Gedenkstätte Hadamar

Gedenkstätte Hadamar Die offizielle Facebook-Seite der Gedenkstätte Hadamar Diese Verbrechen wurden von den Nationalsozialisten euphemistisch als „Euthanasie“ bezeichnet.

Zum historischen Ort:
Von 1939 bis 1945 wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch verfolgt und ermordet. Die ehemalige Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar gehörte ab 1941 zu den insgesamt sechs Tötungsanstalten der sogenannten „Aktion T4“. Zwischen Januar und August 1941 wurden in der Gaskammer im Keller der Tötungsanstalt Hadamar mehr als 10.000 Menschen getöte

t. Die Leichen der Opfer wurden in zwei Krematorien eingeäschert. Ende August 1941 wurden die Gasmorde der „Aktion T4“ eingestellt. Von August 1942 bis März 1945 fungierte die Anstalt Hadamar im Rahmen der „dezentralen Euthanasie“ erneut als überregionales Tötungszentrum. In diesem Zeitraum wurden nochmals etwa 4.500 Menschen aus dem gesamten Reichsgebiet umgebracht. Sie starben an den Überdosierungen von Beruhigungsmedikamenten, die ihnen das Pflegepersonal verabreichte, gezielter Mangelernährung und medizinischer Vernachlässigung. Die Leichen der Ermordeten wurden größtenteils auf einem 1942 eingerichteten Anstaltsfriedhof in Massengräbern vergraben. Ende März 1945 wurden die Stadt und die Landesheilanstalt Hadamar von US-amerikanischen Soldaten befreit. Zur Gedenkstätte:
Heute erinnert die Gedenkstätte Hadamar an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Sie ist Forschungseinrichtung, ein Erinnerungs- und Lernort, der das Gedenken an die Menschen, die ermordet wurden, wach hält. Den Besucherinnen und Besuchern bietet die Gedenkstätte vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-„Euthanasie“, des Nationalsozialismus und den sich hieraus ergebenden langfristigen Folgen und aktuellen Wirkungen. Zur Gedenkstätte gehören die ehemalige „T4“-Busgarage als Ankunftsort der Opfer, eine Dauerausstellung und der Keller mit der ehemaligen Gaskammer, dem Sezierraum sowie den Resten der Krematorien. Außerdem befindet sich der Friedhof mit den Massengräbern aus der Zeit der „dezentralen Euthanasie“ auf dem Gedenkstättenareal. 1964 wurde dort eine Gedenklandschaft eingerichtet. Unsere Social Media Guidelines mit Netiquette:
https://www.gedenkstaette-hadamar.de/social-media-guidelines/

Nachruf des Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V.In großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Grü...
03/09/2026

Nachruf des Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V.

In großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Gründungsmitglied Berthold Weikert.

Berthold Weikert war seit 1998 Mitglied im Vorstand des Fördervereins, bis 2005 als Kassierer und bis 2017 als Beisitzer tätig.

Es war ihm stets ein wichtiges Anliegen, das große Unrecht der „Euthanasie“, begangen an unschuldigen Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen, zukünftigen Generationen vor Augen zu führen, auf dass ein solches Unrecht nicht mehr geschehe.

Wir verlieren mit ihm einen aufrechten und engagierten Streiter.

Vorstand des
Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V.

65589 Hadamar, im August 2026

Foto: Berthold Weikert (2. v.r.) bei der Veranstaltung zum Wiederaufbau der Busgarage 2006. Foto: Gedenkstätte Hadamar.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Einmarsch in Polen de...
01/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Einmarsch in Polen der Zweite Weltkrieg. Am selben Tag soll Adolf Hi**er zudem das sogenannte „Ermächtigungsschreiben“ unterzeichnet haben. Seine Unterschrift galt als Genehmigung für die „Aktion T4“ – dem Mord an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

Der Wortlaut des Schreibens lautete: »Reichsleiter Bouhler und Dr. med. Brandt sind unter Verantwortung beauftragt, die Befugnisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu erweitern, daß nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann.«

In dem geheimen Schreiben sprachen die Nationalsozialisten von „Gnadentod“. Die Formulierung darin war bewusst ungenau. Gemeint war damit die Ermordung von Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung. Auf Grund dieses Schreibens starben in Hadamar Männer, Frauen und Kinder.
In nur acht Monaten ermordeten die Täter:innen 10.000 Menschen in der Gaskammer der Tötungsanstalt Hadamar. In der oberen rechten Ecke befindet sich ein Datumsstempel. Das Schreiben wurde auf den 1. September 1939 datiert. Wahrscheinlich unterzeichnete Hi**er das Schreiben erst im Herbst 1939. Die Datierung des Dokuments sollte eine symbolische Verbindung mit dem Einmarsch in Polen darstellen.

Nach dem Krieg versuchten viele Täter:innen ihre Beteiligung an den Morden herunterzuspielen. Sie behaupteten, sie haben ein Gesetz von Adolf Hi**er befolgt.

Das geheime Schreiben war aber kein Gesetz. Denn die „Aktion T4“ sollte vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden. Auch im Nationalsozialismus mussten Gesetze veröffentlicht werden.

Bild: Das "Ermächtigungsschreiben". Foto: United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of National Archives and Records Administration, College Park. Photograph Number: 67072

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Am 1. September 1939 begann der Zweite Welt·krieg.
Deutschland griff Polen an.

Am selben Tag soll Adolf Hi**er ein Schreiben unterschrieben haben.
Das Schreiben heißt „Ermächtigungs·schreiben“.
Ein Schreiben ist ähnlich wie ein Brief.

Das Schreiben gab den N***s eine Erlaubnis.
Die N***s wollten Menschen mit Behinderung töten.
Sie wollten auch Menschen mit seelischer Krankheit töten.
Die seelische Krankheit betrifft die Seele und das Denken.

Im Schreiben standen diese Worte:
Reichs·leiter Bouhler und Dr. Brandt bekamen einen Auftrag.
Sie sollten Ärzten mehr Macht geben.
Die Ärzte sollten schwer kranke Menschen auswählen.
Die Ärzte sollten prüfen, wie „krank“ ein Mensch war.
Die Ärzte sollten Menschen mit einer unheilbaren Krankheit töten dürfen.
Eine unheilbare Krankheit kann nicht geheilt werden.

Für den Tod stand im Schreiben das Wort „Gnaden·tod“.
Das Wort „Gnaden·tod“ war ein Tarn·wort.
Ein Tarn·wort verbirgt die wahre Bedeutung.
Gemeint war die Tötung von Menschen.

Oben rechts auf dem Schreiben steht ein Stempel.
Der Stempel zeigt den 1. September 1939.
Hi**er unterschrieb das Schreiben erst später.
Das war im Herbst 1939.
Das genaue Datum ist offen.

Das Datum auf dem Schreiben hatte eine besondere Bedeutung.
Es sollte an den Angriff auf Polen erinnern.

Der „Gnaden·tod“ war ein Tarn·wort für Massen·mord.
Massen·mord bedeutet: Viele Menschen werden gezielt getötet.
Mehr als 70.000 Menschen starben.

Die Menschen lebten in Anstalten.
Eine Anstalt war damals ein Ort für Menschen mit Krankheit oder Behinderung.

Der Massen·mord hieß „Aktion T4“.
Hadamar wurde im Januar 1941 zu einer Tötungs·anstalt.
Eine Tötungs·anstalt war ein Ort für geplante Morde.
Dort arbeitete medizinisches Personal.
Das medizinische Personal ermordete mehr als 10.000 Menschen.
Die Morde dauerten acht Monate.

Das Schreiben hatte keine rechtliche Grund·lage.
Es war kein Gesetz.
Auch später erschien das Schreiben nicht im Reichs·gesetz·blatt.
Das Reichs·gesetz·blatt war eine amtliche Schrift.
Dort standen die Gesetze vom Deutschen Reich.
Das Schreiben gab den Morden auch nach den Regeln der N***s keine rechtliche Grund·lage.

Die N***s wollten das Schreiben geheim halten.
Auch die Morde sollten geheim bleiben.
Für die Morde nutzten die N***s später das Wort „Euthanasie“.
„Euthanasie“ bedeutet: Menschen werden wegen ihrer Krankheit oder Behinderung gezielt getötet.

Bild: Das "Ermächtigungsschreiben". Foto: United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of National Archives and Records Administration, College Park. Photograph Number: 67072

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsor...
31/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht.
Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären.

Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.



[💡 Der gleiche Text einfacher]
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.

Deswegen sind diese Wahlen wichtig.
Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.

Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.

Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.

Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.

Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.

Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.
Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.

Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.
Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.

Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.

Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.

Menschen·Rechte gelten.

Inhalt der Bilder:
Alte Dokumente sind gefährlich…
… für alle, die sagen die Verbrechen der N***s waren nicht so schlimm.
Oder sind nicht passiert.
Gedenkstätten zeigen die Orte der Verbrechen.
Sie sammeln Beweise, für das was passiert ist.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsor...
27/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht.

Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären.

Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.



[💡 Der gleiche Text einfacher]
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.

Deswegen sind diese Wahlen wichtig.
Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.

Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.

Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.

Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.

Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.

Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.
Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.

Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.
Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.

Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.

Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.

Menschen·Rechte gelten.

Inhalt der Bilder:
Forschung in der Vergangenheit ist gefährlich…
… für die Verbreitung von falschen Informationen.

Das machen oft auch Rechtsextreme.
Gedenkstätten schauen genau hin.

Sie zeigen wo ihre Infos herkommen.
Man kann sie überprüfen. Sie sind echt.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsor...
26/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht.
Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären.

Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.



[💡 Der gleiche Text einfacher]
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.

Deswegen sind diese Wahlen wichtig.
Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.

Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.

Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.

Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.

Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.

Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.
Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.

Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.
Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.

Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.

Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.

Menschen·Rechte gelten.

Inhalt der Bilder:
Geschichte verstehen ist gefährlich…

…für alle, die die Geschichte für ihre eigenen Ziele verändern.

Gedenkstätten erklären die N**i-Verbrechen. Sie sammeln Infos, forschen und berichten.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsor...
24/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht.
Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären.
Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.



[💡 Der gleiche Text einfacher]
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.

Deswegen sind diese Wahlen wichtig.
Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.

Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.

Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.

Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.

Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.

Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.
Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.

Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.
Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.

Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.

Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.
Menschen·Rechte gelten für alle Menschen.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Heute vor 85 Jahren endete die sogenannte „Aktion T4“, in deren Ver...
24/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Heute vor 85 Jahren endete die sogenannte „Aktion T4“, in deren Verlauf allein in Hadamar über 10.000 Patient:innen aus diversen Heil- und Pflegeanstalten in einer Gaskammer im Keller ermordet wurden. In insgesamt sechs speziell dafür eingerichteten Tötungsanstalten ermordeten die Nationalsozialisten über 70.000 Menschen im gesamten Deutschen Reich.

Ein Grund für das Ende der „Aktion T4“ war die gescheiterte Geheimhaltung der Morde. Zwar sollten diese im Verborgenen stattfinden, doch in der Bevölkerung mehrten sich Gerüchte. In Hadamar wurden diese zusätzlich angeheizt durch die vielen „Grauen Busse“ und den ständig rauchenden Schornstein der Verbrennungsöfen. Zusätzlich dazu festigte die Predigt des Münsteraner Bischofs von Galen Anfang August 1941 das Wissen über die Patient:innenmorde in der Gesellschaft.

Mit dem Ende der „Aktion T4“ endeten jedoch nicht die Morde. In den nächsten Jahren wurden weiterhin Patient:innen aus Heil- und Pflegeanstalten in ihren Einrichtungen ermordet. Bereits ein Jahr nach dem Ende der Gasmorde wurde Hadamar erneut als Tötungsanstalt eingerichtet und diente in der sogenannten „dezentralen Euthanasie“ als einer der zentralen Tötungsorte.

Foto: Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein 1941. Foto: Gedenkstätte Hadamar, Sammlung FS 4

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Vor 85 Jahren endete die „Aktion T4“.
Bei der „Aktion T4“ ermordeten N***s viele kranke und behinderte Menschen.
Die N***s nannten diese Morde „Euthanasie“.
Es bedeutet hier: Ein Mensch wird gezielt getötet.

In Hadamar ermordeten die N***s mehr als 10.000 Menschen.
Die Menschen lebten zuvor in Heil·Anstalten und Pflege·Heimen.

Die N***s brachten die Menschen nach Hadamar.
Dort gab es eine Gas·Kammer.
Eine Gas·Kammer ist ein Raum für die Tötung mit Gas.
Die Menschen starben dort.

Im Deutschen Reich gab es sechs Orte für diese Morde.
Dort ermordeten die N***s mehr als 70.000 Menschen.

Die N***s wollten die Morde geheim halten.
Viele Menschen erfuhren trotzdem von den Morden.
In der Bevölkerung gab es immer mehr Gerüchte.
In Hadamar sahen die Menschen viele graue Busse.
Mit diesen Bussen kamen die Opfer nach Hadamar.

Dazu kam der Rauch aus dem Schornstein.
Der Rauch kam von den Öfen für die Toten.
So erkannten viele Menschen, was in Hadamar geschah.

Im August 1941 sprach Clemens August von Galen über die Morde.
Er war Bischof in Münster.
Ein Bischof ist ein Leiter der katholischen Kirche.
Er sprach offen über die Morde an kranken und behinderten Menschen.
Seine Rede machte die Morde noch bekannter.

Am 24. August 1941 stoppten die N***s die „Aktion T4“.
Damit endeten die Morde mit Gas in den sechs Tötungs·Anstalten.

Die Morde an kranken und behinderten Menschen gingen weiter.
Auch in Heil·Anstalten und Pflege·Heimen wurden weiter Menschen ermordet.
Die Täter nutzten dafür andere Wege.

Ein Jahr später wurde Hadamar wieder zu einem Ort für Morde.
Dort ermordeten die Täter viele Menschen.
Diese Form der Morde nennt man „dezentrale Euthanasie“.
„Dezentral“ bedeutet: Die Morde fanden an vielen Orten statt.
Hadamar wurde dabei zu einem wichtigen Ort für diese Morde.
Die Morde dauerten bis zum Ende der N**i·Zeit an.

Foto: Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein 1941. Foto: Gedenkstätte Hadamar, Sammlung FS 4

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[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Heute vor 87 Jahren erging ein streng vertraulicher Runderlass des ...
18/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Heute vor 87 Jahren erging ein streng vertraulicher Runderlass des Reichsinnenministeriums an die Landesregierungen und Provinzialverwaltungen des Landes. Darin wurde ärztliches Personal verpflichtet, zunächst Säuglinge und Kleinkinder mit bestimmten geistigen und körperlichen Behinderungen über die Gesundheitsämter an den „Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“ zu melden. Die Meldung erfolgte über ein Formblatt, das vom Amtsarzt ausgefüllt wurde. Hinter dem „Reichsausschuß“ verbarg sich eine Tarnorganisation. Sie gehörte zu der Adolf Hi**er unterstellten Kanzlei des Führers der NSDAP und wurde vom Reichsministerium des Innern unterstützt. Die Aufgabe des „Reichsausschusses“ war die Organisation eines zentral gesteuerten Mordprogramms: der „Kindereuthanasie“.

Dem „Reichsausschuß“ gehörten unter anderem die Ärzte und Psychiater Werner Catel, Hans Heinze und Ernst Wentzler an. Sie waren an der Selektion beteiligt und entschieden als „Gutachter“ über das Schicksal der gemeldeten Säuglinge und Kinder. Schrittweise hob der „Reichsausschuss“ die Altersgrenze an, sodass später auch Jugendliche zu den Verfolgten und Ermordeten zählten.

Auf Grundlage der Beurteilungen der „Gutachter“ wurden die betroffenen Kinder in sogenannte „Kinderfachabteilungen“ verlegt, die zwischen 1940 und 1945 in über 30 Kliniken oder Heil- und Pflegeanstalten eingerichtet wurden. Das medizinische Personal ermordete sie anschließend durch gezielte Medikamentengaben, Injektionen oder systematischen Nahrungsentzug.

Eine solche „Kinderfachabteilung“ wurde 1941/1942 auch im Krankenhausgebäude der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof in Idstein eingerichtet. Sie war bis zur Befreiung der Anstalt 1945 aktiv.
Im Rahmen der nationalsozialistischen „Kindereuthanasie“ starben reichsweit schätzungsweise 5.000 – 10.000 Kinder. Sie waren durch den „Reichsausschuss“ auf Grundlage des Erlasses vom 18. August 1939 ausgewählt worden.

Die „Euthanasie“-Verbrechen an Kindern und Jugendlichen gingen jedoch weit darüber hinaus. Auch im Rahmen der „Aktion T4“ und der sogenannten dezentralen „Euthanasie“ wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche ermordet.

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Heute vor 87 Jahren gab das Reichs·Innen·Ministerium eine geheime Anweisung heraus.
Eine Anweisung ist eine feste Regel von einer Behörde.
Die Anweisung ging an die Regierungen der Länder.
Sie ging auch an die Verwaltungen der Provinzen.

Ärzte und anderes medizinisches Personal mussten Babys und kleine Kinder melden.
Das galt für Kinder mit bestimmten geistigen und körperlichen Behinderungen.
Die Meldung ging an die Gesund·heits·Ämter.
Ein Gesund·heits·Amt ist eine Behörde für Fragen zur Gesundheit.
Die Gesund·heits·Ämter leiteten die Meldung an den „Reichs·Ausschuss“ weiter.
Der „Reichs·Ausschuss“ hieß genau: „Reichs·Ausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb· und anlage·bedingter schwerer Leiden“.

Die Ärzte füllten dafür ein Form·Blatt aus.
Ein Form·Blatt ist ein Blatt mit festen Feldern für Angaben.

Der „Reichs·Ausschuss“ war eine Tarn·Organisation.
Eine Tarn·Organisation ist eine Gruppe, die ihren wahren Zweck verbirgt.
Die Tarn·Organisation gehörte zur Kanzlei des Führers der NSDAP.
Die Kanzlei war Adolf Hi**er unterstellt.
Das Reichs·Innen·Ministerium half der Tarn·Organisation.

Der „Reichs·Ausschuss“ plante und lenkte ein Mord·Programm.
Das Mord·Programm hieß „Kinder·Euthanasie“.
Euthanasie bedeutet hier die gezielte Tötung von kranken und behinderten Menschen.

Zum „Reichs·Ausschuss“ gehörten auch die Ärzte und Psychiater Werner Catel, Hans Heinze und Ernst Wentzler.
Psychiater sind Ärzte für die Seele und den Geist.
Die Ärzte wählten die Kinder aus.
Sie prüften die Meldungen als „Gutachter“.
Gutachter sind Fachleute, die eine Prüfung machen und eine Entscheidung vorbereiten.
Die Ärzte entschieden über das Leben der gemeldeten Kinder.

Später änderte der „Reichs·Ausschuss“ die Alters·Grenze.
So kamen auch Jugendliche unter die Verfolgten und Ermordeten.

Auf Grund der Urteile der „Gutachter“ kamen die Kinder in „Kinder·Fach·Abteilungen“.
Eine „Kinder·Fach·Abteilung“ war eine besondere Abteilung für Kinder.
Zwischen 1940 und 1945 gab es solche Abteilungen in mehr als 30 Kliniken und Pflege·Anstalten.
Das med. Personal ermordete die Kinder dort.
Dafür gab es gezielte Gaben von Medikamenten.
Es gab auch Spritzen.
Die Kinder bekamen zudem gezielt zu wenig Essen.

Auch im Kalmenhof in Idstein gab es eine „Kinder·Fach·Abteilung“.
Sie wurde 1941 oder 1942 im Gebäude der Heil·Erziehungs·Anstalt eingerichtet.
Die Abteilung blieb bis zur Befreiung der Anstalt im Jahr 1945 aktiv.

In der N**i-Zeit starben im ganzen Deutschen Reich etwa 5.000 bis 10.000 Kinder durch die „Kinder·Euthanasie“.
Der „Reichs·Ausschuss“ hatte diese Kinder auf Grund der Anweisung vom 18. August 1939 ausgewählt.

Die Verbrechen an Kindern und Jugendlichen gingen noch weiter.
Auch bei der „Aktion T4“ wurden viele Kinder und Jugendliche ermordet.
Auch bei der so genannten dezentralen „Euthanasie“ wurden viele Kinder und Jugendliche ermordet.

Bild: Ausschnitt eines Schreibens des "Reichsausschusses" an den Leiter der "Kinderfachabteilung" in der Landesheilanstalt Eichberg bei Eltville. Auf dem Eichberg befand sich die zweite "Kinderfachabteilung" auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen. Foto: LWV Archiv, Bestand 12 K 3438

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Die Landesheilanstalt Hadamar ist nicht nur während der „Aktion T4“...
13/08/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Die Landesheilanstalt Hadamar ist nicht nur während der „Aktion T4“ ein Ort, an dem Menschen gezielt ermordet werden. Auch wenn nach Beendigung des zentral gesteuerten Mordprogramms nach außen hin wieder ein Anstaltsbetrieb aufgenommen wird und Patient:innen die Stationen belegen, ist der Alltag der Anstalt erneut durch gezielte Tötungen bestimmt.

Diese Morde sind Teil der „dezentralen Euthanasie“. Im gesamten deutschen Reich werden in dieser Zeit Menschen durch überdosierte Medikamente, Mangelernährung sowie extreme Vernachlässigung in zahlreichen psychiatrischen Einrichtungen getötet.

Heute sind allein in Hadamar mehr als 4.400 Ermordete namentlich bekannt.
Während der „dezentralen Euthanasie“ entwickelt sich Hadamar zu einem der wesentlichen Tötungsorte. Anders als bei der „Aktion T4“ gibt es keine aus Berlin gesteuerte Organisation der Morde mehr. Die Verantwortung wird in die Länder- und Provinzverwaltungen abgegeben, die „Euthanasie“ auch ohne zentrale Anweisungen in den Anstalten weiterführt.

Am 13. August 1942 und am folgenden Tag kommen die ersten Transporte mit über 120 Patienten aus der Nervenklinik Bremen. Diese markieren den Beginn der „dezentralen Euthanasie“. Bis 1945 sterben auf den Anstaltsstationen neben psychisch erkrankten durch den Bombenkrieg traumatisierte Menschen, ehemaligen Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS sowie psychisch erkrankten Zwangsarbeiter:innen auch Kinder und Jugendliche.

Darüber hinaus gibt es ab 1943/44 Menschen, die nicht aufgrund psychiatrischer Diagnosen ermordet werden: überwiegend an Tuberkulose erkrankte Zwangsarbeitskräfte, sowie „jüdische Mischlingskinder“, die durch Fürsorgeeinrichtungen nach Hadamar überstellt werden.

Die tägliche Selektion zur Ermordung wird vom medizinischen Personal vor Ort getroffen, der Mord selbst individuell durch das diensthabende Pflegepersonal ausgeführt. Nach der Aufnahme in Hadamar sind die Überlebenschancen verschwindend gering. Nur in Ausnahmefällen überleben die Menschen länger als ein paar Wochen oder Monate. Ein heute bekanntes Auswahlkriterium für den Zeitpunkt der Ermordung ist die noch vorhandene Arbeitsfähigkeit der Menschen.

Angehörige werden systematisch über das Schicksal ihrer Familienmitglieder belogen, auch in Bezug auf die Ruhestätte der Ermordeten. Ab 1942 werden die Menschen mehrheitlich in Massengräbern verscharrt. Als Tarnung wurde ein Anstaltsfriedhof mit vorgetäuschten Einzelgräbern angelegt.

Erst mit dem Eintreffen der US-Soldaten am 26. März 1945 wird die systematische Ermordung der Anstaltspatient:innen beendet. Doch auch in der folgenden Zeit sterben weitere Menschen an den Folgen zuvor erlittener Mangelernährung und extremer Vernachlässigung.

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Die Landes·heil·anstalt Hadamar ist in der N**i·Zeit ein Ort für Mord.
Dort töten die N***s viele Menschen.
Die Morde mit dem Namen „Aktion T4“ enden 1941.
Danach leben wieder kranke Menschen in der Anstalt.
Die Tötungen gehen weiter.
Die Fach·leute sagen dazu „dezentrale Euthanasie“.
Das heißt: Die Morde finden an vielen Orten statt.

Im ganzen Deutschen Reich töten N***s viele kranke Menschen.
Sie geben zu viele Arznei·mittel.
Arznei·mittel sind Mittel gegen Krank·heiten.
Sie geben zu wenig Essen.
Sie helfen den Menschen nicht mehr.
Hadamar wird zu einem der wichtigsten Orte für diese Morde.
Mindestens 4.400 Menschen werden dort ermordet.

Am 13. August 1942 kommen die ersten Menschen aus der Nerven·klinik Bremen nach Hadamar.
Eine Nerven·klinik ist ein Kranken·haus für Menschen mit seelischen Krank·heiten.
Am Tag danach kommt ein weiterer Transport.
Mehr als 120 Menschen kommen nach Hadamar.
Damit beginnt die „dezentrale Euthanasie“ in Hadamar.

Bis 1945 sterben in Hadamar viele Menschen.
Dazu gehören Menschen mit einer seelischen Krank·heit.
Dazu gehören auch Menschen mit Leid durch den Bomben·krieg.
Dazu gehören frühere Soldaten der Wehrmacht und der Waffen·SS.
Die Wehrmacht war die Armee in der N**i·Zeit.
Die Waffen·SS war eine Kampf·gruppe der SS.
Die SS war eine wichtige Macht·gruppe der N***s.

Zu den Opfern gehören auch Zwangs·arbeiter·innen und Zwangs·arbeiter mit einer seelischen Krank·heit.
Zwangs·arbeit heißt: Menschen müssen gegen ihren Willen arbeiten.
Auch Kinder und Jugend·liche sterben dort.

Ab 1943 und 1944 werden weitere Menschen in Hadamar umgebracht.
Einige der Opfer haben Tuberkulose.
Tuberkulose ist eine schwere Krank·heit der Lunge.

Auch „jüdische Mischlings·kinder“ kommen nach Hadamar.
Das ist ein Wort aus der N**i·Zeit.
Die N***s nutzen das Wort für Kinder mit jüdischen und anderen Vor·fahren.
Fürsorge·einrichtungen bringen diese Kinder nach Hadamar.
Fürsorge·einrichtungen helfen Menschen im Alltag.
In der N**i·Zeit helfen sie den Menschen jedoch nicht.

Ärzt·innen und Ärzte wählen jeden Tag Menschen für den Mord aus.
Pflege·kräfte führen die Tötung aus.

Nach der Ankunft in Hadamar leben die meisten Menschen nur noch kurze Zeit.
Nur wenige Menschen leben einige Wochen oder Monate.
Ein Grund für den Zeit·punkt der Tötung ist die Arbeits·kraft.
Arbeits·kraft heißt: Ein Mensch kann noch arbeiten.

Die Anstalt gibt den Familien falsche Auskünfte.
Die Anstalt sagt auch falsche Dinge über das Grab der ermordeten Menschen.
Ab 1942 kommen viele ermordete Menschen in große Gräber.
Große Gräber für viele Tote heißen Massen·gräber.

Am 26. März 1945 kommen Soldaten aus den USA nach Hadamar.
Damit endet der Mord in Hadamar.
Viele Menschen sterben aber später an den Folgen von zu wenig Essen und zu wenig Hilfe.

Foto: Blick auf den Friedhof der Anstalt, wo Ermordete in Massengräbern beigesetzt wurden. United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of National Archives and Records Administration, College Park

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