Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Wass ketne! Lasst uns zusammenkommen – wir sind ein Ort der Begegnung, des Dialogs, der Erinnerung und Forum für die Menschenrechte.

Ein herausragender Jazzgeiger mit kongenialer Begleitung – Zipflo Reinhardt in Concert:  Zipflo Reinhardt ist ein exzell...
30/08/2026

Ein herausragender Jazzgeiger mit kongenialer Begleitung – Zipflo Reinhardt in Concert: Zipflo Reinhardt ist ein exzellenter Jazzmusiker, dessen Vorfahre Django Reinhardt einst den Jazz nach Europa gebracht hat. Inzwischen zählt er selbst zu den herausragendsten Jazzgeigern unserer Zeit und hat mit vielen musikalischen Größen zusammen gespielt. Sein Können stellt er am Sonntag, 4. Oktober, um 20 Uhr nun auch im UGZWO Am Bahnbetriebswerk 5 in Heidelberg unter Beweis.
Wer die musikalische Palette von Zipflo Reinhardt kennt, weiß, dass es seine Sache nicht ist, nostalgisch in musikalischen Mustern vergangener Zeit zu verweilen. Vielmehr hat sich der Sinto von zeitgenössischen Jazzschwergewichten inspirieren lassen, um schließlich seine ganz eigene musikalische Form zu finden, sowohl in stilistischer Ausrichtung als auch in seiner unverkennbaren individuellen Interpretationsweise.
Eingebettet ist seine Performance in die kongeniale Begleitung der Jazzroutiniers German Klaiber am Bass, Maiki Adel an der Gitarre und Yves Gissy am Schlagzeug, die alle auf internationale Erfahrung verweisen können.

Tickets für das Konzert sind für 25 Euro (ermäßigt 23 Euro) erhältlich unter https://www.ticketing-tankturm-betriebswerk.de/details-registrierung/zipflo-reinhardt-ensemble

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma mit dem UGZWO und findet im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie Heidelberg 2026 statt.

Luigi Toscano – Vom Einwandererkind zum Fotografen der Holocaust-Überlebenden:  Der als »Kanakenkind« beschimpfte Sohn s...
29/08/2026

Luigi Toscano – Vom Einwandererkind zum Fotografen der Holocaust-Überlebenden: Der als »Kanakenkind« beschimpfte Sohn sizilianischer Einwanderer, findet durch die Hinwendung zur Fotografie sein Ventil – weg von Gewalt und Vernachlässigung in der Kindheit, weg von Drogen und der Straße. Als Fotograf kämpft er gegen das Vergessen, den Hass, die grassierende Gefühllosigkeit. Seine übergroßen Porträts von über 600 Opfern von Krieg und Grausamkeit sind weltweit öffentlich zu sehen, in deutschen Bahnhöfen, in Babyn Jar, in Paris und New York. Seine Biografie, die er am Freitag, 25. September, um 20 Uhr im DAI Heidelberg vorstellt, verbindet sich mit dem Leben von Anna Strishkowa aus Kiew, Herzstück seiner Ausstellungen, die 1943 als Kind von den Deutschen nach Auschwitz deportiert wurde und ihr Leben lang auf der Suche nach ihrer Familie war.
Luigi Toscano ist Fotograf und Filmemacher. Seit über zehn Jahren ist er für sein multimediales Erinnerungsprojekt »Gegen das Vergessen« unterwegs, von der UNESCO wurde er zum »Artist for Peace« ernannt.
Die Veranstaltung in der Sofienstraße 12 in Heidelberg ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma mit dem DAI und dem Literaturherbst Heidelberg.
Tickets für 15,90 Euro (ermäßigt 12,90 Euro) gibt es unter:
https://dai-heidelberg.de/de/veranstaltungen/luigi-toscano-75363/
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Die Kinder, kranken und alten Menschen hatten keine Chance zu überleben: In der Nacht des 2. August 1944 wurden die 4300...
04/08/2026

Die Kinder, kranken und alten Menschen hatten keine Chance zu überleben: In der Nacht des 2. August 1944 wurden die 4300 Sinti und Roma im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS – trotz heftigen Widerstands – in die Gaskammern getrieben und ermordet. Zum 82. Jahrestag der Auflösung des Lagerabschnitts, in dem die Angehörigen der Minderheit zusammengepfercht worden waren, haben am 2. August der Zentralrat sowie das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit dem Verband der Roma in Polen und dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau am den Opfern am Ort des Menschheitsverbrechens gedacht.
Das Europäische Parlament erklärte den 2. August im Jahr 2015 in Erinnerung an die 500.000 Angehörigen der Minderheit, die im NS-besetzten Europa ermordet wurden, zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma.

Auf dem Weg zur Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau: Istvan Gyöngyösi, Abgeordneter des ungarischen Parlaments, Krisztian Köszegi, stellvertretender Präsident des ungarischen Parlaments, Michael Brand, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Isabelle Berro-Amadei, Präsidentin des Ministerkomitees des Europarates und Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit von Monaco, Petra Bayr, Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Szymon Hołownia, Vizemarschall des Seym der Republik Polen, und Roman Kwiatkowski, Präsident des Verbands der Roma in Polen (von links). Foto: Zentralrat deutscher Sinti und Roma / Jarosław Praszkiewicz

Unvergesslicher Abend mit Frieda Daniels: Mit Charme, Lebensfreude und ihrer geradezu ansteckenden Herzlichkeit hat die ...
19/07/2026

Unvergesslicher Abend mit Frieda Daniels: Mit Charme, Lebensfreude und ihrer geradezu ansteckenden Herzlichkeit hat die 93-Jährige Holocaust-Überlebende, Sintezza und Hochseil-Artistin die Zuhörerinnen und Zuhörer im vollbesetzten Heidelberger Rathaussaal in ihrem Bann gezogen.
1933 wurde sie als Frieda Lemoine in Hamburg geboren. Ihr Vater hatte eine eigene Artistentruppe, in der auch die Kinder mitwirkten. „Während der Saison reisten wir durch ganz Deutschland und zeigten unsere Kunst“, erzählte sie. Als Angehörige der Minderheit aber wurden Frieda Daniels und ihre Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Aufgrund des Festsetzungserlasses vom 17. Oktober 1939 – eine vorbereitende Maßnahme zur Deportation – durften sie die Stadt nicht mehr verlassen. Während des Bombardierung der Hansestadt gelang es den Eltern mit ihren elf Kindern nach Thüringen zur Großmutter zu fliehen. Nach dem Krieg baute der Vater Johann Lemoine wieder eine Truppe auf, mit der die Familie durch das zerstörte Deutschland von Auftritt zu Auftritt zog. „Die Menschen wollten etwas Freudiges sehen", schilderte sie im Gespräch mit Heidrun Helwig vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Dabei machte die Familie auch in Heidelberg Station. Seit 1954 lebt Frieda Daniels in Amerika und Balancieren auf dem Seit ist noch immer ihrer Leidenschaft. Begrüßt wurde die 93-Jährige im Rathaussaal von Bürgermeisterin Stefanie Jansen, die an den Völkermord an den Sinti und Roma erinnerte, und von Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates und des Dokumentationszentrums. Zu der Begegnung mit Frieda Daniels hatte das Dokumentationszentrum gemeinsam mit der ForschungsstelleAntiziganismus das Universität sowie der Stadt Heidelberg eingeladen. Finanziert wurde der Besuch der Sintezza in Deutschland von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Mythos „Stauffenberg-Attentat“: Zum 20. Juli 1944 scheint alles gesagt. Es ist bekannt, wie Claus Schenk Graf von Stauff...
11/07/2026

Mythos „Stauffenberg-Attentat“: Zum 20. Juli 1944 scheint alles gesagt. Es ist bekannt, wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg die Bombe platzierte, warum der Anschlag misslang und trotzdem aller Ehren wert ist. Dass aber in Wirklichkeit rund 200 Personen, ein breites Bündnis von Menschen aller sozialer Schichten und unterschiedlichster politischer Couleur am sogenannten „Stauffenberg-Attentat“ beteiligt waren, ist nur wenigen bewusst. Noch heute gilt der 20. Juli 1944 als „Aufstand des Gewissens“ einer kleinen Gruppe konservativer Militärs, noch heute verstellt diese legendenhafte Überhöhung den Blick auf die Ereignisse und die gesellschaftliche Vielfalt der Verschwörung.
Die Journalistin Ruth Hoffmann hat mit „Das deutsche Alibi“ eine längst überfällige Dekonstruktion des Mythos vorgelegt, die sie am Donnerstag, 16. Juli um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in der Bremeneckgasse 2 in Heidelberg vorstellt. Darin zeichnet sie nach, wie der 20. Juli seit Gründung der Bundesrepublik politisch instrumentalisiert wird: Mal um sich gegen die DDR abzusetzen und kommunistische Widerständler zu diffamieren. Mal, um Politikern, die mit dem NS-Regime kollaboriert hatten, eine Nähe zum Widerstand anzudichten. Oder – wie die AfD – um die eigene Demokratiefeindlichkeit mit einem angeblichen Widerstandsgeist in der Tradition Stauffenbergs zu kaschieren. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. (Foto: Valeska Achenbach)

Sintezza, Holocaust-Überlebende und Hochseil-Artistin: Frieda Daniels ist 93 Jahre alt, Hochseil-Artistin und Sintezza. ...
25/06/2026

Sintezza, Holocaust-Überlebende und Hochseil-Artistin: Frieda Daniels ist 93 Jahre alt, Hochseil-Artistin und Sintezza. Ihr Vater hatte eine eigene Truppe, in der auch die Kinder mitwirkten. „Hamburg war unser fester Wohnsitz, während der Saison aber reisten wir durch ganz Deutschland und zeigten unsere Kunst“, erzählt sie. Als Angehörige der Minderheit aber wurden Frieda Daniels und ihre Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Aufgrund des Festsetzungserlasses vom 17. Oktober 1939 – eine vorbereitende Maßnahme zur Deportation – durften sie die Stadt nicht mehr verlassen. Wie es den Eltern und ihren zehn Kindern dennoch gelang, zu überleben, berichtet die hochbetagte Dame am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr im Großen Rathaussaal am Marktplatz 10. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Die 93-Jährige lebt seit Jahrzehnten in Kalifornien und kommt für kurze Zeit in ihre alte Heimat. Besonders gespannt ist sie auf ihren Besuch in Heidelberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat ihr Vater Johann Lemoine wieder eine eigene Artistentruppe aufgebaut, in der auch Frieda Daniels auf dem Hochseil die Zuschauerinnen und Zuschauer fasziniert hat. Und die „Hochseil- und Varieté-Schau“ ihrer Familie hat dabei auch in Heidelberg ein Gastspiel gegeben.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums mit der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität sowie der Stadt Heidelberg und wird finanziert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Gedenken neu denken: Wie sieht unsere Erinnerungskultur in Zukunft aus? Wie erinnern sich kommende Generationen an Holoc...
17/05/2026

Gedenken neu denken: Wie sieht unsere Erinnerungskultur in Zukunft aus? Wie erinnern sich kommende Generationen an Holocaust und Shoah? In einer Zeit, in der Antisemitismus und Antiziganismus in einem bedrohlichen Ausmaß ansteigen, steht auch die Gedenk- und Erinnerungsarbeit vor großen Herausforderungen. Und während gerade bei Jüngeren das Wissen um die deutsche Vergangenheit weiter abnimmt, wird es bald auch keine Zeitzeug*innen der nationalsozialistischen Verbrechen mehr geben. Damit beschäftigt sich die Journalistin Susanne Siegert in ihrem Buch „Gedenken neu denken“, das sie am Donnerstag, 21. Mai, um 20 Uhr bei zwinger x in der Zwingerstraße 3 vorstellt.
Susanne Siegert ist 1992 geboren und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie zeigt seit Jahren ganz praktisch, wie eine neue Form der Gedenkarbeit aussehen kann: Auf dem Account .erinnerungskultur klärt sie auf Instagram und TikTok über den Nationalsozialismus auf und erreicht damit über 200.000 Follower*innen. plädiert sie für ein aktives und pluralistisches Erinnern. Dabei nimmt sie die Nachfahren der Tätergeneration in die Pflicht und thematisiert auch weniger bekannte Verbrechen sowie bisher vernachlässigte Opfergruppen.
Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis. Foto: Ina Lebedjew

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Theater und Orchester Heidelberg und zwinger x. Für die Tickets gilt ein solidarisches Preisprinzip von 3 Euro bis 19 Euro unter https://theaterheidelberg.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/bestseatselect?eventId=15642

Führungen zur Erinnerung an die Mai-Deportation der Sinti und Roma 1940 und zum Internationalen Museumstag: Am 16. Mai 1...
11/05/2026

Führungen zur Erinnerung an die Mai-Deportation der Sinti und Roma 1940 und zum Internationalen Museumstag: Am 16. Mai 1940 verschleppten NS-Schergen hunderte Sinti und Roma aus ganz Südwestdeutschland – darunter auch Familien der Minderheit aus Heidelberg. Zum Gedenken an die Mai-Deportation lädt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr zu einer Führung auf den Spuren der Heidelberger Sinti durch die Altstadt ein. Das Dokumentationszentrum beteiligt sich außerdem mit zwei Sonderführungen am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 und 14 Uhr. Vorgestellt werden dabei Einzelschicksale der Sinti und Roma. Um Anmeldung für alle Angebote wird per E-Mail an [email protected], die Teilnahme ist aber auch spontan möglich.

Die Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene hat viele Jahre den Rundgang durch die Altstadt auf den Spuren der Heidelberger Sinti organisiert und über das Leben, die Ausgrenzung und Verfolgung der Minderheit informiert. Im November 2023 ist die Sintezza leider verstorben. Ihre Tochter Jeannette Bunk und ihr Enkel Anthony Bunk setzen am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr die Tradition in Erinnerung an Ilona Lagrene fort. Treffpunkt ist das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in der Bremeneckgasse 2.

Der Internationale Museumstag wird am Sonntag, 17. Mai, in Deutschland gefeiert. Damit machen gleichzeitig Museen auch weltweit auf ihre gesellschaftliche Rolle aufmerksam. Natürlich auch in Heidelberg. Und daran beteiligt sich das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma erneut mit einem besonderen Angebot. Um 11 und um 14 Uhr gibt es an diesem Tag zwei kostenlose Sonderführungen jeweils mit einem Gespräch zu „Schwerpunkten der Dauerausstellung“. Dabei soll auch an Persönlichkeiten wie Herbert „Ricky“ Adler, Ceija Stojka sowie die Bruder W***y und Rudolf Blum und ihre Geschichte erinnert werden. Fotos: Dokumentation- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma/ Johannes Kaise (1) / Lars Kehrel (1)

„Fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ einer Bilderreise: 1944 wird im Auftrag der SS im „Judendurchgangslager“ We...
23/04/2026

„Fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ einer Bilderreise: 1944 wird im Auftrag der SS im „Judendurchgangslager“ Westerbork in den besetzten Niederlanden ein Film gedreht. Auch die Abfertigung eines Zuges, der fast 1000 Personen nach Bergen-Belsen und Auschwitz deportiert, wird aufgezeichnet. 1956 verwendet der französische Filmregisseur Alain Resnais Einstellungen dieser Szenen in seinem Film „Nuit et Brouillard“ (Nacht und Nebel). Damit beginnt eine Bilderreise, die Fabian Schmidt in seinem Buch „Der Westerborkfilm: Bilderwanderung und Holocaust-Erinnerung“ untersucht, das er am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vorstellt. Der Eintritt ist frei.
Fabian Schmidts Buch erzählt diese Rezeptionsgeschichte auf der Basis empirisch gewonnener Filmdaten und rekonstruiert die Bedeutung des Westerborkfilms für die Formierung der Erinnerungskultur. Ausgezeichnet wurde die Arbeit mit dem W***y-Haas-Preis 2026.
Die Jury lobte Fabian Schmidt für seine detaillierte Analyse des auf 16 mm gedrehten „Täter-Film“-Materials. Die „fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ der Dreharbeiten sei eine „außergewöhnlich fundierte Arbeit, die zahlreiche Quellen auswertet und insgesamt vorbildlich ist."
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. (Foto: Filmstill)

Kompakte Informationen zum Darmstädter Einsatzgruppenprozess 1967/68: Mit dem Strafverfahren gegen den SS-Sonderkommando...
16/04/2026

Kompakte Informationen zum Darmstädter Einsatzgruppenprozess 1967/68: Mit dem Strafverfahren gegen den SS-Sonderkommandoführer Kuno Callsen und zehn Mittäter hat sich Joscha Döpp in seiner Masterarbeit beschäftigt, die im Wallstein Verlag erschienen ist. Einen spannenden und gleichsam erschütternden Überblick über die Verbrechen der Angeklagten in der Ukraine und die Ermittlungen der deutschen Strafverfolger hat der Frankfurter Historiker im Dokumentations- und Kulturzentrum gegeben. Im Mittelpunkt stand dabei das Massaker in Babyn Jar, bei dem die NS-Schergen Ende September 1941 innerhalb von zwei Tagen mehr als 33700 jüdische Männer, Frauen und Kinder ermordeten. Im Gespräch mit Heidrun Helwig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokuzentrum, berichtete Joscha Döpp auch von Vera Bogucka und Dina Proničeva, zwei Frauen, die das unfassbare Verbrechen überlebten und in Darmstadt als Zeuginnen gehört wurden. Auch in der Diskussion mit den Zuhörerinnen und Zuhörern wurde deutlich: Die Ermittler betrieben Grundlagenforschung, während das Urteil mit überwiegend kurzen Freiheitstrafen insgesamt recht ernüchternd ausfiel.

Adresse

Bremeneckgasse 2
Heidelberg
69117

Öffnungszeiten

Dienstag 09:30 - 19:45
Mittwoch 09:30 - 16:30
Donnerstag 09:30 - 16:30
Freitag 09:30 - 16:30
Samstag 11:00 - 16:30
Sonntag 11:00 - 16:30

Telefon

+496221981102

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