Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle

Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle Gedenkstätte für die Opfer Politischer Justiz 1933 -1945 // 1945-1989 Die Belegungsfähigkeit der Strafanstalt stieg zwischen 1933 und 1938 auf 790 Gefangene.

1842 wurde die Königlich-Preußische Straf-, Lern- und Besserungsanstalt in Halle mit einer vorgesehenen Belegungskapazität von insgesamt etwa 300 Strafgefangenen eröffnet. Mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und der Ernennung Adolf Hitlers zum deutschen Reichskanzler im Jahre 1933 änderten sich Wesen und Struktur der politischen Justiz im "Roten Ochsen" grundlegend. Im Alltag der H

aftanstalt, 1935 in ein Zuchthaus umgewandelt, fand die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie spürbar Eingang und Verbreitung. Der "Rote Ochse" wurde Teil der politischen NS-Justiz und der damit verbundenen völkischen und rassistischen Prägungen. Neben politischen Häftlingen befanden sich auch aus kriminellen Gründen Verurteilte hier. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges gelangten zunehmend ausländische Gefangene in den „Roten Ochsen“, darüber hinaus von der Kriegsgesetzgebung betroffene Deutsche, verurteilt wegen des Abhörens ausländischer Rundfunksender oder wegen „verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen“. Seit Herbst 1942 war der organisierte Tod von Häftlingen im Zuchthaus Halle allgegenwärtig, als die NS-Justiz im ehemaligen Lazarettgebäude der Anstalt eine Hinrichtungsstätte in Betrieb nahm. Die erste Enthauptung im "Roten Ochsen" fand am 23. November 1942 statt. Darüber hinaus ließ die Vollstreckungsbehörde Anfang 1943 im Hinrichtungsraum eine Vorrichtung zum Erhängen installieren. Bis zum 10. April 1945 wurden 549 Menschen aus 15 Ländern Europas im "Roten Ochsen" hingerichtet. Nach kurzer, 10-wöchiger amerikanischer Besatzung folgte eine mehr als fünf Jahre andauernde sowjetische Besatzungszeit. Nach Übergabe der letzten vom sowjetischen Untersuchungsorgan genutzten Gebäude befand sich der „Rote Ochse“ ab 1952 komplett unter ostdeutscher Verwaltung. Drei Hafthäuser dienten dem Strafvollzug bis 1989 als Frauenhaftanstalt, ein viertes Hafthaus und mehrere andere Gebäude wurde vom MfS als Untersuchungshaftanstalt genutzt. Zwischen 1950 und 1989 gelangten nahezu 9.600 Menschen in das „MfS-Objekt am Kirchtor“. Die Zahl der in der Gesamtanstalt in diesem Zeitraum befindlichen politischen Gefangenen ist bislang nicht bekannt. Weitere Informationen zu Haftalltag, verschiedenen Gruppen Inhaftierter und den Unterschieden zwischen der Ulbricht- und Honecker-Ära finden Sie auf unserer Website. Weitere Gedenkstätten der Stiftung Sachsen-Anhalt findet Ihr hier:
KZ Lichtenburg Prettin
Deutsche Teilung Marienborn
für die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge
für die Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg
Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen/Isenschnibbe Barn Memorial
Moritzplatz Magdeburg

Ab Montag, dem 17. August 2026, zeigt die Gedenkstätte die mobile Variante der Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnu...
14/08/2026

Ab Montag, dem 17. August 2026, zeigt die Gedenkstätte die mobile Variante der Ausstellung „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart und Geschichte in Potsdam.

Das „In Echt?“-Projekt bietet Menschen ab 14 Jahren die Gelegenheit, sich mittels
modernster Technologie mit dem Nationalsozialismus und der Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.

„In Echt?“ widmet sich der Frage, wie die besondere Erfahrung der
persönlichen Begegnung mit Zeitzeug:innen bewahrt werden kann,
wenn sie ihre Geschichten nicht mehr selbst erzählen können. Im
Zentrum der Ausstellung steht die virtuelle Begegnung mit fünf
Holocaust-Überlebenden. Mithilfe einer VR-Brille entsteht der Eindruck,
man säße diesen fünf Menschen wie „in echt“ gegenüber. Ihre
Erzählungen auf diese Weise zu bewahren, ermöglicht einen
emotionalen Zugang zur Geschichte, der die klassische historische
Bildungsarbeit bereichert. Ergänzt wird dieses eindrückliche Erlebnis von
den Lebensdaten der fünf jüdischen Überlebenden und Details zu den
Produktionsbedingungen der virtuellen Realität.

Vom 17. August bis 16. Oktober 2026 ist die Ausstellung während der
Öffnungszeiten in der Gedenkstätte zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Projektdaten
„In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ ist ein
Kooperationsprojekt des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart
und Geschichte mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Förderer des Projektes
Von 2022 bis 2025 in der Bildungsagenda NS-Unrecht vom
Bundesministerium der Finanzen (BMF) und der Stiftung Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

Bildquellen
(1) Eröffnung In-Echt Brandenburg-Museum, Foto Kevin Fuchs
(2) Brandenburg Museum Potsdam In Echt-To go Wand mit Lebensläufen, Foto BKG N. Redlich
Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH

  Stolz auf Erinnern.Wir erhalten historische Orte, erforschen ihre Geschichte und vermitteln das Wissen über die Verbre...
11/08/2026

Stolz auf Erinnern.
Wir erhalten historische Orte, erforschen ihre Geschichte und vermitteln das Wissen über die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur sowie die schweren Menschenrechtsverletzungen während der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur. Unsere Gedenkstätten sind Orte des Erinnerns, des Lernens und der Begegnung. Sie machen deutlich, warum Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Vielfalt keine Selbstverständlichkeit sind. Dafür stehen wir. Darauf sind wir stolz.

Am Samstag, dem 1. und Sonntag, dem 2. August 2026 hat dieGedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 1...
29/07/2026

Am Samstag, dem 1. und Sonntag, dem 2. August 2026 hat die
Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Neben den Dauerausstellungen sind die Sonderausstellungen "Hans-Dieter Schwarz: Ein Künstlerleben zwischen Umbruch, Repression und Freiheit" und „Zwischen MACHT und OHNMACHT“ Präsentationen von Konzepten eines Archivgebäudes für die Stasi-Unterlagen zu sehen.

An beiden Tagen wird um 14:00 Uhr eine Führung angeboten.
Der Eintritt ist frei.

In der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) ist zum 01.02.2027 die unbefristete Stelle der Leiterin bzw. des Leiters (...
29/07/2026

In der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) ist zum 01.02.2027 die unbefristete Stelle der Leiterin bzw. des Leiters (m/w/d) der Gedenkstätte - Entgeltgruppe 11 TV-L - zu besetzen.

Bewerbungsschluss ist der 24.08.2026.

Die Stellenausschreibung ist unter https://stgs.sachsen-anhalt.de/geschaeftsstelle/chancen zu finden.

In der Geschäftsstelle der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt ist zum 01.02.2027 eine unbefristete Vollzeitstelle als...
29/07/2026

In der Geschäftsstelle der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt ist zum 01.02.2027 eine unbefristete Vollzeitstelle als Referent/in Haushaltsangelegenheiten (m/w/d) - Entgeltgruppe 11 TV-L - zu besetzen.

Bewerbungsschluss ist der 14.08.2026.

Die Stellenausschreibung ist unter https://stgs.sachsen-anhalt.de/geschaeftsstelle/chancen zu finden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dieser Satz wird häufig zitiert, doch was bedeutet er eigentlich? Die Menschen...
22/07/2026

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dieser Satz wird häufig zitiert, doch was bedeutet er eigentlich?

Die Menschenwürde bildet das Fundament unseres Rechtsstaats und schützt vor staatlicher Willkür. Man kann sagen, Artikel 1 des Grundgesetzes ist das in Recht gegossene „Nie wieder“. In der nationalsozialistischen Diktatur missbrauchte die Justiz ihre Macht: Gerichte setzten ideologische Ziele durch und waren Werkzeuge politischer Verfolgung. Die Guillotine steht als Symbol für diese Zeit. Mit ihr wurden staatlich angeordnete Todesurteile vollstreckt. Bis in die Sechziger Jahre ließ auch das SED-Regime Menschen mit der Guillotine hinrichten.

Wir erinnern als Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt an die nationalsozialistischen Verbrechen und das Unrecht der SED-Diktatur. Wir erinnern an die Menschen, die ausgegrenzt, gedemütigt, unmenschlich behandelt, gefangen gehalten oder ermordet wurden. Wir treten für Freiheit, Demokratie und Toleranz als Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Mit der Kampagne „Vergiss es!? Wir erinnern.“ tragen wir diese Haltung nach außen.

Welchen Werten sehen wir uns verpflichtet? Am Montagvormittag haben wir die gemeinsame Kampagne „VERGISS ES!? WIR ERINNE...
21/07/2026

Welchen Werten sehen wir uns verpflichtet? Am Montagvormittag haben wir die gemeinsame Kampagne „VERGISS ES!? WIR ERINNERN.“ der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt im Rahmen eines Pressegesprächs in Magdeburg öffentlich vorgestellt. Mit der Kampagne macht die Stiftung ihr Selbstverständnis öffentlich sichtbar. Sie zeigt, auf welchen Grundlagen sie ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und wie sie an ihren sieben Gedenkstätten mit insgesamt neun Standorten in Sachsen-Anhalt Bildungs- und Erinnerungsarbeit gestaltet.
Das Eintreten der Stiftung für Freiheit, Demokratie und Toleranz ist für uns die Konsequenz aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Bewusstsein dieser Verantwortung fördert sie die Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins, das auf Humanität, Rationalität und Pluralismus gründet.
Die vier Kampagnenmotive greifen grundlegende Freiheits- und Menschenrechte auf und verweisen auf deren historische Voraussetzungen. Der Kampagnentitel „VERGISS ES!? WIR ERINNERN.“ ist bewusst doppeldeutig gewählt: Er stellt den Impuls des Verdrängens und Vergessens der Antwort „WIR ERINNERN.“ gegenüber und bringt den gesetzlichen Auftrag der Stiftung prägnant zum Ausdruck. Über einen QR-Code ist das vollständige Leitbild abrufbar.
Die einzelnen Motive mit konkreten Fallbeispielen aus unseren Gedenkstätten könnt ihr in den kommenden Wochen nicht nur auf Plakaten und Postkarten in ganz Sachsen-Anhalt, sondern immer mittwochs auch auf unseren Social-Media-Kanälen entdecken. Wir freuen uns, wenn ihr die Beiträge teilt und darüber ins Gespräch kommt!
Die Kampagne ist eine Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wittenberg .lkwittenberg
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Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Juli 2026 hat dieGedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17:...
02/07/2026

Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Juli 2026 hat die
Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Neben den Dauerausstellungen sind die Sonderausstellungen "Hans-Dieter Schwarz: Ein Künstlerleben zwischen Umbruch, Repression und Freiheit" und „Zwischen MACHT und OHNMACHT“ Präsentationen von Konzepten eines Archivgebäudes für die Stasi-Unterlagen zu sehen.

An beiden Tagen wird um 14:00 Uhr eine Führung angeboten.
Der Eintritt ist frei.

Wir laden zum Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Halle ein. Um 17 Uhr beginnt die Feierstunde auf dem Ha...
16/06/2026

Wir laden zum Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Halle ein.

Um 17 Uhr beginnt die Feierstunde auf dem Hallmarkt. Mit Redebeiträgen von Vertretern der Stadt Halle und der Gedenkstätte Roter Ochse, sowie Zeitzeugenberichten und Totengedenken durch den Zeit-Geschichte(n) e.V. .

Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, an einer geführten Tour durch die Innenstadt zu den Schauplätzen des 17. Juni 1953 teilzunehmen. Sie wird durchgeführt von Niklas Poppe (Gedenkstätte Roter Ochse).

20 Uhr beginnt der Filmabend im Format Filmkunst e.V., Geiststraße 21, 06108 Halle. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Der 17. Juni in Halle – ein Tag der Zivilcourage“ von 2003 (von Marlies und Andreas Splett im Auftrag des Zeit-Geschichte(n) e.V., 45 Minuten) .

Veranstaltungen an anderen Orten hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in einer Online-Karte abrufbar gemacht:
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/stiftung/aktuelles/gedenk-und-erinnerungsveranstaltungen-2026-den-volksaufstand-vom-17-juni-1953

Bildquelle
📸 Archiv Gedenkstätte ROTER OCHSE

Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Juni 2026 hat die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17...
05/06/2026

Am Samstag, dem 6. und Sonntag, dem 7. Juni 2026 hat die
Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Neben den Dauerausstellungen sind die Sonderausstellungen "Hans-Dieter Schwarz: Ein Künstlerleben zwischen Umbruch, Repression und Freiheit" und „Zwischen MACHT und OHNMACHT“ Präsentationen von Konzepten eines Archivgebäudes für die Stasi-Unterlagen zu sehen.

An beiden Tagen wird um 14:00 Uhr eine Führung angeboten.
Der Eintritt ist frei.

Adresse

Am Kirchtor 20b
Halle
06108

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 14:00
Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 14:00

Telefon

+49345470698337

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