08/10/2026
Kunst als Element der demokratischen Neugestaltung – so lässt sich Karl Hubbuchs künstlerische Praxis der unmittelbaren Nachkriegszeit umschreiben.
1945/46 schuf er die Serie „Vergessen? – Niemals!“ für das Schaufenster der Antifaschistischen Bewegung Rastatt.
📸: Karl Hubbuch, Es war einmal sein Heim (Detail), 1945/46, Fotografie aus dem Forschungsnachlass von Wolfgang Hartmann © Karl Hubbuch Stiftung / Kunstmuseum Karlsruhe
💡 Die Erschließung und Vermittlung von Hubbuchs künstlerischem Nachlass findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt.
Die Zeichnungen und Plakate beschäftigen sich mit Krieg und faschistischem Terror und rufen die Menschen dazu auf, radikal mit den nationalistischen und reaktionären Kräften abzurechnen.
📸: Karl Hubbuch, Der Teufel von Berchtesgaden rast mit seinem Trabanten über die Völker Europas (Detail), 1945/47, Fotografie aus dem Forschungsnachlass von Wolfgang Hartmann
© Karl Hubbuch Stiftung / Kunstmuseum Karlsruhe
Auch in den kommenden Jahren haben seine Werke häufig politischen und sozialkritischen Charakter.
Immer wieder setzt Hubbuch sich mit aktuellen Fragen auseinander: In „Es wäre auch euer Ende“ thematisiert er die Diskussionen um die Atomaufrüstung und die Wiederbewaffnung des Landes.
📸: Karl Hubbuch, Es wäre auch euer Ende, 1958, Zinkätzung © Karl Hubbuch Stiftung / Kunstmuseum Karlsruhe
Im Wintersemester 1947/48 kehrt Hubbuch als Professor für Malerei an die wiedereröffnete Karlsruher Akademie der Bildenden Künste zurück.
Da er nun erneut die Werkstätten nutzen kann, entsteht ein umfangreiches druckgrafisches Spätwerk, das neben Kaltnadelradierungen auch für ihn neue Techniken wie den Holzschnitt und die Zinkätzung umfasst.
Im Mittelpunkt seines Schaffens steht weiterhin der Mensch, der in den unmittelbaren Jahren nach dem Krieg als Symbolfigur erscheint, mit der Hubbuch die ihn umgebende Gesellschaft charakterisiert.
📸: Karl Hubbuch, Genau wie die Alten, 1958, Holzschnitt © Karl Hubbuch Stiftung / Kunstmuseum Karlsruhe
1957 wird Hubbuch pensioniert. Es folgt sein letztes Schaffensjahrzehnt, in dem Hubbuch zahlreiche Reisen unternimmt, die in zahlreichen Postkarten des Künstlers dokum