social-Media-Kanäle finden Sie auf unserer Website unter https://www.dla-marbach.de/impressum/

Das Foto aus dem Nachlass von Carl Zuckmayer (1896–1977), zeigt den Autor mit Zigarette und zwei Hunden um 1920 an einem...
04/09/2026

Das Foto aus dem Nachlass von Carl Zuckmayer (1896–1977), zeigt den Autor mit Zigarette und zwei Hunden um 1920 an einem See. Mit der Komödie ›Der fröhliche Weinberg‹, die im Dezember 1925 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführt wurde, gelingt Carl Zuckmayer der literarische Durchbruch. Von den Tantiemen erwarb er 1926 das Landhaus ›Wiesmühl‹ in Henndorf am Wallersee bei Salzburg, wo bis zu seinem Exil zahlreiche seiner Dramen entstanden. Das Haus war ein beliebter Treffpunkt für Künstler/-innen und Intellektuelle wie Thomas Mann, Emil Jannings, Paula Wessely und Werner Krauß. Während der Zeit des Nationalsozialismus emigrierte Zuckmayer 1938 über die Schweiz in die USA.

Annika Scheffel zu Gast in der Kulturakademie ›Literatur‹  am 8. September in Marbach!Annika Scheffel schreibt für Jugen...
01/09/2026

Annika Scheffel zu Gast in der Kulturakademie ›Literatur‹ am 8. September in Marbach!

Annika Scheffel schreibt für Jugendliche, Kinder und Erwachsene, für die Bühne und für das Buch. In der Veranstaltung stellt sie ihr Werk vor, liest u.a. aus ihrem Roman ›Wanda‹, der gerade für den Deutschen Jugendliteraturpreis (Dachverband Jugendliteratur e.V.) nominiert wurde, und unterhält sich mit den Jugendlichen der Kulturakademie über Freude und Leid des Schreibens, die verändernde Kraft von Literatur und die Hoffnung auf Empathie und Menschlichkeit. Es moderiert Laura Relitzki, DLA.

Die Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg fördert seit
2010 mit einem einzigartigen Bildungsangebot besonders interessierte und talentierte Jugendliche in den Bereichen Bildende Kunst, MINT, Musik und Literatur. Das Deutsche Literaturarchiv ist Kooperationspartner in der Sparte Literatur für die Klassenstufen sechs bis acht. Auch in den Sommerferien 2026 sind wieder 20 junge Schreibtalente aus ganz Baden-Württemberg auf der Schillerhöhe zu Gast, um eine Woche lang in das literarische Schreiben eingeführt zu werden. Informationen unter: www.kulturakademie-bw.de.

Die Veranstaltung mit Annika Scheffel ist öffentlich und findet am Dienstag, 8.
September, um 19.30 Uhr im Leibinger-Auditorium des Literaturmuseums der
Moderne statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Baden-Württemberg Stiftung

Foto: © Nora Tabel.

Mit der Übernahme des literarischen Nachlasses der US-amerikanisch-deutschen Schriftstellerin Jeannette Lander wird ein ...
27/08/2026

Mit der Übernahme des literarischen Nachlasses der US-amerikanisch-deutschen Schriftstellerin Jeannette Lander wird ein Werk bewahrt, das durch eine interkulturelle und transnationale Perspektive geprägt ist und Fragen von Herkunft, Identität, Ausgrenzung und gesellschaftlichen Rollen aufgreift.

Der Nachlass enthält v.a. Manuskripte ihrer veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten, darunter Gedichte in deutscher und englischer Sprache, Dramatisches überwiegend für Radiosender; außerdem Prosa. Darüber hinaus beinhaltet der Bestand Korrespondenzen (u.a. mit Elisabeth Borchers und Christoph Hein) und zahlreiche Fotografien aus allen Lebensphasen.

Jeannette Lander (geb. 1931 in New York, gest. 2017 in Nauen/Brandenburg) wuchs in einer aus Polen stammenden jüdischen Familie in den USA auf; ihre Muttersprachen waren Englisch und Jiddisch. Bereits in ihrer Jugend veröffentlichte sie Gedichte in jiddischer Sprache, später Kurzgeschichten und Essays auf Englisch. 1950 heiratete sie ihren ersten Mann, den deutschen Schriftsteller Joachim Seyppel, dessen Nachlass sich ebenfalls im DLA befindet, und zog nach Berlin, wo sie Germanistik, Anglistik und Amerikanistik studierte. 1966 wurde sie mit einer Arbeit über William Butler Yeats an der Freien Universität Berlin promoviert. Seitdem schrieb sie überwiegend auf Deutsch. Im Zentrum ihres Werks stehen häufig weibliche Figuren, deren inneres Erleben in familiären, gesellschaftlichen und kulturellen Spannungsfeldern erkundet wird. Der Durchbruch gelang ihr 1971 mit dem Roman ›Ein Sommer in der Woche der Itke K.‹, der aus der Perspektive eines jüdischen Mädchens im Süden der USA der 1940er-Jahre von Ausgrenzung und Machtverhältnissen erzählt.

Lander war Mitherausgeberin der Zeitschrift ›Die Diagonale‹ und schrieb u.a. für ›Emma‹. Auszeichnungen und Stipendien erhielt sie u.a. von der Villa Massimo (1976) und vom Berliner Senat. 2000 war sie Writer in Residence an der University of Georgia, 2001 an der Washington University in St. Louis.



Fotos: DLA Marbach.

›Schreibende Frauen‹: Führung durch unsere Ausstellung ›Schiller!‹Im 18. und 19. Jahrhundert werden auch Frauen vermehrt...
22/08/2026

›Schreibende Frauen‹: Führung durch unsere Ausstellung ›Schiller!‹

Im 18. und 19. Jahrhundert werden auch Frauen vermehrt literarisch tätig, schreiben jedoch meist unter anderen Bedingungen als ihre männlichen Kollegen. Die Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum zeigt, wie Schriftstellerinnen aktiv Einfluss auf den Literaturbetrieb nehmen, sich vernetzen, sich in der zeitgenössischen Verlagslandschaft behaupten und gesellschaftliche Vorgänge kritisch reflektieren. Die Führung widmet sich unter anderem der journalistischen Tätigkeit Therese Hubers, dem Briefwerk Rahel Varnhagens und nimmt das Schreiben Annette von Droste-Hülshoffs, Sophie Mereaus und Helmina von Chézys sowie der Marbacher Erfolgsautorin Ottilie Wildermuth in den Blick.

Alle Infos: www.dla-marbach.de/bildung/fuehrungen



Fotos: DLA Marbach. Exponate von Wildermuth, Chézy, Huber, Varnhagen, Meraeu und Droste-Hülshoff.

Wilhelm Raabe hat 68 Romane, Erzählungen und Novellen verfasst. Die Nordsee kannte er aus eigener Anschauung, reiste er ...
20/08/2026

Wilhelm Raabe hat 68 Romane, Erzählungen und Novellen verfasst. Die Nordsee kannte er aus eigener Anschauung, reiste er doch 1867 auf die Inseln Sylt und Borkum. Als Schriftsteller und Zeichner machte er den Kurort Sylt und das Meer, das »wie ein Waschweib beiderlei Geschlechts nichts bei sich behalten kann, sondern alles wieder auswirft«, zum Schauplatz seiner Novelle ›Deutscher Mondschein‹. Der Literaturwissenschaftler Werner Fuld liest den Text als sarkastische Erinnerung an die »abgebrochene Revolution« von 1848. Der gezeigte Band ›Nordsee Bäder Sylt‹ stammt aus dem Besitz von Wilhelm Raabe und befindet sich in seinem Nachlass im Deutschen Literaturarchiv.



Foto: DLA Marbach.

19/08/2026

Sich Rilkes Sprache spielerisch nähern, das können Besucher/-innen unserer Ausstellung in gleich zwei Räumen: Laura Relitzki, Wissenschaftliche Volontärin in der Abteilung Museum, stellt sie heute vor. Die Ausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹ ist noch bis zum 19. Januar 2027 im Literaturmuseum der Moderne zu sehen.

Als der österreichisch-deutsche Schriftsteller, Epiker, Lyriker, Erzähler und Kunstkritiker Theodor Däubler 1925 im grie...
14/08/2026

Als der österreichisch-deutsche Schriftsteller, Epiker, Lyriker, Erzähler und Kunstkritiker Theodor Däubler 1925 im griechischen Mittelmeer badet, lebt er seit vier Jahren überwiegend in Griechenland. Schon 1891, als man ihn mit 15 wegen notorischen Schuleschwänzens als Schiffsjunge auf ein Segelschiff schickt, sehnt er sich nach dem klassischen Land der Antike: »Das Mittelmeer ein Eilandmeer: Griechenland! Ich schaute das Reich des Traumes, wo der Mond nie untergeht, und als seine Wirklichkeit erkannte ich den Ölbaum.« Das Land inspirierte seine musikalisch geformte Prosa und späte Lyrik. Er verarbeitete seine Reisen in zahlreichen Werken, darunter die Essaysammlung ›Der Berg Athos‹ (1923), ›Sparta‹ (1923) und der postum erschienene Band ›Griechenland‹ (1946). Im DLA befinden sich von Däubler zahlreiche Manuskripte und Briefe, Autobiografisches und andere Dokumente.

Foto: DLA Marbach.

12/08/2026

Rilke als Gärtner! Heute stellt Dr. Anna Kinder, Leiterin des Forschungsreferats, Rilke als Gärtner im doppelten Sinne vor; als Gärtner der Seele, der Blumen bedichtet, sowie als ganz konkreten, botanisch begeisterten Gärtner. Die Ausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹ ist noch bis zum 19. Januar 2027 im Literaturmuseum der Moderne zu sehen.

12/08/2026

Am Sonntag, 16.08. um 17 Uhr sind im Humboldt-Saal des Deutschen Literaturarchivs Ariana Burstein (Cello) und Roberto Legnani (Gitarre) zu Gast. Die beiden Musiker feiern 2026 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Unter dem Motto „Das Beste aus 30 Jahren“ präsentiert das Duo musikalische Höhepunkte aus drei Jahrzehnten gemeinsamer Konzerttätigkeit.

Das Programm verbindet Meisterwerke der Klassik mit farbenreichen Einflüssen der Weltmusik. Werke von O’Carolan, Albéniz, de Falla und Monti stehen neben eigenen Kompositionen von Roberto Legnani, die durch melodischen Reichtum, rhythmische Vielfalt und eine persönliche Handschrift geprägt sind.

Adresse

Schillerhöhe 8-10
Marbach Am Neckar
71672

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+497144848616

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