17/08/2026
Die alte "grüne" Eifel gibt es nicht mehr
Anders kann man es gar nicht sagen. Das Zusammenspiel aus extremer Wetterlage in diesem Sommer und dem menschengemachten Klimawandel im Hintergrund, hat mit heftigen Waldbränden voll zugeschlagen.
Die einst immergrüne, feuchte Eifel gehört mit diesem Sommer 2026 endgültig der Geschichte an.
Wir erleben derzeit einen dramatischen Wandel, der sich akut in diesen Waldbränden äußert, sich aber schon seit vielen Jahren ankündigte: immer weniger Schnee, stetig steigende Temperaturen und zunehmende Trockenheit. In diesem Jahr zeigte sich das Phänomen extrem. Die alte, feuchte, nasse und kalte Eifel existiert so schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, nicht mehr.
Es war letztlich nur eine Frage der Zeit, bis es in dieser extremen Trockenheit zu extremen Waldbränden kommen würde. Klar verursacht das Feuer meist ein Mensch, Munition oder ähnliches, aber die Ausbreitung des Feuers hängt von den meteorologischen Bedingungen ab (auch der Witterung/Klima) zuvor und diese Bedingungen sind für "Großfeuer" so günstig wie nie.
Ein eindrückliches Beispiel dafür ist der Weiße Stein im belgischen Hohen Venn, nur wenige Meter von unserer Wetterstation auf der deutschen Seite, der fast vollständig ausgetrocknet war – ein absolutes Novum, von dem selbst alte Berichte nichts zu erzählen wissen.
Die Ursachen liegen auf der Hand: extrem hohe Temperaturen, eine hohe Verdunstungsrate und viel zu wenig Niederschlag. Ich habe Euch die Niederschlagssumme am Weißen Stein/ im Vergleich der letzten 15 Jahre dargestellt.
Die Zukunft wird nicht einfach, denn gerade die Waldgebiete der Mittelgebirge stehen vor gewaltigen Herausforderungen und die Gefährdung hier am Waldrand auch für uns persönlich ist erheblich.
Einfluss haben wir nur begrenzt, aber immerhin: Vernünftiger Waldbau, Feuchtigkeit speichern, wenig versiegeln und weltweit mit dafür werben, dass wir den Trend bei den Treibhausgasen drehen.
Nur Anpassung wird nicht ausreichen.
zur Wetterstation: www.weisserstein.info