Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Der Zentralrat ist die bürgerrechtliche und politische Interessenvertretung deutscher Sinti und Roma

Am 4. April 1980 begannen elf Sinti und die Münchner Sozialarbeiterin Uta Horstmann einen Hungerstreik in der Evangelisc...
03/09/2026

Am 4. April 1980 begannen elf Sinti und die Münchner Sozialarbeiterin Uta Horstmann einen Hungerstreik in der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der Gedenkstätte Dachau. Unter ihnen waren mit Jakob Bamberger, Franz Wirbel und Hans Braun auch Überlebende der Konzentrationslager.

Die Streikenden protestierten gegen ein politisches Versagen der Bundesrepublik. Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma war noch immer nicht offiziell anerkannt. Gleichzeitig wurden Angehörige der Minderheit durch Polizei und Justiz weiterhin gesondert erfasst. Auch Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus waren nach 1945 weiterverwendet worden.

Die Forderungen waren klar: Anerkennung des Völkermords, ein Ende der polizeilichen Sondererfassung und Aufklärung über den Verbleib der nationalsozialistischen Akten. Romani Rose vertrat die Gruppe als Sprecher gegenüber Medien und Politik und führte die Verhandlungen mit dem Bayerischen Innenministerium.

Der Hungerstreik fand national und international große Beachtung. Am 12. April kam Bundesjustizminister Vogel nach Dachau. Romani Rose verlas die gemeinsame Abschlusserklärung und der Streik wurde beendet. Nicht alle Forderungen waren erfüllt, doch die Politik konnte die Stimmen der Sinti und Roma nicht länger übergehen.

Im Februar 1982 gründeten mehrere Verbände den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Romani Rose übernahm den Vorsitz. Am 17. März 1982 erkannte Bundeskanzler Helmut Schmidt den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma offiziell an.

Dieser politische Erfolg wurde von Überlebenden, Angehörigen, Bürgerrechtlerinnen, Bürgerrechtlern und Verbündeten gemeinsam erkämpft. Ihre Geschichte bleibt aktuell, denn Antiziganismus ist nicht überwunden. Erinnerung bedeutet deshalb auch, gegenwärtige Diskriminierung sichtbar zu machen und den Betroffenen zuzuhören.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg Strafanzeige und Strafantrag gegen ...
02/09/2026

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma stellt bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) und Beleidigung (§ 185 StGB). Anlass ist der Auftritt Chrupallas bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung am 29. August 2026 im Kulturhaus Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern). Vor rund 400 Anwesenden nahm er dort Bezug auf den zuvor bekannt gewordenen Fund von Waffen und Munition in einem Wald bei Berlin und erklärte, die Waffen hätten „wahrscheinlich irgendwelche Zigeuner dort verloren, beim Pilzesuchen“. Die Zuhörer im Saal reagierten mit Gelächter und Beifall.

Der Zentralrat ist fassungslos darüber, dass 81 Jahre nach Auschwitz eine gesichert rechtsextreme Partei im Wahlkampf auf zynische Art wieder gegen Sinti und Roma hetzt. Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Chrupalla, bestätigt einmal mehr das Weltbild seiner Partei, die mit dem Schüren von Angst und dem Verbreiten von Hass gegen Minderheiten, Menschen ausgrenzt und stigmatisiert.

In ihrer Ideologie verharmlosen sie die NS-Verbrechen als „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte. Das antisemitische und antiziganistische Bild der N***s war völkisch-ideologisch geprägt vom Rassenwahn, der sich auf Menschen in ganz Europa ausgewirkt und zur Ermordung von Millionen Menschen geführt hat.

„In der politischen Auseinandersetzung mit dieser verfassungsfeindlichen Partei geht es heute nicht um Minderheiten“, so der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, „sondern um die Sicherung von Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Frieden.“ Rose führt weiter aus: „Die AfD ist eine Partei der Spaltung, die das Bild des hässlichen Deutschen in Europa wiederaufleben lässt und damit das Ansehen und die Zukunft unseres Landes in der Welt gefährdet.“

24/08/2026

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Restaurierung des Mausoleums keineswegs selbstverständlich gewesen sei. Über Jahre hinweg habe es mehrere Anläufe gebraucht, Förderanträge seien abgelehnt worden und immer wieder hätten bürokratische und organisatorische Hürden das Vorhaben verzögert. Dass die Sanierung dennoch umgesetzt werden konnte, sei dem langen Atem und dem gemeinsamen Engagement von Stadt, Initiativen und weiteren Unterstützern zu verdanken.
Vogt würdigte das Mausoleum zugleich als bedeutenden Erinnerungsort für Halle und dankte dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma mit seinem Vorsitzenden Romani Rose, den aus Spanien angereisten Nachfahren, der „Osendorf-Runde“ sowie den beteiligten Schülerinnen und Schülern des Elisabeth-Gymnasiums.
Neben der Geschichte des Mausoleums selbst verwies Vogt auch auf die Verfolgung der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. Das ehemalige Zwangslager in der heutigen Geschwister-Scholl-Straße stehe exemplarisch für Ausgrenzung, Deportation und Vernichtung. Die Wiederherstellung des Mausoleums sei deshalb auch ein Auftrag, diese Geschichte sichtbar zu halten und an kommende Generationen weiterzugeben.

Die Sanierung des Sinti-Mausoleums in Halle-Osendorf ist ein besonderes Vorzeigeprojekt dafür, wie Denkmalschutz, histor...
24/08/2026

Die Sanierung des Sinti-Mausoleums in Halle-Osendorf ist ein besonderes Vorzeigeprojekt dafür, wie Denkmalschutz, historisch-politische Bildung und eine lebendige Erinnerungskultur miteinander verbunden werden können. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Elisabeth-Gymnasium Halle: Seit mehreren Jahren setzen sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte der Sinti und Roma, der Sinti Familie Weinlich und dem historischen Ort auseinander und haben die Restaurierung des Mausoleums aktiv begleitet. So wird Geschichte nicht nur vermittelt, sondern von einer jungen Generation erforscht, sichtbar gemacht und weitergetragen.

Am 23. August wurde das um 1915 für den Sinto Josef „Nauni“ Weinlich errichtete Mausoleum nach umfassender Sanierung feierlich wieder eingeweiht. Es gehört zu den seltenen erhaltenen steinernen Zeugnissen der Geschichte der Sinti in Mitteldeutschland und macht zugleich eine Geschichte sichtbar, die über Jahrhunderte selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft war und durch die nationalsozialistische Verfolgung und den Völkermord gewaltsam zerstört wurde.

An der Einweihung nahmen unter anderem der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel, der Leiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE, Michael Viebig, sowie Nachfahren von Josef Weinlich teil. Dr. Henk van Iterson und seine Tochter Susanne gaben dabei sehr persönliche Einblicke in die Geschichte ihrer Familie. Für das Elisabeth-Gymnasium sprach die Schülerin Odelia Kurt über die intensive Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Mausoleum und der Geschichte der Sinti und Roma.
Musikalisch begleitet wurde die Einweihung von der Sinti Jazz Connection.
Romani Rose machte deutlich, dass die Wiederherstellung des Mausoleums keinen Schlusspunkt markieren darf. Der Ort soll vielmehr Ausgangspunkt dafür sein, die Geschichte und Kultur der Sinti und Roma in Sachsen-Anhalt stärker sichtbar zu machen und insbesondere jungen Menschen Räume für die Auseinandersetzung mit Geschichte, Menschenwürde und gesellschaftlicher Verantwortung zu eröffnen. Quelle der Fotos: dubisthalle.de

Nach umfassender Sanierung wird am 23. August 2026 das Sinti-Mausoleum in Halle-Osendorf feierlich wieder eingeweiht.Das...
21/08/2026

Nach umfassender Sanierung wird am 23. August 2026 das Sinti-Mausoleum in Halle-Osendorf feierlich wieder eingeweiht.
Das im Jahr 1915 für den Sinto Josef Weinlich errichtete Mausoleum gehört zu den seltenen erhaltenen steinernen Zeugnissen der Geschichte der Sinti und Roma in Mitteldeutschland. Noch 2024 war das denkmalgeschützte Gebäude vom Verfall bedroht.
Zur feierlichen Einweihung werden unter anderem Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle, sowie Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel erwartet. Für die Nachfahren Josef Weinlichs spricht Dr. Henk van Iterson.
Eine besondere Rolle bei der Bewahrung des Ortes spielt zudem das Elisabeth-Gymnasium Halle. Schülerinnen und Schüler haben die Sanierung begleitet und sich intensiv mit der Geschichte, Architektur und Bedeutung des Mausoleums auseinandergesetzt. Die projektleitende Lehrerin Heike Böltzig sagt: „Unser Schulprojekt zur Erhaltung des Sinti-Mausoleums ist ein Beispiel für die umfassende Bedeutung von Erinnerungskultur und der Sensibilisierung für authentische Orte, an die Erinnerung anknüpfen kann.“
Die Sanierung bewahrt damit nicht nur ein bedeutendes Baudenkmal, sondern auch einen wichtigen Ort der Erinnerung an die Geschichte und die jahrhundertelange Präsenz der Sinti und Roma in Deutschland.
Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
https://www.denkmalschutz.de/pressemitteilung/sinti-mausoleum-in-halle-osendorf-wird-nach-sanierung-eingeweiht.html Foto: Christian Hüller

Heute feiert Romani Rose seinen 80. Geburtstag. Geboren am 20. August 1946 in Heidelberg, wuchs er in einer Familie auf,...
20/08/2026

Heute feiert Romani Rose seinen 80. Geburtstag. Geboren am 20. August 1946 in Heidelberg, wuchs er in einer Familie auf, die unmittelbar vom nationalsozialistischen Völkermord betroffen war. 13 Angehörige seiner Familie wurden in Konzentrationslagern ermordet.
Seit den 1970er-Jahren kämpft Romani Rose für die Anerkennung und die Bürgerrechte der Sinti und Roma in Deutschland. Ein Wendepunkt war der Hungerstreik von Sinti im ehemaligen Konzentrationslager Dachau 1980. Die Bürgerrechtler forderten die Anerkennung des NS-Völkermords und ein Ende der fortgesetzten rassistischen Sondererfassung durch staatliche Behörden.
1982 folgte ein historischer Erfolg: Bundeskanzler Helmut Schmidt erkannte den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma aus rassistischen Gründen offiziell an. Im selben Jahr wurde der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma gegründet. Romani Rose wurde zu seinem Vorsitzenden gewählt und prägt die politische Arbeit des Zentralrats bis heute.
Weitere Meilensteine folgten: die Anerkennung der deutschen Sinti und Roma als nationale Minderheit, die Eröffnung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg 1997 und nach jahrzehntelangem Einsatz die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin im Jahr 2012.
Seine Arbeit steht bis heute für die Forderung nach Gleichberechtigung, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Schutz der Minderheit. Angesichts eines wieder zunehmenden Antiziganismus und erstarkender demokratiefeindlicher Kräfte bleibt diese Bürgerrechtsarbeit von besonderer politischer Bedeutung.
Wir gratulieren Romani Rose herzlich zu seinem 80. Geburtstag und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihm die Bürgerrechtsarbeit für Sinti und Roma weiter voranzutreiben.

Im Rahmen der Ausstellung „Ma Bistrass! – Nie zapomnij!“ kamen in Krakau Vertreter:innen aus der Sinti- und Roma-Communi...
07/08/2026

Im Rahmen der Ausstellung „Ma Bistrass! – Nie zapomnij!“ kamen in Krakau Vertreter:innen aus der Sinti- und Roma-Community, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen. Die Ausstellung des Fotografen und UNESCO Artist for Peace Luigi Toscano macht mit eindringlichen Porträts die Geschichten von Roma und Sinti sichtbar, die den Holocaust überlebt haben, sowie die ihrer Nachkommen.
Die Veranstaltung wurde von musikalischen Beiträgen begleitet. Zu den Redner:innen gehörten Carolina Pietrya vom Krakauer Festivalbüro KBF, der Holocaust-Überlebende Christian Pfeil, der Parlamentarische Staatssekretär Michael Brand, Evelyn Scheer von der Stiftung EVZ, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma Romani Rose sowie Dr. Katharina Görgen vom Goethe-Institut Krakau. Darüber hinaus fand ein moderiertes Gespräch mit Luigi Toscano statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Edlira Majko, Fachreferentin der Stiftung EVZ; die musikalische Begleitung übernahm Marek Balog.
Nach den Redebeiträgen bot ein Empfang Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Anschließend machten sich die Teilnehmer:innen gemeinsam auf den Weg zur Ausstellung im Planty-Park.

Im Rahmen des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma besuchte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Si...
05/08/2026

Im Rahmen des Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma besuchte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, gemeinsam mit Vertreter:innen der Evangelischen Kirche in Deutschland und weiteren kirchlichen Gästen die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Zu den Teilnehmenden gehörten Prälatin Dr. Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, sowie Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus dem Erzbistum Berlin.
Beim Besuch der Ausstellung in „Block 13 des Stammlagers Auschwitz“ beschäftigte sich die Gruppe mit der zeigt die systematische Entrechtung, Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Persönliche Biografien, historische Dokumente und Gespräche am Ort der Verbrechen machten deutlich, welche Folgen der Völkermord / Holocaust bis heute für die Minderheit und ihre Familien hat. Der gemeinsame Rundgang durch die Gedenkstätte und die Kranzniederlegung an der „Todeswand“ im Stammlager waren dem Andenken an die Ermordeten gewidmet. Während des Besuchs und beim anschließenden gemeinsamen Essen wurde der Austausch über Erinnerungskultur, die Verantwortung der Kirchen und den entschlossenen Einsatz gegen Antiziganismus vertieft. Die Begegnung unterstrich die enge Verbundenheit und die gemeinsame Verpflichtung, die Erinnerung an die Opfer zu bewahren und jeder Form von Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten.

Am 2. August 2026 wurde in der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Bi...
02/08/2026

Am 2. August 2026 wurde in der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti und Roma gedacht. 82 Jahre nach den Verbrechen kamen Angehörige der Minderheit, Überlebende, junge Menschen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Religion und Zivilgesellschaft zusammen. 

Der Gedenktag erinnert insbesondere an die Nacht vom 2. auf den 3. August 1944. Damals ermordete die SS im Lagerabschnitt B II e etwa 4.300 Sinti und Roma, darunter zahlreiche Kinder, Frauen, ältere und kranke Menschen, in den Gaskammern. Zuvor waren rund 23.000 Sinti und Roma aus verschiedenen europäischen Ländern nach Auschwitz-Birkenau deportiert worden. Die Verfolgung war Teil des systematischen nationalsozialistischen Völkermords, dem im besetzten Europa Hunderttausende Sinti und Roma zum Opfer fielen.

Seit 2015 ist der 2. August als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt. Der Tag soll nicht nur an die Ermordeten erinnern, sondern auch die lange verdrängte Geschichte ihrer Verfolgung sichtbar machen.

Bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung warnte Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, vor einem wiedererstarkenden und gewaltbereiten Antiziganismus in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Seine Worte verdeutlichen, dass Antiziganismus nicht allein der Vergangenheit angehört, sondern Menschen auch heute noch bedroht, ausgrenzt und diskriminiert. Wir erinnern an die Ermordeten. Wir würdigen die Überlebenden. Und wir tragen Verantwortung dafür, dass sich solche Verbrechen niemals wiederholen.

In Berlin kamen die Kultusministerkonferenz und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zusammen, um über Strategien geg...
03/05/2026

In Berlin kamen die Kultusministerkonferenz und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zusammen, um über Strategien gegen Antiziganismus im Bildungsbereich zu beraten. Bei der Fachtagung „Wissensvermittlung über Sinti und Roma: Strategien gegen Antiziganismus“ in der Bayerischen Vertretung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Schulen Wissen über Sinti und Roma vermitteln, Vorurteile abbauen und Diskriminierung wirksam begegnen können.

Antiziganismus ist kein Randphänomen. Er zeigt sich bis heute auch im Bildungsbereich. Grundlage der Tagung war die gemeinsame Empfehlung von KMK und Zentralrat zum Umgang mit Antiziganismus in der Schule, die im März 2025 beschlossen wurde. Sie bietet Schulen konkrete Orientierung für Prävention, Intervention, historisch-politische Bildung, Medienbildung und sprachsensibles Handeln.

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Heidelberg
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