electrum - Das Museum der Elektrizität e.V.

electrum - Das Museum der Elektrizität e.V. Einmalig in Norddeutschland: Eine riesige Sammlung historischer Elektrogeräte lädt ein zu einer spann

Wir zeigen die Welt der Elektrizität, vom Experiment "Gefangener Blitz" bis zum skurrilen oder preisgekrönten Design für Geräte des Alltags. Das electrum erzählt in rund eintausend Exponaten, was Erfinder*innen, Tüftler*innen und Genies antrieb, wie ihre Entwicklungen unverzichtbar wurden und unser Leben bis heute einfacher und angenehmer machen. Entdecken Sie unsere Schätze der Haushaltstechnik und der Unterhaltungselektronik mit und ohne Strom aus der Steckdose, die Vorgänger von iPod.

Ein HEW-Emblem auf Zeitreise – von 1905 bis heuteManchmal erzählt ein einzelnes Objekt eine ganze Unternehmensgeschichte...
30/08/2026

Ein HEW-Emblem auf Zeitreise – von 1905 bis heute

Manchmal erzählt ein einzelnes Objekt eine ganze Unternehmensgeschichte.

Unser großes Jugendstil-Emblem der Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) ist so ein besonderes Stück.

Seine Geschichte beginnt 1905 am Pferdemarkt, dem heutigen Gerhart-Hauptmann-Platz. Im neu errichteten Verwaltungsgebäude der HEW befand sich im Foyer das aufwendig gestaltete, aus Teakholz geschnitzte Firmenemblem. Auch an der Fassade war das HEW-Firmenzeichen sichtbar angebracht.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude durch einen Brand schwer beschädigt. Die hölzerne Einfassung des Emblems verbrannte, das originale Glas bekam durch die enorme Hitze einen Sprung.

Fast 20 Jahre später bekam das verlorene Stück Unternehmensgeschichte ein neues Leben:

1964 schnitzte der HEW-Mitarbeiter Friedrich Radusch eine originalgetreue Nachbildung. Rund 30 Tage arbeitete er während seines Urlaubs an einem etwa 60 × 100 cm großen Teakholzblock. Mit großer Sorgfalt entstand so erneut das prächtige Jugendstil-Emblem.

Über seine Arbeit berichtete die HEW-Mitarbeiterzeitschrift „Sammelschiene“ im September 1964 in der Rubrik „Die Rundschau“.

Und damit begann die nächste Reise des Emblems: von der Unternehmensgeschichte in die Museumsgeschichte.

Es kam zunächst in die Lippmannstraße, wo die historische HEW-Sammlung für das Museum aufgebaut wurde. Später war das Emblem auch am damaligen Museumsstandort Klinikweg zu sehen – und damit weiterhin für Besucher sichtbar.

Als das Museum für rund zehn Jahre geschlossen war, wurde die umfangreiche Sammlung zwischenzeitlich in der CITEX-Halle am Moosrosenweg eingelagert. Auch das HEW-Emblem verbrachte dort eine Zeit im Depot.

Seit 2011 hat es wieder einen festen Platz: im electrum – Das Museum der Elektrizität in der Harburger Schloßstraße 1.

Und dort hängt es bis heute.

Vom Pferdemarkt über Lippmannstraße und Klinikweg, über das Zwischenlager am Moosrosenweg bis nach Harburg – ein Stück HEW-Geschichte ist selbst auf Zeitreise gegangen.

📍 electrum – Das Museum der Elektrizität
Harburger Schloßstraße 1 · 21079 Hamburg

MUSEUMSLEITER GESUCHT – 1964 Ein kleiner Fund aus der Sammelschiene, der Mitarbeiterzeitschrift der Hamburgischen Electr...
16/08/2026

MUSEUMSLEITER GESUCHT – 1964

Ein kleiner Fund aus der Sammelschiene, der Mitarbeiterzeitschrift der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW).

Im Mai 1964 wurde ein „technisch-historisch interessierter Mitarbeiter“ gesucht – für das Sammeln und Ordnen historischer Dokumente und Geräte, das Führen der Werkschronik und natürlich die Leitung des Museums. Auch Besuchergruppen sollten geführt werden.

Doch die Geschichte beginnt noch früher: Bereits 1935 riefen die HEW in einem Mitteilungsblatt dazu auf, historische Installationsmaterialien und Geräte – besonders aus der Zeit vor 1900 – für das geplante HEW-Museum zu sammeln.

1935: Sammeln
1964: Museumsleiter gesucht
Heute: electrum – Das Museum der Elektrizität

Das damalige HEW-Museum ist damit ein Vor-Vorgänger unseres heutigen Museums. Und die Museumsleitung gibt es natürlich noch – inzwischen allerdings ehrenamtlich im Verein.

Und bevor jetzt jemand seinen Lebenslauf schickt: 😉
Die Stelle von 1964 ist schon vergeben.

📖 Quellen: HEW-Mitteilungsblatt Nr. 113 (1935); HEW-Sammelschiene, Mai 1964, S. 21.

✍️ Mit Unterstützung von ChatGPT formuliert.




Timeline – ein NachtragVor einigen Jahren haben wir mit unserer Timeline begonnen – einem Zeitband zur Geschichte der el...
30/05/2026

Timeline – ein Nachtrag

Vor einigen Jahren haben wir mit unserer Timeline begonnen – einem Zeitband zur Geschichte der elektrischen Energie in Hamburg und darüber hinaus.

Nun ist uns ein spannendes Fundstück in die Hände gefallen, das wir euch nicht vorenthalten möchten:

1755 kommt ein gewisser BOITOUR aus der Schweiz nach Hamburg und kündigt im „Altonaischen Mercurius“ spektakuläre Vorführungen an. Im Gepäck: tragbare Elektrisiermaschinen.

Seine Experimente klingen aus heutiger Sicht wie eine Mischung aus Wissenschaft und Show:
– elektrische Schläge für mehrere Personen gleichzeitig
– Funken und Entladungen
– entzündeter Spiritus und „Donner“-Effekte

Elektrizität war damals noch ein faszinierendes Rätsel – irgendwo zwischen Forschung, Sensation und Unterhaltung.

👉 Besonders spannend: BOITOUR bezieht sich auf den Göttinger Gelehrten Samuel Christian Hollmann (1696–1787), der sich intensiv mit Naturphilosophie und physikalischen Phänomenen – darunter auch Elektrizität – beschäftigte.

📍 Der Ort des Geschehens lässt sich auf historischen Karten nachvollziehen (vgl. Karte nach F. A. v. Lawrence, 1791 / Replik 1880).

Da viele die Frakturschrift heute nicht mehr lesen können, findet ihr den Originaltext in der Transkription unten 👇

Ein Nachtrag zu unserer Timeline
Folge 3.1

+++Timeline+++  1877 // 1905  Was ist eigentlich hörbar?1877 gelingt Thomas A. Edison mit dem Phonographen etwas bis dah...
27/04/2026

+++Timeline+++

1877 // 1905

Was ist eigentlich hörbar?

1877 gelingt Thomas A. Edison mit dem Phonographen etwas bis dahin Unglaubliches: Sprache und Ton lassen sich erstmals mechanisch festhalten und wieder abspielen. Die Skizze zeigt den frühen Gedanken dahinter – eine Membran mit Nadel, ein rotierender Zylinder, ein Prinzip der Aufzeichnung, das den Moment überdauert.

Rund drei Jahrzehnte später ist aus der Erfindung bereits ein gebrauchsfertiges Produkt geworden. Der Edison-Phonograph GEM Model B von 1905 steht für die nächste Stufe: kompakt, serientauglich, für den praktischen Alltag gebaut. Aus dem Experiment ist ein Mediengerät geworden.

So zeigt die Kombination beider Objekte nicht nur den Anfang der Tonaufzeichnung, sondern auch ihren Weg in die breite Anwendung.

Vom ersten hörbar gemachten Moment zur industriell gefertigten Klangmaschine.
Folge 21
Bildquelle: Thomas A. Edison, Skizze zum Phonographen, 29. November 1877, nach einer historischen Abbildung.

Foto: Margot Niemann, electrum 2026. Eigenes Foto.

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Telefon

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