03/07/2026
Seit mittlerweile vier Jahren beschäftigt sich das Laufer Stadtarchiv intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus in Lauf. Zunächst wurde anhand der Ergebnisse der Forschung ein Schulprojekt entwickelt, das von der Summer Kulturstiftung gefördert wird. Nun werden die Erkenntnisse auch der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht: Auf der Webseite https://www.stadtarchiv-lauf.de/brennpunkte-des-nationalsozialismus-projekte/ können sich Bürgerinnen und Bürger über die dunklen Tage in der Laufer Geschichte informieren. Dort kann man unter anderem erfahren, wie die Situation von Zwangsarbeitern in Lauf war, wie die Nationalsozialisten Orte wie das Rathaus und die Wenzelburg für sich nutzten und wie den Faschisten unliebsame Personen verfolgt, terrorisiert und eingesperrt wurden.
Begleitend zum Projekt werden an verschiedenen Orten in Lauf Stelen aufgestellt, die über die Zeit des Nationalsozialismus aufklären sollen. Die ersten beiden Stelen stehen bereits. Zum Thema Zwangsarbeit kann man sich sowohl auf dem Laufer Friedhof am Zwangsarbeitergrab als auch neben der Bertleinschule informieren. Dort befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Zwangsarbeiterlager. Weitere Stelen sind für verschiedene Orte in der Altstadt und darüber hinaus geplant.
Neben den Veröffentlichungen für alle Bürgerinnen und Bürger geht die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen weiter. Das Projekt soll letztendlich eine Übersicht über die gesamte Geschichte des Nationalsozialismus in Lauf bieten.
Das Foto zeigt (von rechts) Bürgermeister Thomas Lang, Michael Meye von der Abteilung Kultur und Freizeit, Helmut Summer von der Summer Kulturstiftung, den Historiker Christoph Maier, Dr. Ina Schönwald, die Leiterin des Stadtarchivs, sowie Archiv-Mitarbeiter Simon Kubiak neben der Stele, die die kürzlich neben der Bertleinschule aufgestellt wurde. Foto: Andreas Kirchmayer/ Stadt Lauf
Weitere Informationen unter lauf.de/aktuelles