02/09/2026
Künstler der Galerie:
HANS TICHA
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Lieber Hans Ticha.
🎨 𝗨𝗡𝗩𝗘𝗥𝗚𝗘𝗦𝗦𝗘𝗡: 𝗛𝗮𝗻𝘀 𝗧𝗶𝗰𝗵𝗮 – 𝗱𝗲𝗿 „𝗠𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝘂𝗴𝗲𝗹𝗸ö𝗽𝗳𝗲“ 𝗳𝗲𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗲 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝟴𝟲. 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝘀𝘁𝗮𝗴
„UNVERGESSEN“ bedeutet heute ausnahmsweise nicht, dass wir an einen Verstorbenen erinnern. Hans Ticha lebt und feiert heute seinen 86. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! 🎂
Vielleicht kennt nicht jeder sofort seinen Namen. Doch wer in der DDR gern gelesen hat, ist seinen Bildern mit großer Wahrscheinlichkeit begegnet. Manche Künstler erkennt man an ihrem Gesicht, Hans Ticha erkennt man an seinen kräftigen Farben, den geometrischen Formen und natürlich an seinen unverwechselbaren Kugelköpfen.
Hans Ticha wurde am 2. September 1940 in Bodenbach, dem heutigen Děčín in Tschechien, geboren. Ab 1946 wuchs er in Schkeuditz bei Leipzig auf. Zunächst studierte er Kunsterziehung und Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig und arbeitete anschließend zwei Jahre als Lehrer. Danach folgte das Studium der Gebrauchsgrafik und Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zu seinen Lehrern gehörte unter anderem der unvergessene Werner Klemke.
Ab 1970 arbeitete Hans Ticha freischaffend. In seinem Atelier in einer baufälligen Mietskaserne im Berliner Prenzlauer Berg entwickelte er sich zu einem der gefragtesten Buchillustratoren der DDR. Er gestaltete im Laufe seines Lebens mehr als 150 Bücher und Einbände. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden ausgezeichnet, 25 von ihm illustrierte Titel erhielten die Auszeichnung „Schönstes Buch der DDR“.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören unter anderem die Illustrationen zu „Der Krieg mit den Molchen“, „Klein Zaches genannt Zinnober“ und den „Geschichten aus der Murkelei“. Gerade „Der Krieg mit den Molchen“ zeigt, wie viel Hintersinn in seinen Bildern steckte. In einer Illustration versteckte er sogar eine Darstellung, die als Mauer an der innerdeutschen Grenze verstanden werden konnte. Eine ziemlich gewagte Kleinigkeit, die den meisten Kontrolleuren offenbar nicht auffiel.
Hans Ticha war jedoch nie nur Buchillustrator. Als Maler nahm er politische Rituale, hochgereckte Fäuste, Bruderküsse, Massenveranstaltungen und die immer gleichen Kugelköpfe aufs Korn. Nach 1990 widmete er sich mit derselben Ironie der westlichen Konsumwelt. Er kritisierte also nicht einfach ein bestimmtes System, sondern überall dort, wo Menschen aufhören, selbst zu denken und nur noch Teil einer gleichförmigen Masse werden.
Seine Bilder waren bunt, oft heiter und auf den ersten Blick beinahe verspielt. Dahinter steckte jedoch fast immer eine zweite Ebene. Genau das machte ihn unverwechselbar: Man konnte seine Illustrationen einfach schön finden oder etwas länger hinsehen und plötzlich entdecken, dass sie weit mehr erzählten als der dazugehörige Text.
Hans Ticha gilt heute als einziger wirklicher Pop-Art-Künstler der DDR. Im Jahr 2022 erhielt er für sein Lebenswerk den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Sein nahezu vollständig erhaltener künstlerischer Vorlass mit Skizzen, Entwürfen, Druckstöcken, Plakaten und Buchillustrationen befindet sich inzwischen im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig.
𝗘𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗱𝗮𝗻𝗸𝗲 𝘇𝘂𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗹𝘂𝘀𝘀 🌅
Die Kultur der DDR bestand nicht nur aus bekannten Schauspielern, Liedern und Filmen. Sie steckte auch in den Bildern unserer Bücher, die uns manchmal ein ganzes Leben lang im Gedächtnis blieben, obwohl wir den Namen des Künstlers dahinter nie kannten. Hans Ticha war einer dieser Künstler. Heute bekommt auch der Mann hinter diesen Bildern endlich seinen Platz in unserer Reihe.
Alles Gute zum 86. Geburtstag, Hans Ticha! 🎨
🖼️ Die verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
📕 Mein Buch „DDR 2.0 – Was wäre, wenn wir geblieben wären?“ erscheint in der ersten Dezemberwoche 2026. Ein alternatives Leben in einer DDR, die nie verschwand.
🎨 𝗨𝗡𝗩𝗘𝗥𝗚𝗘𝗦𝗦𝗘𝗡: 𝗛𝗮𝗻𝘀 𝗧𝗶𝗰𝗵𝗮 – 𝗱𝗲𝗿 „𝗠𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝘂𝗴𝗲𝗹𝗸ö𝗽𝗳𝗲“ 𝗳𝗲𝗶𝗲𝗿𝘁 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗲 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝟴𝟲. 𝗚𝗲𝗯𝘂𝗿𝘁𝘀𝘁𝗮𝗴
„UNVERGESSEN“ bedeutet heute ausnahmsweise nicht, dass wir an einen Verstorbenen erinnern. Hans Ticha lebt und feiert heute seinen 86. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! 🎂
Vielleicht kennt nicht jeder sofort seinen Namen. Doch wer in der DDR gern gelesen hat, ist seinen Bildern mit großer Wahrscheinlichkeit begegnet. Manche Künstler erkennt man an ihrem Gesicht, Hans Ticha erkennt man an seinen kräftigen Farben, den geometrischen Formen und natürlich an seinen unverwechselbaren Kugelköpfen.
Hans Ticha wurde am 2. September 1940 in Bodenbach, dem heutigen Děčín in Tschechien, geboren. Ab 1946 wuchs er in Schkeuditz bei Leipzig auf. Zunächst studierte er Kunsterziehung und Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig und arbeitete anschließend zwei Jahre als Lehrer. Danach folgte das Studium der Gebrauchsgrafik und Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zu seinen Lehrern gehörte unter anderem der unvergessene Werner Klemke.
Ab 1970 arbeitete Hans Ticha freischaffend. In seinem Atelier in einer baufälligen Mietskaserne im Berliner Prenzlauer Berg entwickelte er sich zu einem der gefragtesten Buchillustratoren der DDR. Er gestaltete im Laufe seines Lebens mehr als 150 Bücher und Einbände. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden ausgezeichnet, 25 von ihm illustrierte Titel erhielten die Auszeichnung „Schönstes Buch der DDR“.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören unter anderem die Illustrationen zu „Der Krieg mit den Molchen“, „Klein Zaches genannt Zinnober“ und den „Geschichten aus der Murkelei“. Gerade „Der Krieg mit den Molchen“ zeigt, wie viel Hintersinn in seinen Bildern steckte. In einer Illustration versteckte er sogar eine Darstellung, die als Mauer an der innerdeutschen Grenze verstanden werden konnte. Eine ziemlich gewagte Kleinigkeit, die den meisten Kontrolleuren offenbar nicht auffiel.
Hans Ticha war jedoch nie nur Buchillustrator. Als Maler nahm er politische Rituale, hochgereckte Fäuste, Bruderküsse, Massenveranstaltungen und die immer gleichen Kugelköpfe aufs Korn. Nach 1990 widmete er sich mit derselben Ironie der westlichen Konsumwelt. Er kritisierte also nicht einfach ein bestimmtes System, sondern überall dort, wo Menschen aufhören, selbst zu denken und nur noch Teil einer gleichförmigen Masse werden.
Seine Bilder waren bunt, oft heiter und auf den ersten Blick beinahe verspielt. Dahinter steckte jedoch fast immer eine zweite Ebene. Genau das machte ihn unverwechselbar: Man konnte seine Illustrationen einfach schön finden oder etwas länger hinsehen und plötzlich entdecken, dass sie weit mehr erzählten als der dazugehörige Text.
Hans Ticha gilt heute als einziger wirklicher Pop-Art-Künstler der DDR. Im Jahr 2022 erhielt er für sein Lebenswerk den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Sein nahezu vollständig erhaltener künstlerischer Vorlass mit Skizzen, Entwürfen, Druckstöcken, Plakaten und Buchillustrationen befindet sich inzwischen im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig.
𝗘𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗱𝗮𝗻𝗸𝗲 𝘇𝘂𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗹𝘂𝘀𝘀 🌅
Die Kultur der DDR bestand nicht nur aus bekannten Schauspielern, Liedern und Filmen. Sie steckte auch in den Bildern unserer Bücher, die uns manchmal ein ganzes Leben lang im Gedächtnis blieben, obwohl wir den Namen des Künstlers dahinter nie kannten. Hans Ticha war einer dieser Künstler. Heute bekommt auch der Mann hinter diesen Bildern endlich seinen Platz in unserer Reihe.
Alles Gute zum 86. Geburtstag, Hans Ticha! 🎨
🖼️ Die verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
📕 Mein Buch „DDR 2.0 – Was wäre, wenn wir geblieben wären?“ erscheint in der ersten Dezemberwoche 2026. Ein alternatives Leben in einer DDR, die nie verschwand.