Stadt- und Technikmuseum Ludwigsfelde

Stadt- und Technikmuseum Ludwigsfelde Daimler-Benz, IWL und IFA bestimmten die Entwicklung Ludwigsfeldes. Das Stadt- und Technikmuseum Ludwigsfelde bietet auf einer Fläche von 400 m² direkt am Bahnhof teils einmalige Exponate und Modelle aus der Ludwigsfelder Produktion von 1936 bis heute.

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+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++23. Kein Schwarzbau aber teils illegale Methoden - die VolkschwimmhalleAls mit dem Bau der Sch...
02/09/2021

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23. Kein Schwarzbau aber teils illegale Methoden - die Volkschwimmhalle

Als mit dem Bau der Schwimmhalle 1969 begonnen wurde, lag eine bereits mehr als 10-jährige Wegstrecke hinter dieser Idee der Ludwigsfelder*innen. Bis zur Fertigstellung dreieinhalb Jahre später gab es viele Probleme zu lösen und dabei wurde manch unorthodoxer Weg gewählt. Die übergeordneten Organe hatten 1967 zwar den Bau der Schwimmhalle in den Plan aufgenommen, doch fehlten Geld und Material. Ersteres gab es über Spenden von Betrieben und Bevölkerung und das Material wurde über Tauschgeschäfte, eine “Ausleihe” in Potsdam, die den Staatsanwalt auf den Plan rief und von Baufirmen besorgt. „An einem Sonnabendmorgen fuhr ich zur Baustoffversorgung nach Potsdam,“ schildert der damalige Stadtbaudirektor, „montierte dort lagernde Paletten auseinander und hinterließ ehrlicherweise einen Brief mit Namen und Adresse und dem Versprechen, das „Ausgeborgte“ innerhalb von 4 Wochen wieder zurückzubringen.“ (1) Nachdem die "ausgeliehenen" Materialen in Plauen organisiert und nach 3 Tagen bei der Potsdamer Baustoffversorgung angeliefert wurden, stellte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ein.

Für die Ludwigsfelder*innen war es ihr Projekt. Das Autowerk und andere lokale Firmen stellten Maschinen und Personal und viele Ludwigsfelder*innen ihre Freizeit zur Verfügung.
Vom Bezirk gab es zeitweise Gegenwind, da das Schwimmbecken 25 Meter länger als geplant werden sollten und die ebenfalls im Bau befindliche Potsdamer Schwimmhalle später fertig zu werden drohte. Die Baubehörde drohte mehrmals einen Baustopp an, da mangels Material an einigen Stellen spontan und nicht genehmigt umgeplant werden musste.
Nach der Fertigstellung waren alle Beteiligten und die Ressourcen der Stadt erschöpft. Bürgermeister Paul Körl, einer der stärksten Verfechter*innen des Projekts, musste das städtische Vorgehen gegenüber der Potsdamer Finanzinspektion rechtfertigen. Nur unter Androhung seines Rücktritts konnte das Einlenken der Inspekteur*innen bewirkt werden. Ab dem 30.12.1972 hatten die Bürger*innen Ludwigsfeldes ihre Schwimmhalle und neben dem höheren Lebensstandard hatte das Projekt die Bewohnenden der Stadt zusammengebracht.

(1) Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.318, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.313-320

Abbildungen: [1-3] *Bau der Schwimmhalle*, [4-5] *Das Cafe Espresso wurde später U-Boot genannt*, [6] *Schwimmhalle in den 90er Jahren*, [5] *Abriß 2006*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++21. Die IFA Zentrale kommt nach Ludwigsfelde1978 wurde das Ludwigsfelder Autowerk zum Stammbet...
31/08/2021

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21. Die IFA Zentrale kommt nach Ludwigsfelde

1978 wurde das Ludwigsfelder Autowerk zum Stammbetrieb des neuen “IFA-Kombinats-Nutzkraftwagen” mit über 46.000 Mitarbeitenden (Stand 1983). Dies war insofern ungewöhnlich, als das normalerweise nur Bezirksstädte mit entsprechender Infrastruktur Sitz solcher Betriebskonglomerate wurden. Zur damaligen Zeit herrschte akuter Wohnungsmangel und so stellten die zusätzlichen Führungskräfte (Kader) die Wohnungswirtschaft vor neue Probleme. Die Abhilfe sah man im Bau zusätzlicher Eigenheime.
Vor allem in der Außenwirkung war der Firmensitz von Vorteil. Der Bedeutungszuwachs sorgte für steigende Ansprüche der Kommune, die bereits mit dem Bau der Volksschwimmhalle ihr Selbstbewusstsein und Eigensinn gezeigt hatte.
Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.170-171

Abbildungen: [1] *IFA W50 auf der Leipziger Messe*, [2] *VEB IFA-Getriebewerke Brandenburg*, [3] *IFA Fahrzeugelektrik Pirna*, [4] *VEB IFA-Motorenwerke Nordhausen*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

27/08/2021
+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++20. Es wird geklotzt und nicht gekleckertWährend man mit den bisherigen Bauvorhaben immer den ...
26/08/2021

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20. Es wird geklotzt und nicht gekleckert

Während man mit den bisherigen Bauvorhaben immer den Entwicklungen im Werk hinterher lief und das Wohnungsproblem nie wirklich in den Griff bekam, sollte dies mit dem Bau des Wohngebietes Nord ein Ende haben. Insgesamt sollten von 1976 bis 1990 3.290 Wohnungen für fast 10.000 Menschen entstehen. Dabei dachte man dieses Mal nicht nur an Infrastruktur wie Post, Bibliothek, Kaufhalle, Einrichtungshaus und Gaststätte, sondern sie wurden auch gebaut. Dazu gab es zwei Kitas und die heutige Kleeblatt Grundschule.
Diese Infrastruktur kam aber erst Jahre nach der Übergabe der ersten Wohnungen des 1.Bauabschnitts 1980. Im Unterschied zu den vorherigen Projekten, wurde beim Wohnungsbau in Nord weniger auf individuelle städtebauliche Aspekte geachtet, sondern die damals typischen Karrees mit großzügigen und begrünten Innenhöfen errichtet. Es musste vor allem schnell gehen, denn das Werk wuchs beständig und mit ihm der Bedarf an Wohnraum.
Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.168-170

Abbildungen: [1] *Rodungen für Nord 1975* [2] *Anton-Saefkow-Ring - Blick auf die E-Schneller-Str. 1977* [3] *Anton-Saefkow-Ring 1977* [4] *Plan Ludwigsfelde Nord*, [5] *Eröffnung POS 6/7 1978*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++19. Die eigenen 4 Wände - Ludwigsfelder Eigenheimbau Eigenheime hatten bei den Verantwortliche...
24/08/2021

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19. Die eigenen 4 Wände - Ludwigsfelder Eigenheimbau

Eigenheime hatten bei den Verantwortlichen in der DDR lange Zeiten keinen hohen Stellenwert. Neben dem Material- und Flächenbedarf widersprachen sie dem staatlichen Ideal der Kollektivität. Allerdings ließ sich diese Linie nicht konsequent durchhalten. In der Facharbeiternot und zur lokalen Bindung vorhandener Kräfte wurde der Eigenheimbau seit Mitte der 1970 Jahren auch in der DDR wieder gefördert.
“Der forcierte Bau von Eigenheimen wurde in den 1970er und 1980er Jahren ein wichtiges Merkmal der Stadtentwicklung Ludwigsfeldes und unterschied die Stadt von anderen Industrieorten der DDR. Durch die große Zahl von 200, später sogar 300 Eigenheimen sollte vorrangig der Bedarf der Angehörigen des Autowerkes befriedigt werden, um durch die Bereitstellung dieser privilegierten Wohnform den Aufbau einer Stammbelegschaft mit qualifizierten Fachkräften zu fördern.” (1) Der nun staatlich gewünschte Eigenheimbau funktionierte nur, wenn sich die Bauenden unter Nutzung aller eigenen Fertigkeiten und Kontakte einbrachten. Dabei entwickelten die “Eigenheimer” beträchtlichen Eigensinn bei Materialbeschaffung und Gestaltung. Anfang der 80er Jahre war die Ludwigsfelder Eigenheimsiedlung der größte Baukomplex dieser Art in der DDR. 1981 waren 54 Häuser fertiggestellt und weitere 111 im Bau, wie die Märkische Volksstimme berichtete.
1 Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.164, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.164

Abbildungen: [1-4] *Hausbau zwischen Holzhaussiedlung und Siethener Straße*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

24/08/2021

Das Tonprojekt in der vergangenen Woche konnten wir zugleich nutzen, um immaterielles Kulturgut zu bewahren.
Der Hupton des "Berlin"-Rollers ist nun Teil unserer Sammlung.

#kulturBB #Museumsarbeit #technikmuseum
#kooperationspartner #motorroller

Danke an die Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde e.V..

Gemeinsam erreicht man immer mehr: Heute begrüßte das Museumsteam die Geschäftsführung von #mercedesbenzludwigsfelde und...
24/08/2021

Gemeinsam erreicht man immer mehr:

Heute begrüßte das Museumsteam die Geschäftsführung von #mercedesbenzludwigsfelde und Mitglieder des Vereins Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde e.V. Mit einem engagierten und zukunftsweisenden Blick aller Beteiligten auf die Ausstellung freuen wir uns auf die zukünftige Museumsarbeit mit diesen und weiteren hochqualifizierten Partnern.

#museumludwigsfelde #ludwigsfelde #mercedesbenz #daimler #kooperationspartner #museumsarbeit #kulturbb #kulturinteltowfläming #technikgeschichte #industriegeschichte

Gemeinsam erreicht man immer mehr:

Heute begrüßte das Museumsteam die Geschäftsführung von #mercedesbenzludwigsfelde und Mitglieder des Vereins Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde e.V. Mit einem engagierten und zukunftsweisenden Blick aller Beteiligten auf die Ausstellung freuen wir uns auf die zukünftige Museumsarbeit mit diesen und weiteren hochqualifizierten Partnern.

#museumludwigsfelde #ludwigsfelde #mercedesbenz #daimler #kooperationspartner #museumsarbeit #kulturbb #kulturinteltowfläming #technikgeschichte #industriegeschichte

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++18. Verbesserung des LebensstandardsWährend Staatschef Walter Ulbricht den Fokus auf die Wirts...
19/08/2021

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18. Verbesserung des Lebensstandards

Während Staatschef Walter Ulbricht den Fokus auf die Wirtschaft, vor allem die Schwerindustrie, legte, propagierte sein Nachfolger Erich Honecker ab Anfang der 1970er Jahre die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik. Für Ludwigsfelde bedeutete dies den Bau dringend benötigter Versorgungseinrichtungen, wie Schulen, Kitas und den Ausbau des Krankenhauses. Darüber hinaus stand aber weiterhin das Wohl des Autowerkes ganz oben auf der Agenda. Die notwendige Infrastruktur verbesserte sich, aber die in den 60er Jahren vom Bezirk Potsdam versprochene Bebauung der Stadtmitte blieb ein fernes Ziel.
Da die Wohnungsnot der Werktätigen im Autowerk durch das Wachstum des Betriebes trotz der bisherigen Bautätigkeit allerdings noch immer drängte, erging 1975 der Ministerratsbeschluss zum Bau von Ludwigsfelde Nord. Doch sah man auch in Berlin die Defizite bei der Infrastruktur und eine Abteilung des Zentralkomitees forderte alle betroffenen Akteur*innen den Ausbau von Konsum- und Infrastruktureinrichtungen voranzutreiben. Kurzfristig versuchte man die Schüler*innen vor Ort zu einer Ausbildung im Werk zu bewegen. “Zur mittelfristigen Stabilisierung der Arbeitskräfteversorgung und zur langfristigen Verbreiterung der örtlichen Arbeitskräftebasis sollte der Anteil der Schulabgänger im Territorium, die eine Anstellung im Autowerk aufnahmen, auf mindestens 50 % erhöht werden.” (1) Dazu wurden die Ludwigsfelder Bürger dazu aufgerufen, neuen “Autowerkern” eine Unterkunft anzubieten. Doch blieb der Erfolg solcher Initiativen begrenzt.
1 Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.164, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.163-164
Abbildungen: [1] *Poliklinik 1976 *, [2] *Neubau des Bettenhauses 1981*, [3]*1972 wurde die Kaufhalle in der Clara-Zetkin-Straße eingeweiht*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

17/08/2021

Heute wurde unsere Dieselameise erstmals nach drei Jahren wieder in Betrieb genommen. Es wurde ein Hörstück produziert.
Die Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde e.V. waren auch dabei.

#technikmuseum #multicar #diesel #teltowfläming

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++17. Es läuft noch nicht rund im AutowerkNachdem erhebliche Mittel in die Produktion investiert...
17/08/2021

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17. Es läuft noch nicht rund im Autowerk

Nachdem erhebliche Mittel in die Produktion investiert wurden, wollte man in Berlin Ergebnisse sehen. “Bis Jahresende 1965 waren nach dem einschlägigen Ministerratsbeschluss 1.500 LKWs herzustellen, im Jahr 1966 sollten 8.000 und 1967 10.000 Stück fertig gestellt werden. Die ambitionierte Planung sah bis 1970 eine Steigerung auf bis zu 20.000 produzierende LKWs vor.” (1)
Die Planziele waren hoch gesteckt und in der Realität nicht umzusetzen. So wurden in den ersten Jahren nur gut die Hälfte der Vorgaben erreicht. Die Gründe dafür lagen unter anderem in Anlaufproblemen einer völlig neuen Produktion, Kürzungen von Investitionsmitteln und der hohen Mitarbeitendenfluktuation. Das sah man in Berlin natürlich anders und sandte eine zentrale Arbeitsgruppe, die mit Optimierungen bei der Produktion und Organisation sowie einem starken Druck auf die Verantwortlichen, die Probleme lösen sollte. So wurde unter anderem gedroht, die LKW-Produktion zu verlagern.
Als ein Hauptgrund sahen aber auch die übergeordneten Organe die hohe Fluktuation der Werktätigen im IFA Automobilwerk Ludwigsfelde, die auch in der fehlenden Infrastruktur der Stadt begründet war: Die Bindung der Menschen an den Ort musste verstärkt werden, sonst konnte das Werk nicht stabil funktionieren. Dies eröffnete auch neue Chancen für die Stadt.
Durch einen Maßnahmenplan für das Werk gelang es 1969 endlich das Plansoll mit 16.380 W50 zu erfüllen.
(1) Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.153, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.153-157

Abbildungen: [1] *Achslinie der W50 Produktion*, [2] *”Hochzeit” von Fahrgestell und Fahrerhaus des W50*, [3] *Am 12.September 1972 verließ bereits der 100.000ste W50 die Ludwigsfelder Werkhallen*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++16. Neue Euphorie und alte ProblemeMit dem Stadtrecht wuchsen auch die Ansprüche der Bürger*in...
14/08/2021

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16. Neue Euphorie und alte Probleme

Mit dem Stadtrecht wuchsen auch die Ansprüche der Bürger*innen, Stadtverordneten und der deutlich gewachsenen Stadtverwaltung. Die Euphorie hielt aber nicht lange an. Zwar wurde die Kommune über neue Pläne jetzt zuverlässiger informiert, Mitspracherecht erhielt man aber nicht. Nach den früheren Erfahrungen gab es aber auch keinen massiven öffentlichen Widerstand gegen Entscheidungen aus Berlin und Potsdam mehr.
“Die andauernde Nichtbeachtung lokaler Vorstellungen und die Nichteinhaltung von Versprechungen führten deshalb erneut zu Enttäuschungen der städtischen Akteure, keinesfalls jedoch zur Aufgabe eigener lokaler Ambitionen. Nach dem Scheitern der Mitwirkung bei größeren Projekten konzentrierte sich die Stadt vor allem auf die Realisierung von kleineren Maßnahmen in Eigenregie zur Verbesserung der städtischen Lebensqualität. ” (1) Dabei ging man manchmal recht unkonventionelle Wege, wie bei dem Bau der Volksschwimmhalle.
(1) Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.153, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.153-157
Abbildungen: [1] *Der Jugendclub Aurora residierte anfangs in den Baracken der Bauarbeiter des Wohngebietes* [2] *Die Volksschwimmhalle wurde in Eigenregie der Stadt gebaut*, Stadtarchiv Ludwigsfelde
#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

+++GESCHICHTE ENTDECKEN+++15. Ludwigsfelde wird zur Stadt“Noch im Jahre 1959, … wurde im Rat noch über die Teilnahme der...
11/08/2021

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15. Ludwigsfelde wird zur Stadt

“Noch im Jahre 1959, … wurde im Rat noch über die Teilnahme der Gemeinde am Wettbewerb „Das schöne Dorf“ kontrovers diskutiert.”(1) Doch fehlte es der “Werkssiedlung” an jeglichem dörflichen Charakter. 6 Jahre später, am 17.Juli 1965 erhielt Ludwigsfelde das Stadtrecht und am Tag zuvor feierte das Automobilwerk Ludwigsfelde (AWL) den Produktionsstart des W50.
Wie schon so oft in seiner Geschichte so auch dieses Mal entschieden die höheren Stellen über die zukünftige Stadt und ihr Stadtrecht. Selbst Ende 1964, als die Entscheidung schon lange gefallen sein musste, waren Gemeinderat und -verwaltung noch nicht über die bevorstehende Stadterhebung informiert oder gar eingebunden. “Auf Gemeindeebene wurde das Thema der Stadtwerdung erstmals von der SED Ortsparteileitung aufgegriffen und der Aufbau eines Festkomitees vorangetrieben.” (2)
Natürlich hatte das AWL bei den Festlichkeiten nicht nur zeitlich den Vorrang. Die mehrtägigen Festlichkeiten der 2. Ludwigsfelder Kulturtage standen unter dem Motto, “Zu Ehren des ersten LKW aus dem IWL und der Stadtwerdung von Ludwigsfelde.” Wie eng die Handlungsspielräume der Kommune blieben, zeigte sich bereits zur “Geburt” Ludwigsfeldes. Die Feierlichkeiten, Festschriften und nahezu jedes Detail waren außerhalb der städtischen Gremien beschlossen worden. Wer in Ludwigsfelde das Sagen hatte, zeigte sich auch am neuen Stadtwappen. Dieses stellte einen Motorkolben mit stilisiertem Hochhaus dar. Auch in der Folgezeit hing die Entwicklung der Stadt stark vom AWL ab. Aber dennoch entwickelte sich zunehmend ein städtisches Selbstbewusstsein der Bewohnenden.
(1) Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.146, (2) Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.147, Vgl. Carsten Benke: Ludwigsfelde – Stadt der Automobilbauer S.143-153
Abbildungen: [1] *Lageplan der Stadt Ludwigsfelde 1965, [2] *Gründungsurkunde*, [3], [4] Nur 6 Jahre von 1987 bis 1993 stand das Stadtwappen an der Autobahn*, Stadtarchiv Ludwigsfelde

#ludwigsfelde #ddrgeschichte #osten #brandenburg #teltowfläming #KulturBB

Adresse

Am Bahnhof 2
Ludwigsfelde
14974

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Mittwoch 10:00 - 15:00
Donnerstag 10:00 - 15:00
Freitag 10:00 - 15:00
Samstag 13:00 - 17:00

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+49493378804620

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