Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz

Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz Die Wessenberg-Galerie ist Kunstmuseum in der Konstanzer Altstadt Eine kleine Story gefälligst? Heute umfasst die Sammlung rund 7.000 Exponate. Stock der Galerie.

Die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz verdankt ihre Gründung dem künstlerischen Vermächtnis des Freiherrn Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774-1860). 1907 wurde dieser Bestand um eine bedeutende Kollektion von Handzeichnungen des 16.-19. Jahrhunderts aus dem Nachlass des Sammlers Wilhelm Brandes vermehrt. Im Laufe der Jahre kamen weitere Schenkungen und Ankäufe der Stadt hinzu. Der Sammlungssc

hwerpunkt liegt auf den Bereichen Malerei und Grafik des Bodenseegebietes und des deutschen Südwestens und reicht bis in die Gegenwart hinein. Über Leben, Werk und Sammlung des Kirchenmannes und Kunstfreundes Ignaz Heinrich von Wessenberg informiert eine kleine Sonderschau im 2. Dort findet sich auch das Hans Meid-Kabinett. Im 1. Stock werden dagegen Wechselausstellungen der eigenen Bestände und darauf bezogene Sonderausstellungen gezeigt. Kontakt: Dr. Barbara Stark, Tel. 07531/900 2376

Finja Sander | Backyard Reunion | 2023Die großformatige Fotografie zeigt die Künstlerin Finja Sander in einem Londoner G...
12/08/2026

Finja Sander | Backyard Reunion | 2023

Die großformatige Fotografie zeigt die Künstlerin Finja Sander in einem Londoner Garten in einem Moment des physischen Kontrollverlusts: beim Sich-Übergeben. Unterstützt wird sie dabei von einer Kindheitsfreundin, die ihr die Haare aus dem Gesicht hält. Sander entlehnt diese Szene der Popkultur – konkret der Folge „Twenty-Something Girls vs. Thirty-Something Women“ aus Staffel 2 der US-amerikanischen Serie S*x and the City – und transformiert das klischeehaft konnotierte Motiv in einen künstlerischen Diskurs über das kollektive Gedächtnis. Das Sich-Übergeben fungiert hier als Metapher für Erinnerungen, die den Körper oft ebenso unvermittelt und unkontrollierbar überkommen wie physische Übelkeit. In einer Gesellschaft, in der Gedenken oft nach starren Regeln, glatten Ästhetiken oder bekannten medialen Mustern abläuft, befragt Sander den Wert des echten Gefühls neu. Indem sie eine Szene wählt, die einerseits aus der Popkultur bekannt ist, diese aber mit der radikalen Körperlichkeit des Kontrollverlusts füllt, bricht sie die Distanz zum Betrachtenden auf. Die intime Geste des „Haarehaltens“ und das gemeinsame Aushalten von Schwäche gewinnt so eine tiefere politische Dimension. Erinnerung wird hier nicht als ein starres Archiv verstanden, das man lediglich betrachtet, sondern als ein lebendiger Handlungsspielraum. Diese Geste der Unterstützung in einem Moment der Hilflosigkeit verweist auf das eigentliche Fundament einer demokratischen Kultur: die Fähigkeit zur Empathie und Solidarität. Das Werk macht deutlich, dass kollektives Erinnern dort beginnt, wo wir uns im Anderen wiedererkennen und bereit sind, uns in einem gemeinschaftlichen „Wir“ zu verorten, das auch das Verletzliche und Unperfekte zulässt.

Das Werk ist noch bis zum 4. Oktober in unserer Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" zu sehen.

Abbildung: Ausstellungsansicht "Was bleibt." © Städtische Wessenberg-Galerie, Foto: Leo Leister

STADTFÜHRUNG: DENKMAL – DENK MAL? ERINNERUNGSORTE IN KONSTANZ, IHRE GESCHICHTE, ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT | Do, 13. Augu...
10/08/2026

STADTFÜHRUNG: DENKMAL – DENK MAL? ERINNERUNGSORTE IN KONSTANZ, IHRE GESCHICHTE, ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT | Do, 13. August, 11 Uhr

Was erzählen uns Denkmäler heute? Woran erinnern sie und wie sind sie in unserem Gedächtnis verankert. In der Stadtführung „Denkmal – denk mal? – Erinnerungsorte in Konstanz, ihre Geschichte, Anspruch und Wirklichkeit“ führt der Historiker Ralf Seuffert zu bekannten und versteckteren Monumenten und Erinnerungsorten in der Altstadt. Er beleuchtet historische Hintergründe zur Entstehung und Erinnerungskultur dieser Orte.

Treffpunkt ist der Eingang der Wessenberg-Galerie. Die Führungsgebühr wird an der Kasse der Galerie bezahlt.
Kosten: 10 Euro, für Mitglieder des Fördervereins und ermäßigt 8 Euro
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Anmeldung: [email protected] oder 07531 900 2376

Abbildung : Enthüllung der Imperia 1993, Fotosammlung Wolff-Seybold

Simon Czapa | Margot | 2006Der Titel des Werks bezieht sich auf die Großmutter des Künstlers Simon Czapla und markiert d...
08/08/2026

Simon Czapa | Margot | 2006

Der Titel des Werks bezieht sich auf die Großmutter des Künstlers Simon Czapla und markiert den persönlichen Ursprung der Motive: Das Gemälde versammelt ausgewählte Gegenstände aus ihrer Wohnung, die hier aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und künstlerisch transformiert werden. Die dargestellten Objekte sind Erinnerungsträger an seine Großmutter und an das, was Czapla mit ihr verbindet.
Czapla bricht dabei mit der Tradition des klassischen Stilllebens. Anstatt die Objekte in einer naturalistischen, häuslichen Umgebung darzustellen, überführt er sie in eine fluoreszierende, fast psychedelisch anmutende Farbwelt. Die Verwendung von intensiven Komplementärkontrasten und die collagenartige Schichtung von Mustern und Silhouetten entziehen den Dingen ihre staubige Schwere. Besonders deutlich wird dies an der Madonnenfigur, die durch die Farbgebung in leuchtenden Gelb- und Orangetönen ihre sakrale Wirkung verliert und im Stil der Pop-Art erscheint.
Das Werk ist ein „indirektes Porträt“. Czapla verzichtet auf die physische Darstellung seiner Großmutter. Stattdessen werden die ausgewählten Besitztümer zu Stellvertretern für die Identität und die Lebenswelt der abwesenden Person.

Abbildung: Simon Czapla, Margot, 2006 © Simon Czapla, StädtischeWessenberg-Galerie, Foto: Leo Leister

FAMILIENFÜHRUNG | So, 9. August, 14:30 UhrAm Wochenende noch nichts vor? Bei unserer Familienführung könnt ihr auf Entde...
04/08/2026

FAMILIENFÜHRUNG | So, 9. August, 14:30 Uhr

Am Wochenende noch nichts vor? Bei unserer Familienführung könnt ihr auf Entdeckungsreise durch unsere aktuelle Ausstellung "Was bleibt." gehen. Wie erinnern wir uns an Menschen, Orte oder besondere Erlebnisse? Und warum vergessen wir manches wieder? Kinder und Erwachsene entdecken gemeinsam Kunstwerke, die Geschichten erzählen und Erinnerungen sichtbar machen. Die Führung lädt zum gemeinsamen Schauen, Fragenstellen und Mitmachen ein. So wird Kunst für die ganze Familie erlebbar.

Für Kinder ab 5 Jahren und ihre Begleitung.
Dauer: 45 bis 60 Minuten
Familienkarte: 7 Euro
Anmeldung: [email protected] oder Tel. 07531 900 2376

Abbildung: Martha Sophie Burkhardt, Perlen, 2023 © Martha Sophie Burkhardt, Foto Nadja Kuras

31/07/2026

Woran erinnerst du dich, Iman?

Für ein Videoprojekt im Rahmen der Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" haben wir Menschen nach ihren Erinnerung gefragt. Egal ob positiv oder negativ, der kleine Alltagsmoment oder das große Abenteuer – jede Erinnerung war willkommen. Iman erinnert sich an seinen ersten Tag in Konstanz. Vielen Dank, dass du deine Erinnerung geteilt hast, .der.linguist.

Noch keine Pläne für die Sommerferien? Bei unseren Sommerferien-Workshops kannst du kreativ werden! 🎨"Was macht mich aus...
29/07/2026

Noch keine Pläne für die Sommerferien? Bei unseren Sommerferien-Workshops kannst du kreativ werden! 🎨

"Was macht mich aus?" | Do, 6. August, 9 - 12 Uhr
Jede Person hat Dinge an sich, durch die man sie sofort erkennen kann: Die Frisur, ein Kleidungsstück, eine typische Angewohnheit oder Vorlieben und ausgefallene Fähigkeiten. Was macht Dich aus? Wie erinnert man sich an Dich? Nach dem Besuch in der Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" kannst Du Deine Eigenschaften, Gedanken, Hobbys zu Deinem Portrait künstlerisch umsetzen. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

„Mit Erinnerungswert: Freundschaftsbänder“ | Do, 20. August, 10 - 12 Uhr
Welche Dinge dienen der Erinnerung? Fotos, Poesiealben oder Schmuck- und Kleidungsstücke - all diese Dinge können das Gedächtnis an eine Person wachhalten. Nach dem Besuch in der Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" stellen wir Armbänder her, die als Ausdruck einer Freundschaft getragen werden. Für Kinder von 6 bis 10 Jahren.

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt über: konstanz.feripro.de.
Wir freuen uns auf euch!

HAPPY HOUR | Di, 28. Juli, 19 UhrBei der Happy Hour laden wir euch in entspannter Atmosphäre dazu ein, ausgewählte Highl...
27/07/2026

HAPPY HOUR | Di, 28. Juli, 19 Uhr

Bei der Happy Hour laden wir euch in entspannter Atmosphäre dazu ein, ausgewählte Highlights unserer Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" kennenzulernen. Zum Einstieg wird ein Aperitif im Foyer der Galerie gereicht.
Im gemeinsamen Rundgang gibt Kuratorin Annika Seeger euch Einblicke in zentrale Werke der Ausstellung. Dabei wird sichtbar, wie Erinnerung in der Kunst entsteht, sich verändert und immer wieder neu befragt wird – zwischen persönlichen und kollektiven Perspektiven.

Kosten: 10 Euro
Anmeldung: [email protected] oder Tel. 07531 900 2376

Abbildung: Ausstellungsansicht "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst © Städtsiche Wessenberg-Galerie Konstanz, Foto: Leo Leister .leister

Charlotte English | VERGESSEN IST EIN TEIL VON MIRFür die Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" ...
25/07/2026

Charlotte English | VERGESSEN IST EIN TEIL VON MIR

Für die Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" haben wir vier Künstler*inneneingeladen, sich mit den Themen Erinnerung und Vergessen künstlerisch auseinanderzusetzen. Das Ergebnis sind Werke, die eigens für die Ausstellung entstanden sind. Eine der Künstler*innen ist Charlotte English (*1999), die mit ihrer Arbeit "VERGESSEN IST EIN TEIL VON MIR" vetreten ist. Darin setzt sich sich mit der Frage auseinander, was bleibt, wenn ein Mensch geht. .english

Abbildung 1: Charlotte Englsih, VERGESSEN IST EIN TEIL VON MIR, 2026 © Städtische Wessenberg-Galerie/Charlotte Englsih, Foto: Alexander Stertzik
Abbildung 2: Ausstellungsansicht "Was bleibt", Foto: Leo Leister
Abbildung 3: Cahrlotte Englsih über ihre Arbeit "VERGESSEN IST EIN TEIL VON MIR"

FAMILIENWORKSHOP | So, 26. Juli, 14.30 UhrBeim Familienworkshop können Kinder und Erwachsene die Ausstellung "Was bleibt...
22/07/2026

FAMILIENWORKSHOP | So, 26. Juli, 14.30 Uhr

Beim Familienworkshop können Kinder und Erwachsene die Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" auf spielerische Weise entdecken. Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche: Wir schauen genau hin, stellen Fragen und erkunden die Werke aus einer kindgerechten Perspektive. Wie werden Erinnerungen sichtbar? Was wird bewahrt und was verschwindet vielleicht mit der Zeit?
Danach lädt das Atelier dazu ein, selbst kreativ zu werden und eigene Kunstwerke zu gestalten – inspiriert von dem, was wir in der Ausstellung entdeckt haben.

Für Kinder ab 5 Jahren und ihre Begleitung.
Kosten: Familienkarte 7 Euro + 2 Euro Materialkosten pro Person
Anmeldung: [email protected] oder 07531 900 2376


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Abbildung: Ausstellungsansicht "Was bleibt." © Städtische Wessenberg-Galerie, Foto: Leo Leister .leister

20/07/2026

Woran erinnerst du dich, Laura?

Für unser Videoprojekt im Rahmen der Ausstellung "Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst" haben wir Menschen aus Konstanz und Umgebung nach ihren Erinnerung gefragt.
Aus den persönlichen Geschichten ist eine vielfältige Sammlung an Erinnerung entstanden, die in der Ausstellung zu sehen ist.

Vielen Dank an für das Teilen deiner Erinnerung!

Möchtest du auch eine Erinnerung teilen? Dann schreib uns gerne: [email protected]

Das Videoprojekt wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Werner Konrad Siegert Stiftung.

Adresse

Wessenbergstrasse 43
Konstanz
78462

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+4975319002367

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