Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) ist Standort der weltberühmten Himmelsscheibe. Bewusst wird die eigene Lebensweise beibehalten.
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Prägnante Exponate erzählen in eindrucksvollen Inszenierungen spannende Ereignisse und erklären Zusammenhänge. Der Blick reicht dabei 450.000 Jahre zurück bis an die Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte. Verblüffende Leistungen des Homo erectus, des Neanderthalers und des Homo sapiens zeugen von frühmenschlicher Geisteskraft, die eine erfolgreiche Ausbreitung in verschiedenste Lebensräum

e ermöglichte. Mit Kreativität wurden selbst die extremen Umweltbedingungen der Eiszeit gemeistert. Mammut, Elefant und Höhlenlöwe bewohnten die gleichen Regionen wie die Frühmenschen und werden in der Ausstellung in Lebensgröße präsentiert. Der Beginn unserer heutigen Warmzeit zwingt dann abermals zu veränderten Lebensstrategien. Neu entwickelte Waffen verraten das spezialisierte Vorgehen der letzten europäischen Wildbeuter. Die enträtselte Bestattung einer geheimnisvollen Schamanin entführt in die Vorstellungswelt jener Zeit. Der Wandel vom mobilen Wildbeutertum zur sesshaften Landwirtschaft vor ungefähr 7.500 Jahren kann als elementarster Wendepunkt der Menschheitsgeschichte betrachtet werden, der letztlich noch heute unser Denken und Handeln prägt. Er führte zum rasanten Bevölkerungsanstieg, der unvermindert andauert. Die Kehrseite der gewandelten Lebensweise – Kahlschlag, Bodenmanipulation, Verwüstung – bleibt indes auch nicht verborgen. In der anbrechenden Metallzeit bringen Kupfer, Bronze und Gold die gesamte alteuropäische Welt in Bewegung und lebhaften Kontakt. Ausgeprägte Rangordnungen und gleichartige Insignien sind Ausdruck dieser Entwicklungen. Die originale Himmelsscheibe von Nebra (ungefähr 1.600 vor Christus) ist sicherlich das spektakulärste Exponat der Ausstellung. Gemeinsam mit zum Beispiel den Werken Goethes und der Gutenberg-Bibel ist sie Teil des UNESCO-Dokumentenerbes. Dieser geistesgeschichtliche Schlüsselfund fesselt mit der unglaublichen Kriminalgeschichte seiner Aufspürung ebenso wie mit der Enträtselung seiner abgebildeten Gestirne. Es handelt sich dabei ohne Zweifel um die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit. Mit der Eisenzeit tritt dann ein neuer Werkstoff auf, der relativ leicht und für viele zugänglich ist und so alte Macht- und Sozialverhältnisse verändert. Insbesondere in der Waffenproduktion ersetzt das Eisen schnell die bronzenen Vorgänger. Mit den Werken Caesars und anderer antiker Schriftsteller treten hiesige Völker schließlich erstmals aus der historischen Anonymität. Rom nimmt vielfältigen Einfluss auf das bislang unbeachtete Barbarenland. Doch die beschriebenen Sueben und Hermunduren orientieren sich nur sehr eingeschränkt an der Hochkultur des Feindes. Eine besonders bewegte Epoche war die Spätantike und Völkerwanderungszeit. In diese Phase fallen so elementare Ereignisse wie die Krise des Römischen Reiches, nicht zuletzt ausgelöst durch massive und anhaltende Germaneneinfälle, aber auch das Eindringen der Hunnen in Europa. Das Kriegertum ist prägendes Element in der germanischen Gesellschaft. Der persönliche Erfolg und soziale Rang wird z.B. durch Prestigezeichen wie goldene Hals- und Fingerringe und Gastmahle gezeigt. Herausragende Beispiele hierfür sind das prunkvolle Fürstengrab von Gommern, die Offiziersgräber von Leuna und der Silberschatz von Großbodungen. Doch auch in der germanischen Götterwelt finden Umwälzungen statt, Kriegsgötter überprägen nun den alten bäuerlichen Fruchtbarkeitsglauben. Eine nur kurzfristige, von den Hunnen übernommene Modererscheinung waren die „Turmschädel“: im Kleinkindalter künstlich deformierte Schädel. Unser Museumsshop bietet im Anschluss an den Ausstellungsbesuch exklusive und originelle Geschenkideen sowie eine große Auswahl an Fachliteratur. In der Caféteria kann das Erlebte dann in entspannter Atmosphäre "nachbereitet" werden.

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" heute, 18:00 ...
17/06/2026

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:

Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" heute, 18:00 Uhr.

Anika Tauschensky spricht zu: "Kleine Objekte, große Bedeutung.
Fundmünzen als historische Quelle."

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt und dauert ungefähr 60 Minuten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Weitere Information zu Vorträgen im Landesmuseum für Vorgeschichte gibt es hier: https://www.lda-lsa.de/vortraege .

Der Spatel aus Knochen und Rötel stammen aus dem 9000 Jahre alten Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg. Neuste Untersuc...
16/06/2026

Der Spatel aus Knochen und Rötel stammen aus dem 9000 Jahre alten Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg. Neuste Untersuchungen beweisen, dass die Farbreste an der Spitze des Knochenspatels von dem Rötelstück stammen. Das Grab der Schamanin enthielt große Mengen des roten Pigments. Das Rötelstück und der Spatel dürften zur persönlichen Ausstattung der Schamanin gehört haben.

Die beiden Fundstücke werden in der zur Zeit laufenden Sonderausstellung "Die Schamanin" im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle präsentiert.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute, 18:30 Uhr.Pro...
16/06/2026

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute, 18:30 Uhr.

Prof. Dr. Henny Piezonka (Berlin) spricht zu:
"Nomadenzelt und Geisterhaus: Aktuelle (ethno-)archäologische Forschungen zu Jäger-Sammler-Lebenswelten in Nordeurasien".

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt und dauert ungefähr 60 Minuten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie hier: www.ausstellung-schamanin.de

1893 wurde zufällig beim Bau einer Scheune in Schneidlingen (Salzlandkreis) ein goldener Armring zusammen mit der Asche ...
15/06/2026

1893 wurde zufällig beim Bau einer Scheune in Schneidlingen (Salzlandkreis) ein goldener Armring zusammen mit der Asche eines Toten in einem Tongefäß gefunden. Er ist fein verziert und besitzt einen maximalen Innendurchmesser von etwa 8,2 Zentimeter. Das nur knapp 103 Gramm schwere Schmuckstück wird in das 9. bis 8. Jahrhundert vor Christus datiert. Laut Fundbericht lagen die Fundobjekte unter einem Pferdeskelett. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Funden gibt, kann nicht geklärt werden, da das Skelett nicht erhalten ist.

Der Armring wird im Abschnitt "Glutgeboren" der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle präsentiert.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Veranstaltungshinweis:Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" am 17. Juni 2026, 18:00 Uhr.Anika T...
14/06/2026

Veranstaltungshinweis:

Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" am 17. Juni 2026, 18:00 Uhr.

Anika Tauschensky spricht zu: "Kleine Objekte, große Bedeutung.
Fundmünzen als historische Quelle."

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt und dauert ungefähr 60 Minuten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Weitere Information zu Vorträgen im Landesmuseum für Vorgeschichte gibt es hier: https://www.lda-lsa.de/vortraege .

Veranstaltungshinweis:Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" am 16. Juni 2026, 18:30 Uhr.Prof. Dr. Henn...
13/06/2026

Veranstaltungshinweis:

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" am 16. Juni 2026, 18:30 Uhr.

Prof. Dr. Henny Piezonka (Berlin) spricht zu:
"Nomadenzelt und Geisterhaus: Aktuelle (ethno-)archäologische Forschungen zu Jäger-Sammler-Lebenswelten in Nordeurasien".

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt und dauert ungefähr 60 Minuten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie hier: www.ausstellung-schamanin.de

Die 4,2 Zentimeter lange Gewandspange aus Buntmetall wurde bei Stegelitz (Landkreis Jerichower Land) als Einzelfund entd...
11/06/2026

Die 4,2 Zentimeter lange Gewandspange aus Buntmetall wurde bei Stegelitz (Landkreis Jerichower Land) als Einzelfund entdeckt. Solche wegen ihres Aussehens "Kröten-" beziehungsweise "Schnabelfibeln" genannten Spangen wurden paarig an beiden Schultern getragen. Sie werden um 600 datiert und der Spangentyp stammt aus Südskandinavien.

Die Gewandspange wird im Abschnitt "Kulturenstreit" der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle präsentiert.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Filmdonnerstag! Aus Halle stammt ein besonderes Zeugnis der Verehrung des Heiligen Laurentius: eine knapp 10 mal 21 Zent...
11/06/2026

Filmdonnerstag! Aus Halle stammt ein besonderes Zeugnis der Verehrung des Heiligen Laurentius: eine knapp 10 mal 21 Zentimeter große Emailplatte. Sie wurde 1978 bei Bauarbeiten im Kühlen Brunnen in der halleschen Innenstadt zufällig von einem Baggerfahrer entdeckt. Bei der qualitätvollen Goldschmiedearbeit handelt es sich um eines der wichtigsten Zeugnisse, das die Verehrung dieses Heiligen in Mitteldeutschland bezeugt. Was ist auf der Platte dargestellt? Wem gehörte die Tafel und welchem Zweck diente sie?

https://youtu.be/e3RNIjeV5gI

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" heute, 18:00 ...
10/06/2026

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:

Vortrag im Rahmen des "Landeshistorischen Vortragsabends 2026" heute, 18:00 Uhr.

Marian Füssel spricht zu: "Wider alle Kriegs-Raison“. Das Schicksal Halles im Siebenjährigen Krieg (1759).

Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte.

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt und dauert ungefähr 60 Minuten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Weitere Information zu Vorträgen im Landesmuseum für Vorgeschichte gibt es hier: https://www.lda-lsa.de/vortraege .

Adresse

Richard-Wagner-Straße 9
Halle
06114

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

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