Museum Zitadelle Jülich

Museum Zitadelle Jülich Das Museum präsentiert in der Schlossfestung Zitadelle die Geschichte des Jülicher Landes mit den Schwerpunkten Römer, Renaissance und Romantik. Jahrhundert.

Die 90.000 m² große Zitadelle ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Die mächtige Festung mit dem herzoglichen Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Residenz Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg gebaut. Der "palazzo in fortezza" im Stil italienischer Hochrenaissance gilt als bedeutendster seiner Art im deutschsprachigen Raum. Von besonderer architekturhistorischer Bedeutung ist die Ostfassad

e des Schlosses mit der Apsis der Schlosskapelle. Das Museum zeigt die Geschichte des Jülicher Landes. Von den Spuren steinzeitlicher Jäger spannt sich der Bogen über die römische Siedlung und die herzogliche Residenz in der Renaissance bis hin zur bedeutenden Sammlung des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer aus dem 19.

31/08/2026
24/08/2026

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In den letzten Wochen ist einiges passiert im Kartographie-Projekt. Wir haben die Kartenbestände der Museen und Stadtarchive von Mönchengladbach und Jülich durchforstet und konnten viele frühneuzeitliche Schätze zusammentragen, die das Herzogtum Jülich zeigen. Im Stadtarchiv Jülich haben wir diese für das Projekt relevanten Karten nun hochauflösend digitalisiert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Museum Zitadelle Jülich im Zuge des Forschungsvolontariats durchgeführt. Gefördert wird dieses durch das Programm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Fokus am FREITAG: Muschelförmige, römische BeschlägeBei diesen beiden auf den ersten Blick recht unscheinbaren Objekten ...
21/08/2026

Fokus am FREITAG: Muschelförmige, römische Beschläge

Bei diesen beiden auf den ersten Blick recht unscheinbaren Objekten handelt es sich um zwei aus Bronze gegossene muschelförmige Zierbeschläge (Typ Oldenstein 696-699), welche in der zweiten Hälfte des 3. bis in die Anfänge des 4. Jahrhunderts im nordwestlichen Teil des römischen Reiches gefertigt wurden und dort weit verbreitet waren.
Sie zierten einst ein ledernes Pferdegeschirr, an dem sie, oft zu Dutzenden beieinander, mittels der beiden rückseitigen Nieten befestigt waren. In dem als „Tombe de Saivres“ bekannten Grabfund in Celles-les-Waremmes (Belgien) konnte beispielsweise ein mit hundert derartigen Muschelbeschlägen besetzter Stirnriemen eines Pferdegeschirrs archäologisch nachgewiesen werden.
Da sie in hoher Stückzahl gefertigt wurden, sind formgleiche Beschläge im Fundinventar zahlreicher römischer Fundplätze im Rheinland vertreten und dienen somit auch deren wissenschaftlicher Datierung.
Unsere beiden Beschläge kamen im Jahr 1989 im Zuge archäologischer Feldbegehungen durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museums Zitadelle Jülich, Ralf Hertel, zutage.
Sie stammen von dem Gelände einer sogenannten „mansio“, einer römischen Straßenstation, die vor den Toren Jülichs westlich der Rur an der Via Belgica gelegen war. Diese römische Fernstraße führte von Köln, dem Colonia Claudia Ara Agrippinensium, über Jülich (Iuliacum) nach Boulogne-sur-Mer (Gesoriacum) in Frankreich.
An dieser, durch die römische Straße stark frequentierten, antiken „Raststätte“ gingen die Beschläge seinerzeit wohl aus Richtung Coriovallum (Heerlen) kommenden, berittenen Reisenden verloren.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 1989-1056, MZJ 1989-1055.

Fokus am FREITAG: Josef Candels – Inneres der Pfarrkirche in JülichAm 15. August feiern diverse christliche Konfessionen...
14/08/2026

Fokus am FREITAG: Josef Candels – Inneres der Pfarrkirche in Jülich

Am 15. August feiern diverse christliche Konfessionen Mariä Himmelfahrt, eigentlich das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Während orthodoxe Christen von der „Entschlafung“ Marias sprechen und einige evangelische Kirchen den 15. August als Todestag Marias gedenken, gilt für Katholiken das Datum als Tag ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel.
Die Vorstellung, dass Maria leiblich in den Himmel aufgenommen wurde und damit als erster Mensch an der Auferstehung Christi Teilhabe hat, ist schon sehr alt.
Der Kirchenvater Kyrill von Alexandria formulierte diesen Gedanken bereits im 5. Jahrhundert. Dieser legte auch den 15. August als Feiertag fest. An dem Tag wurden im römischen Reich die feriae Augusti gefeiert, mit denen Kaiser Augustus an seinen Sieg gegen Marcus Antonius und Kleopatra VII. in der Schlacht bei Actium 31 v. Chr. erinnern wollte. Der Kirchenvater folgte also der Praxis christliche Feiertage an die Daten römischer Feiertage anzulehnen.
Im Mittelalter war der Festtag im Heiligenkalender fest verankert. Interessanterweise jedoch ist die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel erst seit 1950 als Dogma, also als fester Glaubensgrundsatz in der katholischen Kirche festgeschrieben. Papst Pius XII. nahm am 1. November 1950 bei der Verkündigung die Unfehlbarkeit des Papsttums in Anspruchs, das erste und bisher einzige Mal.
Seit dem 15. Jahrhundert hat Mariä Himmelfahrt auch für Jülich eine besondere Bedeutung, steht doch seitdem mit der Propsteikirche die wichtigste Kirche der Stadt unter deren Schutz. Davor war sie dem Hl. Martin von Tours geweiht.
Die Propsteikirche wurde als Wahrzeichen der Stadt häufig bildlich festgehalten. Unser heutiges Objekt ist insofern ungewöhnlich, als dass es das Innere der Kirche zeigt. Der Holzschnitt des Jülicher Künstlers Josef Candels von 1932 ist detailarm, aber ausdrucksstark. Der Künstler fokussiert sich auf das Deckengewölbe und das durch die Fenster einfallende Licht. Die Darstellung der vollen Kirchenbänke und vor allem die kniende Gestalt im Mittelgang drücken eine tiefe Frömmigkeit aus.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2010-0214.

11/08/2026

Eine Göttin für zwei Frauen zwischen Kunst und Wissenschaft: Beim des werden dieses Jahr Prof. Dr. und ausgezeichnet. Ersterer wird der Preis posthum verliehen.

➡️ Warum sich für diese beiden Persönlichkeiten entschieden wurde und wie sie zum Preis passen im Beitrag: https://www.herzog-magazin.de/magazin/menschen/minervapreistraegerinnen/

📸: Museum Zitadelle Jülich

21. August | 19:30 Uhr – Sundowner auf den Wällen des MuseumsWir laden Sie zu einem besonderen Abend ins Museum Zitadell...
11/08/2026

21. August | 19:30 Uhr – Sundowner auf den Wällen des Museums

Wir laden Sie zu einem besonderen Abend ins Museum Zitadelle ein. Genießen Sie die atemberaubende Aussicht an einem lauen Sommerabend auf den Wällen des Museums. Entspannen Sie sich bei einem kühlen Getränk und erfahren Sie bei einer Führung im Dämmerlicht alles über die Geschichte der Zitadelle. Die Kosten der Veranstaltung betragen 5 € Eintritt + 5 € für 1 Getränk. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Kulturrucksack – Kreativprogramm für Kinder und Jugendlichein den Sommerferien – Es sind noch Termine frei!!!!Das Museum...
10/08/2026

Kulturrucksack – Kreativprogramm für Kinder und Jugendliche
in den Sommerferien – Es sind noch Termine frei!!!!

Das Museum Zitadelle bietet in den Sommerferien Kreativworkshops für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren an, die durch das Programm Kulturrucksack NRW gefördert werden. In den spannenden Kursen können die Teilnehmenden ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen. Es sind noch Termine frei!

Termine:
Donnerstag, 20. August, 10-15.30 Uhr, Workshop „Selfie mal anders“
Montag, 24. August, 10-14.30 Uhr, Workshop „Wunderwerk Natur“
Donnerstag+Freitag, 27.+28. August, 10-16 Uhr, Workshop „Basteln mit Pappmaché“

Alle Workshops sind auf der Webseite unter www.museum-zitadelle.de/veranstaltungen zu finden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Workshops sind kostenlos.

Fokus am FREITAG: Émile Rogat – Medaille auf den Protest Napoleons gegen seine VerbannungUnser heutiges Objekt dokumenti...
07/08/2026

Fokus am FREITAG: Émile Rogat – Medaille auf den Protest Napoleons gegen seine Verbannung

Unser heutiges Objekt dokumentiert eindrücklich das dramatische Ende einer politischen Karriere, die in der Weltgeschichte seines Gleichen sucht. Am 7. August 1815 wurde Napoleon von der britischen HMS Bellerophon auf die HMS Northumberland transferiert, die ihn auf die lange Reise auf die Atlantikinsel St. Helena ins Exil tragen sollte. Dort, mitten im Atlantischen Ozean, sollte er nicht mehr in der Lage sein, den Frieden in Europa zu gefährden.
Napoleons erstes Exil auf Elba vor der toskanischen Küste 1814 war erfolglos geblieben. Schon nach wenigen Monaten floh er von der Insel, kehrte nach Frankreich zurück und begann seine Herrschaft der Hundert Tage. Diese endete mit der Niederlage bei Waterloo am 22. Juni 1815. Napoleon dankte ab und wollte nach Amerika ausreisen. Eine britische Blockade verhinderte dies und setzte den früheren Kaiser der Franzosen fest.
Er kam auf die HMS Bellerophon, nach seiner eigenen Lesart freiwillig und nicht als Gefangener. Er nahm an, dass man ihm ein Leben auf dem Land in England gestatten würde. Stattdessen entschieden sich die Allierten, ihn ins Exil ins Nirgendwo zu schicken, auf die fast 2.000 km vom afrikanischen Festland entfernte Insel St. Helena.
Napoleon legte schriftlich von Bord der HMS Bellerophon Einspruch gegen das Vorgehen ein, wie unsere Medaille dokumentiert. Er warf England (nicht den Allierten und auch nicht Großbritannien!) Wortbruch, Unehre und Willkür vor, denn er habe sich im Vertrauen auf Englands Rechtsstaatlichkeit unter das englische Gesetz gestellt.
Die Medaille entstand um 1840 im Zuge der Umbettung von Napoleons Gebeinen nach Paris. Interessant ist der Kontrast zu den Medaillen aus Napoleons Regierungszeit: kein anderer Herrscher hatte so sehr auf dieses Medium als Propagandainstrument gesetzt wie er. Er ließ sich dabei gerne im Stil der römischen Imperatoren mit Lorbeerkranz abbilden. Hier sehen wir ihn als alten, gebrochenen Mann mit Zweispitz. Auf der Rückseite ist seine Protestnote im Wortlaut wiedergegeben.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2004-0186.


05/08/2026

Der Festungsexperte Park Hyunuk Park aus Seoul ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der GyeongGi Cultural Foundation (GGCF), einer Stiftung der Provinz Gyeong Gi-do. Diese liegt in der entmilitarisierten Zone der Republik Korea nahe der Hauptstadt Seoul und betreibt dort mehrere kulturelle Einrichtung...

Adresse

Schlossstraße
Jülich
52428

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+49246163510

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