Kunstsammlung der Universität Leipzig

Kunstsammlung der Universität Leipzig Die Kustodie verwaltet alle Kunstbestände der Universität Leipzig. Die Kunstsammlung der Universität Leipzig umfasst heute ca. 10.000 Objekte vom 14. bis zum 21.

Jahrhundert. Es handelt sich nicht nur um Gemälde, Plastik und Grafik, die in Ausstellungen gezeigt oder in kustodieeigenen Depots verwahrt wird. Alle beweglichen und unbeweglichen Kunstgüter in Verwaltungseinrichtungen, Fakultäten und Instituten der Universität werden ebenfalls von der Kustodie verwaltet, darunter auch baugebundene Kunstwerke und Denkmäler im öffentlichen Raum. Dauerausstellung i

n der Kunstsammlung im Rektoratsgebäude:

"600 Jahre Kunst der Universität Leipzig"

Rektoratsgebäude
Ritterstraße 26
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Montag 11-15 Uhr

Besichtigung auch nach telefonischer Vereinbarung.
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28/08/2026
24/07/2026

Im Keller des Kroch-Hochhauses hat ein Mitarbeiter der Kustodie Anfang der 2000er einen geheimisvollen Fund gemacht: einen alten Koffer voller historischer Dokumente. Darin waren Originalpläne aus der Bauzeit dieses ersten Hochhauses der Stadt Leipzig! Das Kroch-Haus am Augustusplatz wurde 1927/28 nach Plänen des Architekten German Bestelmeyer (1874-1942) für die Privatbank Kroch errichtet.

Vermutlich ist es nur ein Teil des ursprünglichen Bestands, der Rest ist im Laufe der Jahre verloren gegangen. Dennoch ist das, was übrig geblieben ist, immer noch ein wahrer Schatz. Neben den originalen Plänen finden sich darin auch spätere Ergänzungen und Änderungen aus den folgenden Jahren.

Das Beste an der Sache ist jedoch, dass die Pläne nicht nur historisch aufschlussreich sind, sondern auch heute noch praktisch relevant. Besondem Keller des Kroch-Hochhauses hat ein Mitarbeiter der Kustodie Anfang der 2000er einen geheimisvollen Fund gemacht: einen alten Koffer voller historischer Dokumente. Darin waren Originalpläne aus der Bauzeit dieses ersten Hochhauses der Stadt Leipzig! Das Kroch-Haus am Augustusplatz wurde 1927/28 nach Plänen des Architekten German Bestelmeyer (1874-1942) für die Privatbank Kroch errichtet.

Vermutlich ist es nur ein Teil des ursprünglichen Bestands, der Rest ist im Laufe der Jahre scheinbar verloren gegangen. Dennoch ist das, was übrig geblieben ist, immer noch ein wahrer Schatz. Neben den originalen Plänen finden sich darin auch spätere Ergänzungen und Änderungen aus den folgenden Jahren.

Das Beste an der Sache ist jedoch, dass die Pläne nicht nur historisch aufschlussreich sind, sondern auch heute noch praktisch relevant. Besonders wertvoll sind sie mit Hinblick auf die bevorstehende Restaurierung des Gebäudes: sie sollen helfen zu klären, wie mögliche Gerüste angebaut werden können. Somit verbindet dieser Fund die Vergangenheit und Zukunft des Gebäudes miteinander.

Zum hundertjährigen Jubiläum des Kroch-Hochhauses 2028 ist eine Ausstellung in Planung. Neben der Baugeschichte wird auch das Schicksal des jüdischen Bankhauses in der NS-Zeit thematisiert.

Video und Text: Kustodie/Zola Lewandowski

17/07/2026
14/07/2026

Das Paulinum — Aula und Universitätskirche St. Pauli ist in dieser Woche zusätzlich am Donnerstag geöffnet. Wir können im Juli zwei Sonderöffnungen anbieten, 16. und 23. Juli, jeweils 10:30 bis 14:30 Uhr.

Tsar Peter the Great from Leipzig University art collection is on display in the MdbK’s permanent exhibition!The portrai...
07/07/2026

Tsar Peter the Great from Leipzig University art collection is on display in the MdbK’s permanent exhibition!

The portrait of Tsar Peter I the Great (1672–1725) from our collection now hangs right next to a portrait of the Leipzig painter David Hoyer (1667–1720), painted by Johann Kupetzky (1667–1740). This is a fascinating juxtaposition! Why? Hoyer is depicted in his studio, albeit as a musician playing a lute; only at second glance can a painter’s palette be discerned in the foreground. To the left behind him stands a painting on an easel: this is a very similar version of precisely this portrait of the Tsar! Our portrait is also believed to be by Kupetzky. But if that's the case, why is this painting on the easel behind the sitter? Kupetzky was David Hoyer’s teacher. Perhaps Hoyer, as a pupil, was asked to make a copy, or was the painting the result of a collaboration between the two? Several copies of this portrait of the Tsar exist, so Hoyer may well have been commissioned to produce copies as well. In any case, it is a fascinating discovery!
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Zar Peter der Große aus der Kustodie zu Gast in der MdbK-Dauerausstellung!

Das Porträt von Zar Peter I. dem Großen (1672-1725) aus unserer Sammlung hängt jetzt direkt neben einem Bildnis des Leipziger Malers David Hoyer (1667-1720), geschaffen von Johann Kupetzky (1667-1740). Das ist eine spannende Zusammenführung! Warum? Hoyer ist in seinem Atelier dargestellt, allerdings als Musiker, eine Laute spielend; im Vordergrund ist nur auf den zweiten Blick die Palette eines Malers zu erkennen. Links hinter ihm steht ein Gemälde auf einer Staffelei: Dabei handelt es sich um eine sehr ähnliche Version genau dieses Zaren-Porträts! Unser Porträt soll ebenfalls von Kupetzky stammen. Aber warum steht nun dieses Gemälde auf der Staffelei hinter dem Porträtierten? Kupetztky war Lehrer von David Hoyer. Vielleicht sollte dieser als Schüler eine Kopie anfertigen oder das Gemälde entstand als Kooperation der beiden? Es existieren mehrere Kopien dieses Zarenporträts, und so könnte auch Hoyer mit der Anfertigung von Kopien beauftragt worden sein. Auf jeden Fall eine spannende Entdeckung!

Johann Kupetzky
(1667 Bazin/Bösing, heute Slowakei - 1740 Nürnberg)
Bildnis des Leipziger Malers David Hoyer
1711/12
Öl auf Leinwand
1996 Maximilian Speck von Sternburg Stiftung im MdbK Leipzig

Kopie nach Johann Kupetzky moglicherweise von David Hoyer (1667 Auerswalde - 1720 Leipzig)
Bildnis Peters des Großen, Zar von Russland
1712
Öl auf Leinwand
Kustodie der Universität Leipzig, Inv. Nr. 4654/90

Fotos: MdbK, 2026

Tsar Peter the Great from Leipzig University art collection is on display in the MdbK’s permanent exhibition!The portrai...
07/07/2026

Tsar Peter the Great from Leipzig University art collection is on display in the MdbK’s permanent exhibition!

The portrait of Tsar Peter I the Great (1672–1725) from our collection now hangs right next to a portrait of the Leipzig painter David Hoyer (1667–1720), painted by Johann Kupetzky (1667–1740). This is a fascinating juxtaposition! Why? Hoyer is depicted in his studio, albeit as a musician playing a lute; only at second glance can a painter’s palette be discerned in the foreground. To the left behind him stands a painting on an easel: this is a very similar version of precisely this portrait of the Tsar! Our portrait is also believed to be by Kupetzky. But if that's the case, why is this painting on the easel behind the sitter? Kupetzky was David Hoyer’s teacher. Perhaps Hoyer, as a pupil, was asked to make a copy, or was the painting the result of a collaboration between the two? Several copies of this portrait of the Tsar exist, so Hoyer may well have been commissioned to produce copies as well. In any case, it is a fascinating discovery!

Zar Peter der Große aus der Kustodie zu Gast in der MdbK-Dauerausstellung!

Das Porträt von Zar Peter I. dem Großen (1672-1725) aus unserer Sammlung hängt jetzt direkt neben einem Bildnis des Leipziger Malers David Hoyer (1667-1720), geschaffen von Johann Kupetzky (1667-1740). Das ist eine spannende Zusammenführung! Warum? Hoyer ist in seinem Atelier dargestellt, allerdings als Musiker, eine Laute spielend; im Vordergrund ist nur auf den zweiten Blick die Palette eines Malers zu erkennen. Links hinter ihm steht ein Gemälde auf einer Staffelei: Dabei handelt es sich um eine sehr ähnliche Version genau dieses Zaren-Porträts! Unser Porträt soll ebenfalls von Kupetzky stammen. Aber warum steht nun dieses Gemälde auf der Staffelei hinter dem Porträtierten? Kupetztky war Lehrer von David Hoyer. Vielleicht sollte dieser als Schüler eine Kopie anfertigen oder das Gemälde entstand als Kooperation der beiden? Es existieren mehrere Kopien dieses Zarenporträts, und so könnte auch Hoyer mit der Anfertigung von Kopien beauftragt worden sein. Auf jeden Fall eine spannende Entdeckung!

Das Kunstwerk des Monats Juli ist ein Bildnis von Louise Hollandine von der Pfalz (1622—1709), das in Öl auf Eichenholz ...
06/07/2026

Das Kunstwerk des Monats Juli ist ein Bildnis von Louise Hollandine von der Pfalz (1622—1709), das in Öl auf Eichenholz gemalt ist und auf 1634 datiert wird. Von wem es gemalt wurde? Das können wir nicht mit Sicherheit sagen. Gemälde des 17. Jahrhunderts sind in den seltensten Fällen signiert.

Es könnte aber sogar ein Selbstbildnis sein!

Ebenso wie zum Universitätsstudium war Frauen der Zugang zu einer künstlerischen Ausbildung lange verwehrt. Es gab jedoch Ausnahmen – Frauen, die auf informellen Wegen die bildenden Künste erlernten und sich außerhalb der strengen Regularien der Zünfte bewegten.

In Holland war es weniger unüblich, dass junge Frauen zu Malerinnen ausgebildet wurden. So erhielt Louise Hollandine, eine der Töchter des Winterkönigs Friedrich V. von der Pfalz und dessen Gemahlin Elisabeth Stuart, bereits in jungen Jahren  Unterricht bei dem Utrechter Maler Gerard van Honthorst, der in seiner Werkstatt auch Schüler aus vornehmen Familien aufnahm. Ihre jüngste Schwester Sophie schrieb über Louise Hollandine: „Sie widmete sich ganz der Malerei, und ihre Begabung dafür war so groß, dass sie die Leute treffen konnte, ohne sie vor sich zu sehen.“

Louise Hollandine, die 1658 zum Katholizismus konvertierte und wenig später in ein Kloster ging, malte vor allem Porträts. Ob das Gemälde, das mit der Schenkung von Lilly Wüstefeldt 1916 an die Universität kam, von ihr selbst gemalt wurde oder, was wahrscheinlicher ist, von ihrem Lehrer stammt, ist nicht geklärt.

Das Gemälde ist noch bis 11. Juli in unserer Ausstellung "Athena und ihre Töchter" in der Galerie im Neuen Augusteum zu sehen.

Am morgigen Dienstag, 30. Juni, findet um 18 Uhr in der Galerie im Neuen Augusteum die vorletzte öffentliche Führung dur...
29/06/2026

Am morgigen Dienstag, 30. Juni, findet um 18 Uhr in der Galerie im Neuen Augusteum die vorletzte öffentliche Führung durch die Ausstellung "Athena und ihre Töchter — Frauen in der Kunstsammlung der Universität Leipzig" statt. Eine weitere Möglichkeit gibt es dann noch zur Finissage am 11. Juli. Der Eintritt ist frei.

24/06/2026

Auf dem Gelände der Bildhauerwerkstatt Hempel in Dresden wurden weitere Fragmente des Leipziger Fürstenhauses gefunden! Nach der Ausstellung und Publikation "Gebaute Renaissance — Das Leipziger Fürstenhaus und seine Erker" im Jahr 2025 und der Einrichtung des Lapidariums im Foyer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am Campus Augustusplatz wurden jetzt noch weitere Überreste des Gebäudes entdeckt. Drei kleine Steinfragmente wurden bereits von Dresden nach Leipzig gebracht, für die größeren Teile muss der Transport noch organisiert werden.

Videos : Kustodie /Matthias Hubrich
Historische Abbildung: Hermann Walther

Adresse

Goethestraße 2 (Krochhochhaus)
Leipzig
04109

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