Sammlung Prinzhorn

Sammlung Prinzhorn Die Sammlung Prinzhorn ist ein Museum für Kunst von Menschen mit psychischen Ausnahme-Erfahrungen. Mehr Informationen unter https://www.sammlung-prinzhorn.de/

Konzert: Nur Musik?Sonntag, 13. September 2026, 19 UhrKonzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums Sammlung ...
03/09/2026

Konzert: Nur Musik?
Sonntag, 13. September 2026, 19 Uhr

Konzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums Sammlung Prinzhorn

Ort: Ev. Hosanna Gemeinde, Vangerowstr. 5, 69115 Heidelberg
Eintritt: 24€ regulär / 18€ Mitglieder und Senior*innen / 6€ Studierende und Schüler*innen
Tickets: www.klangforum-heidelberg.de

Uraufführung — Eun-Hwa Cho: Im Warten, für achtstimmiges Vokalensemble, 2026

Das KlangForum Heidelberg ist der Sammlung Prinzhorn seit vielen Jahren eng verbunden. Aus dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit zahlreiche Kompositionsaufträge entstanden, die sich intensiv mit den Werken und Dokumenten der Sammlung auseinandersetzen.

Mit der Uraufführung einer neuen Komposition der koreanischen Komponistin Eun-Hwa Cho wird diese Zusammenarbeit fortgesetzt. Ausgehend von den Werken der Sammlung Prinzhorn entwickelt sie eine musikalische Perspektive auf Grenzerfahrungen, individuelle Ausdrucksformen und die vielschichtigen Beziehungen zwischen Kunst und Lebenswirklichkeit.

Zudem sind Werke von Robert Schuhmann zu hören, die eine intensive Auseinandersetzung des Komponisten mit existentiellen Fragen aufzeigenund bereits eine Hinwendung zur verletzlichen menschlichen Psyche zeigen, sowie Michael Maierhofs "Exit D" und Solages geheimnisvolles Rondeau "Fumeux fume par fumée". Sebastian Clarens "Der Adler" nach Gedichtfragmenten Friedrich Hölderlins bildet den Abschluss des Abends.

Das Konzert der SCHOLA HEIDELBERG verbindet Musik aus sieben Jahrhunderten zu einem eindrucksvollen Programm über Wahrnehmung, Sprache, Kreativität und die feinen Übergänge zwischen künstlerischer Inspiration und menschlicher Grenzerfahrung.

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Gudrun Bierski,Blick durchs Fenster",...
25/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Gudrun Bierski,
Blick durchs Fenster",
vor 2007,
Öl auf Hartfaser, Rahmen und Leiste aus Papiermaché, überstrichen.

GUDRUN BIERSKI
Ostrava 1925 – 2006 Frankfurt/Main

Bereits während ihres Kunststudiums in Karlsruhe verhielt sich Gudrun Bierski auffällig, litt immer wieder unter nervlichen Krisen. Ab 1955 lebte sie in Frankfurt am Main, wo sie zunächst als technische Zeichnerin arbeitete, sich dann aber immer mehr zurückzog. Im Verborgenen schuf sie ein großes Œuvre, das fast die ganze Wohnung ausfüllte. In den 1990er Jahren erhielt sie die Diagnose „Schizophrenie“ und wurde von einer Betreuerin versorgt. Die Erben fanden neben Gemälden, für die sie Pappmaché-Rahmen fertigte, Teppiche, deren farbige Muster persönlichen Codes folgten, sowie Hefte voller Wort- und Zahlenfolgen.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:August Natterer ,«Transportable schwe...
23/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

August Natterer ,
«Transportable schwere Haubitze»,
28.6.1915,
Bleistift, Farbstifte auf Zeichenpapier.

AUGUST NATTERER
Schornreute 1868 – 1933 Heil- und Pflegeanstalt Rottenmünster, Rottweil

Nach einer Lehre als Elektromechaniker und Auslandsaufenthalten gründete Natterer 1897 ein eigenes Geschäft in Würzburg. Er verdiente gut am Bau von Apparaten für die Universität, unter anderem für Wilhelm Röntgen. Als die Aufträge ausblieben, geriet er in finanzielle Not. 1907 sah Natterer über der Stuttgarter Rothebühl-Kaserne innerhalb einer halben Stunde in schneller Folge fantastische Bilder, die ihm „zur Vollendung der Erlösung von Gott offenbart“ schienen. Mit quälenden Körperempfindungen und nach einem Suizidversuch kam er in die Anstalt Rottenmünster bei Rottweil. 1911 begann er in der Anstalt Weisenau zu zeichnen und Bilder seiner Vision festzuhalten, u. a. die böse Welthexe und ihre Rockverwandlungen.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Josef Belgrad,«Emiel Pannès», 1907, Ö...
21/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Josef Belgrad,
«Emiel Pannès»,
1907,
Öl auf Karton.

JOSEF BELGRAD
Mönchengladbach 1868 – 1914 Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Düren

Belgrad verlor früh beide Eltern und wuchs im Waisenhaus auf. Er arbeitete als Schmied, Bäcker, Zeugdrucker, Tagelöhner und wurde mehrfach straffällig. Ein Straßenraub brachte ihn 1890 ins Zuchthaus, ab 1894 in verschiedene Anstalten, wo er die Diagnose „chronische Paranoia“ erhielt. Sexuelle Gedanken und Halluzinationen quälten ihn, drei Suizidversuche waren die Folge. In seiner Einzelzelle in der Anstalt Düren durfte er malen, was seine Stimmung spürbar hob. Er zeichnete Fantastisches, aber auch Stillleben, Historienbilder und seine Umgebung, stellte Grußkarten her und schmückte Anstaltsräume mit seinen Malereien aus. Auch ein Altarbild entstand. Belgrad hoffte auf eine berufliche Zukunft als Maler, starb aber 1914 in der Anstalt.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Else Blankenhorn,«9000 / Mil=iarden G...
18/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Else Blankenhorn,
«9000 / Mil=iarden Gold/Austra=/lien/Australien/Deutschland», Geldschein,
1908-1919,
Deckfarben auf Papier.

ELSE BLANKENHORN
Karlsruhe 1873 – 1920 Krankenhaus Konstanz

Die Tochter einer großbürgerlichen Karlsruher Familie liebte Kunst und Musik, erhielt Mal- und Gesangsstunden. Sie sollte eine gute Partie machen, geriet aber mit 26 Jahren, noch unverheiratet, in eine psychische Krise und zog sich auf Anraten der Ärzte für einige Jahre ins Privatsanatorium Bellevue in Kreuzlingen zurück. Als sie nach dem Tod des Vaters wieder Ängste und Wahnvorstellungen quälten, kehrte sie dorthin zurück und lebte getrennt von den anderen Patient*innen mit einer Pflegerin in privaten Räumen. Dort widmete sie sich ihren Ölgemälden, Zeichnungen, Kompositionen und der Produktion einer Vielzahl von Geldscheinen, die sie als „Kaiserin Else“, Gattin „im Geiste“ von Kaiser Wilhelm II., für die Versorgung von Liebespaaren im Jenseits einsetzen wollte.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Katz oder Kaltz,Ohne Titel, undatiert...
16/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Katz oder Kaltz,
Ohne Titel,
undatiert,
Wasserfarbe auf Zeichenpapier.

KATZ ODER KALTZ
Lebensdaten unsicher

Die Identität von Katz od. Kalz ist nicht gesichert. Fest steht nur, dass der männliche Patient vor 1921 in der Städtischen Krankenanstalt Lindenburg in Köln-Lindenthal behandelt wurde. Dort schuf er mehrere formelhaft vereinfachte Darstellungen erigierter Pen*sse und Vulven. Drei Blätter haben sich in der Sammlung Prinzhorn erhalten.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Konrad Schröder,Ohne Titel [Waldlands...
13/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Konrad Schröder,
Ohne Titel [Waldlandschaft],
Okt 1919,
Öl auf Holz, Holzrahmen.

KONRAD SCHRÖDER
Lebensdaten unbekannt, nachweisbar 1912 Städtische Heilanstalt St. Jürgen Asyl Ellen, Bremen

Über Konrad Schröder ist abgesehen von seiner Diagnose „Dementia praecox“ wenig bekannt. Einige wenige Arztnotizen, die den sechs teilweise aufwändig gerahmten Gemälden, die um 1921 nach Heidelberg kamen, beigelegt waren, bezeugen seinen Aufenthalt um 1912 in der Heilanstalt St. Jürgen Asyl in Ellen bei Bremen. Diese dokumentieren Äußerungen Schröders zu seinen Werken.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Theobald Warnken,Ohne Titel [Collage ...
11/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Theobald Warnken,
Ohne Titel [Collage eines Bildes],
vor Juni 1922,
Bleistift, Farbstifte auf Zeichenpapier und Karton, Ornamente aus Karton ausgeschnitten und aufgenäht, Rahmen aus Pappe.

THEOBALD WARNKEN
Bremen 1861 – 1922 Städtische Heilanstalt St. Jürgen Asyl Ellen, Bremen

Mit 30 Jahren kam der Matrose Warnken zum ersten Mal in die Anstalt, weil er wegen der akustischen Trugwahrnehmungen laut auf der Straße schimpfte und einen Revolver bei sich trug. Er hatte Angst vor Vergiftung und klagte über ein „Rumoren im Kopf“. Vor und nach diesem Aufenthalt kam er mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt, zumeist wegen Landstreicherei. 1912 wurde er zunächst in ein Arbeitshaus, dann in das Bremer St. Jürgen Asyl eingewiesen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Die Diagnose lautete „Alte Dementia praecox“. Er halluzinierte viel und „telefonierte“ an der elektrischen Lichtleitung. In der Anstalt fertigte Warnken „Sägearbeiten“ aus Pappe als „Rahmen lieblicher Bildmotive“.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Oswald Max Lohse,«Lieber Schneidermei...
08/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Oswald Max Lohse,
«Lieber Schneidermeister Weishaupt»,
2.3.1913,
Feder in schwarzbrauner Tinte, Pinsel in Deckfarben mit Deckweiß auf braunem Packpapier .

ALFONS FRENKL
Lebensdaten unbekannt, nachweisbar 1906, Hofrat Rehm‘sche Anstalt Neufriedenheim bei München

Über Alfons Frenkl wissen wir sehr wenig. Er ist 1906 in der „Hofrath Rehm‘schen“ Heilanstalt Neufriedenheim bei München als „Patient der 1. Klasse“ nachgewiesen, was darauf hinweist, dass er wohlhabend war. Leider existiert keine Krankenakte mehr. Seine Zeichnungen zeigen neben Tieren auch eigene Erfindungen, Fahrräder, Kutschen, Luftschiffe und motorisierte Fahrzeuge.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:Alfons Frenkl,«Luftschiffe Model Alfo...
05/08/2026

Aus unserer Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn“:

Alfons Frenkl,
«Luftschiffe Model Alfons Frenkl.»,
1906,
Bleistift auf Zeichenpapier.

ALFONS FRENKL
Lebensdaten unbekannt, nachweisbar 1906, Hofrat Rehm‘sche Anstalt Neufriedenheim bei München

Über Alfons Frenkl wissen wir sehr wenig. Er ist 1906 in der „Hofrath Rehm‘schen“ Heilanstalt Neufriedenheim bei München als „Patient der 1. Klasse“ nachgewiesen, was darauf hinweist, dass er wohlhabend war. Leider existiert keine Krankenakte mehr. Seine Zeichnungen zeigen neben Tieren auch eigene Erfindungen, Fahrräder, Kutschen, Luftschiffe und motorisierte Fahrzeuge.

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Adresse

Heidelberg

Öffnungszeiten

Dienstag 11:00 - 17:00
Mittwoch 11:00 - 20:00
Donnerstag 11:00 - 17:00
Freitag 11:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+496221564492

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Sammlung Prinzhorn erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Sammlung Prinzhorn senden:

Verknüpfungen

Teilen