Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

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Mit rund 500.000 Objekten aus 4.000 Jahren Menschheitsgeschichte gehört das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) zu den bedeutendsten Museen für Kunst und Design in Europa. 1877 eröffnet, ist das MK&G heute ein außergewöhnlicher Ort für die große Erzählung menschlicher Kreativität. Seine hochkarätigen Sammlungen reichen von der Antike bis zur Gegenwart und umfassen den europäischen, den isl

amischen und den fernöstlichen Kulturraum. Das MK&G präsentiert seine herausragenden Sammlungen Grafikdesign, Plakatkunst, Fotografie, Design, Mode, Musikinstrumente und Keramik auf rund 10.000 Quadratmetern und gibt Einblick in Epochen wie Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus, Jugendstil und Moderne. Höhepunkte sind auch die berühmten Jugendstil-Räume, einzigartige expressionistische Tanzmasken und die orange-rote Kantine des dänischen Designers Verner Panton, eine Stilikone der Pop Art aus dem Spiegel-Verlagshaus. In spektakulären Sonderausstellungen stellt das MK&G immer wieder neue Bezüge zwischen Epochen und Kulturen, Vergangenheit und Gegenwart her und greift aktuelle und kulturhistorische Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Ausstellungen über Tattoos, Comics und Animationsfilme, Plastikmüll und die Schattenseiten der Bekleidungsindustrie, Modeikonen wie Coco Chanel und Alexander McQueen, das Design großer Produktmarken oder über die Rolle klassischer und neuer Medien in Kriegen und Revolutionen machen das MK&G zu einem der beliebtesten Museen Hamburgs.

🧡 Eröffnet: „Damien Ajavon – Threads of Becoming: Shifting Matter and Form in Translation“ 🧡 Als Gast im Bereich Mode un...
01/06/2026

🧡 Eröffnet: „Damien Ajavon – Threads of Becoming: Shifting Matter and Form in Translation“ 🧡

Als Gast im Bereich Mode und Textil tauchte Ajavon für sechs Monate in die Sammlung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) ein, um neue Arbeiten zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Residenz werden vom 29. Mai bis 30. August 2026 in der Einzelausstellung „Threads of Becoming: Shifting Matter and Form in Translation“ präsentiert.

Ajavon setzt sich mit Themen wie Identität sowie den Konzepten von Heimat und Herkunft und deren fließenden Übergängen auseinander. Dabei erforscht Ajavon die Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen und textile Praktiken als Träger von Wissen und Erinnerung.

Für das Projekt arbeitete Damien Ajavon mit Kunsthandwerker*innen in Kenia zusammen, um sich mit Glasbläserei und Techniken der lokalen Textilgestaltung zu beschäftigen, die in den Gemeinschaften vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Aus Glaskörben, Bananenfasern, Sisal und Baumwolle entwickelte Ajavon dreidimensionale, wandlungsfähige Arbeiten, die auf die MK&G-Sammlung Bezug nehmen. Ajavon verschiebt die ursprünglichen Kontexte des Materials und bringt die Objekte in einen hybriden Zustand. Das Flechten und Weben steht für Ajavon dabei auch für eine gestaltenden Form des Denkens und des Austauschs: „Ich verstehe Textil als eine lebendige Struktur, in der Gegensätze zusammenkommen: Fragilität und Stabilität, Transparenz und Dichte, Kontrolle und Offenheit. Diese Spannungen prägen die Arbeiten“, erklärt Ajavon.

Ergänzend dazu bezog Ajavon verschiedene Objekte aus der Sammlung des MK&G ein: Inspiriert von Körben, Keramik, Metall- und Glasobjekten der Sammlungsbereiche Ostasien, SWANA (Südwestasien und Nordafrika) und Europäisches Kunsthandwerk und Skulptur untersucht Ajavon, wie Formen, Techniken und materielle Erinnerungen kultur- und generationsübergreifend weitergegeben werden.

Damien Ajavon (dey/dem) ist neunte*r Resident*in im Fonds für Junges Design der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen.

Damien Ajavon
Threads of Becoming: Shifting Matter and Form in Translation
29.5.26 – 30.8.26

Mit der Ausstellung „Foto: Hans Hansen“ widmet das MK&G einem der bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit vom 17. Ap...
04/05/2026

Mit der Ausstellung „Foto: Hans Hansen“ widmet das MK&G einem der bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit vom 17. April bis 1. November 2026 eine umfassende Werkschau. Gezeigt werden rund 220 ikonische Fotografien aus über sechs Jahrzehnten. In internationalen Kampagnen hat Hans Hansen die Produktfotografie seit den 1960er Jahren revolutioniert und das kollektive Bildgedächtnis ganzer Generationen geprägt. Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten, die seine enge Zusammenarbeit mit Designer*innen sichtbar machen. Ausgewählte Objekte aus seiner Privatsammlung eröffnen darüber hinaus vertiefende Einblicke in seinen Arbeitsprozess. Mit der jüngsten Werkserie „Analog“ (2024) richtet Hansen den Blick zugleich auf die eigenen fotografischen Gestaltungsmittel in seiner unverwechselbaren sachlich-minimalistischen Bildsprache; eigens für die Ausstellung entsteht zudem eine neue Fotoserie.

Während sich die Welt außerhalb des Studios fortwährend verändert, herrscht im Studio eine konstante Ordnung: Alles hat seinen Platz. In seinen Stillleben reduziert Hans Hansen die Gegenstände auf das Wesentliche: Er ordnet, zerlegt und strukturiert Formen, Farben und Materialien. Seine Fotografien wirken zeitlos. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Aufnahme eines in rund 7.000 Einzelteile zerlegten VW Golf (1988).

Seine Arbeiten tragen eine unverkennbare Handschrift, indem sie den Blick mit radikaler Klarheit auf die alltägliche Dingwelt und Gestaltung lenken – unablässig sucht er dabei nach neuen Bildlösungen. Licht und Schatten, Komposition und Perspektive sind zentrale Parameter und elementare Mittel, mit denen er das Wesen der Fotografie stetig hinterfragt.

Foto: Hans Hansen
17.4.26 – 1.11.26

In der Ausstellung „Wer bist Du?“ geht das MK&G neue Wege der Besucher*innenbefragung: Gäste sind eingeladen, auf spiele...
01/04/2026

In der Ausstellung „Wer bist Du?“ geht das MK&G neue Wege der Besucher*innenbefragung: Gäste sind eingeladen, auf spielerische Weise Fragen zu ihrem eigenen Besuchsverhalten zu beantworten und dabei mehr über sich selbst zu erfahren. Damit möchte das MK&G sein Publikum aktivieren und das Haus auf Basis der Ergebnisse zu einem Ort weiterentwickeln, an dem sich noch mehr Menschen willkommen und wohlfühlen. Anhand von Fragen wie „Was ist Dir bei Deinem Besuch im MK&G besonders wichtig?“, „Was behältst Du in Erinnerung?“ oder „Was würdest Du verändern, wenn Du Direktor*in wärst?“ können die Gäste beispielsweise mit Klebepunkten abstimmen, Kommentare verfassen und Erfahrungen teilen oder zeichnen, was ihnen wichtig ist. Ergänzt wird die Befragung durch Objekte aus der Sammlung des MK&G sowie durch eine Auswahl von Plakatkampagnen besonders erfolgreicher Ausstellungen der vergangenen Jahre am MK&G, die selbst zum Gegenstand der Befragung werden. Parallel zur Ausstellung realisiert die Designerin Chris Campe im westlichen Treppenhaus eine dauerhafte Wandarbeit mit Stimmen von Besucher*innen.

Die Ausstellung „Wer bist Du?“ wird während der Laufzeit wachsen und sich verändern. So wird sie zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum, in dem Rückmeldungen, Wünsche und Perspektiven der Besucher*innen sichtbar werden und miteinander in Dialog treten.

Wer bist Du?
Neue Wege der Besucher*innenbefragung
20.3.26 – 23.8.26


Ausstellungsansichten, Foto: Henning Rogge

Das „Lebensbaumprojekt“ des Künstlers Ernst Gamperl umfasst rund 100 Holzobjekte – skulpturale Gefäße in unterschiedlich...
02/03/2026

Das „Lebensbaumprojekt“ des Künstlers Ernst Gamperl umfasst rund 100 Holzobjekte – skulpturale Gefäße in unterschiedlichen Formen und Größen – die aus einer 230 Jahre alten Eiche gestaltet wurden. Die Werkserie ist das Ergebnis einer jahrelangen Auseinandersetzung mit Material und Form. Bereits zu Beginn seiner Laufbahn entwickelte Ernst Gamperl eine ganz eigene künstlerische Sprache – jenseits gängiger Regeln und Konventionen. Die historische Technik des Drechselns hat er radikal erneuert und in die Gegenwart geführt. Noch bis 26. April 2026 präsentiert das MK&G die Arbeiten des Holzgestalters in der Ausstellungsreihe „Contemporary Craft“, die zeitgenössische Positionen im Kunsthandwerk vorstellt.

Der alte Eichenstamm, der 2008 bei einem Sturm im bayerischen Rott am Inn entwurzelt wurde, diente Gamperl als Ausgangspunkt für das umfassende, zehn Jahre währende Kunstprojekt. Für die Bearbeitung des gewaltigen, rund 33 Tonnen schweren Baumes erweiterte er seine Werkstatt und konstruierte neue Drehmaschinen. Seine Arbeit versteht Ernst Gamperl als einen „leisen, forschenden Austausch mit dem Baum“. Mit eigens entwickelten Werkzeugen lotet er dabei die Grenzen des Werkstoffs aus und bezieht beispielsweise den natürlichen Trocknungsprozess des Holzes sowie Unregelmäßigkeiten, Risse und Bruchstellen des Materials bewusst ein. Die Urkraft des Materials spiegelt sich in den archaischen, geradezu monumentalen Formen, die durch ihre dünnwandigen Körper gleichzeitig filigran wirken. Die weitere Bearbeitung der Oberflächen – zum Beispiel mit Kalk und Eisenoxid – entsteht eine besondere Textur, die jedem Stück einen individuellen Charakter verleiht.

Contemporary Craft
Ernst Gamperl. Das Lebensbaumprojekt
22.11.25 – 26.4.26


Ausstellungsansicht, Foto: Henning Rogge

Mit der Ausstellung „Künste · Frauen · Netzwerk – 100 Jahre GEDOK“ feiert das MK&G gemeinsam mit der GEDOK (Bundesverban...
30/01/2026

Mit der Ausstellung „Künste · Frauen · Netzwerk – 100 Jahre GEDOK“ feiert das MK&G gemeinsam mit der GEDOK (Bundesverband der GEDOK) das 100-jährige Bestehen des größten deutsch-österreichischen Künstlerinnenverbands. Vom 30. Januar bis 29. März 2026 werden 15 ausgewählte Positionen der Bildenden und Angewandten Kunst präsentiert, die die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen innerhalb der Gemeinschaft sichtbar machen. Ergänzt wird die Gruppenausstellung durch einen Film über die Kunstmäzenin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel, die 1926 die GEDOK in Hamburg gründete. Mit ihrer visionären Idee, künstlerisch tätige Frauen zu fördern und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, legte sie den Grundstein für eine bis heute aktive und europaweit bedeutende Künstlerinnen-Community.

Künste · Frauen · Netzwerk
100 Jahre GEDOK
30.1.26 – 29.3.26

TEILNEHMENDE KÜNSTLERINNEN
Henrike Altes, Corinna Bernshaus, Renata Brink, Karin Camara, Claudia A. Cruz, Ekaterina Ezhkova, Carola Faller-Barris, Simone Fezer, Iris Hoppe, Eugenia Jäger, Nina Annabell Märkl, Ingrid Mohr, Simone ten Hompel, Astrid Weichelt, Soomee Yu

Adresse

Steintorplatz
Hamburg
20099

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 21:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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