Museum Zitadelle Jülich

Museum Zitadelle Jülich Das Museum präsentiert in der Schlossfestung Zitadelle die Geschichte des Jülicher Landes mit den Schwerpunkten Römer, Renaissance und Romantik. Jahrhundert.

Die 90.000 m² große Zitadelle ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Die mächtige Festung mit dem herzoglichen Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Residenz Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg gebaut. Der "palazzo in fortezza" im Stil italienischer Hochrenaissance gilt als bedeutendster seiner Art im deutschsprachigen Raum. Von besonderer architekturhistorischer Bedeutung ist die Ostfassad

e des Schlosses mit der Apsis der Schlosskapelle. Das Museum zeigt die Geschichte des Jülicher Landes. Von den Spuren steinzeitlicher Jäger spannt sich der Bogen über die römische Siedlung und die herzogliche Residenz in der Renaissance bis hin zur bedeutenden Sammlung des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer aus dem 19.

Fokus am FREITAG: Weihestein für die Matronae Rumanehae von Lucius Vitellius ConsorsWer war Lucius Vitellius Consors? Vi...
12/06/2026

Fokus am FREITAG: Weihestein für die Matronae Rumanehae von Lucius Vitellius Consors

Wer war Lucius Vitellius Consors? Vieles wissen wir nicht über den Stifter dieses Matronensteins, aber doch so einiges mehr, als über die anderen Einwohner des römischen Jülichs.
Dieser Weihestein, eine Dauerleihgabe des LVR Landesmuseums Bonn, stammt aus der mittelalterlichen Stadtmauer von Jülich, wo er als Spolie verbaut war. Ursprünglich wurde er als Weihgabe an die Matronae Rumanehae, vielleicht als Erfüllung eines Gelübdes, aufgestellt. Matronen waren Göttinnen, die immer als Dreiheit auftraten und häufig einen Beinamen trugen; hier Rumanehae.
Der Stein trägt die Inschrift „Matronis Rumân̂ehabus sacr(um) L(ucius) Vitellius Consors ex p̂(rimo p)îlo leg(ionis) V̅I̅ victr(icis)“, übersetzt: „Den Rumanehischen Matronen geweiht. Lucius Vitellius Consors, ehemaliger Primus Pilus der sechsten, siegreichen Legion.“
Die Legion VI Victrix wurde zur Niederschlagung der Revolte der germanischen Bataver 69/70 n. Chr. an den Rhein versetzt und war in Neuss und Xanten stationiert. Anhand der Inschrift „ex primo pilo“ erkennen wir in Consors einen Primus Pilus, also den Centurio mit dem höchsten Rang in einer römischen Legion. Dieser Titel wurde meistens im letzten Jahr vor der Entlassung aus dem Militärdienst verliehen.
Consors war also ein hochrangiger Offizier. Sein Gentilname Vitellius deutet darauf, dass ihm von Aulus Vittelius, der während des chaotischen Vierkaiserjahres 69 n.Chr. kurzzeitig die Kaiserwürde erringen konnte, das römische Bürgerrecht verliehen wurde.
Vermutlich schied vermutlich als Veteran aus der 6. Legion aus und ließ sich in oder um Jülich nieder. Vielleicht ließ er zum Dank für seinen Heil überstandenen Militärdienst den Stein für die Rumanehischen Matronen aufstellen.
Der Stein ist einer der älteste bekannten Matronensteine aus dem Rheinland und belegt bereits für das späte 1. Jh. eine hiesige Verbreitung des Kultes.

Bildnachweis: LVR-LandesMuseum, Inv.-Nr. 1933-198.0-1.

10/06/2026

Museums-Newsletter ganz neu

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Bild: Logo Stadt Jülich

Fokus am FREITAG: Kranken-Patene aus der Propsteikirche JülichDiese Woche begeht die katholische Kirche das alljährliche...
05/06/2026

Fokus am FREITAG: Kranken-Patene aus der Propsteikirche Jülich

Diese Woche begeht die katholische Kirche das alljährliche Fronleichnamsfest. Es steht mit der Eucharistie und der sog. Transsubstantiationlehre, also dem katholischen Dogma von der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi, im Zusammenhang.
Fronleichnam ist ein relativ junges Hochfest und entstand in unserer Region. Es entstand auf Initiative der heiligen Juliana von Lüttich und wurde 1247 in Lüttich das erste Mal gefeiert. Die ersten Prozessionen fanden einige Jahrzehnte später in der Kölner Pfarre St. Gereon in Köln statt.
Besondere Bedeutung bekam das Fest nach der Reformation. Die Reformatoren missbilligten Fronleichnam aus zwei Gründen: es lässt sich nicht auf die Bibel zurückführen und es steht durch die Betonung der Hostie der Kommunion in beiderlei Gestalt entgegen. Gerade dadurch aber wertete die Gegenreformation das Fest auf und die immer prächtiger werdenden Prozessionen wurden Ausdruck des katholischen Bekenntnisses.
Die Prozession ist an den sog. Versehgang, also die Spende der Kommunion nach der Krankensalbung angelegt. Bei der Prozession dient die Monstranz der Aufbewahrung der Hostie, bei einem Versehgang ist es eine Kranken-Patene, wie unser Objekt hier.
Patenen werden bei der Mundkommunion unter das Kinn gehalten, um zu verhindern, dass ein Partikel der Hostie, nach katholischem Verständnis der echte Leib Christi, verloren geht. Kranken-Patenen haben zusätzlich einen Deckel zur Aufbewahrung.
Auf dem Deckel unserer Patene ist ein Pelikan abgebildet, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut füttert. Seit dem Frühmittelalter steht die Darstellung dieses antiken Mythos ikonografisch für die Eucharistie und den Opfertod Christi.
Diese Kranken-Patene stammt aus dem Altbestand der Propsteikirche und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Trümmern der Kirche geborgen.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2024-0209.

03/06/2026
02/06/2026
02/06/2026

Sundowner auf den Wällen des Museums
13. Juni 2026, 22 Uhr

Wir laden Sie zu einem besonderen Abend ins Museum Zitadelle ein. Genießen Sie die atemberaubende Aussicht an einem lauen Sommerabend auf den Wällen des Museums. Entspannen Sie sich bei einem kühlen Getränk und erfahren Sie bei einer Führung im Dämmerlicht alles über die Geschichte der Zitadelle.

Die Kosten der Veranstaltung betragen 5 € Eintritt + 5 € 1 Getränk. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Fokus am FREITAG: Skulptur des Heiligen Hubertus von LüttichMit Heiligenlegenden, also den Erzählungen über Leben und Wi...
29/05/2026

Fokus am FREITAG: Skulptur des Heiligen Hubertus von Lüttich

Mit Heiligenlegenden, also den Erzählungen über Leben und Wirken von Heiligen der katholischen Kirche, ist das so eine Sache: nicht nur sind die belegbaren biographischen Details aus dem Leben häufig rar gesät, manchmal ändert sich die Erzählung im Laufe der Jahrhunderte auch.
Ein gutes Beispiel dafür ist die Heiligenlegende des Hubertus von Lüttich. Historisch belegt ist etwa sein Sterbedatum, der 30. Mai 727. Wir wissen, dass er dem hohen Adel entstammte und eine hohe Stellung am Hof des merowingischen Königs Theuderich III. innehatte.
Er wurde 705 Bischof von Tongeren-Maastricht, verlegte den Bischofssitz aber 716 nach Lüttich und ließ dort die Lambertuskathedrale erbauen. Zuvor soll er als Einsiedler in den Ardennen gelebt haben.
Hier kennen wir Hubertus aber vor allem als Patron der Jäger. Auch viele Schützenbruderschaften haben sich nach ihm benannt. Grund dafür ist die sog. Hirschlegende: Hubertus soll beim Jagen im Wald einem Hirsch mit einem Kruzifix im Geweih begegnet sein, was ihn zur religiösen Umkehr bewegt habe.
Diese Legende ist sehr alt. Sie wurde, und wird in Teilen Deutschlands auch immer noch, mit dem Heiligen Eustachius in Verbindung gesetzt. Die erste Verbindung mit Hubertus stammt erst aus dem 15. Jahrhundert, also fast 700 Jahre nach seinem Tod.
Sie steht im Zusammenhang mit der Stiftung des Hubertusordens durch Herzog Gerhard II. von Jülich-Berg, der offensichtlich bemüht war, die Bedeutung des Heiligen aus der Nähe seines Herrschaftsgebiets aufzuwerten. Und mit einigem Erfolg, wie die Verbreitung von Hubertus als Namenspatron von Kirchen etc. zeigt.
Unsere Skulptur stammt aus der ehemaligen Pfarrkirche in Inden-Pier. Beim Umbau der Kirche 1887 wurde sie aussortiert und sorglos eingelagert. 1900 übernahm sie der aus dem Ort stammende Priester und Heimatkundler Wilhelm Capitaine und vermittelte eine Übergabe an das Heimatmuseum in Jülich.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 0-712.

28/05/2026

Führung „Olevano – Sehnsuchtsort von Koch bis Kanoldt“ zur Ausstellung Licht & Schatten
30. Mai 2026, 15 Uhr, Museum Zitadelle

Das Land NRW sponsert für das Museum Zitadelle den Ankauf von zwei der legendären Civitella-Studien Schirmers – legendäres Italien-Konzentrat! Und Florian Illies schreibt darüber für die Weltkunst. Und Golo Maurer gerade ein frisches und manchmal freches Buch vorgelegt über die Erfindung der deutschen Kunst dort in den Bergen von Latium.

Der beste Ort dafür, lebendig in die Themen einzutauchen, ist die Ausstellung des Museums Zitadelle im dortigen Pulvermagazin. Die Kuratorin der Gemäldesammlung des Kunstpalast Düsseldorf und Museumsleiter Marcell P***e laden am Samstag, 30. Mai, um 15:00 Uhr dorthin zu einer Dialogführung ein, mit der es einiges zu entdecken gibt, Schmunzeln inclusive.

Die Veranstaltung ist frei, der normale Eintritt ist zu entrichten.

Bildunterschrift:
Museum Zitadelle: Schirmer Landschaf bei Civitella, Inv.Nr. 2022-0344
Foto: Bernhard Dautzenberg

25/05/2026

Ganz im Sinne des Digitalen, so bezeichnete Museumsleiter Marcell P***e den diesjährigen Museumstag für seine Institution. Denn nicht nur wurden unter dem Titel „SchlossgeSCHICHTEN“ die Erkenntnisse der Ausgrabungen im Innenhof zwischen 2013 bis 2015 visualisiert: Neu im festen Programm des Mu...

Fokus am FREITAG: Walter Dohmen – Zyklus „Landschaft in Auflösung – Hommage à Schirmer“ Am 10. Mai 2026 verstarb der Lan...
22/05/2026

Fokus am FREITAG: Walter Dohmen – Zyklus „Landschaft in Auflösung – Hommage à Schirmer“

Am 10. Mai 2026 verstarb der Langerweher Künstler Walter Dohmen im Alter von 85 Jahren. Walter Dohmen hat sich in seiner jahrzehntelangen Karriere als Künstler und Kunsterzieher vor allem auf dem Feld der Druckgrafik hervorgetan. Nachdem er zuvor als Kunsterzieher an Schulen tätig war, wurde er 1982 als Dozent für Druckgrafik an die Fachhochschule in Köln berufen. Seine zahlreichen Gastvorlesungen im In- und Ausland bezeugen genau wie die von ihm verfasste Literatur seine anerkannte Expertise auf dem Feld der Druckkunst.
Der Künstler war in der Region fest verwurzelt und auch dem Jülicher Museum lange Jahre eng verbunden. Das Museum hat besitzt diverse Werke des Künstlers aus verschiedenen Schaffensperioden.
Im Jahr 2010 hat sich Walter Dohmen in seinem Zyklus „Landschaft in Auflösung – Hommage à Schirmer“ mit dem Werk des berühmten Jülicher Landschaftsmalers auseinandergesetzt. Er erschuf dabei in einer eigens von ihm entwickelten Technik Radierungen mit Lavierung, d.h. mit einem „Verwischungs“-Effekt, der eigentlich aus der Malerei bekannt ist. Dohmen nutzte dafür spezielle resistente Tuschen, um bei Ätzungsprozess in mehreren Druckschritten verlaufende Farbeffekte zu erzeugen.
Der Künstler war auch als Bildhauer tätig. Die Ausstellung „In Ton geformt – Menschen & Modelle“ bei den Kollegen im Töpfereimuseum Langerwehe zeigt noch bis 23. August 2026 diesen Teil von Walter Dohmens Werk. Der Künstler erlebte die Eröffnung der Ausstellung leider nicht mehr.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2011-0140 bis -0150.



Adresse

Schlossstraße
Jülich
52428

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Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
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