13/06/2026
Was haben die Städte Hannover, Hameln, Kassel, Haselünne, Meppen und Lingen mit dem Dörpmuseum Münkeboe gemeinsam? Ganz einfach: Sie alle wurden bereits vom „Rollenden Museum“ besucht.
Die Idee entstand während der dritten Münkeboer Festtage. Rolf Diekmann, ehemaliger Schuldirektor und eines der Gründungsmitglieder des Vereins zur Erhaltung der Mühle in Münkeboe, hatte den Einfall, einen Korso mit geschmückten Festwagen durch den Ort ziehen zu lassen. Die Begeisterung der Besucher war groß, und schon bald folgte eine Einladung der Stadt Aurich zum Tag der Niedersachsen im Jahr 1982.
Aus dieser Idee entwickelte sich das „Rollende Museum“ – ein kleines Museumsdorf auf Rädern, das bis heute die Traditionen und Handwerke Ostfrieslands weit über die Grenzen Münkeboes hinaus präsentiert.
Zum Rollenden Museum gehören unter anderem:
• Schmiede
• Seilerei (Reepschläger)
• Müllerei und Bäckerei
• Stellmacherei
• Omas Küche, in der sich häufig auch die Spinnerinnen aufhalten
• Holzschuh- oder Klumpenmacher
• Blaufärberei mit Stuhl- und Mattenflechterei
• Kolonialwarenladen
• Teezelt
In den vergangenen Jahrzehnten hat das Rollende Museum zahlreiche Städte und Veranstaltungen in Ostfriesland und ganz Niedersachsen besucht und dabei tausenden Menschen einen Einblick in das historische Dorfleben vermittelt.
Hinter jedem Auftritt steckt jedoch viel Arbeit. Von der Planung über die Wartung der Wagen bis hin zur logistischen Organisation der Fahrten und der Vorführung der einzelnen Handwerke erfordert jeder Einsatz großes Engagement. Auch die Unterbringung und Verpflegung der Helferinnen und Helfer muss organisiert werden.
Besonders bemerkenswert ist dabei der Zusammenhalt der Beteiligten. Trotz gelegentlicher personeller Engpässe ist es immer wieder gelungen, das Rollende Museum erfolgreich auf die Reise zu schicken und den Gästen ein authentisches Stück ostfriesischer Geschichte näherzubringen.
So ist das Rollende Museum bis heute ein eindrucksvoller Botschafter des Dörpmuseums Münkeboe und ein lebendiges Beispiel dafür, wie Tradition, Ehrenamt und Gemeinschaft zusammenwirken können.