Zur freundlichen Erinnerung

Zur freundlichen Erinnerung Studentenphotographien aus alten Zeiten. Teilweise gehen die Bilder dann auch durch Tausch oder Verkauf an andere Sammler oder an die jeweiligen Verbindungen.

Seit einigen Jahren sammle ich historische Studentenphotographien, insbesondere solche, auf denen Angehörige von Studentenverbindungen zu sehen sind. Ich habe mir aber zur Gewohnheit gemacht, von allen Bildern auch aussagekräftige Ablichtungen zu behalten. Hier nun eine Auswahl. Die Alben werden ständig ergänzt. Die Erstellung der Texte erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen, in der Regel nach de

n online und in der einschlägigen Korporationsliteratur verfügbaren Informationen. Wer zusätzliches Wissen zu den Abbildungen oder Korrekturen zu den Angaben beisteuern kann ist herzlich aufgerufen, mir diese zukommen zu lassen. Ach ja, der Titel dieser Seite leitet sich von der gängigen Widmung auf der Rückseite der Portraits her, denn diese endete in der Regel mit den manchmal auch abgekürzten Wörtern "...zur freundlichen Erinnerung!"

Viel Spaß beim Stöbern!

Das schöne Couleurbild zum Sonntag: Herr van der Hoeven als Conkneipant des Corps Borussia Göttingen - Sommersemster 188...
24/05/2026

Das schöne Couleurbild zum Sonntag: Herr van der Hoeven als Conkneipant des Corps Borussia Göttingen - Sommersemster 1884.

Pfingstkongreß der Landsmannschaften in Coburg um 1934: Vor der Loreley.
23/05/2026

Pfingstkongreß der Landsmannschaften in Coburg um 1934: Vor der Loreley.

Die Auflösung des Rätsels von gestern...Zu sehen war die Rückseite einer Couleurkarte, welche 1899 von Angehörigen des T...
22/05/2026

Die Auflösung des Rätsels von gestern...

Zu sehen war die Rückseite einer Couleurkarte, welche 1899 von Angehörigen des Technisch-akademischen Gesangvereins Wien (später Sängerschaft Nibelungen) an den Akademisch-technischen Radfahr-Verein Wien geschrieben wurde.

Erstaunlich, daß es genügte, den Bezirk, die grobe Anschrift (Goldschmiedgasse und Graben liegen doch ein paar Meter auseinander...) und eine Abkürzung plus den ungefähren Namen der Gaststätte „Zur großen Tabakspfeife“ zu vermerken und die Karte wurde zugestellt... Heute, wo man oft den Eindruck hat, daß viele Brief- und Paketzusteller Analphabeten sind, wäre die Karte wohl im Müll gelandet. Damals war man wohl ehrgeizig und konziliant. Es gibt auch Couleurkarten, wo der Verbindungszirkel plus Ort ausreichte, damit die Sendung ankam...

Der Radfahrverein an der Technischen Hochschule war 1899 nicht einmal eine „exotische“ Vereinigung. Es gab solche Zusammenschlüsse z. B. in Prag (auch an der Technik), in Charlottenburg (hieraus ging später die Sängerschaft Alania Berlin hervor) oder in Graz. Und den verein in Graz scheint es sogar heute noch zu geben (zumindest ein schmales Instagramprofil).

Bild der Ansteckndale von https://www.fussballabzeichen.at/

Der Mutmaßungs-Mittwoch, heute am Donnerstag...Ratet mal schön, Leute...
21/05/2026

Der Mutmaßungs-Mittwoch, heute am Donnerstag...

Ratet mal schön, Leute...

Franz Kramm, Corps Saxonia Jena, später Marinepfarrer auf der „S.M.S. Gneisenau“ als Aktiver im Jahre 1889.Franz Kramm w...
20/05/2026

Franz Kramm, Corps Saxonia Jena, später Marinepfarrer auf der „S.M.S. Gneisenau“ als Aktiver im Jahre 1889.

Franz Kramm wurde am 27. November 1870 im Ort Jordan in Niederschlesien (heute poln. „Jordanowo“) geboren. Seine Eltern waren der evangelische Pfarrer Hermann Kramm und dessen Ehefrau Olga, geb. Polnow (Hochzeit 1867). Der Vater war als Student Angehöriger des Corps Saxonia Halle (1859).

Die Familie zog später nach Berlin, wo Franz Ostern 1888 am „Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster“ seine Reifeprüfung ablegte. Er studierte Theologie in Jena, wo er im Dezember 1888 beim Corps Saxonia recipiert wurde.

Es gab noch mindestens zwei Brüder:

Hermann Kramm jun. (1872-1952), Abitur 1889 ebenfalls am „Grauen Kloster“. Dieser studierte Medizin am „Friedrich-Wilhelm-Institut“ für Militärärzte (die spätere „Kaiser-Wilhelm-Akademie“, auch als „Pépinière“ bekannt. Er war als Student 1889 beim Corps Normannia aktiv und brachte es bis zum Generaloberarzt.

Erich Kramm (1875-1933), Theologe, 1928-1933 Erster Pfarrer und Superintendent/Domprediger in Merseburg. Dieser wurde 1893 wie sein Vater bei Saxonia Halle aktiv und erhielt 1914 auch das Band der Saxonia Jena.

Drei Söhne von Franz und Erich wurden ebenfalls bei Saxonia Jena aktiv und auch der Großvater erhielt 1884 dieses Band.

Der hier abgebildete Franz trat am 22. August 1899 seinen Dienst als einer von 16 beamteten Pfarrern der Reichsmarine an - 13 der 16 waren damals übrigens evangelisch... Gleich zu Beginn seiner Laufbahn wurde Kramm Pfarrer auf dem Kadetten-Schulschiff „S.M.S. Gneisenau“, welches mit über 470 Mann Besatzung am 18. September 1900 zu einer Ausbildungsfahrt nach Spanien, Portugal und Marokko auslief. Im Dezember 1900 lag die „Gneisenau“ in Málaga, wo es am 10. d. M. zu einem tragischen Unglück kam. Ein vor dem Hafen aufziehender Sturm wurde vom Kapitän in seiner Wirkung wohl unterschätzt und der Versuch, das Schiff aus der Gefahrenzone zu bringen, scheiterte. Die „Gneisenau“ wurde mehrmals an die Mole geworfen und sank dort schließlich soweit, daß lediglich noch die Masten aus dem Wasser ragten, auf die sich einige Besatzungsmitglieder geflüchtet hatten. 41 deutsche Seeleute und 12 spanische Zivilisten, welche zur Rettung eilten, verstarben an diesem Tag.

Das Unglück blieb bis heute im Gedächtnis der Stadt, auf deren „Cementerio Inglés” (dem 1831 eröffneten ersten protestantischen Friedhof Spaniens) die deutschen Matrosen, darunter auch der Kapitän, ihre letzte Ruhe fanden. Es existiert auch die “Puente de los Alemanes” (Brücke der Deutschen), welche 1907 nach einer verheerenden Flutkatastrophe auf Anregung des Kaisers vom Deutschen Reich als Dank für die Rettung und Versorgung der mit der “Gneisenau” sieben Jahre zuvor Verunglückten gestiftet wurde.

Kramm überlebte das Unglück, jedoch hatte er die traurige Pflicht, seinen Kameraden letzte Worte zuzurufen. Die “Gedächtnisrede für die Gefallenen S.M.S Gneisenau gehalten an der Bahre des Kapitäns zur See Kretschmann zu Málaga 1900 von Marinepfarrer Franz Kramm“ wurde 1901 in Wilhelmshaven gedruckt. Der Verkaufserlös war für die Errichtung eines Gedenksteins in Málaga bestimmt.

Kramm versah dann bis 1909 weiter seinen Dienst bei der Marine. Danach war er bis 1915 Pfarrer in Bernkastel und 1915 bis 1920 an der Lietzenseegemeinde (Berlin-Charlottenburg). Von hier wechselte er nach Solingen, wo er bis 1937 wirkte. Er verstarb am 14. April 1940.

Verbandsfest des „C.C.“ im Juni 1903 in Weimar Es ist allerdings nicht der Verband, den wir heute unter diesem Kürzel ke...
19/05/2026

Verbandsfest des „C.C.“ im Juni 1903 in Weimar Es ist allerdings nicht der Verband, den wir heute unter diesem Kürzel kennen. Es handelt sich um den zwei Jahre zuvor gegründeten "C.C.. (Chargierten-Convent), Verband farbentragender akademischer Gesangvereine". Hieraus wurde später der nach dem Tagungsort benannte "Weimarer C.C.", die heutige Deutsche Sängerschaft.

Auf dem wimmelbildgleichen Photo sehen wir neben den Couleurstudenten viele Herren mit den damals beliebte Strohhüten („Kreissägen“) und rechts oben auch einen ganzen Pulk von Männern mit Bowlern („Melonen“) vor einem weiteren Herren mit Zylinder - vielleicht Honoratioren und/oder eine Musikkapelle? Links ein Photograph bei der Arbeit vor einigen Personen, welche sich offenbar für ein Gruppenbild aufstellen.

Pfingsten 1927: Weihe des Gefallenendenkmals 1914-18 des Rudolstädter Senioren-Convents.
18/05/2026

Pfingsten 1927: Weihe des Gefallenendenkmals 1914-18 des Rudolstädter Senioren-Convents.

Das schöne Couleurbild zum Sonntag: Corpsbursche der Saxonia Jena, zweites Band vermutlich Saxonia Halle. Um 1887.
17/05/2026

Das schöne Couleurbild zum Sonntag: Corpsbursche der Saxonia Jena, zweites Band vermutlich Saxonia Halle. Um 1887.

Die Confuchsia ohne Füchse? Marburger Wingolf S.-S. 1905.Ausweislich der Schiefertafelbeschriftung sehen wir einen F.M. ...
16/05/2026

Die Confuchsia ohne Füchse? Marburger Wingolf S.-S. 1905.

Ausweislich der Schiefertafelbeschriftung sehen wir einen F.M. Und eine stattliche Zahl von Füchsen. Allerdings tragen alle Abgebildeten offensichtlich identische Bänder. Die Auflösung des Rätsels ist allerdings einfach: der Marburger Wingolf führte erst ein Jahr nach dem Entstehen dieser Photographie Fuchsenbänder ein...

Interessantes Beiwerk der Krug der 16 Jahre zuvor gegründeten Thomas-Bräu München (Detail in den Kommentaren...) und die zu sehenden Spieler. Links drei Wingolfiten, die unmotiviert Spielkarten in Händen halten und denen man offenbar den Tisch gemopst hat, an dem jetzt rechts zwei Schachspieler sitzen. Der rechte der beiden Schachspieler ist im Übrigen kürzlich hier im Portrait zu sehen gewesen:

https://www.facebook.com/photo/?fbid=1524409666355516&set=a.594043170618620

Himmelfahrtsausflug der Burschenschaft Alemannia Gießen nach Nidda 1920.
15/05/2026

Himmelfahrtsausflug der Burschenschaft Alemannia Gießen nach Nidda 1920.

Himmelfahrt, die Zeit der Dachverbandstreffen beginnt.In etwas gewöhnungsbedürftiger Aufmachung hier drei Vertreter des ...
14/05/2026

Himmelfahrt, die Zeit der Dachverbandstreffen beginnt.

In etwas gewöhnungsbedürftiger Aufmachung hier drei Vertreter des „Saxenkartells“, des Zusammenschlusses der Corps Saxonia Hannover, Karlsruhe und Danzig im Jahre 1908 in Weinheim. Die Reihenfolge der Zirkel entspricht von oben nach unten der Orts- und Altersfolge wie zuvor aufgezählt.

Die Corps in Karlsruhe und Danzig wurden jeweils von Saxen aus Hannover gestiftet. Danzig suspendierte 1912 nach einer Duellaffaire und ging schließlich in Saxonia Hannover auf. Das Kartell zwischen Hannover und Karlsruhe besteht als ältestes im Weinheimer bis heute.

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Schloßhof 1
Heidelberg
69117

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