Dom und Domschatz Halberstadt

Dom und Domschatz Halberstadt Die Pracht des Mittelalters am Harz: Erleben Sie den edlen gotischen Dom mit dem größten mittelalterl Dom und Domschatz sind täglich außer montags geöffnet.
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Dom und Domschatz zu Halberstadt bilden ein Kulturerbe von Weltrang. Sie beherbergen die größte Sammlung mittelalterlicher Kunst, die sich nach dem Vatikan an ihrem ursprünglichen Ort erhalten hat. Entdecken Sie Leben und Frömmigkeit an einer bedeutenden Bischofskirche. Planen Sie für Ihren Aufenthalt mindestens eine Stunde Zeit ein – verpassen Sie nicht die Besichtigung des Domschatzes!

Hebt mit uns ab!Die älteste Seide im Domschatz wurde als Umhüllungstuch für hochverehrte Reliquien genutzt und stammt au...
01/09/2026

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Die älteste Seide im Domschatz wurde als Umhüllungstuch für hochverehrte Reliquien genutzt und stammt aus höfischen Werkstätten Bagdads im 10. Jahrhundert. Klar erkennbar ist die Darstellung eines Pfaus. Der stark ornamental stilisierte Pfau in dem mittleren großen Sechseckmedaillon ist aufgrund der Vogelfüße, der (drei) Vogelköpfe mit Schnäbeln, der bunten Farbgebung und des hohen Schwanzes erkennbar. Als schönster aller Vögel nobilitiert er motivisch das überaus kostbare Seidengewebe, das zugleich das älteste erhaltene Textil im Domschatz ist.

🖼 Umhüllungstuch einstiger Reliquien, südöstlicher Mittelmeerraum oder Mesopotamien / Bagdad 10. Jahrhundert (?), Seide, gewirkt und gewebt

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: © LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Hebt mit uns ab!Der Pfau (lat. Pavo cristatus)Der Blaue Pfau stammt ursprünglich aus Indien und Sri Lanka und ist ein Hi...
27/08/2026

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Der Pfau (lat. Pavo cristatus)

Der Blaue Pfau stammt ursprünglich aus Indien und Sri Lanka und ist ein Highlight der „Vogelwelten“-Sonderausstellung im Domschatz. Sein heutiger Bestand nimmt in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in der letzten Zeit ab, allerdings gilt die Art noch immer als häufig und nicht gefährdet.
In den Mittelmeerraum wurden die ersten Pfauen vermutlich bereits vor 4.000 Jahren gebracht. In den Sagen der griechischen Antike wird er genannt und gilt als einer der ältesten Ziervögel. Auch ihr Fleisch war bei den Ägyptern, den Römern sowie im Europa des Mittelalters sehr beliebt. In den Menagerien des 17. Jahrhunderts fand er in Europa seinen festen Platz in der Ziervogelhaltung. Da der Pfau standorttreu ist, wird er in vielen Parkanlagen und Zoos auch heute noch im Freien gehalten.
In der mittelalterlichen Bilderwelt galt der Pfau wegen seines farbenfrohen und glänzenden Gefieders sowie seiner stolz wirkenden Haltung als der „hübscheste unter allen Vö**ln des Himmels“ und besaß sowohl negative als auch positive Bedeutung: Er wurde mit den Lastern Hochmut und Eitelkeit verbunden, in Paradiesdarstellungen aber auch mit Schönheit und mit der Vermittlung ewigen Lebens.

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Ulrich Schrader

Hebt mit uns ab!Ein Höhepunkt in der Sonderausstellung „Stoffe mittelalterlicher Vogelwelten“ ist eine Prunkmitra aus de...
25/08/2026

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Ein Höhepunkt in der Sonderausstellung „Stoffe mittelalterlicher Vogelwelten“ ist eine Prunkmitra aus dem 13. Jahrhundert, die in den Gewändersälen des Domschatzes zu besichtigen ist. In der Rankenornamentik der breiten Schmuckbordüre sind vorne und hinten je zwei Rundmedaillons mit Tieren eingebettet: Löwe und Phönix, Pelikan und Adler. Alle verkörpern Aussagen, die sich auf Christi Opfertod und Auferstehung bzw. Wiedergeburt beziehen. Der Phönix ist eindeutig im rechten Bildmedaillon zu erkennen, wo er aus den rot züngelnden Flammen aufsteigt.

🖼 Prunkmitra, Halbseidensamit mit Perlstickerei auf Goldfolie, Spanien (Gewebe) und Ostfalen, südliches Niedersachsen (Stickerei) 2. Drittel 13. Jahrhundert

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Bertram Kober, Punctum

Hebt mit uns ab!Der PhönixDer Phönix ist ein Phantasievogel. Es heißt, es gibt ihn nur einmal. Alle 500 Jahre fliegt er ...
20/08/2026

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Der Phönix

Der Phönix ist ein Phantasievogel. Es heißt, es gibt ihn nur einmal. Alle 500 Jahre fliegt er zu den Zedern des Libanon und verbrennt dort auf einem Altar. Nach drei Tagen ersteht er als Jungtier wieder und fliegt in seine Heimat zurück.
Diese Legende war bereits in der ägyptischen und römischen Kultur und Religion verbreitet und mit der Erneuerung der Zeitalter verbunden. Der Aspekt des freiwilligen Tods und des Auferstehens aus der Asche am dritten Tag wurde im Christentum mit dem Tod Jesu und seiner Auferstehung parallel gesetzt, der Phönix zum Symbol der Auferstehung und des ewigen Lebens.
Auch bei J. K. Rowlings „Harry Potter“ kommt der magische Phönix Fawkes als Tier des Schulleiters Albus Dumbledore vor, seine Wiedergeburt ist im zweiten Band „Kammer des Schreckens“ thematisiert.
Das Muster eines grünen Seidengewebes aus dem Domschatz zeigt derartige belebte Phantasievögel, von welchen einer einem Adler ähnelt, derjenige mit stark gefiedertem Kopf, Brust und Schwanz wohl eine Anlehnung an den chinesischen Feng Huang widergibt. Inwieweit er mit dem Phönix in europäischen Vorstellungen verschmolz, ist nicht sicher zu entscheiden. In der Sonderausstellung „Stoffe mittelalterlicher Vogelwelten“ erwartet Euch hier eine besondere Überraschung!

🖼 Fahne mit Hund und Phantasievögeln, Seidenlampas, Italien, 2. Hälfte 14. Jahrhundert

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: © LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Hebt mit uns ab!Ein goldener Chormantel zeigt ein eindrucksvolles Muster mit einem stilisierten Schwan. In quirlender Dy...
18/08/2026

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Ein goldener Chormantel zeigt ein eindrucksvolles Muster mit einem stilisierten Schwan. In quirlender Dynamik wiederholt das Muster das Motiv eines Schwans und eines Löwen, die in Kampfhaltung einander gegenüberstehen. Dabei scheint der Schwan die Raubkatze anzugreifen, die den Schwanz einzieht und in Abwehrhaltung aufblickt. Hier stehen die Schönheit und Eleganz des Schwans und die Kraft des Löwen einander machtvoll und dramatisch gegenüber.
Dieses eindrucksvolle Muster ist nicht nur in der „Vogelwelten“-Ausstellung zu entdecken, sondern auch auf vielen Produkten in unserem Besucherzentrum auf der Nordseite des Domes, zum Mitnehmen nach Hause.

🖼 Pluviale mit Schwan und Löwe, Seidenlampas mit goldenem Muster, Italien um 1400

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Bertram Kober, Punctum/ Ulrich Schrader

  Stolz auf gemeinsames Gebet evangelischer und katholischer Domherren. Mit Einführung der Reformation am Halberstädter ...
15/08/2026



Stolz auf gemeinsames Gebet evangelischer und katholischer Domherren. Mit Einführung der Reformation am Halberstädter Dom trägt von 1591 bis 1810 ein gemischt konfessionelles Domkapitel Sorge für Kirche und Bistum. Dabei hielt die Gemeinschaft der Geistlichen an der gemeinsamen Feier des täglichen Stundengebetes fest, das im Sinne beider Konfessionen mit Bedacht und Toleranz überarbeitet wurde. Die mittelalterlichen Ausstattungsstücke des Domes wurden weiter genutzt und wertgeschätzt. Damit ist die außerordentliche Bewahrung des Halberstädter Domschatzes nicht zuletzt der frühen Ökumene am Dom zu verdanken.

© Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Bertram Kober, Punctum

  Stolz auf lange Tradition. Der Domschatz Halberstadt bewahrt die ursprüngliche Ausstattung des Doms aus der Zeit des M...
13/08/2026



Stolz auf lange Tradition. Der Domschatz Halberstadt bewahrt die ursprüngliche Ausstattung des Doms aus der Zeit des Mittelalters in einzigartigem Umfang. Ausschließlich an Originalen aus dem Halberstädter Dom zeugt er vom geistlichen Leben und Feiern seiner Bischöfe, Domherren und Vikare. Er zeichnet ein einmalig authentisches Bild vergangenen Kunstschaffens, der Verwendung und Bewahrung der Kunstgüter aus ganz Europa, dem Vorderen Orient und Nordafrika.

© Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Bertram Kober, Punctum

  Stolz auf Domschatz. In der Vielfalt an Kunstgattungen, Materialien und Herkunftsländern ist er Abbild mittelalterlich...
11/08/2026



Stolz auf Domschatz. In der Vielfalt an Kunstgattungen, Materialien und Herkunftsländern ist er Abbild mittelalterlicher Kunst und Kultur aus ganz Europa, dem Vorderen Orient und Nordafrika. Hier zeigt sich eine reiche Tradition des Austausches, des Handels, des Reisens. Einflüsse verschiedener Kulturkreise sind sichtbar. Der jahrhundertelange Gebrauch am Halberstädter Dom vermittelt die Kontinuität des christlichen Gottesdienstes an diesem Ort, inklusive konfessioneller Vielfalt evangelischer und katholischer Domherren im gemeinsamen Gottesdienst nach Einführung der Reformation 1591.

© Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Elmar Egner

Hebt mit uns ab!Der Schwan (lat. Cygnus olor)Der Höckerschwan kam ursprünglich im nördlichen Mitteleuropa vor. In Westeu...
11/08/2026

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Der Schwan (lat. Cygnus olor)

Der Höckerschwan kam ursprünglich im nördlichen Mitteleuropa vor. In Westeuropa gehen die Bestände ausschließlich auf ausgesetzte und verwilderte Vögel zurück. Heute verzeichnet der Höckerschwan in Deutschland und Europa eine positive Bestandsentwicklung und gilt als nicht gefährdet.
Im Europa des Mittelalters galt die Schwanenhaltung auf offenem Gewässer als Hoheitsrecht. Schwäne wurden besonders bei festlichen Anlässen serviert, denn sie waren Symbol für Reichtum und Exklusivität – allerdings wird ihr Fleisch als sehr zäh und tranig beschrieben.
In der Bildsprache spielte der Schwan eine wichtige Rolle. Europäische Adelshäuser thematisierten ihn in Wappen und Devisen wiederholt. In der christlichen Deutung machte ihn sein weißes Gefieder zum Symbol der Reinheit und Treue, oft in Bezug zu Maria. Der Todesgesang des Schwans – wegen seiner Süße berühmt – symbolisierte das Hosanna beim Einzug in Jerusalem.
Ob allerdings im Kontext einer Tierkampfszene wie in dem Gewebe des Pluviale eine christliche Deutung zu finden ist, mag bezweifelt werden. Hier stehen die Schönheit und Eleganz des Schwans und die Kraft des Löwen einander machtvoll und dramatisch gegenüber. Dieses Muster mit Schwan stellen wir Euch im nächsten Post vor.

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: Ulrich Schrader

Hebt mit uns ab!Ein Lesepult in Adlergestalt steht im Gewändersaal des Domschatzes neben textilen Adlermotiven und ist e...
06/08/2026

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Ein Lesepult in Adlergestalt steht im Gewändersaal des Domschatzes neben textilen Adlermotiven und ist ein besonderer Hingucker in der Sonderausstellung „Stoffe mittelalterlicher Vogelwelten“. Am Pult verweist der Adler, da er am höchsten fliegt und Gott am nächsten kommt, auf das Wort Gottes und die geistige Kraft der Heiligen Schrift, die von der Buchablage auf dessen Rücken verlesen wurde. Zudem ist er Symbol des siegreichen Christus und des Evangelisten Johannes, dessen Evangelistensymbol er ist und dessen Evangelium mit den bedeutungsvollen Worten beginnt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“.

🖼 Adlerpult Brabantische Werkstatt, Bronze, 16. Jahrhundert (?)

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Fotograf: © LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Adresse

Domplatz 16a
Halberstadt
38820

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 16:00
Samstag 10:00 - 16:00
Sonntag 11:00 - 16:00

Telefon

+49394124237

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