Museum Zitadelle Jülich

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Museum Zitadelle Jülich Das Museum präsentiert in der Schlossfestung Zitadelle die Geschichte des Jülicher Landes mit den Schwerpunkten Römer, Renaissance und Romantik. Jahrhundert.

Die 90.000 m² große Zitadelle ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Die mächtige Festung mit dem herzoglichen Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Residenz Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg gebaut. Der "palazzo in fortezza" im Stil italienischer Hochrenaissance gilt als bedeutendster seiner Art im deutschsprachigen Raum. Von besonderer architekturhistorischer Bedeutung ist die Ostfassade des Schlosses mit der Apsis der Schlosskapelle. Das Museum zeigt die Geschichte des Jülicher Landes. Von den Spuren steinzeitlicher Jäger spannt sich der Bogen über die römische Siedlung und die herzogliche Residenz in der Renaissance bis hin zur bedeutenden Sammlung des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer aus dem 19.

Fokus am FREITAG: Carl Irmer – Landschaft mit Birken Heute präsentieren wir Euch die „Landschaft mit Birken“ von Carl Ir...
09/10/2026

Fokus am FREITAG: Carl Irmer – Landschaft mit Birken

Heute präsentieren wir Euch die „Landschaft mit Birken“ von Carl Irmer, dass seit kurzem im Pulvermagazin der Zitadelle Jülich zu sehen ist. Es kommt ganz frisch aus dem aktuellen Restaurierungsförderungsprogramm NRW 2026 und erstrahlt nun im neuen Glanz.
Der Landschaftsmaler Carl Irmer (1834 – 1900) stammt ursprünglich aus Brandenburg, bildet sich zuerst in Dessau bei Johann Heinrich Beck aus, bevor er 1855 nach Düsseldorf kommt, wo er Schüler und Assistent von Hans Fredrik Gude (1825 – 1903) wird.
Das Gemälde steht im bewussten Kontrast zu den anderen Gemälden der Ausstellung, die das Thema Italienreise reflektieren. Für die Künstler der ersten Jahrhunderthälfte war Italien der maßgebliche Bezugspunkt ihrer Kunst.
Die Weiterentwicklung der Landschaftsmalerei bemerkt man bei jüngeren Gemälden nicht nur an der deutlich helleren Palette, die den dunklen, klassischen Galerieton der älteren Bilder hinter sich gelassen hat und sich aus den Impulsen der Freilichtmalerei und des französischen Impressionismus speist.
Bezeichnend ist auch eine andere Motivwahl. Im Zuge eines verstärkten Nationalismus mit Gründung des Deutschen Reiches 1871 nach dem Krieg gegen Frankreich werden Motive nordischer Landschaften noch einmal deutlich populärer. Denkmäler der germanischen Vorzeit laufen den Relikten der klassischen Antike den Rang in der Publikumsgunst ab. Irmer ist kein nationalistischer Maler, aber seine Motivwahl ist trotzdem durch die Stimmung auf dem Kunstmarkt geprägt, die solche Motive fördert.

Restaurierung 2026 gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2025-0226.

05/10/2026

Kulturrucksack – Kreativprogramm für Kinder und Jugendliche in den Herbstferien
Es sind noch Termine frei!

Das Museum Zitadelle bietet in den Herbstferien Kreativworkshops für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren an, die durch das Programm Kulturrucksack NRW gefördert werden. In den spannenden Kursen können die Teilnehmenden ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen. Es sind noch Termine frei!

Termine:
Dienstag, 20. Oktober, 10-15 Uhr, Workshop „Malen mit verschiedenen Techniken“
Donnerstag, 22. Oktober, 11-16 Uhr, Workshop „Seife, Ton und Gips“

Alle Workshops sind auf der Webseite des Museums Zitadelle Jülich zu finden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Workshops sind kostenlos.

Bildunterschrift:
Kulturrucksack 2026. Foto: Bildarchiv Museum Zitadelle Jülich

Fokus am FREITAG: Uniformknopf der französischen RevolutionstruppenAuch ein kleiner Knopf kann große Geschichte erzählen...
02/10/2026

Fokus am FREITAG: Uniformknopf der französischen Revolutionstruppen

Auch ein kleiner Knopf kann große Geschichte erzählen. Unser heutiges Objekt ist ein fast unscheinbarer Knopf von einer Uniform. Er trägt die Aufschrift „République Française“ und zeigt ein Rutenbündel mit phrygischer Mütze, umgeben von Eichenkränzen. Das Rutenbündel, auch Fasces genannt, war ein Symbol der Amtsgewalt im antiken Rom und wurde zusammen mit der „Jakobinermütze“ zu einem Symbol der Französichen Revolution. Später usurpierten die italienischen Faschisten das Symbol, das sich auch im Namen der politischen Bewegung wiederfindet.
Der Knopf wurde in der Ellbachaue gefunden und steht mit ziemlicher Sicherheit im Zusammenhang mit der 2. Schlacht bei Aldenhoven am 2. Oktober 1794. Denn Knöpfe dieser Art trugen seit 1791 Infanterieeinheiten des revolutionären Frankreichs.
Bei der 2. Schlacht von Aldenhoven, was die Truppenstärke angeht deutlich größer als die 1. Schlacht bei Aldenhoven ein Jahr zuvor, gelang es der Sambre-und-Maas-Armee unter dem Kommando von Jean-Baptiste Jourdan die Rur zu überqueren und ein österreichisches Heer des Grafen von Clerfayt in die Flucht zu schlagen. Die Österreicher mussten sich auf die rechte Rheinseite zurückzuziehen.
Die Bezeichnung nach dem Ort Aldenhoven ist etwas irreführend, denn der Frontverlauf erstreckte sich von Heinsberg bis Düren entlang der Rur. Deswegen spricht man auch von der „Schlacht an der Rur“ oder dem „Bataille de Juliers“ nach der das Ufer dominierenden Festung Jülich.
Bei den Kämpfen spielte die Festung allerdings keine entscheidende Rolle. Bedeutende Gefechte gab es u.a. bei Hückelhoven-Ratheim, wo sich der spätere schwedische König Jean-Baptiste Bernadotte hervortat, und bei Düren. Jülich hingegen wurde kampflos übergeben und die formal neutrale pfälzische Besatzung zog zusammen mit den Österreichern ab. Damit stand der Weg zum Rhein offen und im Spätherbst des Jahres hielten französische Truppen die linksrheinischen Territorien. Faktisch wurden 1794 die Gebiete auf dem linken Rheinufer damit Teil Frankreichs, auch wenn die Annexion de iure erst im Frieden von Lunéville 1801 bestätigt wurde.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2004-0073.

29/09/2026

Mittwochsclub im September

Im Rahmen des Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und Museum Zitadelle Jülich findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag innerhalb des „Mittwochsclubs“ statt. Prof. Dr. Hendrik Karge aus Dresden referiert am Mittwoch, 30. September 2026, um 19.30 Uhr über das Thema:
„Ideal – Natur – Religion – Gesellschaft. Die Kunst Johann Wilhelm Schirmers im Blick seines Freundes und Mentors Karl Schnaase“.
Johann Wilhelm Schirmer trat kurz vor seiner großen Italienreise 1839 in eine persönliche Verbindung mit dem Juristen und Kunstgelehrten Karl Schnaase (1798–1875), die auch bald zu einer familiären Verbindung über die Ehefrauen führte. Daraus entwickelte sich eine tiefe lebenslange Freundschaft, von der noch mehrere erhaltene Briefe – darunter ein erst kürzlich vom Jülicher Museum Zitadelle erworbenes Briefkonvolut – Zeugnis ablegen. Der Austausch beider sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten ist hochinteressant, da der rheinische Maler damit in die Sphäre eines der großen deutschen Intellektuellen des 19. Jahrhunderts trat, eines Begründers der wissenschaftlichen Kunstgeschichte, der sich mit den neuen Entwicklungen in Kunst, Religion und Gesellschaft auseinandersetzte. Der Briefwechsel gibt tiefe Einblicke in das Seelenleben Schirmers und reflektiert zugleich die gesellschaftliche Stellung der Malerei in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.
Der Eintritt ist frei. Der Vortrag kann parallel online verfolgt werden. Der Zoom-Link wird rechtzeitig vorher auf der Internetseite www.juelicher-geschichtsverein.de unter der Rubrik „Aktuelles“ zu finden sein.

Abbildung: Johann Wilhelm Schirmer, Italienische Landschaft mit Rocca Pia, nach 1840, Öl auf Leinwand, Museum Zitadelle Jülich, Inv.-Nr. 2010-0157 (Foto: Museum Zitadelle Jülich).

Fokus am FREITAG: Plan der Festung Mühlheim Wir nutzen heute den Geburtstag von Johannes von Pasqualini dem Jüngeren, de...
25/09/2026

Fokus am FREITAG: Plan der Festung Mühlheim

Wir nutzen heute den Geburtstag von Johannes von Pasqualini dem Jüngeren, dem Enkel von Alessandro Pasqualini, am 25. September 1562 als Anlass, um an die Familie Pasqualini zu erinnern. Denn der italienische Architekt Alessandro Pasqualini zeigte sich nicht nur verantwortlich für den Bau der Zitadelle und den Entwurf für den Wiederaufbau der Stadt Jülich 1547, sondern begründete gleich eine ganze Dynastie von Festungsbaumeistern im Dienste des Hauses Jülich-Kleve-Berg.
Schon Alessandros Söhne Maximilian (1534 – 1572) und Johann, genannt der Ältere (um 1535 – um 1580), arbeiteten mit und für den Vater als Architekten in Diensten des Jülicher Herzogs. Maximilian arbeitete dabei u.a. an Bauwerken und Festungen in Bensberg, Kleve, Grevenbroich und am Hambacher Schloss. Auch die Fertigstellung des Jülicher Schlosses nach dem Tod des Vaters erfolgte 1572 unter seiner Leitung.
Sein jüngerer Bruder Johann arbeitete erst vornehmlich an der Seite Maximilians, übernahm aber nach dessen frühen Tod 1572 seine Funktionen in den Vereinigten Herzogtümern. Er arbeitete u.a. in Orsoy, Grevenbroich, Sinzig, Wesel und auch Jülich.
Das Wirken von Johann dem Jüngeren (1562 – 1612), dem Sohn Maximilians, begann 1588 mit der Freiheit Mühlheim, heute ein Stadtteil Kölns, aber ursprünglich ein Teil des Herzogtums Berg. Wie dieser Ausbau aussehen sollte, sehen wir auf unserem Plan. Der Bau der Festung stockte aber, zu einen weil Herzog Wilhelm V. 1592 verstarb, zum anderen weil die Stadt Köln, gegen die die Festung gerichtet war, Einspruch erhob.
Der Plan bekam aber im Rahmen des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits wieder Auftrieb. In diesem Kontext erschien 1612 auch unser Blatt. Die Ansprüche auf das Jülicher Erbe erhebenden Brandenburger und Pfalz-Neuburger wollten das alte Mühlheim um das Fünffache vergrößern und um einen Festungsring mit zehn Bastionen erweitern. Ziel war es Protestanten, vor allem aus Köln, zur Ansiedlung in Mühlheim zu verleiten.
Zur Umsetzung kam es allerdings nicht. 1614 ließen spanische Besatzer unter Ambrosio Spinola die bereits erbauten Festungswerke schleifen.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: 2026-0051.

20/09/2026
19/09/2026

Mit verborgenen Schätzen, geheimnisvollen Gräbern und Indiana Jones hat das Berufsleben von Marcell P***e eher wenig zu tun. Obwohl: Gräber gab es reichlich. Und einmal musste er sogar einen Bagger stoppen. Zum heutigen Tag der Archäologie ein Besuch bei einem, der seit Jahrzehnten Schicht für ...

Fokus am FREITAG: Johann Rudolf Haller – Sechs Tischleuchter aus Augsburger SilberWenn Besuch kommt, wird das feine Tafe...
18/09/2026

Fokus am FREITAG: Johann Rudolf Haller – Sechs Tischleuchter aus Augsburger Silber

Wenn Besuch kommt, wird das feine Tafelsilber aus dem Schrank geholt. Das gilt bis heute in jedem guten Haushalt, galt aber natürlich besonders früher für den Adel, der seinen besonderen Status durch repräsentativen Besitz Ausdruck verleihen wollte und musste.
Deswegen verwundert es nicht, dass die Herren von Brachel, früher die Besitzer der nicht mehr existierenden Burg Tetz, ihr Tafelsilber bei den Meistern ihres Faches in Augsburg bezogen. Spätestens in der Renaissance hatte sich Augsburg nämlich zum wichtigsten Zentrum in Mitteleuropa entwickelt und Augsburger Gold- und Silberschmiede versorgten die europäischen Höfe mit ihren Waren. „Augsburger Silber“ wurde zur Qualitätsmarke.
Auch die Herren von Brachel legten Wert auf Augsburger Silber, wie unser Set von sechs Tischleuchtern zeigt. Sie kamen als Teil des Legates von Brachel 1978 in den Besitz der Stadt Jülich. Örtlich und zeitlich verorten können wir sie anhand der Silbermarken auf dem Fuß. Das Beschauzeichen in Form eines Zapfens über einem G verrät uns, dass der Feingehalt des Silbers von einem von der Obrigkeit der Stadt Augsburg bestellten Beschaumeister überprüft oder beschaut wurde und zwar 1793-95. Die Meistermarke IRH nennt uns den Hersteller der Leuchter, einen Meister namens Johann Rudolf Haller (1757-1844).
Die Leuchter aus der Zeit des Klassizismus veranschaulichen die typischen Stilmerkmale der Epoche: eine gewisse formale Strenge, wie sie sich in dem kannelierten Schaft und dem quadratischen Fuß zeigt und eine relativ zurückhaltende Ornamentik in Form eines Blütengehänges. Der Klassizismus orientierte sich an Architektur und Kunst der griechischen und römischen Antike und suchte nach einer Vereinfachung der Formen in Abkehr vom ornamentalen Barock.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MS 265-542.

15/09/2026

Dialogführung Licht & Schatten mit Dipl. Restaurator Börries Brakebusch
26. September 2026, 15 Uhr, Museum Zitadelle

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW unterstützt die Gemäldegalerie des Museums Zitadelle durch starke Förderung des Restaurierungsprogramms. So kann man auch in der Ausstellung zu Schirmers Italienreise das legendäre Licht des Südens auch nur deshalb in den Gemälden wieder voll genießen, weil durch das NRW-Programm der Düsseldorfer Restaurator Börries Brakebusch unter Schmutz, Übermalungen und vergilbtem Firnis das annähernd originale Aussehen wieder freigelegt hat. Die spannenden Einblicke bei den „Ausgrabungen im Bild“ stellt der Restaurator bei dieser Führung an den bearbeiteten Ölbildern im Dialog mit Museumsleiter Marcell P***e vor.

Die Veranstaltung ist frei, der normale Eintritt ist zu entrichten.

Bildunterschrift:
Ausstellung Licht & Schatten. Foto: Stephanie Decker

12/09/2026

Adresse

Schlossstraße
Jülich
52428

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+49246163510

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